Hallo Forum!
Ich habe bei meinem Haus hinten einen kleinen Bach wo schon alles
vorbereitet ist für ein Wasserkraftwerk.
Dort wo das Wasser zur Turbine kommt(Wehr) sind 3Messfühler, für den
Wasserpegel, verbaut. Leider habe ich dazu keine Informationen welche
das sein könnten. Vl kennt ja von euch wer die Geräte. Auf der Sonde
selbst ist eine Nummer eingestanzt 01 127BS. Im Kabel sind 3Leitungen
(Braun, Blau und Gleb)
Bitte um Hilfe...
Danke!
Da recht viele Hersteller diese Sonden produzieren ist eine Aussage zu
den Aderfarben kaum möglich.
Vega hat die Dinger auch:
http://www.vega.com/downloads/BA/35401-DE.PDF
Im Kabel müsste noch ein sehr dünner Plastikschlauch <1mm sein. Das ist
die Ausgleichskapilare gegen die der Druck gemessen wird. Die darf auf
jeden Fall nicht verschmutzen und muss trocken bleiben.
Wenn es drei Sonden gibt, steht auf den anderen mehr drauf?
Andrew Taylor schrieb:> Braun ist Plus Versorgungsspannung,>> Blau ist Minus.>>>> Und Gelb ist der Signalausgang
Wenn ich sonst keine infos finden würde, würde ich auch mit dieser
Zuordnung ins Rennen gehen.
Gibt es keine Schaltpläne der Anlage, wo die Sonde eingebaut werden
sollte?
Hallo!
Ja den dünnen Schlauch gibt es!
Leider gibt es keine Infos dazu da die Anlage nach einem Hochwasser
abgebaut worden ist. Alles Weg... Ich würde es gerne wieder nutzen um
das Haus zu Heizen. Aja den Generator hab ich auch noch 40KW, das ist
schon was...
Ich habe mir nun eine kleine Platine gemacht wo ich die 3 Analogen
(4-20mA) einlesen kann. Wenn ein grobe Differenz zwischen Sonde1 und
Sonde2 zu messen ist, wird ein Ausgang geschaltet der einen Motor
ansteuert um den Rechen (Wehreinlauf) laufen zu lassen.
Das ganze soll dann mit einer Zetralen SPS (die ich selber mit einem AVR
machen möchte) über RS485 kommunizieren.
Hat schon jemand so ein großes Projekt gemacht?
Lg
Wenn das ein 4 - 20 mA Ausgang ist, würde ich eher die Kabelbelegung
eher mit Plus, Minus und Erde sehen. Was aber welche Farbe hat, kann ich
nicht sagen. Von Endress und Hauser dürfte die Sonde nicht sein, die
haben andere Kabelfarben
Josch schrieb:> Aja den Generator hab ich auch noch 40KW
Herzlichen Glückwunsch, und mächtig Neid.
40KW 24h 0,15€/kwh = 144€/Tag nicht schlecht.
oder 52.560€ /Jahr = noch besser
Selbst wenn nur der halbe Gewinn rauskommt, immer noch super.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung würde ich auf jeden Fall eine
S7-300 bei Ebay oder sonst wo erwerben und professionell automatisieren.
Das ganze soll auch funktionieren wenn mal ein Gewitter in der Nähe ist,
oder einer mit dem Handy telefoniert.
Ist das ein 400V Generator? Gibt es schon ein OK vom Energieversorger
für die Einspeisung?
Axel
@Düsendieb
Für die Einspeisung ist gerade alles am Laufen. Wasserrecht habe ich
schon und mit dem Energieversorger wird es auch kein Probleme geben.
Ja es ist ein 400V Synchrongenerator mit ext. Erregung
Die Hauptsteuerung wird eh eine S7 machen, möchte aber schon gerne das
System starten damit das Haus warm ist. Das mit der Einspeisung werde
ich dann über den Winter machen.
Das was mir noch zu denken gibt ist der Erreger..
Kennst du dich mit solche Anlagen besser aus ?
Josch schrieb:> Kennst du dich mit solche Anlagen besser aus ?
nicht speziell mit Wasserkraftwerken, aber für den Inschenör ist nichts
zu schwör.
Bei dem zu erwartenden Umsatz würde ich in neue Füllstandssonden
inverstieren, auch wenn die Dinger um die 500€ pro Stück kosten.
Verpasse der Rechenreinugung neue Endschalter und verdrahte alles mit
24V auf die S7-300.
Wie wird der Wasser-Durchfluss der Turbine gesteuert? muss da eine
kleine Hydraulik betrieben werden?
Hallo!
Düsendieb schrieb:> für den Inschenör ist nichts zu schwör
Habe ich mir auch gedacht, ist wohl mein größtes Projekt...
Etwas anders als den ganzen Tag Platinen zu zeichnen...
Den Wasser-Durchfluss kann ich mit zwei E-Motoren steuern. 1/3 Fächer
und ein 2/3 Fächer. Von den Motoren bekomme ich auch die Position wo sie
gerade stehen. Ich finde es blöd das sie mit 230V laufen, da bei einem
Notfall- Stromausfall ich noch eine USV anschalten muss damit ich das
Wasser abdrehen kann.
Den Rechenmotor habe ich schon neu gewickelt und der Endschalter +
Motorschutz ist auch neu.
Josch schrieb:> Ich finde es blöd das sie mit 230V laufen, da bei einem> Notfall- Stromausfall ich noch eine USV anschalten muss damit ich das> Wasser abdrehen kann.
Wieso 230V? sind das keine Drehstommotoren? Wie wird die Drehrichtung
umgekehrt?
Leg los, jeden Tag gehen 144€ den Bach herunter.
Axel
PS: lade mal ein paar Fotos vom Kraftwerk hoch.
PSS: der Thread gehört zumindest unter Analogtechnik
Josch schrieb:> Ich habe bei meinem Haus hinten einen kleinen BachJosch schrieb:> den Generator hab ich auch noch 40KW
hm, unter kleinem Bach versteht wohl jeder was anderes:
40kJ = m*g*h, also bei h=3m
m = 1360kg oder 1,36m³ pro Sekunde bzw. mit Turbinenwirkungsgrad noch
mehr
Das ist für mich schon ein Fluss ...
Axel Düsendieb schrieb:> PS: lade mal ein paar Fotos vom Kraftwerk hoch.
Falls einer gerade Urlaub in Pfronten im Schönen Allgäu macht,
dort gibt es ein solches Kleinkraftwerk. Der private Besitzer
war so freundlich, es mir im letzten Jahr zu zeigen. Genaue
Leistungswerte habe ich mir aber nicht gemerkt.
Gruss
Harald
Walter S. schrieb:> hm, unter kleinem Bach versteht wohl jeder was anderes:
Da hast du Recht.
> Das ist für mich schon ein Fluss ...
Vielleicht eher "Flüsschen".
Was wäre sonst z.B. die Elbe (bei Darchau 200..3500 m³/s)
Hallo,
was sind denn das für Gewinnphantasien...
Düsendieb schrieb:> Herzlichen Glückwunsch, und mächtig Neid.>> 40KW 24h 0,15€/kwh = 144€/Tag nicht schlecht.> oder 52.560€ /Jahr = noch besser
Mein Vater hat Anfang der 80er Jahre das Wasserrecht wegen Nichtnutzung
( auch vom Vorbesitzer, wer wusste denn, dass man das verlieren kann..
) verloren. Damals gab es für die Einspeisung tags 4 Pf/ kWh und mittags
eine Stunde lang mehr als das Doppelte, nachts nichts, da hätte man ja
eventuell etwas stauen können.
Es standen Investitionen, trotz Eigenleistung, von 250000 DM an.
Das Flüßchen hatte meist 2 cbm/s bei 1,5 m realisierbaren Gefälle,
maximal 20 kW. Aber im Sommer und kaltem Winter krochen auch weit
weniger als 1 cbm/s und bei Hochwasser ging auch nichts.
Eine Turbine 3 km weiter hatte damals des öfteren Problem an ihrem Wehr
und es gab mindestens einmal im Jahr unplanmäßiges Hochwasser, dass man
nicht über die Brücke kam und mehrere Kilometer Umweg hatte ( Heute
würden die Leute wohl Schadensersatz einfordern )
Eine genaue Bestimmung des möglichen Kwh pro Jahr ist nicht erfolgt,
weil überschlagsmäßig beim Optimum nichts blieb.
20 kW * 16 h *365 d/a = 116800 kWh/a * 0,04 Dm = 4672 DM ~ 2% von
250000.