GND an Antennenbuchse trennen ?

Gast #2729477
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Hallo Zusammen,

ich habe eine SMA-Buchse (Antennenausgang) die ich von außen mit einer
Leitung von meiner Schaltung berühren kann.

Frage:
Wie kann ich die Masse der SMA-Buchse (Antennenausgang) sinnvoll 
trennen, dass
beim berühren der SMA-Buchse möglichst ein kleiner Strom fließt und es
nicht zu einem Kursschluss kommt???
Kann ich dafür einen Widerstand nehmen oder lieber einen Kondensator ???

Gruß MR
Gast #2730252
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In der Fernsehtechnik hat man das rein kapazitiv gemacht. Die 
Massetrenn-Zwischenstecker haben 1 nF in Reihe mit dem Innneleiter und 
3x 1 nF rotationssymmetrisch angeordnet in Reihe mit dem Aussenleiter.

Such nach "Mantelstromfilter". Der Begriff ist in dem Zusammenhang 
falsch, wird aber trotzdem verwendet.
Gast #2730728
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Vielen dank schon mal für die Antworten :-)

Stefan M. schrieb:
> In welchem Freuenzbereich bewegt sich das denn?

Ich habe ein Funkmodule im 868Mhz Band

> Man könnte notfalls die Masse galvanisch über Kondensator(en) abtrennen.
> Widerstände sind ungeeignet.

Wie lege ich diese aus, sind 100nF ausreichend ?

Vielen dank, Gruß
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2730757
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MR schrieb:
> Wie lege ich diese aus, sind 100nF ausreichend ?
Im angesprochenen Frequenzbereich (ca. 1GHz) wirken 100nF-Kondensatoren 
wie Spulen...   :-o

Bedrahtet brauchst du da gar nicht erst anzufangen! Du brauchst was 
klitzekleines (SMD! kleinste von dir verarbeitbare Bauform!) im Bereich 
um 100pF-1nF...

@ MR: deine Frage ist im Forum "HF, Funk & Felder" besser aufgehoben. 
Ich werde den Thread dorthin verschieben, sobald du mir ein ACK gegeben 
hast...
Gast #2730773
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Lothar Miller schrieb:
> MR schrieb:
>> Wie lege ich diese aus, sind 100nF ausreichend ?
> Im angesprochenen Frequenzbereich (ca. 1GHz) wirken 100nF-Kondensatoren
> wie Spulen...   :-o
>
> Bedrahtet brauchst du da gar nicht erst anzufangen! Du brauchst was
> klitzekleines (SMD! kleinste von dir verarbeitbare Bauform!) im Bereich
> um 100pF-1nF...
>
> @ MR: deine Frage ist im Forum "HF, Funk & Felder" besser aufgehoben.
> Ich werde den Thread dorthin verschieben, sobald du mir ein ACK gegeben
> hast...

vielen dank, ich verarbeite 0805 größen.

Was ich mich noch die ganze Zeit frage, ist der Schirm nur  für die 
Schirmung da? und trennt der Kondensator dann nicht die Schirmung auf?
Besteht dann überhaupt noch hinter dem Kondensator eine Schirmung?

Gruß

@der Thread ist glaube ich auch besser im Forum "HF, Funk & Felder" 
Aufgehoben
Gast #2730788
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MR schrieb:
> ist der Schirm nur  für die  Schirmung da? und trennt der Kondensator dann nicht 
die Schirmung auf?

Ja, das solltest DU besser wissen, da wir Deine Schaltung bisher nicht 
kennen. Allgemein trennt man die Schirmung nur, wenn es einen guten 
Grund dafür gibt (z.B. beim alten Röhren-TV wegen der Netzspannung auf 
dem Blech-Chassis). Dafür brauchte man auch ausreichend spannungsfeste 
Teile. Warum Du den Schirm trennen möchtest wissen wir nicht. Falls 
jedoch Deine Antenne unter statischen Aufladungen leidet (Gewitter) muß 
diese Maßnahme gut überlegt sein.
#2730843
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MR schrieb:
> Er hat die Funktion der Schirmung oder?  Hat er noch mehr Funktionen ?

Eine koaxial aufgebaute Leitung ist eine zweidrähtige Leitung. Die Seele 
ist die eine Ader, der Mantel die andere.

Der koaxiale Aufbau hat den Vorteil, dass die von den darüber 
transportierten hochfrequenten Strömen erzeugten Felder sich nur im 
Inneren des Kabels aufbauen. Außen ist so gut wie nichts messbar.

Du hast also auf Innenleiter und Mantel hochfrequente Ströme, deren 
Betrag gleich ist und nur von der eingespeisten Leistung (du schriebst 
im ersten Posting: "Antennenausgang") und dem Wellenwiderstand der 
Leitung (sehr oft 50 Ohm oder 75 Ohm) abhängt.

Einfaches Auftrennen unterbricht also erst einmal den hochfrequenten 
Stromkreis, dein Sender wird sein Ausgangssignal nicht los bzw. das 
Empfangssignal kommt nicht an. (Eventuell kann es dann zwar noch zu 
einer ganz schwachen Koppelung über die immer vorhandenen parasitären 
Kapazitäten kommen, die aber die durch das Auftrennen entstandene 
Dämpfung auch nicht ansatzweise kompensieren kann.)

Solltest du also tatsächlich eine galvanische Trennung benötigen, musst 
dieses Koppelglied eine so geringe Einfügedämpfung, wie möglich, haben. 
Jedes dB Verlust klaut dir Sende- und Empfangssignal und damit 
Störabstand und letztendlich Reichweite.

Bei 868 MHz ist das schon nicht mehr ganz einfach.

Von daher: Sollte ein Berührungsschutz ausreichen (was aus deiner 
Beschreibung im Ursprungsposting möglich erscheint), würde ich eine 
solche Lösung eindeutig favorisieren, da sie die hochfrequenten 
Eigenschaften bei sachgerechter Ausführung nicht beeinträchtigen wird.

Grüße

Stefan
Gast #2730856
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oszi40 schrieb:

>  Warum Du den Schirm trennen möchtest wissen wir nicht.

Das habe ich doch ganz oben geschrieben?


Hallo Zusammen,

ich habe eine SMA-Buchse (Antennenausgang) die ich von außen mit einer
Leitung von meiner Schaltung berühren kann.

Frage:
Wie kann ich die Masse der SMA-Buchse (Antennenausgang) sinnvoll
trennen, dass
beim berühren der SMA-Buchse möglichst ein kleiner Strom fließt und es
nicht zu einem Kursschluss kommt???
Kann ich dafür einen Widerstand nehmen oder lieber einen Kondensator ???

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