Hallo,
ich möchte für meine alte Kawasaki einen Öltemperaturanzeige bauen.
Vorgestellt hatte ich mir, dass ich ein kleines Loch in die
Ölablassschraube bohre, einen DS18S20 dadurch stecke und das ganze mit
z.Bsp. Atmosit vergieße/abdichte.
Meine Frage ist jetzt ob der Ds18S20 dann noch genau messen kann oder
schaden nimmt, wenn er in einer "Hülle" aus Dichtmasse ist. Er würde
aber so direkt im zu messenden Medium baden.
Habt ihr vielleicht dießbezüglich schon Erfahrungen?
Vielen Dank
Toni
Wenn schon fummeln dann bohr doch ein Sackloch und steck den Sensor da
rein und vergiess das Loch, so schwimmt der Sensor nicht direkt in der
dreckigen und heissen Suppe.
Wie genau brauchst du es denn?
Und wie schlimm ist es tatsächlich, wenn in der Aufwärmphase die
Temperatur um geschätzte 5 Grad hinterherhinkt? Ganz abgesehen davon,
dass in der Anfangsphase nicht 'das Öl' eine bestimmte Temperatur haben
wird, sondern sich einzelne Teile des Ölvorrates unterschiedlich schnell
aufwärmen werden. D.h. 'das Öl' hat keine einheitliche Temperatur.
Bis jetzt ist es offenbar ohne Temperaturanzeige gegangen. Mehr als 'Öl
kalt', 'Ol warm' 'Ol heiss' braucht man doch sowieso nicht.
Hallo,
Naja also entbehrlich ist es schon. Brauchen tut so etwas eigentlich im
normal Bereich keiner.
Aber ich habe einfach Interesse soetwas zu bauen. Allein dafür möchte
ich das machen.
Ich finde es schon interesannt zu wissen wie schnell die alte Dame warm
wird. Gerade die Aufwärmphase ist da ja das spannende, daher wollte es
möglichst direkt machen.
Klar, fertig kaufen ist einfach, dass macht dann aber nicht soviel Spaß.
Kann mit ja auch direkt ein (meist hässliches) neues Motorrad kaufen, da
ist das schon drin....
Außerdem finde ich die Bus-Technik einfach interesanntes als einen
thermo-widerstand.
Ist für mich auch ein nettes Lernprojekt.
Gruß Toni
Hi,
ich habe das selbe vor und bin am überlegen ob es nicht Sinn macht, sich
eine Stelle am Motor/Ölwanne zu suchen und dort mit Gewinde einen der
obigen Sensoren zu verbauen. Um einen direkteren Messpunkt zur
"heissesten" Stelle zu haben.
Generell reicht zwar eine Anzeige Kalt - Warm - Heiss, aber wir sind
hier ja zum Basteln und lernen :)
Habe nur im Moment sehr wenig Zeit.
Wie willst du die Sensoren denn Auswerten ?
Bohr dir doch ein Loch in die Ölablasschraube, in der du den Sensor
vergiesst. Vorher etas Wärmeleitpaste rein. Eine Passende Schraube gibt
es vllt. sogar aus Kupfer, glaube das schon bei einem PKW gesehen zu
haben.
Grüsse
Naja, ne Temperaturanzeige mit DS1820 interessehalbe kann man auch für
andere Sachen bauen :-)
Unterschätz nicht die Vibrationen am Motor, die machen über kurz oder
lang den Beinchen des Sensor den Garaus. Also samt Anschlusskabel
vergiessen.
Wenn du trotzdem unbedingt willst: kauf dir so einen Sensor wie oben
angegeben, räum den aus und pack den DS1820 da rein.
Auch nicht zu unterschätzen: gerade ältere Mopeds sauen elektrisch ganz
schön rum, sowohl auf der Versorgung als auch Abstrahlung der
Zündanlage. Da musst du dir schon Gedanken machen, wie das ganze
EMV-fest zu machen ist. So einfach wie auf dem Schreibtisch wird das
nicht.
Bleibt die Anzeige selbst: auch nicht so einfach, das wetterfest,
optisch und ergonomisch ansprechend hinzubekommen.
Hallo,
danke pauli für die Links, das ist echt hilfreich!
H.joachim Seifert schrieb:> Auch nicht zu unterschätzen: gerade ältere Mopeds sauen elektrisch ganz> schön rum, sowohl auf der Versorgung als auch Abstrahlung der> Zündanlage. Da musst du dir schon Gedanken machen, wie das ganze> EMV-fest zu machen ist. So einfach wie auf dem Schreibtisch wird das> nicht.
Das stimmt. Also die Zündanlage ist ja vorschritsgemäß mit 5kOhm
entstört. Aber da wird trotzdem noch genug umherschwirren. Das Kabel von
dem Sensor den "pauli" schrieb ist ja schonmal entstört/geschirmt. Ein
Anfang.
H.joachim Seifert schrieb:> Bleibt die Anzeige selbst: auch nicht so einfach, das wetterfest,> optisch und ergonomisch ansprechend hinzubekommen.
Da hab ich es recht einfach. Auf der Suche nach neuen Trends anfang der
80er, ist man auf "rechteckig" gestoßen. Somit ist alles (Scheinwerfer,
Rücklicht, Blinker und sogar Tachoeinheit) rechteckig. Somit kann ich
auch Standartgehäuse verwenden. Wetterfest sollte dann nicht so
schwierig werden.
Zeus Mclane schrieb:> Wie willst du die Sensoren denn Auswerten ?
Ich habe mir ein 128x64er GLCD Display vorgestellt mit Uhrzeit,
Außentemperatur und Öltemperatur.
Die 1-Wire Sensoren kann man ja mit minimalen Schaltungsaufwand
anschließen und per Software auswerten.
H.joachim Seifert schrieb:> Naja, ne Temperaturanzeige mit DS1820 interessehalbe kann man auch für> andere Sachen bauen :-)
Klar, aber ist doch toll 2 Hobbys zu verbinden. :-)
Gruß Toni
Das Plastikgehäuse so eines DS18S20 ist NICHT dicht,
weder gegen Wasser noch gegen Öl, und davor warnt sogar
der Hersteller.
Der DS18S20 sollte in ein Rohr oder ähnlich abschirmendes
aber wärmeleitendes Material und dadrin dann vergossen werden
oder mit Sand verfüllt werden. Bewährt haben sich verchromte
Kappen auf dem Druckknopf von Kugelschreibern,
die dann ihrerseits dicht durchgeführt werden müssen
(z.B. auf eine Mutter verlötet werden die eingeschraubt wird).
Wie warm kann denn das Öl werden, könnte der DS eventuell überfordert
sein?
Ein 10k NTC tuts auch, der wird dann über die ADCs eingelesen und man
kann Störsignale direkt im µC filtern.
Die Ölablassschraube schwächen wäre mir zu heiss. Und die Zuleitung vom
Motorradboden um den heissen Motor rum bis zur Auswerteeinheit... Ich
würde eher an den Deckel des Öleinfüllstutzens gehen. Dort setzen ja
auch die nicht-elektronische Ölthermometer an.
Hallo,
Timm Thaler schrieb:> Wie warm kann denn das Öl werden, könnte der DS eventuell überfordert> sein?
also laut DB kann der DS18s20 bis 125°C heißer sollte mein Öl auch nicht
werden, denke ich zumindest.
Krapao schrieb:> Die Ölablassschraube schwächen wäre mir zu heiss. Und die Zuleitung vom> Motorradboden um den heissen Motor rum bis zur Auswerteeinheit... Ich> würde eher an den Deckel des Öleinfüllstutzens gehen.
Also wenn ich die Einschraub Sensoren wie aus dem Link nehme, dann kann
ich ja z.B. einfach ein 10er Gewinde reinschneiden und mit Locite
einkleben. Das löst sich garantiert nicht mehr.
Gruß Toni