oszi40 schrieb:
> H.joachim Seifert schrieb:
>> Alternativ
> Was ist mit dem Rest der Schaltung, die Du gar nicht kennst?
>
> Man sollte das Übel immer dort behandeln, wo es entsteht. Je weiter weg
> eine Schutzschaltung sitzt, desto weniger Schaden kann sie verhindern.
Nicht nur und nicht immer :-)
Schau dir beispielsweise die Endstufenschaltung für Einspritzdüsen im
Kfz an. Da wird die Begrenzung auch im Steuergerät, also nicht an der
Einspritzdüse gemacht.
Oder die Zündspule - da wird gar nichts gemacht, sondern hochsperrende
Transistoren eingesetzt.
Ansonsten hat die Schaltung mit der Paralleldiode einen (manchmal
entscheidenden) Nachteil: sie verlängert die die Stromflusszeit
deutlich. Beim Relais i.a. kein Problem, bei anderen induktiven Aktoren
schon. Letzten Endes kommt es auf hauptsächlich auf den Schutz des
steuernden Bauteils an.
Wird immer viel geredet und vor allem nachgeredet, dass die Überspannung
am Ort des Entstehens beseitigt werden sollte - dem ist durchaus nicht
immer so (siehe obige Beispiele). EMV-mässig ist das kaum ein Problem,
wird auch immer gerne als Argument gebracht - aber auch nur ein mal
gehörtes und nachgeplappertes. Der einzige Vorteil der Diodenlösung: sie
ist unschlagbar billig. Und sie reicht in vielen Fällen aus. Deswegen
daraus das nonplusultra der Schaltungstechnik zu machen, ist zumindest
etwas blond :-)
Und wenn ich ein Gerät mit OC-Ausgang verkaufe, liegt da immer was
parallel zum Transistor.
Ich kann nicht davon ausgehen, dass der Anwender dieses korrekt macht.
-Diode vergessen oder schlecht kontaktiert -> Transistor hin
-Diode falsch herum -> Transistor hin