Hallo ich hätte einmal eine frage und zwar habe ich mir einen
Vorverstärker für ein elektretmikrofon gebaut und dachte eigentlich das
der Vorverstärker invertierent auf das Signal wirkt. Jedoch habe ich bei
Messungen festgestellt das das ausgangssignal nicht invertiert ist.
könnt ihr mir vielleicht helfen?!
ok, also hier der Vorverstärker mit einem NE5534:
operationsverstärker schrieb:> Jedoch habe ich bei> Messungen festgestellt das das ausgangssignal nicht invertiert ist.
Wie hast Du das denn gemessen?
Gruss
Harald
Also sehe ich das richtig das das Signal theoretisch invertiert sein
müsste oder?
und noch zur Messung also an den rechten Kanal vom line-in Eingang habe
ich das ausgangssignal angeschlossen und den linken Kanal hinter den
Kondensator vom Mikrofon. so kam aber kein Signal mehr aus dem Ausgang
und ich musste nach dem Kondensator noch einen hohen widerstand schalten
damit dann an beiden Kanälen ein Signal ankommt. (kompliziert zu
beschreiben)
> Also sehe ich das richtig das das Signal theoretisch invertiert sein> müsste oder?
Ja, der Verstärker invertiert.
> also an den rechten Kanal vom line-in Eingang habe> ich das ausgangssignal angeschlossen und den linken Kanal hinter den> Kondensator vom Mikrofon...
Wenn ich das Kauderwelsch richtig verstehe hast du nicht nur den
Verstärker gemessen, sondern die Soundkarte gleich mit. Da tritt dann
eben irgendwo eine weitere Invertierung auf.
Es wär auch möglich, dass der Verstärker gar nicht arbeitet (keine
Betriebsspannung oder so) und das Signal nur "durchkriecht". Dann
invertiert der natürlich nicht und die Verstärkung wäre kleiner 1.
Hää wie jetzt? Du sagtest doch, dass der nicht invertiert (obwohl das
nicht stimmen kann) und nun willst du den auf das umbauen was du schon
hast?
Du solltest die mal ein 2-Kanal-Oszi nehmen und gleichzeitig an Ein- und
Ausgang messen. Dann wirst du schon sehen wie was funktioniert.
damit ihr genau sehen könnt wo ich was zum messen angeschlossen habe.
Links habe ich über einen widerstand den linken Kanal an das
eingangssignal gelegt. Der widerstand beträgt 220k. Was mich gewundert
hat, wenn ich den widerstand weg lasse kommt am anderen Ausgang kein
Signal mehr an. So und den regulären Ausgang habe ich dann auf den
rechten Kanal des line-in eingangs gelegt und die masse halt an die
masse...
Wenn ich jetzt die Signale betrachte sind sie nicht invertiert sondern
genau gleich nur mit anderen Amplituden
ArnoR schrieb:> Hää wie jetzt? Du sagtest doch, dass der nicht invertiert (obwohl das> nicht stimmen kann) und nun willst du den auf das umbauen was du schon> hast?
Nur um zu testen ob es dann immernoch nicht invertiert ist...
operationsverstärker schrieb:> Also sehe ich das richtig das das Signal theoretisch invertiert sein> müsste oder?>> und noch zur Messung also an den rechten Kanal vom line-in Eingang habe> ich das ausgangssignal angeschlossen und den linken Kanal hinter den> Kondensator vom Mikrofon. so kam aber kein Signal mehr aus dem Ausgang> und ich musste nach dem Kondensator noch einen hohen widerstand schalten> damit dann an beiden Kanälen ein Signal ankommt. (kompliziert zu> beschreiben)
An eine Fehlfunktion des Verstärkers glaube ich erst, wenn Du
Ein- und Ausgangssignal auf dem Bildschirm eines vernünftigen
Oszilloskops zeigst. Dann wäre immerhin noch die Möglichkeit,
das Deine Verstärkerschaltung nicht dem oben gezeigten Schalt-
plan entspricht.
Gruss
Harald
PS: Bei den wenigsten Anwendungen spielt eine Invertierung des
Signals überhaupt eine Rolle.
ein vernünftiges oszilloskop steht mir nicht zu Verfügung. Aber es
müsste doch auch eine soundkarte für diese Messungen reichen, da ich ja
nichts genau messen will, aber eine Investierung deutlich zu sehen wäre.
Auch wenn ich die Kanäle tausche liegen die Signale genau
übereinander... ich verstehe es einfach nicht
operationsverstärker schrieb:> ein vernünftiges oszilloskop steht mir nicht zu Verfügung. Aber es> müsste doch auch eine soundkarte für diese Messungen reichen, da ich ja> nichts genau messen will, aber eine Investierung deutlich zu sehen wäre.> Auch wenn ich die Kanäle tausche liegen die Signale genau> übereinander... ich verstehe es einfach nicht
...und was stört Dich daran?
Gruss
Harald
da ich signale überlagern will die sich somit ausgleichen... und wenn
das Signal nicht invertiert ist dann wird das nichts mit ausgleichen
sondern verstärken
operationsverstärker schrieb:> Auch wenn ich die Kanäle tausche liegen die Signale genau> übereinander... ich verstehe es einfach nicht
Aber immerhin hast du ein Bild von den Messungen (du bist quasi der
Einäugige unter Blinden...). Könntest du das mal posten? Sonst kann man
statt einen Rat zu geben nur raten... :-(
hier ein Bild
was mir noch aufgefallen ist, dass wenn ich einen 220k widerstand (wie
in der Zeichnung zu sehen ist) vor den linken Kanal schalte beide
Signale die gleiche Amplitude haben und ich fast davon ausgehe das es
das gleiche Signal ist... nur das verstehe ich auch nicht ich habe alles
genau so aufgebaut wie in der Zeichnung. kann mir vielleicht auch einer
erklären wiese der op kein ausgangssignal mehr liefert wenn ich den oben
extra in die Zeichnung eingemalten 220k widerstand zur Messung des
eingangssignal weglassen?
R1= 4,7k
R2= 470
R3= 10k
R4= 10k
R5= 220k
R6= 100
C1= 10uF, C2=0,1uF, C3=33pF, C4=15pF, C5=10uF, C6=0,1uF
so an A1 habe ich den linken Eingang vom line-in angeschlossen
A2 den rechten Eingang
A3 Masse
Wenn ich den Widerstand R? (220k) weglasse liegt an A2 kein Signal mehr
an woran liegt das?
Dein Verstärker arbeitet mit Sicherheit nicht, denn beide Ampliduten
sind in etwa gleich groß, obwohl der Verstärker eine Verstärkung von
rund 1000 hat.
Es sieht also eher so aus, als ob sich einfach die Eingangsspannungen
über die Gegenkopplungs-Rs zum Ausgang durchschleicht.
Wie sind denn die Gleichspannunsgswerte an allen OPV-Anschlüssen? Ich
hätte so den Verdacht, daß z.B. der Ausgang des OPV gar nicht
angeschlossen ist.
> Wenn ich den Widerstand R? (220k) weglasse liegt an A2 kein Signal mehr> an woran liegt das?
Dann hat der Line-in-Eingang einen rel. kleinen Widerstand nach Masse,
der den Arbeitspunkt des OPV verschiebt.
Jens G. schrieb:> Dein Verstärker arbeitet mit Sicherheit nicht,
Ich vermute gleiches, denn 1mV NACH Verstaerkung ist etwas duenn.
> Wenn ich den Widerstand R? (220k) weglasse liegt an A2 kein Signal mehr> an woran liegt das?
Dein Line In -Innenwiderstand ist zu klein und belastet das Signal zu
sehr.
Nimm lieber den MIC-EIngang der Soundkarte.
Gruss
Michael
also es die versorgungsspannung vom op liefert eine 9V Batterie wie in
der Zeichnung zu sehen. Aber wenn ich das eingangssignal nicht messe
dann arbeitet der op richtig und das ausgangssignal ist viel größer bis
an +-1V. Aber sobald ich das eingangssignal auch messen will läuft
nichts mehr so richtig. Was mich halt wundert ist, dass wenn ich R?
weglasse auf A2 komplett keine Spannung mehr ist woran liegt das? und
wenn ich R? dann einbaue sind die Signale gleich aber sobald ich dann A1
vom line-in trenne läuft der op wieder richtig und liefert ein großes
ausgangssignal
> Dein Verstärker arbeitet mit Sicherheit nicht, denn beide Ampliduten> sind in etwa gleich groß, obwohl der Verstärker eine Verstärkung von> rund 1000 hat.
Die müssen mit den 220k auch gleich groß sein, weil der R5 auch 220k hat
und die Verstärkung dann -1 ist.
Ah OK hatte die antworten noch nicht alle gesehen... das mit dem
innenwiderstand habe ich mir auch schon fast gedacht. Wegen
mikrofoneingang, ich messe gerade am macbook pro das hat keinen stereo
mikroeingang aber könnte auf meinen pc umsteigen nur weiß ich da kein
Programm was auf windows gut ist
ArnoR schrieb:> Die müssen mit den 220k auch gleich groß sein, weil der R5 auch 220k hat> und die Verstärkung dann -1 ist.
Das verstehe ich nicht denn den anderen 220k widerstand schalte ich ja
parallel zu der anderen Schaltung
Ralph Berres schrieb:> Schalte mal ein Kondensator in Reihe zu R?>> Sonst verschiebt sich der Arbeitspunkt total.>> Ralph Berres
Danke für den tip :) jetzt funktioniert alles Einwand frei mit dem
Kondensator und ich kann R? auch weglassen... Daran hat es also gelegen
DANKE :)
An Pin 2 und 3 muss sich die halbe Betriebsspannung einstellen, damit er
im Arbeitspunkt ist. Der Kondensator sorgt dafür das die Spannung am
Eingang des OPs nicht kurzgeschlossen wird.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> An Pin 2 und 3 muss sich die halbe Betriebsspannung einstellen, damit er> im Arbeitspunkt ist. Der Kondensator sorgt dafür das die Spannung am> Eingang des OPs nicht kurzgeschlossen wird.>> Ralph Berres>>>> Beitrag melden Bearbeiten Löschen Markierten Text zitieren Antwort Antwort
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ok, stimmt... dann lag es also nicht an einer zu niedrigen Impedanz von
der soundkarte
danke nochmal, dass hat mir wahrscheinlich ne menge zeit erspart :)
eine kleine frage noch: ist es eigentlich möglich diese Schaltung mit
smd-Bauteilen auf eine Platine die größe einer 1 cent münze hat zu
bekommen? oder sogar noch kleiner?