Hallo,
wie kann ich verhindern, dass der Autorouter Leiterbahnen auf dem Top
Layer legt. Damit ich z.B. einen Durchsteckwiderstand nur auf dem Bottom
Layer löten muss und nicht auf beiden Seiten.
Restrict und Keepout machen auch gleich die Kupferfläche mit weg.
Um welches Programm gehts denn überhaupt? Solltest du noch sagen oder?
Bei Eagle:
In den Einstellungen zu Autorouter beim Top Layer NA auswählen.
Ach ja, am besten gar keinen Autorouter verwenden.
Ja schon Eagle, ich mein ich will einfach an bestimmten stellen dass es
die Leiterbahnen unten verlegt und nicht oben.
Wieso kein Autoruter verwenden ?
Daniel H. schrieb:> 1000VoltGehirn schrieb:>> Wieso kein Autoruter verwenden ?>> Weil der Autorouter in der Regel Murks produziert.
Ein Autorouter produziert in der Regel deshalb Murks, weil er nicht
richtig konfiguriert ist -> nur ist meist das Einstellen aller Parameter
und das Wissen, wie man was einstellen muss um bestimmte Sachen zu
bekommen, meist genauso komplex und zeitaufwendig, als würde man es
gleich von Hand routen -> sprich einen Autorouter nimmt man nur, wenn
man
a) damit umgehen kann und weiß was man tut.
b) das Layout so komplex ist, dass sich der Aufwand alle Vorgaben zu
definieren auch lohnt.
c) man sich bewusst ist, dass dann sehr wahrscheinlich immer noch
Nacharbeit nötig ist.
Nachtrag:
das oben gesagte gilt übrigens auch fürs Autoplace - auch da ist man im
Normalfall besser bedient, wenn man sich die Sachen von Hand platziert.
Denn wenn die Bauteile schon bescheiden platziert sind, dann hilft erst
recht kein Autorouter mehr.
Old Papa schrieb:> Ach lasst ihn doch mit seinem ach so teuer gekauften Autorouter> rumspielen....
Kommerzielle Autorouter erzielen absolut brauchbare Ergebnisse.
Bei Eagle kommt einer in der freien Version mit. Der taugt allerdings
einfach gar nichts.
Die Platine wird funktionieren, aber für Signale, bei denen man ein
bisschen mitdenken muss, taugt er nicht.
RAY schrieb:> Ein Autorouter produziert in der Regel deshalb Murks, weil er nicht> richtig konfiguriert ist -> nur ist meist das Einstellen aller Parameter> und das Wissen, wie man was einstellen muss um bestimmte Sachen zu> bekommen, meist genauso komplex und zeitaufwendig, als würde man es> gleich von Hand routen -> sprich einen Autorouter nimmt man nur, wenn> man> a) damit umgehen kann und weiß was man tut.> b) das Layout so komplex ist, dass sich der Aufwand alle Vorgaben zu> definieren auch lohnt.> c) man sich bewusst ist, dass dann sehr wahrscheinlich immer noch> Nacharbeit nötig ist.
Dafür ist allerdings nebenbei auch ein ordentlicher Autorouter nötig.
Michael H. schrieb:> Old Papa schrieb:>> Ach lasst ihn doch mit seinem ach so teuer gekauften Autorouter>> rumspielen....> Kommerzielle Autorouter erzielen absolut brauchbare Ergebnisse.
Damit wären wir aber wieder bei RAYs poting. Auch bessere Autorouter
sind nicht dafür konzipiert, einem sämtliches Denken abzunehmen.
RAY schrieb:> Ein Autorouter produziert in der Regel deshalb Murks, weil er nicht> richtig konfiguriert ist
Schon klar, war wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Besser wäre wohl
gewesen
"Der Autorouter produziert Murks wenn man ihn nicht richtig einzusetzen
weiß, und wenn man ihn einzusetzen weiß kann man im Hobbybereich
geschätzte 95% der Platinen auch gleich manuell routen." :)
Dem Autorouter kann man übringes "sagen", dass er nur auf einer Lage
arbeiten soll.
Wo, das müsste ich jetzt selber suchen. Wird aber auch im Eagle-Handbuch
beschrieben...
Nein, benutze ich nicht. Aber man darf ihn ja wohl mal ausprobieren.
STK500-Besitzer schrieb:> Dem Autorouter kann man übringes "sagen", dass er nur auf einer Lage> arbeiten soll.> Wo, das müsste ich jetzt selber suchen. Wird aber auch im Eagle-Handbuch> beschrieben...> Nein, benutze ich nicht. Aber man darf ihn ja wohl mal ausprobieren.
Ja, ich habe auch schon einiges mit "Autoroutern" ausprobiert. Klar, ich
als "Hardcore-Hobbyist" habe da nicht das gesamte Wissen um die ganzen
Parameter einzustellen, ist mir für meine Zwecke auch viel zu fummelig.
Bei der nächsten Platine (Monate später) ist das eh alles wieder
vergessen.
Fazit war für mich: Finger weg von dem Ding. In der Zeit die ich zum
Verhirnen der ganzen Parameter und Funktionen brauche, ist meine Platine
durch "Routing mit Humancontroller" längst geroutet, geätzt und
bestückt.
Old-Papa
Michael H. schrieb:> Kommerzielle Autorouter erzielen absolut brauchbare Ergebnisse.
Aber nur, wenn man schon im Schaltplan den einzelnen Netzen sinnvolle
Designparameter (Abstände, Breite, Lage...) mitgibt. Und das macht eben
nur dann Sinn, wenn das Layout ein anderer macht (z.B. der
Autorouter), der allein vom Schaltplan nicht sehen kann, welche Signale
wie wichtig sind.
Und wenn ich selber das Layout mache, dann weiß ich das und kann die
Signale beim Routen entsprechend bearbeiten. Der Zeitaufwand für ein
sinnvoles Layout bleibt dann sowieso gleich:
1. Schaltplan malen
2. Netzklassen/Netzparameter festlegen
3. Layout erzeugen
Und wenn jetzt jemand meint, den 2. Schritt weglassen zu können...
1000VoltGehirn schrieb:> Hallo,> wie kann ich verhindern, dass der Autorouter Leiterbahnen auf dem Top> Layer legt. Damit ich z.B. einen Durchsteckwiderstand nur auf dem Bottom> Layer löten muss und nicht auf beiden Seiten.> Restrict und Keepout machen auch gleich die Kupferfläche mit weg.1000VoltGehirn schrieb:> Ja schon Eagle, ich mein ich will einfach an bestimmten stellen dass es> die Leiterbahnen unten verlegt und nicht oben.
Das widerspricht sich etwas!
- Gar keine Leiterbahnen auf dem Top-Layer: 'top' auf NA.
- keine Leiterbahn auf dem Toplayer zur Anbindung (wegen einseitiger
Leiterplatte) eines THT-Pads: ein Rechteck im tRestrict-Layer auf das
Pad legen. (kann man gleich in der Bibliothek machen)
Lothar Miller schrieb:> Und wenn jetzt jemand meint, den 2. Schritt weglassen zu können...
Gibts Murks, egal von wem und wie teuer der Autorouter ist. Keine
Frage...
Die pauschale Aussage, dass auch teure Autorouter kategorisch Mist sind,
ging mir gegen den Strich.
Der Eagle Autorouter bietet nicht genügend Möglichkeiten der
Interaktion, um brauchbare Ergebnisse zu bekommen.
Andere Autorouter schon.
Dass diese Interaktion auch unabkömmlich ist, hab ich dabei nicht in
Frage stellen wollen.