29.5.2012
Seit heute bin ich mein monatelanges Problem anscheinend los.
Es fing nach einer Reparatur der Kupplung damit an, dass mein Auto nicht
mehr ansprang, dann doch wieder, ohne erkennbaren Grund so ca. alle 3
Tage trotz Stillstand in der Garage die Batterie fast leer war und nach
einer Rast das Auto garnichts mehr sagte. Noch nicht einmal das Klick
des Starters vom Anlasser war zu hören.
In der Boschwerkstatt diagnostizierte man einen Ladefehler der
Lichtmaschine. Ladekapazität 12,5 V. Diese hatte ich gerade neu einbauen
lassen, weil die Werkstatt dazu geraten hatte und dies der Fehler der
Ladeprobleme der Batterie wäre. Das leutete mir als Laie auch ein. Nur
inzwischen hatte ich die 2. neue Batterie gekauft, weil angeblich durch
Tiefentladung die erste Batterie schon nach 3 Tagen kaputt sein sollte.
Also baute die Werkstatt die erts kürzlich erworbene Lima auf Kurlanz
aus, prüfte und bestätigte die Ladekapazität von 14.5 V bei 188 A. An
der Lima lag es also nicht.
Kostenrahmen so ca. 650 € für Lima, Batterien und Lohnkosten, ohne die
Kupplung, bis jetzt.
Also wieder hin zu Bosch. Das Ergebnis war nun ein Massefehler des
Battriekables, dass irgendwo am Getriebe Anschluss findet. Dieser
Anschluss war locker und ließ sich nicht fest anschließen. Profilaktisch
hat der Monteur ein weiteres Massekabel gelegt und bis jetzt springt der
206 gut an, die rote Warnlampe (Symbol Batterie) als auch die Warnbimmel
sind der Funktion entsprechend ruhig.
Bei richtiger Diagnose also eine unerhebliche Reparatur von ein paar €.
Ich war von der Bereitschaft des Boschdienstes meiner Reklamation zur
Folge den Fehler erneut kostenfrei zu suchen begeistert.
So hoffe ich nun, dass der Fehler nun der Grund allen Übels war und
empfehle Mitleidern ähnlicher Probleme mal an das Massekabel zu denken
und dies zur Überprüfung anzuregen.
Ich vergaß zu erwähnen, dass die alte Lima immer noch intakt ist und
nach Prüfung in einer anderen Werkstatt im ausgebauten Zustand volle
Leistung bringt. Alle Neukäufe, 1 Stck. Lima, 2 Stck. Batterien usw.
wären nicht nötig gewesen, wenn, ja wenn ........., abgesehen von den
vielen Unannehmlichkeiten und schwarzen Fingern, die nun überall im Auto
wieder gereinigt werden müssen.
Anmerkung: Niemand ist fehlerlos, aber würde in anderen Berufen so gear-
beitet, gäbe es Häuser die zusammenbrechen und mehr Tote im
Gesundheitswesen.
Peter schrob:
>Ich war von der Bereitschaft des Boschdienstes meiner Reklamation zur>Folge den Fehler erneut kostenfrei zu suchen begeistert.
Das ist auch deren verdammte Pflicht und Schuldigkeit, den Fehler
kosten-
frei zu suchen. Schließlich hast Du das Auto dorthin gebracht, in der
Hoffnung, nicht auf Stümper zu treffen.
Labrige Massekabel kommen oft vor.
MfG Paul
Joachim Drechsel schrieb:> Auto = Ferrari - alles andere sind nur Kraftfahrzeuge.
Wer ein technisches Erzeugnis aus Italien kauft ist selbst schuld. Macht
man aber nur einmal.
Schwitzender Fettsack schrieb:> Joachim Drechsel schrieb:>> Auto = Ferrari - alles andere sind nur Kraftfahrzeuge.>> Wer ein technisches Erzeugnis aus Italien kauft ist selbst schuld. Macht> man aber nur einmal.
Die Franzosen sind noch schlimmer ...
Mittlerweile ist es egal, was für ein Auto man kauft. Scheinbar
japanische
Autos werden in der tschechischen Republik gebaut, scheinbar deutsche in
Polen u.s.w.
Pfriem und Stümperei kann in jedem Land hergestellt werden. Das Problem
ist: Die Dinger sollen in der Herstellung kaum etwas kosten, aber die
Leute sollen sich dumm und albern bezahlen. Wenn man weiß, daß ein
Anlasser je nach Motortyp bis zu 450 Ampere ziehen kann und dann sieht
man die zarten Strippchen als Zuleitung, dann schießt einem das Wasser
in die Augen....
MfG Paul
Paul Baumann schrieb:> bis zu 450 Ampere ziehen kann und dann sieht> man die zarten Strippchen als Zuleitung
Naja ein 8mm^2 / AWG8 ist theoretisch* für 10s für 450A geeignet -
danach schmilzt es dann wohl weg ;-)
Das sind nur 3.2mm Durchmesser also ziemlich dünn...
* http://en.wikipedia.org/wiki/American_wire_gauge
(Tabelle mit errechneten Fusing-Current Werten)
>Golf A6 / Golf plus:>6mm² auf ein dünnes Blech, danach dann noch mehrere Abgänge>in 1,5 oder 1 und 2,5mm².>Kupfer kostet halt...
Bei den heutigen Fahrzeugpreisen und mit allem was sonst noch dran hängt
(Kundendienste, Ersatzteile ...) sollten Kupferkosten kein Argument
sein, denn die Autos werden als "Modern" und demensprechend auch besser
angepriesen, damit sich die Leute die Autos für den Preis kaufen.
Vielleicht wurde auch einfach die chinesische Methode angewandt:
Solange Bauteile entfernen oder reduzieren bis Fehler auftreten, dann
einen Schritt zurück.
:-)
andi schrieb:> Bei den heutigen Fahrzeugpreisen und mit allem was sonst noch dran hängt> (Kundendienste, Ersatzteile ...)
Kundendienst und Ersatzteile zahlst ja Du, als Kunde.
>sollten Kupferkosten kein Argument sein,
Jedes Gramm Kupfer, Kunststoff, Blech usw. sind ein Argument, um zu
sparen.
Wenn Du wüsstest, welcher Heerscharen an Ings und Technikern damit
beschäftigt sind, etwas einzusparen! Und sei es nur ein 0,2Cent
Mini-Nippel.
>denn die Autos werden als "Modern" und demensprechend auch besser>angepriesen, damit sich die Leute die Autos für den Preis kaufen.
Würdest Du ein Auto kaufen, welches so beworben wird:
"Unser Auto xxirgendwasxx, immer auf dem gleichen Stand, der wird auch
nicht mehr besser. Nur ein bisschen teurer."
Na?
Und warum gibt es denn immer neue Modelle?
Na?
Peter schrieb:> Es fing nach einer Reparatur der KupplungPeter schrieb:> Das Ergebnis war nun ein Massefehler des>> Battriekables, dass irgendwo am Getriebe Anschluss
Wie war das? Um die Kupplung zu tauschen muss das Getriebe abgebaut
werden?
Dem der die Kupplung erneuert hat würde ich die Rechnungen präsentieren.