MC34063 Step-Down - bitte mal um kurze Hilfe

Gast #2653114
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Hallo Leute,

ich habe vor, einen Step-Down-Wandler mit dem 34063 zu bauen. Ich habe 
nun vorab mal alle Werte durchgerechnet, diese gebe ich hier mal an:

Eingangsspannung: 18-36V
Ausgangsstrom: 20mA
Schaltfrequenz: 90kHz (Spule soll klein sein)
Ausgangsrippel: 10mV
Vorwärtsspannung Diode: 0,8V
Sättigungsspannung Transistor: 0,8V

Ich bekomme jetzt für die Induktivität 879uH heraus, 
Strombegrenzungswiderstand ist 3,59R und der Ausgangskondensator soll 
5,56uF betragen. Der Spannungsteiler ist 12,5k und 20,5k.

Meine Frage ist ejtzt erstmal, ob die Werte plausibel sind. Die 
Induktivität ist ja recht krumm, nimmt man jetzt den nächst höheren, 
oder niedrigeren Wert? Bringt mir die relativ hohe Schaltfrequenz 
Nachteile? 100kHz sind ja Maximum.

Ich bin erstmal über jede Antwort dankbar!

Gruß, Fritz
#2653136
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@  Fritz (Gast)

>Eingangsspannung: 18-36V
>Ausgangsstrom: 20mA

Ein Linearregler verbrennt hier max. 660mW. Der MC34063 wird nicht so 
viel weniger verbrauchen.

>Ich bekomme jetzt für die Induktivität 879uH heraus,

Kann sein.

>Strombegrenzungswiderstand ist 3,59R und der Ausgangskondensator soll
>5,56uF betragen. Der Spannungsteiler ist 12,5k und 20,5k.

>Meine Frage ist ejtzt erstmal, ob die Werte plausibel sind.

Kann sein.

>Induktivität ist ja recht krumm, nimmt man jetzt den nächst höheren,

Ja. Nimm 1mH.

>oder niedrigeren Wert? Bringt mir die relativ hohe Schaltfrequenz
>Nachteile?

Geht schon.

MFG
Falk
Gast #2653157
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Falk Brunner schrieb:
> Ein Linearregler verbrennt hier max. 660mW. Der MC34063 wird nicht so
> viel weniger verbrauchen.

Ich möchte in mit sehr wenig Eingangsstrom betreiben und dagegen mehr am 
Ausgang zur Verfügung zu haben. Ich habe hier nur ca. 4mA zur Verfügung, 
dafür aber halt mindestens 18V.

Ich kann auch nicht ganz verstehen, was die Werte Ipeak bei der 
Berechnung nun genau bedeuten - ich habe hier ja Ipeak = 2*Iout, also 
40mA. Wo fließen die denn? Doch nicht in den Eingang, sondern zwischen 
Spule und Kondensator, oder? Wäre ja sonst sinnfrei, will ja weniger 
Eingangsstrom als Ausgangsstrom haben.

Weiter wird jedoch der R für die Strombegrenzung bei maximaler 
Eingangsspannung berechnet und da ergibt sich ein Strom von 91,8mA. Für 
den Strom ist der Widerstand ausgelegt...der muss ja dann doch in den 
Eingang.

Fließt dieser Spitzenstrom und im Mittel ist er nur niedrig? Am Oszi 
würde man aber trotzdem diese Spitzen sehen?
#2653297
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Fritz schrieb:
> Ich möchte in mit sehr wenig Eingangsstrom betreiben und dagegen mehr am
> Ausgang zur Verfügung zu haben. Ich habe hier nur ca. 4mA zur Verfügung,
> dafür aber halt mindestens 18V.

4mA*18V=72mW
20mA*3,3V=66mW
So gut ist der Wirkungsgrad nicht, da wirst Du etwas mehr am Eingang 
spendieren müssen. Aber die Größenordnung stimmt.

> Ich kann auch nicht ganz verstehen, was die Werte Ipeak bei der
> Berechnung nun genau bedeuten - ich habe hier ja Ipeak = 2*Iout, also
> 40mA. Wo fließen die denn? Doch nicht in den Eingang, sondern zwischen
> Spule und Kondensator, oder?

Doch, auch am Eingang. Aber nur für kurze Zeit, um die Drossel wieder zu 
laden.
Zusätzlich hast Du eine Stromwelligkeit, und Ipeak ist die Sitze am Ende 
der Ladezeit.

> Weiter wird jedoch der R für die Strombegrenzung bei maximaler
> Eingangsspannung berechnet und da ergibt sich ein Strom von 91,8mA. Für
> den Strom ist der Widerstand ausgelegt...der muss ja dann doch in den
> Eingang.

Ja, s.o.

> Fließt dieser Spitzenstrom und im Mittel ist er nur niedrig? Am Oszi
> würde man aber trotzdem diese Spitzen sehen?

Ja.
Um Deine Quelle nicht mit dem Spitzenstrom zu belasten, ist am Eingang 
üblicherweise auch ein Stützkondensator. Dann sieht Deine Quelle nur den 
Mittelwert.

Gruß Dietrich
#2653353
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Der richtige Wert für die Induktivität steigt mit der Differenz zwischen 
Ein- und Ausgangsspannung und sinkt mit dem maximalen Laststrom. Daher 
gibt es keinen universellen Daumenwert, sondern es wird sinnvollerweise 
gerechnet. Bei hoher Spannung und sehr kleinem Strom landet man bei 
einer grossen Induktivät.

Der MC ist da zwar nicht allzu pingelig, aber wenn die Induktivität 
deutlich zu klein ist steigt die Betriebsfrequenz, und das ist ungünstig 
wenn man dabei sowieso schon dicht an der Grenze liegt.
Gast #2654216
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So, ich melde mich mal zurück.

Mein Wandler ist scheiße!

Mein Ziel war es, ausgangsseitig 3,3V bei 15mA zu bekommen und damit am 
Eingang unter 3mA zu bleiben. OK, ich muss jetzt zugestehen, dass ich 
den Eigenbedarf des Wandlers außer acht gelassen hab.

Eigentlich wollte ich am Eingang unter 3mA bleiben bei 18V 
Eingangsspannung.

Was jetzt rausgekommen ist:

Ausgang: 3,3V @ 15mA = 49,5mW
Eingang: 18V @ 7mA = 126mW

Wirkungsgrad: 39,3%

Berechnet habe ich es anhand des Excel-Sheets, welches ich mir erstellt 
habe - ein Bild habe ich angehangen.

Meine verwendete Spule ist eine 1mH Spule, leider mit 33R DC-Widerstand. 
Momentan werkelt da auch nur eine 1N4148. Timing-Kapazität 100pF für 
100kHz.

So, jetzt muss ich umdenken. Vorschläge eurerseits? Kann man da noch was 
rausholen, oder zwecklos?
Angehängte Dateien:
#2654235
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@Fritz (Gast)

>Mein Ziel war es, ausgangsseitig 3,3V bei 15mA zu bekommen und damit am
>Eingang unter 3mA zu bleiben.

Das wird SEHR eng bis unmöglich, wenn der MC34063 schon 2,5mA allein 
zieht.

>Ausgang: 3,3V @ 15mA = 49,5mW
>Eingang: 18V @ 7mA = 126mW

Ist für deine nicht sonderlich guten Komponenten schon sehr gut.

>Meine verwendete Spule ist eine 1mH Spule, leider mit 33R DC-Widerstand.
>Momentan werkelt da auch nur eine 1N4148. Timing-Kapazität 100pF für
>100kHz.

Gemessen? Ich mein, 100kHz sind eher 330pF.

>So, jetzt muss ich umdenken. Vorschläge eurerseits? Kann man da noch was
>rausholen, oder zwecklos?

Man kann es versuchen. Gescheite Spule, ich sag mal bestenfalls 2-3 Ohm, 
und ne Schottkydiode, BAT54 reicht, ggf. 1N5818.

Sowas hier sollte OK sein.

http://www.reichelt.de/Fest-Induktivitaeten-radial/09P-1-0M/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=1109
#2654810
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Fritz schrieb:

> Wie verhält sich denn der Wirkungsgrad in Abhängigkeit von der Frequenz?

Mit der Frequenz steigen bei gleicher Arbeitsweise und vergleichbaren 
Komponenten die Schaltverluste. Der Vorteil der Frequenz liegt in den 
kleineren Komponenten, nicht im Wirkungsgrad.

Aber dein Kernproblem liegt im Eigenverbrauch, daran ändert die Frequenz 
nicht viel.

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