ATmega8 kann nicht programmiert werden

#2692489
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Hi leute,

Ich bin ein Neueinsteiger in der microcontroller Technik und möchte 
erstmal nur meinen ATmega8 ans laufen kriegen. Ich habe schon viele 
Beiträge zu dem Thema gesehen und gelesen aber nicht hab geholfen.

Ich benutzt atmel studio 6 und als ISP Schnittstelle AVRISP mk2
Wenn ich die ID von meinem microcontroller auslesen will kommt folgende 
Fehlermeldung: Unable to enter programming mode.

               Timestamp:  2012-05-27 21:49:44.767
               Severity:        INFO
               ComponentId:  20100
               StatusCode:  0

Ausprobiert hab ich:
- den mega8 ausgetauscht
- alle möglichen Frequenzen ausprobiert
- Schaltung mehrmals ab und aufgebaut

Mein Schaltplan habe ich Angehängt
Angehängte Dateien:
#2692938
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holger schrieb:
> Nein, dein Programmer versorgt den uC nicht mit Spannung.
Ich trottel hab vergessen bei dem Foto die Spannung anzulegen.. ich hab 
3V anliegen

Jojo schrieb:
> Die 5er Segmente der Stromschienen müssen gebrückt werden.
Ne die linke und die rechete Stromschiene ist durchgehend

Thx für die schnellen Antworten... weiß vielleicht einer was über die 
Meldung:

ich du schrieb:
> 11:26:14: [WARNING] The device [atmega8] is not supported in ASF Version
> [2.11.1] that is used in the project LED-Dauerhaft
Gast #2693117
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Ich nehme an der Satz: "ich hab 3V anliegend" ist ein Schreibfehler, 
denn der von dir eingesetzte ATmega8 braucht im Minimum 4.5V.
Weiter wird der ATmega8 von deinem "AVR Software Framework"-Version 
nicht mehr unterstützt.
Warum setzt du auch eine Multi-Plattform-IDE zum Programmieren eines 
Baby-Controllers ein - du wärst zum Beginnen mit dem AVR-Studio 4.xx 
wesentlich besser bedient.

Hans Peter
#2693120
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(1) Du hast einen Atmega8, keinen Atmega8L. Laut Datenblatt braucht der 
Atmega8 4.5-5V Versorgungsspannung. Deine 3V sind m.E. zu wenig.
(2) Woher hast du dein Projekt LED-Dauerhaft?
(3) Hast du mal ein neues Projekt erstellt und geguckt, ob sich der 
Fehler ggf.  dadurch lösen lässt?

Dass der Programmer schon mal grün leuchtet, ist gut, denn deutet darauf 
hin, dass die Pins richtig angeschlossen sind.

Gruß
Gast #2694117
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Hast du ein paar LEDs übrig? Dann benutze sie zur Fehlersuche, indem du 
sie mit einem 1 kOhm Serienwiderstand versiehst und zwischen die Signale 
der ISP Schnittstelle und GND hängst. Die LEDs werden mit den großen 
Widerständen nicht besonders hell leuchten, dafür aber die Signale nicht 
all zu sehr beinflussen. Könnte aufschlussreich sein, mit angeklemmten 
LEDs einen Lesevorgang im AVR Studio zu starten. (Das alles unter der 
Annahme, dass du kein Oszilloskop zur Verfügung hast)

Ist zwar mit Sicherheit nicht die Ursache des Problems, aber gewöhne dir 
an den 100 nF Kondensator so dicht wie möglich am Controller zu 
platzieren damit er seine Wirkung entfalten kann und dem Controller eine 
stabile Versorgungsspannung zur Verfügung stellt (wegen der 
impulsförmigen Stromaufnahme von CMOS Schaltungen). VCC und GND liegen 
ja am AVR zum Glück direkt nebeneinander :). Also einfach den 
Kondensator genau dort anschließen.

Ich hab jetzt leider kein AVR Studio 4 zur Hand, aber in dem ISP 
Dialogfenster gibt es unter den Reitern "Advanced" oder "HW Settings" 
eine Option zum Einstellen der ISP Taktfrequenz. Setze die einfach mal 
testweise auf einen Wert um die 10 kHz. Dann dauert die Übertragung 
länger, mit dem Debug-LEDs wird's dadurch aber leichter den 
Datentransfer zu erkennen.

Hoffe, das bringt sich etwas weiter.
Gast #2694123
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Hi

>Ich hab jetzt leider kein AVR Studio 4 zur Hand, aber in dem ISP
>Dialogfenster gibt es unter den Reitern "Advanced" oder "HW Settings"
>eine Option zum Einstellen der ISP Taktfrequenz.

Ist auf dem Tab 'Main' zu finden.

MfG Spess
#2694624
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Guest schrieb:
> Hast du ein paar LEDs übrig? Dann benutze sie zur Fehlersuche, indem du
> sie mit einem 1 kOhm Serienwiderstand versiehst und zwischen die Signale
> der ISP Schnittstelle und GND hängst.

Ich hab das mal gemacht aber ich weiß jetzt nicht was das heißt:
  SCK                LED leuchtet kurz
  Mosi               LED leuchtet kurz
  Miso               nichts passiert
  Reset(ohne 10kohm) led an und geht dann kurz aus

kann mir das vielleicht noch einer erklären?
Gast #2694698
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Der Programmer führt also einen Reset durch, dann taktet er Daten per 
MOSI und SCK in den AVR. Soweit also in Ordnung. Der AVR gibt aber 
leider auf MISO keine Antwort raus.
Ist der Atmega8 neu oder war er schon mal irgendwo im Einsatz?
#2694830
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O:-) ich bin unschuldig!! (oder auch nicht)

pom pete schrieb:
> ...und die "gebrauchten" Atmegas waren in der letzten Schaltung nicht
> zufällig mit Quarz oder anderer externer Taktung betrieben??

so isses ich hatte ein Quarz angeschlossen

nur wieviel Herz weis ich nicht mehr..

pom pete schrieb:
> ...Er stöbert bestimmt in seinen Bastelkisten und sucht die alten
> Schaltungen ;-)
ich suche noch die Schaltpläne :)

kann ich das auch im avr studio umstellen ?... oder brauche ich die 
Genaue Frequenz ?
#2694853
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Klaus Dietmar schrieb:
> Wenn du einen alten Quarz angeschlossen hast, wird der Atmega sicherlich
> seine Fuses verstellt haben.
>
> Entweder gibst du ihm den nötigen Takt oder wartest, bis die fabrikneuen
> Atmegas eingetroffen sind.
>
> Gruß

...so ist es, damit du wieder auf "internen Takt" stellen kannst muss er 
erst einmal laufen, was aber mit fehlenden "externen Takt" nicht möglich 
ist...

Jetzt kommt die idee von Michael ins Spiel:

Michael D. schrieb:
> hast du schonmal versucht beim Programmieren einfach mal ein ~1MHz
> Rechtecksignal an XTAL1 anzulegen?

....oder halt alternativ ein Quarz und Kondensatoren probieren...

letzte Option:

Klaus Dietmar schrieb:
> Entweder gibst du ihm den nötigen Takt oder wartest, bis die fabrikneuen
> Atmegas eingetroffen sind.
Gast #2694924
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Hi

>Also laut Schaltplan sollte das so aussehn aber im Internet finde ich
>ganz andere Ansteuerungen mit einem Quarz...

Das sind auch keine Quarze, sondern Keramikresonatoren. Quarze haben im 
allg. 2 Beine.

MfG Spess
Gast #2694962
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Sollte selbsterklärend sein: 
http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/5/51/Avrstudio4.13.png

Aufpassen: Ein Quarz ist KEIN "Clock", sondern ein "Crystal" (Für den 
Resonator ebenfalls diese Einstellung wählen). Ansonsten lieber zu lange 
Startup-zeiten einstellen als zu kurze. Kurze machen nur Sinn, wenn der 
Controller alle Ewigkeiten mal sehr kurz aufwachen soll um etwas zu tun 
und dann weiterzuschlafen. Dann machen die gesparten 50 ms schon etwas 
aus ;).
Gast #2694994
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Hi

>Ansonsten lieber zu lange
>Startup-zeiten einstellen als zu kurze. Kurze machen nur Sinn, wenn der
>Controller alle Ewigkeiten mal sehr kurz aufwachen soll um etwas zu tun
>und dann weiterzuschlafen. Dann machen die gesparten 50 ms schon etwas
>aus ;).

Was hat das das Aufwachen aus einem Sleep mit dem 'Additional Delay from
Reset', der mit den Fuses eingestellt wird, zu tun?

MfG Spess
Gast #2695011
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spess53 schrieb:
> Was hat das das Aufwachen aus einem Sleep mit dem 'Additional Delay from
> Reset', der mit den Fuses eingestellt wird, zu tun?

Zitat Datenblatt zum Atmega8L:
"When waking up from Power-down mode, there is a delay from the wake-up 
condition occurs until the wake-up becomes effective. This allows the 
clock to restart and become stable after having been stopped. The 
wake-up period is defined by the same CKSEL Fuses that define the Reset 
Time-out period, as described in “Clock Sources” on page 26."

Getestet und nachgemessen habe ich es noch nicht, ließt sich aber als 
hätte dieser Wert auch einen Einfluss auf das Reaktivieren des 
Oszillators nach einem wake-up event. Oder hab ich's falsch verstanden?

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