Man muß das ganze sicherlich im historischen Sinne sehen, denn da gab es
noch nicht so viele RAM/ROM-Varianten.
RAM ist einfach beliebig ohne größeren Aufwand an jeder Stelle
schreibend/lesend zugreifbar. Ob der Dateninhalt bei Stromausfall
pfutsch ist, wird mit dem Begriff RAM nicht ausgedrückt (s/DRAM auf der
einen Seite, FeRAM auf der anderen Seite).
ROM dagegen ist ursprünglich nur fürs lesen gedacht, nachdem er einmal
programmiert wurde. Es ist essentiell, daß bei Stromausfall der
Dateninhalt nicht verloren geht, denn sonst hätte man die ROMs/PROMs
jedesmal auswechseln müssen. Liegt also in der Natur der Sache, daß nur
stromausfallresistente ROMs/PROMs Sinn machen.
Mit den neueren Varianten (EPROMs) wäre das nicht mehr so kritisch in
dem Sinne, da man diese löschen und neu beschreiben kann. Aber man kann
einzelne Zellen nicht einfach so mal überschreiben, sondern müssen
erstmal explizit gelöscht werden. Auch beim EEPROM, der aber zellenweise
gelöscht werden kann. Ohne dieses explizite Löschen kannste diese EPROMs
nicht beliebig neu beschreiben. Das unterscheidet einen RAM vom EPROM.
Daß es auch heute wohl keine EPROMs gibt, die bei Stromausfall ihre
Daten verlieren könnten, liegt wohl einfach daran, daß die keinen Sinn
machen würden, da man ja sonst gleich die einfacher handhabbaren RAMs
nehmen könnte.