Passiver Verdreifacher

Gast #2778285
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Hi, hewlett,

dieser Nickname passt nicht zur Frage...

Über den richtigen Vorredner hinaus: Durchaus üblich ist ein Transistor 
in Emitterschaltung mit Arbeitspunkt in der anfänglich gekrümmten 
Kennlinie, also niedriger Ruhestrom.
Steuert ein Sinus den Transistor an, fließt der Strom im Kollektor 
pulsförmig.

In den Kollektor gehört dann ein Schwingkreis auf der dreifachen 
Frequenz.

Halte die Basisspannung frei von Brumm, denn der moduliert die Phase des 
erzeugten Signals.

Ciao
Wolfgang Horn
#2778550
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Stichwort Varactordiode.

Damit hatte man früher (70er Jahre) z.B. bei Bosch 70cm Mobilfunkgeräte 
(KF460) konstruiert.

Ausgangslage war der Senderzweig vom 2m-Gerät (KF160), dessen 
HF-Endstufenleistung auf diese Varactordiode gejagt wurde. Aus der so 
verzerrten HF-Leistung wurde die dritte Oberwelle ausgefiltert und auf 
die Sendeantenne gegeben.

Ja, ja, damals wars...
#2778834
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Mit Varaktordioden oder step-recovery-Dioden waren wesentlich bessere 
Wirkungsgrade zu erzielen als mit gewöhnlichen Dioden. Dort wird die 
Nichtlinearität der U/I-Kennlinie benutzt, bei Varaktoren die 
nichtlineare C/U-Kennlinie, wie auch beim parametrischen Verstärker oder 
Mischer.
Step-recovery waren für hohe Vervielfachungsgrade noch besser, die haben 
ein sehr steiles Abschaltverhalten, daher auch snap-off-Dioden genannt.

http://www.tu-ilmenau.de/fileadmin/media/it_hmt/vorlesungen/schalt_bausteine_hf/bmt_varaktor.pdf 
Seite 25-28 für Varaktorvervielfacher
Gast #2780350
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Wolfgang Horn schrieb:
> Über den richtigen Vorredner hinaus: Durchaus üblich ist ein Transistor
> in Emitterschaltung mit Arbeitspunkt in der anfänglich gekrümmten
> Kennlinie, also niedriger Ruhestrom.
> Steuert ein Sinus den Transistor an, fließt der Strom im Kollektor
> pulsförmig.

... kann man auch machen .... aber der Wirkungsgrad mit Varactordioden 
fällt etwas höher aus. So was habe ich vor Jahren mal gebaut um von 2m 
ins 70 cm Band zu kommen. Leider konnte man beim Steuertransceiver den 
Hub nicht so einfach reduzieren und ich war manchmal wenn ich nicht 
aufgepasst habe zu breit. Waren das noch Zeiten wo das ohne Atmel gehen 
mußte.....;-)
#2780376
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Übrigens werden die Dinger anscheinend auch noch von den Piraten 
genutzt, die über militärische Satelliten funken (die früheren sind 
reine Linear-Transponder und haben keinerlei Schutz gegen Missbrauch). 
Der Uplink ist im 300MHz-Bereich, dazu nehmen sie dann ein 2m-Afu-Gerät 
und einen passiven Verdoppler. Ich vermute das angehängte Bild ist so 
ein Teil. Irgendwann gab es mal die Meldung, dass sie in Brasilien (??) 
einen Shop hochgenommen haben, der eben komplette Kits (Afu-Gerät, 
Verdoppler, Antenne) verkauft hat. Weitere interessante Bilder:
http://www.uhf-satcom.com/rx/
Angehängte Dateien:

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