ROM und Flash

Gast #2769442
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Hi,

Was ich verwirrend finde ist: In der Mikrokontroller-Beschreibung redet 
man immer von ROM und RAM. RAM ist ja verständlich: Arbeitsspeicher. 
Aber nennt man den externen Flash-Speicher ROM. ROM bedeutet ja 
Read-Only-Memory. Der Flash ist aber in Wirklichkeit doch kein ROM.

gruß
#2769447
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Ludwig schrieb:
> Was ich verwirrend finde ist: In der Mikrokontroller-Beschreibung redet
> man immer von ROM und RAM. RAM ist ja verständlich: Arbeitsspeicher.
> Aber nennt man den externen Flash-Speicher ROM. ROM bedeutet ja
> Read-Only-Memory. Der Flash ist aber in Wirklichkeit doch kein ROM.

Konvention. EPROM ist beispielsweise wörtlich ein löschbarer 
programmierbarer nur lesbarer Speicher. Wenn dir das widersinnig 
erscheint: gewöhn dich dran.

Es läuft darauf raus, dass ROM zwar heute oft in begrenztem Umfang 
beschreibbar ist, aber nicht als normaler Arbeitsspeicher genutzt wird 
und wenn ein Programm diesen Speicher doch mal ab und zu schreibt, dann 
für permanent zu erhaltende Daten.
Persönliche Seite #2769454
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Flashspeicher (NOR-Flash) ist sehr wohl ein ROM.
Im Normalfall ist der Microcontroller nicht in der Lage den Flash im 
normalen Programm-Ablauf zu ändern.
Selbstprogrammierende Mikrocontroller sind aber in der Lage mit der 
Einhaltung eines vorgegebenen Ablaufs den Flash-ROM seitenweise zu 
löschen und neu zu brennen. Mit jedem Brennzyklus altert der FlashROM 
was das Löschen-Brennen auf rund 10-100tausend Lösch-Schreibzyklen pro 
Seite eingrenzt.
Gast #2769503
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>SRAM-Inhalt ist nach
>Stromausfall futsch, was bei einem Protokollspeicher ungünstig ist.

Wobei wir dann noch zu einem anderen Speichertyp kommen
könnten: NVRAM. Meistens Batteriegepuffert. Da is es
dann nicht futsch.
Gast #2769536
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>Aber ist der Bezugspunkt dann nicht der RTC-Controller und nicht der
>Prozossor der sich das seriell Organisiert ?

Alles eine Frage des Bezugspunktes. Es gibt auch SPI RAM
ohne RTC. Wie ein Speicher angeschlossen ist ist doch
zweitrangig. Er muss adressiert werden um die Daten an die
richtige Stelle zu schreiben. Das ist bei allen Speichern so.
Wie das Interface dazu aussieht, und wie lange es dauert
ist auch zweitrangig. Man nimmt den Speicher der die
Anforderungen erfüllt.
Gast #2769547
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>Also alles ist RAM. Selbst ein PROM (da man ja da sicher immer noch ein
>paar Sicherungen hat zum schmelzen).

Geht beim EPROM, EEPROM und Flash auch;)

>ist das die Kernaussage ?

Nö. Als RAM bezeichnet man nur Speicher der nach ausschalten
des Gerätes seinen Inhalt verliert.
#2769554
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Man muß das ganze sicherlich im historischen Sinne sehen, denn da gab es 
noch nicht so viele RAM/ROM-Varianten.

RAM ist einfach beliebig ohne größeren Aufwand an jeder Stelle 
schreibend/lesend zugreifbar. Ob der Dateninhalt bei Stromausfall 
pfutsch ist, wird mit dem Begriff RAM nicht ausgedrückt (s/DRAM auf der 
einen Seite, FeRAM auf der anderen Seite).
ROM dagegen ist ursprünglich nur fürs lesen gedacht, nachdem er einmal 
programmiert wurde. Es ist essentiell, daß bei Stromausfall der 
Dateninhalt nicht verloren geht, denn sonst hätte man die ROMs/PROMs 
jedesmal auswechseln müssen. Liegt also in der Natur der Sache, daß nur 
stromausfallresistente ROMs/PROMs Sinn machen.
Mit den neueren Varianten (EPROMs) wäre das nicht mehr so kritisch in 
dem Sinne, da man diese löschen und neu beschreiben kann. Aber man kann 
einzelne Zellen nicht einfach so mal überschreiben, sondern müssen 
erstmal explizit gelöscht werden. Auch beim EEPROM, der aber zellenweise 
gelöscht werden kann. Ohne dieses explizite Löschen kannste diese EPROMs 
nicht beliebig neu beschreiben. Das unterscheidet einen RAM vom EPROM.
Daß es auch heute wohl keine EPROMs gibt, die bei Stromausfall ihre 
Daten verlieren könnten, liegt wohl einfach daran, daß die keinen Sinn 
machen würden, da man ja sonst gleich die einfacher handhabbaren RAMs 
nehmen könnte.
Persönliche Seite #2769559
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holger schrieb:
>>Also alles ist RAM. Selbst ein PROM (da man ja da sicher immer noch ein
>>paar Sicherungen hat zum schmelzen).
>
> Geht beim EPROM, EEPROM und Flash auch;)
>
>>ist das die Kernaussage ?
>
> Nö. Als RAM bezeichnet man nur Speicher der nach ausschalten
> des Gerätes seinen Inhalt verliert.

Das ist eine Unendlicheit.

PROM war mir dann das simpelste Programmierbare ROM als Beispiel.

Aber, was ist mit dem Eingeschränkten Datenerhalt bei EPROM/EEPROMs ?
Früher (tm) ging man von 10 Jahren bis zum Ersten Verlust aus.
Also doch (E)EPRAMs.

Ich werd mich wohl weiterhin an die erste Antwort von A.K. halten, wenns 
mir auch nicht einleuchtet warum er sich später revidieren muß.
Gast #2769576
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>> Nö. Als RAM bezeichnet man nur Speicher der nach ausschalten
>> des Gerätes seinen Inhalt verliert.

Was bei FRAM und NVRAM wieder nicht stimmt. Da suggeriert
das RAM nur eine beliebige Schreibbarkeit. Von Geschwindigkeit
ist da erst mal nicht die Rede.

>Das ist eine Unendlicheit.

Ein paar Begriffe haben sich halt so eingemogelt.

>PROM war mir dann das simpelste Programmierbare ROM als Beispiel.
>
>Aber, was ist mit dem Eingeschränkten Datenerhalt bei EPROM/EEPROMs ?
>Früher (tm) ging man von 10 Jahren bis zum Ersten Verlust aus.
>Also doch (E)EPRAMs.

Maskenprogrammiertes ROM verliert nie seinen Inhalt.
Persönliche Seite #2769584
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holger schrieb:
>>> Nö. Als RAM bezeichnet man nur Speicher der nach ausschalten
>>> des Gerätes seinen Inhalt verliert.
>
> Was bei FRAM und NVRAM wieder nicht stimmt. Da suggeriert
> das RAM nur eine beliebige Schreibbarkeit. Von Geschwindigkeit
> ist da erst mal nicht die Rede.
>
>>Das ist eine Unendlicheit.
>
> Ein paar Begriffe haben sich halt so eingemogelt.
>

Wir haben dann schon den selben Standpunkt. Wenn auch mit 
unterschiedlich großem Schuhwerk.

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