Hallo
wie die Sender noch Analog übertragen wurden hatte ich keine Probleme
bzgl. Empfang mit meiner Außenantenne. Die Antenne geht jetzt in den
DVBT vom Fernseher.
Jetzt wo das digitalisiert wurde empfange ich MUX D mit nur 70% und MUX
A und B mit nur 35%. Durch den schlechten Empfang kann ich keine
Programme bei MUX A und B empfangen obwohl da die Staatssender sind.
Mich würde jetzt interessieren ob man sich irgendwie den Senderempfang
ausrechnen kann wenn ich die Außenantenne durch eine kleine DVBT
Zimmerantenne mit 20dB Verstärkung austausche.
MfG
also mit einer Zimmerantenne von 20dB gain solltest du auf jeden Fall in
einen Bereich kommen, der dir den einwandfreien Empfang von MUX A und B
erlaubt
Hi, bbbbbbbbbbbbb (Ich hoffe, ich habe kein"b" übersehen ;-)),
> ...Die Antenne geht jetzt in den DVBT vom Fernseher.
Du schreibst nichts von der Umstellung der Polarisation von H auf V.
> Mich würde jetzt interessieren ob man sich irgendwie den Senderempfang> ausrechnen kann wenn ich die Außenantenne durch eine kleine DVBT> Zimmerantenne mit 20dB Verstärkung austausche.
Weil die Empfangsverhältnisse unbekannt sind, ist den Rechenergebnissen
selbst dann nicht zu trauen, wenn sie drei Stellen nach dem Komma
zeigen.
Die richtige Vorgehensweise der Diagnose ist, den Funkweg von der
Sendeantenne zu Deinem Empfänger zu verfolgen, ob da alles so
eingestellt ist, wie es sein muss, und auch frei ist von Schäden.
Denn ein gute Antenne auf dem Dach ist allemal besser als eine
Zimmerantenne.
Ciao
Wolfgang Horn
bbbbbbbbbbbbb schrieb:> Mich würde jetzt interessieren ob man sich irgendwie den Senderempfang> ausrechnen kann
Nein, da bei der Ausbreitung von Hochfrequenz einfach zu viele Faktoren
mit reinspielen. Aber Wolfgang hat recht: Die richtige Polarisation der
Antenne kann dir 20 dB mehr Pegel bescheren und alle deine Probleme
lösen. Und wenn du schon auf dem Dach bist, kannst du auch gleich die
alten VHF Antennen entfernen, da vermutlich auch in deiner Gegend alles
auf UHF umgestellt wurde.
Polarisation: Wenn du von hinten auf die Antenne guckst, sieht
horizontal so aus:
||
||
---------- < Antenne
||
||
||< Antennenmast
und vertikal so:
||
|| |
|| |< Antenne
||--|
|| |
|| |
||
||< Mast
Du brauchst also evtl. eine neue Halterung, aber dann ist deine
Dachantenne die beste DVB-T Antenne, die es gibt.
Wie schon geschrieben, muss die Dachantenne um 90° gedreht werden, um
von horizontaler auf vertikale Polarisation umzustellen. Die deutschen
Programme werden alle vertikal gesendet. Desweiteren ist nicht die
Verstärkung der Antenne entscheidend, sondern das Signal vor dem
Verstärker. Lass die Antenne vom Fachmann checken oder leih dir ein
Messgerät aus ... Empfang mit Zimmerantenne taugt in den wenigsten
Fällen etwas.
Eins noch: die Signalanzeige eines Receivers in % kannst du vergessen.
Besonders wenn nur die Signalstärke angezeigt wird. Niemand außer dem
Hersteller weiß was der Receiver alos Bezugspegel nimmt. Für einen
Empfang mit Wetterreserve sind meiner Erfahrung nach bei COFDM schon ca.
45dBuV am Empfänger ausreichend, zum Teil sogar weniger. Wichtiger ist
die MER (Modulation Error Rate), die sollte im Optimalfall >24dB sein.
Michael schrieb:
>Die deutschen>Programme werden alle vertikal gesendet.
Das stimmt nicht.
Die Polarisation ist (leider) immer noch nicht einheitlich überall
gleich.
Meines Wissens ist vertikal nur in der Anfangsphase gesendet worden, um
einfacher einen Mobilen Empfang testen zu können ( Fahrzeugantenne =
vertikal )
Ich bin recht sicher, dass in jüngerer Zeit eher alles auf horizontal
umgestellt wurde, eben wegen der sinnvolleren ( einfacherern ) Montage
von Überdachantennen an Wohnhäusern.
Falls ich mich irre, bitte meckern. Aber mit Gegenbeweisen...
Michael schrieb:> Niemand außer dem>> Hersteller weiß was der Receiver alos Bezugspegel nimmt.
Wenn er nun der einzige ist, der sich mit der Skalierung seiner eigenen
Anzeige auskennt - umso besser ;))
Hi Stefan,
> Die Polarisation ist (leider) immer noch nicht einheitlich überall> gleich.
Der Wendelstein bestrahlt Weißwurst-Bayern vertikal,.
Hi, bbbbbbbbbbbbb,
Deine Landesmedienanstalt müsste auf ihren Webseiten veröffentlich
haben, welcher Sender wie sendet.
Ciao
Wolfgang Horn
Hallo
danke für die Infos.
>Du schreibst nichts von der Umstellung der Polarisation von H auf V.
Was sollte ich darüber schreiben.
>Die richtige Vorgehensweise der Diagnose ist, den Funkweg von der >Sendeantenne
zu Deinem Empfänger zu verfolgen
Wie kann ich das verfolgen. Die Sendeantenne ist ja nicht am
Nachbarshaus, oder verstehe ich da was falsch.
Per Suchlauf habe ich die Programme gefunden nur es wird nichts
angezeigt bzw. ein eingefriertes Bild.
Ich habe eine alte logarithmische Antenne die horizontal ausgerichtet
ist. Bei mir wird MUX D horizontal und MUX A vertikal polarisiert. Wo
treffe ich jetzt da die Mitte.
Wie kann ich erkennen ob die Antenne UHF oder VHF ist.
Hi, bbbbbbbbbbbbb,
mir scheint, alles Wichtige ist bereits angesprochen.
>>Du schreibst nichts von der Umstellung der Polarisation von H auf V.> Was sollte ich darüber schreiben.
Eben. Die Bedeutung der Polarisation war Dir nicht so bewusst.
> Wie kann ich das verfolgen. Die Sendeantenne ist ja nicht am> Nachbarshaus, oder verstehe ich da was falsch.
Du kannst auf die Webseite Deiner Landesmedienanstalt gehen, Dir den
nächstgelegenen TV-Sender heraussuchen und
a) Dann kannst Du prüfen, ob Deine Antenne korrekt ausgerichtet ist. Es
könnte ja sein, dass der DVB-T-Sender an einem anderen Standort als der
bisherige Analog-TV-Sender.
b) Du kannst die Polarisation lesen und prüfen, ob Deine Antenne richtig
polarisiert ist.
c) Möglicherweise ergibt die Prüfung des Frequenzbereichs Deiner Antenne
eine Überraschung.
Wenn Du Dir einen tragbaren TV leihst, kannst Du am Dach prüfen, ob dort
Signal da ist.
> Ich habe eine alte logarithmische Antenne die horizontal ausgerichtet> ist.
Da schau eben mal, wie der Sender polarisiert ist.
> Bei mir wird MUX D horizontal und MUX A vertikal polarisiert. Wo> treffe ich jetzt da die Mitte.
Was bedeutet hier "MUX"?
> Wie kann ich erkennen ob die Antenne UHF oder VHF ist.
An der Länge des Dipols. Unter einer LP-Antenne verstehe ich eine mit
vielen Dipolen, deren Länge nach vorn hin abnimmt. Miss die Länge des
kürzesten Dipols, verdoppele auf Lambda, rechne mit C in Frequenz um.
Tu dasselbe mit dem längsten Dipol, und Du hast etwa den
Frequenzbereich.
Außerdem wird Du von Deiner Landesmedienanstalt erkunden können, ob Dein
alter Analog-TV Sender im selben Frequenzbereich ist wie der heutige
DVB-T-Sender.
Ciao
Wolfgang Horn