Thomas schrieb:
> Was wo ich mir unsicher bin ist was die Snacks betrifft? Belegte
> Brötchen? Kuchen? Ein warmes Buffet? Sonstiges? Wäre hier über Meinungen
> und Anregungen dankbar.
Da ich einige Ein- und Ausstände mit erlebt habe, hierzu auch meine
Meinung:
Im bundesweit agierenden Konzern wurde ich nach der Azubi-Zeit in eine
Abteilung einer anderen Stadt versetzt. Probezeit gab es keine mehr,
aber Ein- und Ausstände waren bei Abteilungswechseln üblich. Mit
Abteilung ist hier eine ganze Filiale an einer Adresse gemeint, z.B. der
Bautrupp, wie beispielsweise bei den Brief- und Paketkollegen ein großes
Postamt.
Der Bautrupp hatte ca. geschätzt 70 Mitarbeiter, und es kamen und gingen
übers Jahr immer eine Handvoll Leute, oder verließen das Unternehmen auf
Grund der Rente.
Man sammelte übers Jahr immer die Kandidaten, und die legten dann
finanziell für was größeres zusammen: Richtige Party mit reichlich
großem kalten Büfett von einem Catering-Service, und einige Fässer Bier,
für die 3 Damen etwas Wein, auch nichtalkoholische Getränke. Dann wurde
einmal im Jahr auch der Feierabend 2-3 Stunden vorgezogen, mit Open End
am Abend.
Ein Chef eines Bautrupps klatschte zum Ausstand mal ganz lustlos einfach
3 Behältnisse auf einen Tisch: Eine Plastikschüssel mit ein paar kg
Mett, eine Glasschüssel geschnittener Zwiebeln, und einen Korb Brötchen.
Der mußte sich ja nicht mehr bewähren, und war selbst auch nur noch 2
Minuten zur Kurzansprache da, verschwand dann auf Nimmerwiedersehen.
Sowas gibt es also auch. Aber besser als gar nichts. OK, die Mannschaft
war eben Bautrupp, nicht ganz zart beseitet, etwas härter im Nehmen. Bei
diesem Chef boykottierte der gesamte Bautrupp mal geschlossen die
Weihnachtsfeier. Die Verpflegung war komplett angerichtet, und alles
vergammelte. Er schikanierte im Vorfeld seine Mitarbeiter gerne mit
belanglosen Kontrollen, und das endet dann so.
Zum Ausstand in der letzten Abteilung dieses Unternehmens war ein
gemeinsames Frühstück fällig, wo man mit 75DM (heute ca. 40€) dabei war.
Wegen Resturlaub war ich nicht mehr anwesend, aber man freute sich auf
jeden Fall über das Geld in der Kaffeekasse, was auch tatsächlich dem
Verwendungszweck zugeführt wurde.
Viel später, bei einem kleineren Betrieb mit maximal 100 Mitarbeitern,
hatte niemand Zeit und Lust auf Feierabendaktivitäten. Den Feierabend
etwas vorverlegen, wobei Arbeitszeit verloren geht, sowas ging
grundsätzlich gar nicht. Man frühstückte aber morgens in einer
gemeinsamen Runde, wobei jeder sein Essen selbst mit brachte. Man konnte
da also mal als Einstand für einen Tag das komplette Frühstück
organisieren und spendieren. Es galt auch nur für Abteilungen, die
unmittelbar miteinander zu tun hatten, also etwa 30-40 Personen. Da
kommt man mit unter 100€ sehr gut hin.
In Wohnheimen, wo ich in und direkt nach der Ausbildung wohnte, machte
ich auch Ein- und Ausstände, aber das war völlig freiwillig. Es ging
dort auch nur um die Getränke, ein paar Kästen Pils und ein paar Tüten
Chips alleine genügten zur Feierabendbelustigung.
Ansonsten sehe ich grundsätzlich kein Problem, die Zeit nach der
Probezeit abzuwarten. Natürlich bei etwas Abklärung und Tuchfühlung mit
den Mitarbeitern.