Hallo,
ein 1-Phasen Asynchronmotor mit Anlauf- und/oder Betriebskondensator und
ein Drehstrommotor -im landläufigen Sinn- sind zwei Paar Schuhe (von der
Funktionsweise aber identisch bzw. abgeleitet). Ersterer hat nur zwei
Wicklungen, Haupt- und Hilfswicklung.
(Die Steinmetzschaltung ist ein Hilfsmittel einen DS-Motor am WS-Netz zu
betreiben, auf Kosten reduzierter Leistung, schlechterer Eigenschaften).
Wiki ist manchmal viel, aber nicht alles!
Der Kondensatormotor nutzt Eisen und Kupfer nicht optimal aus, er wird
(wenn) vorzugsweise bis ca. 1,2 kW...1,5kW verwendet. Das Drehfeld ist
immer etwas elliptisch, das C wird so dimensioniert daß der Anlauf oder
der Nennbetrieb „besser“ funktioniert, je nachdem was wichtiger ist
(wenn die Hilfswicklung nach Hochlauf nicht abgeschaltet wird). Neben
eines Kondensators als phasenverschiebendes Element ist auch eine Spule
(theoretisch) oder ein Widerstand möglich. Den Widerstand „integriert“
man dann praktischerweise direkt in die Hilfswicklung, was leider den
Wirkungsgrad noch weiter reduziert (daher hauptsächlich für Leistungen
kleiner 1kW verwendet).
Sind nur drei Enden der Wicklungen am Klemmbrett vorhanden hat man im
Motor Haupt- (U1, U2) und Hilfswicklung (Z1, Z2) verbunden (aus
Kostengründen, um eine Klemmstelle im Anschlußkasten einzusparen!). Eine
Drehrichtungsumkehr ist dann nur möglich wenn beide Wicklungen identisch
sind (gerne bei kleinen Motoren, dann ist RHa = RHi), es dominiert aber
die 2/3 - 1/3 Auslegung der Wicklungen wenn man halbwegs vernünftige
Leistung / Drehmoment möchte (dann RHi = 1,5*RHa).
Wofür „Highend“ (F/U) für ein „Billigmotor“? Ist es nur eine Notlösung,
nicht für Dauerbetrieb? Es macht es keinen Sinn mit Kanonen auf Spatzen
zu schießen.
Anstatt der angestrebten 90° Phasenverschiebung bekommt er 120° (bei
Anschluß ohne Kondensator), „alles“ wird nun noch schlechter. DS Motoren
sind meistens für F/U Betrieb geeignet, der C-Motor hält es auf Dauer
nicht aus (Isolationsbeanspruchung durch den schnellen
Spannungsanstieg), da sehr auf Preis konstruiert.
Ob der Umrichter asymmetrische Last zulässt ist eine zusätzliche
Frage..., siehe auch Aussage Haralds.