Lithium IonenAkku, Ausgangsspannungsbereich ?

OP #2714371
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Hallo,

bei einem Garmin Forerunner habe ich das Problem, daß im Display 
angezeigt wird "Batterie schwach". Auf der Ladestation jedoch meldet das 
Gerät "Batterie voll geladen". Ich habe das Gerät jetzt geöffnet und die 
Spannung am LiIo Akku gemessen, allerdings bei ausgeschaltetem Gerät, da 
nicht anders möglich. Diese betrug 3,95 V, der Akku hat laut Aufdruck 
eine Nennspannung von 3,7 V. Ich kann leider nicht messen, ob die 
Spannung beim Einschalten des Gerätes zusammenbricht, da hierfür das 
Gehäuse geschlossen sein muß.

Bei einem Vergleich mit einem geladenen Handy-Akku habe ich eine 
Leerlaufspannung von 4,04 V gemessen, also etwas höher. Trotzdem denke 
ich daß die Leerlaufspannung mit 3,95 V in Ordnng ist.

Dazu ist noch anzumerken, daß ich das Gerät mittlerweile seit 3 Jahren 
besitze und schätzungsweise 100 mal geladen habe. Der Akku war vor einem 
erneuten Laden immmer relativ weit entladen, sodaß dieser meiner Meinung 
nach nicht "am Ende" sein sollte.

Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen ?
Gast #2714397
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Dann belaste den Akku doch mal mit einem Widerstand.
Welche Kapazität (in Ah) hat der Akku?
Wie viele Betriebsstunden hat der Akku gehalten als er neu war?
Kapazität/Betriebszeit (in Stunden) ergibt den mittleren Strom.
Mit R = U/I und U = 4V ergibt sich daraus der Belastungswiderstand.

Entweder Akku am Arsch, oder Ladestation am Arsch.
Wenn der Akku älter als 3 Jahre ist würde ich auf Akku tippen.
Gast #2714398
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> Der Akku war vor einem
> erneuten Laden immmer relativ weit entladen, sodaß dieser meiner Meinung
> nach nicht "am Ende" sein sollte.

Der Tipp einen Akku immer komplett zu entladen bevor man ihn wieder 
aufläd ist uralt und stimmt nur für NiCd-Akkus die anfällig für 
Memory-Effekt waren. Für LiIon Akkus ist es sogar schädlich sie bis 
komplett oder fast leer zu entladen, die haben es lieber wenn man sie 
rechtzeitug (mit noch 1/3 Restkapazität) aufläd. Sie komplett voll zu 
laden ist auch schädlich für die Lebensdauer, besser man würde nur bis 
80% gehen, dann würden sie viel mehr Zyklen durchhalten. Aber das kann 
man nur in den wenigsten Ladegeräten einstellen (manche Laptops haben 
das)
Aber zur Frage: 3,95V ist oberhalb der Nennspannung, der Akku sollte 
also leicht mehr als halb voll sein. Entweder ist also die Anzeige "Akku 
schwach" falsch, oder sie bezieht sich darauf dass der Akku hochohmig 
geworden ist und die Spannung bei Belastung einbricht.

HTH
Gast #2714410
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Mist hatte ich überlesen:

Richard Betz schrieb:
> Der Akku war vor einem
> erneuten Laden immmer relativ weit entladen, sodaß dieser meiner Meinung
> nach nicht "am Ende" sein sollte.

Falsch für Li/Ionen Akkus, besser nur bis auf 20% runter entladen und 
nicht über 90% aufladen.

Wenn das Gerät älter als 3 Jahre dann ist wie MaWin gesagt hat wohl der 
Akku.
Li/Ionen Akkus altern auch wenn sie nicht benutzt werden.
Gast #2714484
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asd schrieb:
> Der Tipp einen Akku immer komplett zu entladen bevor man ihn wieder
>
> aufläd ist uralt und stimmt nur für NiCd-Akkus die anfällig für
>
> Memory-Effekt waren

Der Tip hat auch weniger etwas mit dem Akku als mit der Ladeschaltung zu 
tun.
Die Akkuladung in Prozent läßt sich nur über einen Controller ermitteln, 
der aus Zeitdauer und Strom die Restladung bzw. die 100%-Ladung 
errechnet.
Um dem Controller die 0%-Grenze mitzuteilen, muss man den Akku einmal 
bis zur Unterspannungsabschaltung entladen, dann kann der Contoller aus 
Ladezeit, Ladestrom und Ladeschlussspannung die Kapazität ermitteln.
Da man Messfehler beim Strom nicht ausschließen kann, wird einfach ein 
gewisser Fehler in der Strommessung angenommen und dann mit diesem 
fehlerbehafteten Strom gerechnet.
Das führt dazu, dass der Contoller immer früher 0% Ladung errechnet und 
an den Benutzer meldet.

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