AM Empfänger Bandbreite

Gast #2676922
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Hi,
Ich habe ein Problem...
habe viel recherchiert und bin gerade total verwirrt.
Ich habe ein Sinusförmiges Trägersignal (Frequenz 700kHz)
und ein sinusförmiges Informationssignal (12 kHz) welches auf die
Trägerfrequenz Amplitudenmoduliert wird.
Wie groß muss die Bandbreite des Empfängers minimal sein?? damit das
aufmodulierte Signal vollständig demoduliert wird.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruß Peter
Gast #2676950
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Bandbreite ist B = 2* fmax
also wenn du Informationen von 0-12kHz übnerträghst sind es 24kHz 
Bandbreite.
bei 4-12 kHz sind 16kHz Bandbreite. In deineme Fall musst du schauen wie 
groß die Frequenzschwankungen deiner NF sind.
Moderator Persönliche Seite #2677372
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D a r i u s M. schrieb:
> SSB geht nur für Sprache.

Sagt wer?

Bereits das analoge Fernsehen hat bewiesen, dass dem nicht so ist.
(Wie schon genannt, war es Restseitenbandmodulation, aber letztlich
wurde nur die Information eines Seitenbands übertragen.)  Funkamateure,
die mit SSB-Sendern und -Empfängern jahrzehntelang sowohl SSTV als
auch RTTY übertragen haben, sollten auch ausreichend belegen, dass
man da mehr als Sprache übertragen kann.  (Letztlich wird auch PSK31
in der Regel über einen SSB-Transceiver abgewickelt, sofern man nicht
einen SDR besitzt und benutzt dafür.)
Gast #2677491
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Das sagt DD3ET.

Bei der Restseitenbandmodulation wird der Träger mit übertragen. Das ist 
dann kein SSB Single Side Band, sondern SSB+Träger.

Der Träger ist notwendig für den Phasenbezug bei der Denodulation.
Versuche mal Musik in SSB zu übertragen. Keine Chance, das klingt total 
daneben.
Die anderen Betriebsarten wie RTTY, SSTV und Telegraphie kann man mit 
einem SSB Sender machen. Das ist technologisch natürlich total überzogen 
aber der Operator merkt das ja nicht. Bei RTTY kommt dann FSK aus dem 
SSB Sender wenn man ihn mit Niederfrequenz-FSK ansteuert. Ähnlich ist es 
bei SSTV. Bei Telegraphie tastet man aber eigentlich nicht einen NF-Ton 
über den SSB-Sender. Oder machst Du das so?

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Moderator Persönliche Seite #2677590
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D a r i u s M. schrieb:

> Bei der Restseitenbandmodulation wird der Träger mit übertragen. Das ist
> dann kein SSB Single Side Band, sondern SSB+Träger.

Naja, wenn man "single side band" wörtlich nimmt, ist es das noch,
aber richtig, der Träger ist beim Fernsehen (teilweise) mit dabei.

> Versuche mal Musik in SSB zu übertragen. Keine Chance, das klingt total
> daneben.

Bist du dir sicher, dass das am fehlenden Phasenbezug liegt?  Ich
kann mir nicht vorstellen, wo die Phasenlage da eine so wichtige
Rolle spielt.  Ich denke eher, dass es der nie hinreichend zu
unterbindende Frequenzoffset ist (zusammen mit der gegenüber AM
noch viel geringeren Filterbandbreite), warum man mit Afu-SSB
keine Musik übertragen kann.  Wenn sowohl Tx als auch Rx sich
sauber auf eine Frequenz einigen würden (und die Oszillatoren auch
stabil genug sind dafür), sollte das gehen.

> Bei Telegraphie tastet man aber eigentlich nicht einen NF-Ton
> über den SSB-Sender. Oder machst Du das so?

Von Telegrafie schrieb ich nichts, sondern von PSK31.

Mir ging es ja auch mehr um deine sehr absolut klingende Behauptung
"geht nur für Sprache".  Wenn du geschrieben hättest "ist für
Musikübertragung eher ungeeignet", hätte ich nichts erwidert.
Gast #2677604
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Franz Hamberger schrieb:
> D a r i u s M. schrieb:
>> Bei Telegraphie tastet man aber eigentlich nicht einen NF-Ton
>> über den SSB-Sender. Oder machst Du das so?
>
> Ja doch, das ist die übliche Methode, wie SSB-Transceiver ein
> Telegrafiesignal erzeugen. Das Ergebnis ist genau das, was man haben
> will.
> Nur bei alten AM-Sendern oder selbstgebauten CW-Geräten wird der Träger
> getastet.

Hmmm ich habe das nicht so gemacht. Mein TX hatte zwei 
Blalncemodulatoren für SSB nach der Phasenmethode. Davon habe ich einen 
einfach unsymmetrisch gedreht, und schon ist der Träger da.
Gast #2677619
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Jörg Wunsch schrieb:
> D a r i u s M. schrieb:
>
>> Bei der Restseitenbandmodulation wird der Träger mit übertragen. Das ist
>> dann kein SSB Single Side Band, sondern SSB+Träger.
>
> Naja, wenn man "single side band" wörtlich nimmt, ist es das noch,
> aber richtig, der Träger ist beim Fernsehen (teilweise) mit dabei.
>

Bei Negativmodulation ist der Träger immer mit dabei.
Bei Positivmodulation wird er während der Synchronzeichen vollständig 
abgeschaltet.

Noch eine Korrektur zur Restseitenbandmodulation: Dabei wird vom AM 
Signal ein Seitenband beschnitten. Nicht komplett entfernt. Ich meine 
mich zu erinnern, dass bei uns das untere Seitenband bis 1,25MHz 
Bandbreite mit übertragen wurde. Aber lege mich jetzt nicht auf den 
genauen Wert fest.
Dies ist auch notwendig um die Winkelmodulation des Trägers in Grenzen 
zu halten. Diese entsteht nämlich, wenn man ein Seitenband entfernt und 
bringt Verzerrungen.

>> Versuche mal Musik in SSB zu übertragen. Keine Chance, das klingt total
>> daneben.
>
> Bist du dir sicher, dass das am fehlenden Phasenbezug liegt?
Ja.
> Ich
> kann mir nicht vorstellen, wo die Phasenlage da eine so wichtige
> Rolle spielt.  Ich denke eher, dass es der nie hinreichend zu
> unterbindende Frequenzoffset ist (zusammen mit der gegenüber AM
> noch viel geringeren Filterbandbreite), warum man mit Afu-SSB
> keine Musik übertragen kann.  Wenn sowohl Tx als auch Rx sich
> sauber auf eine Frequenz einigen würden (und die Oszillatoren auch
> stabil genug sind dafür), sollte das gehen.

Definitiv nicht. Auch ein auf Schwebungsnull abgestimmter SSB-Empfänger 
macht nur schräge Musik. (Aber wenn der BFO auf den Träger rastet ist es 
gut.)

>
> Von Telegrafie schrieb ich nichts, sondern von PSK31.

Ich weiß gar nicht was das ist. Sorry. Da muss ich mal nach googlen.
>
> Mir ging es ja auch mehr um deine sehr absolut klingende Behauptung
> "geht nur für Sprache".  Wenn du geschrieben hättest "ist für
> Musikübertragung eher ungeeignet", hätte ich nichts erwidert.

Hast Recht. Ich hatte an Rundfunk gedacht.

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