MR schrieb:
> Er hat die Funktion der Schirmung oder? Hat er noch mehr Funktionen ?
Eine koaxial aufgebaute Leitung ist eine zweidrähtige Leitung. Die Seele
ist die eine Ader, der Mantel die andere.
Der koaxiale Aufbau hat den Vorteil, dass die von den darüber
transportierten hochfrequenten Strömen erzeugten Felder sich nur im
Inneren des Kabels aufbauen. Außen ist so gut wie nichts messbar.
Du hast also auf Innenleiter und Mantel hochfrequente Ströme, deren
Betrag gleich ist und nur von der eingespeisten Leistung (du schriebst
im ersten Posting: "Antennenausgang") und dem Wellenwiderstand der
Leitung (sehr oft 50 Ohm oder 75 Ohm) abhängt.
Einfaches Auftrennen unterbricht also erst einmal den hochfrequenten
Stromkreis, dein Sender wird sein Ausgangssignal nicht los bzw. das
Empfangssignal kommt nicht an. (Eventuell kann es dann zwar noch zu
einer ganz schwachen Koppelung über die immer vorhandenen parasitären
Kapazitäten kommen, die aber die durch das Auftrennen entstandene
Dämpfung auch nicht ansatzweise kompensieren kann.)
Solltest du also tatsächlich eine galvanische Trennung benötigen, musst
dieses Koppelglied eine so geringe Einfügedämpfung, wie möglich, haben.
Jedes dB Verlust klaut dir Sende- und Empfangssignal und damit
Störabstand und letztendlich Reichweite.
Bei 868 MHz ist das schon nicht mehr ganz einfach.
Von daher: Sollte ein Berührungsschutz ausreichen (was aus deiner
Beschreibung im Ursprungsposting möglich erscheint), würde ich eine
solche Lösung eindeutig favorisieren, da sie die hochfrequenten
Eigenschaften bei sachgerechter Ausführung nicht beeinträchtigen wird.
Grüße
Stefan