Gehaltsgefüge

Gast #2718599
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Hallo zusammen,

ich muß leider noch mal auf das o.g. Thema zurückkommen. Der Name 
impliziert das man für die Position bezahlt wird und nicht für die 
Leistung die man dort erbringt. Mir will nicht in den Kopf das man als 
Projektleiter automatisch mehr verdient wie als Entwickler. Heutzutage 
sind zumindest beim Entwickler Denkvermögen bei komplexen Sachverhalten 
und kommunikative Fähigkeiten gefragt da man dort normalerweise im Team 
arbeitet.
Gast #2718607
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Hi, Jetzt,

> ich muß leider noch mal auf das o.g. Thema zurückkommen.
Ohne Link fällt mir das schwer.


> Mir will nicht in den Kopf das man als
> Projektleiter automatisch mehr verdient wie als Entwickler.
> Heutzutage
> sind zumindest beim Entwickler Denkvermögen bei komplexen Sachverhalten
> und kommunikative Fähigkeiten gefragt da man dort normalerweise im Team
> arbeitet.

Nicht automatisch. Aber durchaus sinnvoll ist die Bemessung des Gehaltes 
nicht an der Anzahl der Schweißtropfen auf der Stirn, auch nicht an der 
Länge der Liste der Kompetenzen, sondern an der Höhe des Einflusses der 
Entscheidungen einer Person auf die Bilanz des Unternehmens.
Wessen Entscheidungen wichtiger sind, der möge halt sorgfältiger 
entscheiden.

Denn das Konzept der Kompetenzen scheitert an deren Inflation. Wir 
können jede xbeliebige Kompetenz umformulieren unter Verwendung 
erfundener Begriffe, wir können jede Kompetenz als System verstehen und 
zerlegen in Teil-Kompetenzen, und schon ist der Personalentwickler 
verwirrt - und der Controller im Personalwesen genauso.
Die Zahnärzte haben das in hervorragender Art und Weise gemacht. 
("hervorragend" aus deren Sicht natürlich.) In Mexiko habe ich 
Zahnarztpraxen gesehen mit Pauschalpreisen, fantastisch billig, 
hierzulande aber wird in der Honorarechnung jede Handbewegung und jedes 
Blinzeln einzeln aufgeführt und abgerechnet.


Ein anderer Gesichtspunkt erscheint mir viel praktischer: Ein guter Teil 
des Gehaltes für Projektmanager ist als eine Art 
"Schmerz-und-Bibber-Zulage" zu verstehen. Als Projektmanager übernimmst 
Du Verantwortung für Dein Projektteam. Du bestimmst - hoffentlich in 
gegenseitiger Abstimmung - wer was wann und wie zu liefern hat. Und dann 
rennst Du hinterher, bittest und bettelst in Deiner Matrixorganisation, 
damit er Deine Termine besser einhalte als die Deines Kollegen 
Projektleiter.
Du hast Probleme zu lösen, die Du als Entwickler nicht zu lösen hättest.

Ciao
Wolfgang Horn
Gast #2718749
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Jetzt_komm_endlich schrieb:
> Projektleiter automatisch mehr verdient wie als Entwickler. Heutzutage
> sind zumindest beim Entwickler Denkvermögen bei komplexen Sachverhalten
> und kommunikative Fähigkeiten gefragt da man dort normalerweise im Team
> arbeitet
>
Und der Projektleiter muss das nicht, oder worauf begründet sich deine 
Meinung?

Der Projektleiter verdient schon alleine deshalb mehr als der 
Entwickler, weil er bei technischen Entscheidungen über dem Entwickler 
steht. (Und die Gehälter in der Hierarchie nach oben monoton steigen.)
#2718907
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Tim schrieb:
> Jetzt_komm_endlich schrieb:
>> Projektleiter automatisch mehr verdient wie als Entwickler. Heutzutage
>> sind zumindest beim Entwickler Denkvermögen bei komplexen Sachverhalten
>> und kommunikative Fähigkeiten gefragt da man dort normalerweise im Team
>> arbeitet
>>
>
> Der Projektleiter verdient schon alleine deshalb mehr als der
> Entwickler, weil er bei technischen Entscheidungen über dem Entwickler
> steht. (Und die Gehälter in der Hierarchie nach oben monoton steigen.)

Richtig! Was denkst Du wer den Kopf hinhalten muss und den Karren wieder 
aus dem Dreck fährt, wenn Du als Entwickler mit "Denkvermögen bei 
komplexen Sachverhalten und kommunikative Fähigkeiten" Scheisse gebaut 
hast? Der PL natürlich!
Gast #2733041
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Das ist doch oftmals genau umgekehrt!
Der PL fällt eine Entscheidung, die er infolge oberflächlichen Wissens 
besser nicht hat fällen können und in der Entwicklung laufen die 
Probleme ein. Zeit unterschätzt, Problem unterschätzt, Budget 
überschätzt.1

und wir müssen es dann richten
Gast #2733192
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Hi, "der Ingenieur",

> Das ist doch oftmals genau umgekehrt!
> Der PL fällt eine Entscheidung, die er infolge oberflächlichen Wissens
> besser nicht hat fällen können und in der Entwicklung laufen die
> Probleme ein. Zeit unterschätzt, Problem unterschätzt, Budget
> überschätzt.

Das wäre der Beweis für die Inkompetenz dieses PL.
Er hat zwar die Verantwortung und das letzte Wort in jeder Entscheidung 
mit Einfluss auf sein Resultat.

Die Kunst des Managements besteht ohnehin darin, mit weniger Wissen, als 
es die Mitarbeiter haben, diese zu führen." (Bernd Pischetsrieder, 
Ex-BMW)

Aber wo diese Weisheit wahr ist, darf er die Fachkompetenz seiner 
Mitarbeiter nicht verschwenden, sondern hat sie vor seiner Entscheidung 
um Rat zu bitten.

Problematischer: Sein Vorgesetzter versagt offensichtlich in seiner 
Dienstaufsicht. Er hätte diesen Mangel längst erkennen und unter vier 
Augen einen guten Rat haben sollen, einen eindringlichen und längst 
einen empfindlichen.

Ciao
Wolfgang Horn

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