Ein Wechselricher hat eine spezifizierte maximale Eingangsspannung.
Wird die überschritten, so kann er defekt gehen.
Vor allem aber wird die überhöhte Spannung noch intern protokolliert vom
eingebauten uC und damit ist die Herstellergarantie futsch, selbst wenn
noch keine Defekt auftritt!
Solarmodule sind üblicherweise zu "Strings" in Reihe geschaltet, so daß
sich deren Einzelspannung addiert. Wieviele Module eines konkreten Typs
in Reihe geschaltet werden dürfen für den konkreten Wechselrichter, das
errechnet vor Installation die Firma die das auslegt.
Die maximale Spannung eines Solarmodule (Leerlaufspannung) ist Abhängig
von Einstrahlung und von Temperatur. Bei niedriger Temperatur (im
Winter) ist sie am höchsten. Steht alles im Datenblatt bzw.
Spezifikation des Solarmoduls. Die Auslegung des Wechselrichters erfolgt
nach dieser Leerlaufspannung.
Bei richtiger Auslegung kann die max. Eingangsspannung des
Wechselrichters niemals überschritten werden.
Ausnahme: Blitzeinschlag und fälschlicher Anschluss von zuvielen
Modulen.
Beispiel:
Leerlaufspannung des Solarmoduls: 37,2 Volt
Max. Eingangsspannung des Wechselrichters: 750 Volt
Rechnung: 750 / 37,2 = 20,16
===> Es dürfen 20 Module in Serie angeschlossen werden.
Kontrollrechnung: 20 x 37,2 Volt = 744 Volt
Neben der max. Spannung muss natürlich auch die Leistung der Module
beachtet werden um den passenden Wechselrichter auszuwählen.
Angenommen, es handelt sich um 195 Wp Module, so ergibt sich bei 20
Stück eine Peakleistung von 3900 Watt.
===> Ein 4000 Watt Wechselrichter (750 Volt) wäre dann der richtige
(z.B. Sunny Boy 4000TL).
Info: Ggf. ist noch der maximale Strom zu verifizieren bzgl. der Spec
des Wechselrichters. Ausserdem es sinnvoll sein, die 20 Module doch auf
2 Strings aufzuteilen, z.B. bei unterschiedlichen Dachflächen oder
Abschattungen. Da braucht man dann aber 2 "MPP Tracker".
Siehe auch
www.solarzentrum-hamburg.de/download/Wechselrichter_wissen.pdf