Gast
#2741212
Guten Abend! Ich habe hier ein Linux System basierend auf AT91RM9200, das keine (batteriegepufferte) Echtzeituhr hat. Es hat aber ein GPS-Modul auf der Platine, und dieses wiederum ist mit einer Pufferbatterie versehen. Das GPS-Modul ist über die serielle Schnittstelle erreichbar (NMEA, 9.600 Baud). Das PPS-Signal ist nicht angeschlossen. Folgende Aufgabe: Nach dem Booten soll vom GPS-Modul die Zeit geholt werden und die Systemzeit entsprechend gesetzt werden. Dabei kommt es nicht auf eine sekundengenaue Synchronisation an. Es geht mir hauptsächlich darum, dass das Gerät - es handelt sich um einen Datenlogger, auf meiner SD-Karte Dateien mit halbwegs stimmigem Datum anlegt. Es reicht also völlig, wenn die Systemzeit einmal gesetzt wird und dann langsam vom GPS wegdriftet. Gibt es dafür ein Tool? Am besten irgendetwas, was man in den Bootskripten aufrufen kann, das sich einen NMEA-Datensatz holt und die Systemzeit liest, und anschließend die serielle Schnittstelle wieder freigibt? Denn diese wird vom anschließend startenden Anwendungsprogramm nämlich benötigt. Oder wie würdet ihr das angehen? Ich hatte schon eine Menge gesucht, aber nichts gefunden. Es soll auch einen ntpd geben, der mit NMEA-Daten klarkommt. Dann bräuchte man wahrscheinlich gpsd, damit mehrere Prozesse gleichzeitig auf das GPS-Modul zugreifen können. Das heißt, ich müsste meine Logger-Anwendung umschreiben, was ich möglichst vermeiden möchte. Freue mich über jeden Tipp!