Hallo,
ich habe kein Topic hier gefunden unter dem ich am besten meine Frage
stellen kann, deshalb stelle ich diese unter "uC und Elektronik". Ich
suche einen Klebstoff mit dem ich eine Batterie an eine Platine kleben
kann. Der Klebstoff sollte dabei einen sehr geringen Widerstand haben.
Am besten 0R. Kennt jemand so etwas? Ich bin für jeden Hinweiß dankbar.
wieviel Platz ist denn zwischen Platine und Batterie? Sinnvoll wäre
vermutlich eine Kontaktfeder dazwischen zu bringen (falls möglich) und
dann die Batterie nur am Rand zu kleben.
Ich vermutre, es soll eine Knopfzelle sein?
Mechanlscieh Belastung jedwelcher Art kann man da aber sicherlich
vergessen. Und auch der AUstausch der Batterie wird Murks sein: Wennd er
Kleber gut halten soll, zerfetzt er dir dei Platine. Wenn er nicht so
gut hält, löst es irgendwann die Verbindung.
Wegstaben Verbuchsler schrieb:> Ich vermutre, es soll eine Knopfzelle sein?
Hallo Verbuchsler,
ja, es ist eine Knopfzelle. Kontaktfeder geht leider auch nicht, da
alles vergossen wird. Eine Feder würde beim Vergießen die LP aus der
Vergußmasse drücken.
Wegstaben Verbuchsler schrieb:> Und auch der AUstausch der Batterie wird Murks sein:
Es ist ein Implantat. Also Wegwerf-Elektronik. Leider. Ich bin auch
gegen so etwas, aber da gibt es Bestimmungen.
Bonzo schrieb:> Man koennte Silberpulver mit Expoxy vermengen.
Hm. Da müsste ich Versuche machen.
mhh schrieb:> Es gibt auch Batterien mit Lötfahnen für Leiterplattenmontage. Aber> damit wird es wohl kein Wegwerfgerät mehr sein...
Die Batterien, welche hier eingesetzt werden, haben einen Durchmesser
von 5mm und leider keine Lötfahnen.
Silvan König schrieb:> Mir fällt da "Wire Glue" ein:> Ebay-Artikel Nr. 221015369938>> Das wird aber vermutlich nicht mechanisch belastbar sein...
Das sieht vielversprechend aus. Ich sehe mir das mal genauer an. Danke!
Die Belastung ist durch den Verguss gleich null.
Frosch schrieb:> Es ist ein Implantat.>> Bonzo schrieb:>> Man koennte Silberpulver mit Expoxy vermengen.> Hm. Da müsste ich Versuche machen.> Silvan König schrieb:>> Mir fällt da "Wire Glue" ein:>> Ebay-Artikel Nr. 221015369938>>> Das sieht vielversprechend aus.
hm, wenn es ein Implantat ist .... gibt es denn da nicht auch
Vorschriften, WAS da im Körper eingebracht wird? Möglicherweise ist "das
Zeugs" (Silberpulver, Epoxy, "Wire Glue") ja einigermaßen toxisch,
dünstet aus und lässt dem Patienten den Arm abfaulen oder das Herz
schrumpeln .....
für ein Implantat solche Basteleien? Wirklich? Da lässt sich doch sicher
was vernünftiges machen, ob es nun ein ordentlicher Halter oder eine
andere Batterie ist.
Also wenn das ein professionelles Teil wird, kann man das dann nicht
bonden? Also entweder direkt auf ein an die Leiterplatte gelötetes
Metallstück oder eben Lötanschlüsse an die Batterie. So wird es ja bei
Batterien mit Lötfahnen auch gemacht.
Ich kann mir nicht vorstellen daß man bei Implantaten
so einen Superpfusch zulässt. Nichts gegen kleben,
wenn es denn professionell gemacht wird.
Jeder gute und seriöse Batthersteller kann an seinen
Knopfzellen beliebige Lötfahnen anpunkten.
(wird ab Musterstückzahlen gemacht wie ich von
unserem Hersteller defintiv weiß)
Ironie ein:
Ganz bösartig Veranlagte könnten darin die Lösung für
die Rentenproblematik sehen:
Implantat fällt aus (kaum nachweisbar warum)
Ironie aus
Anton schrieb:> Ich kann mir nicht vorstellen daß man bei Implantaten> so einen Superpfusch zulässt.
Ach Gotti. Das hat ja gedauert bis wieder die ganz Klugen hier was
schreiben. Bitte wer keine Ahnung hat, einfach ....
Nur mal für die anderen. Zerschreddert bitte mal einen Herzschrittmacher
und esst das Zeug. Mal sehen wie es euch danach geht. Deshalb wird in
mehreren Schichten mit verschiedenen Materialien vergossen.
Mono schrieb:> Also wenn das ein professionelles Teil wird, kann man das dann nicht> bonden? Also entweder direkt auf ein an die Leiterplatte gelötetes> Metallstück oder eben Lötanschlüsse an die Batterie. So wird es ja bei> Batterien mit Lötfahnen auch gemacht.
Für die Serie kein Problem.
Frosch schrieb:> Für die Serie kein Problem.Anton schrieb:> Jeder gute und seriöse Batthersteller kann an seinen> Knopfzellen beliebige Lötfahnen anpunkten.> (wird ab Musterstückzahlen gemacht wie ich von> unserem Hersteller defintiv weiß)
Ich würde jedenfalls mal beim Hersteller anfragen, ob da auch Muster so
bestellt werden können oder prüfen, wo man so etwas machen lassen kann.
Warum nicht gleich richtig machen? ;-)
Ansonsten kann man für einen Prototypen sicher auch mit einem guten
Lötkolben an der Batterie (nach anrauhen + gutes Flußmuttel) löten. Wie
sich das auf die Lebensdauer auswirkt ist eine andere Sache, aber sollte
ja beim Muster nicht das Problem sein. Kleben würde ich da nix..
Mono schrieb:> Ansonsten kann man für einen Prototypen sicher auch mit einem guten> Lötkolben an der Batterie (nach anrauhen + gutes Flußmuttel) löten
Ja klar, Batterien lieben Hitze ;-)
Und Lesen ist eine deiner Stärken.
Ironie aus:
Lies nochmal den Satz, den du extra in deinem Zitat weggelassen hast.
Dass das gut für die Batterie ist habe ich nirgends geschrieben. Und das
das Ding eventuell platzen kann, wenn man den Lötkolben ewig dran hält
sollte auch klar sein. Aber wenn man nur ne halbe Sekunde dran geht
sollte man immer noch eine bessere Verbindung haben als mit
irgendwelchen Klebebasteleien.
Ich halte die Idee mit dem Kleben auch nicht für sonderlich gut:
vermutlich nicht stabil genug, höherer Widerstand. Auch bei nem
Prototypen nicht: der funktioniert dann anders als das finale Produkt.
Ich würde das auch löten, und zwar mit Lötfahnen an der Batterie.
Entweder macht der Hersteller/Händler da die Lötfahnen dran oder Du
selbst. Für das Anbringen der Lötfahnen würde ich eine
Punktschweißmaschine verwenden.
Punktschweißen ist ein gängiges Verfahren für sowas. Wenn Dir die
Punktschweißmaschine zu teuer ist: frag mal bei verschiedenen
Batteriehändlern nach. Die besseren Händler haben sowas und sind sicher
bereit das für nen gewissen Betrag zu übernehmen.
Direktes Löten der Batterie halte ich für nicht so gut weil die unter
der Temperatur leidet und sich dadurch dann auch wieder anders als im
finalen Produkt verhält.
Ein dünnes Blech als Lötfahne kannst dir auch selber punktschweissen.
Eine Autobatterie als Stromlieferant reicht aus. Zwei Kupfernägel als
Schweisselektroden an einem entsprechen dicken Kabel.
Hab ich schon ausprobiert und funktioniert für Einzelstücke relativ gut.
Die Lötfahne darf nur nicht zu dick sein (und die Nägel nicht zu dünn).
Ich hab die Nägel quer durch einen Korken geschoben. Damit der Abstand
stimmt und ich auch etwas Druck auf die Schweisspunkte ausüben konnte.
Einfach ausprobieren ob es funktioniert. Schutzbrille nicht vergessen,
es kann Funken geben.
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