Hallo alle zusammen,
ich habe mich vorgestern endlich an meiner Wunsch Hochschule für
Technische Informatik eingeschrieben. Jetzt habe ich Zugang zu diversen
Fachschaft-Foren und News und habe hier gerade die Notenübersicht der
Fächer gesehen:
MCI Durchfallquote 58% ... fast nur 4er oder 5er dabei. Eine 1.
Mathe Durchfallquote 85% ...
Ich habe mit jemanden aus der Fachschaft gesprochen und gefragt, ob da
was im argen liegt, da mir mein Bachgefühl sagt, dass es irgendwie
heftig ist.
Da sagte man mir, dass es wohl daran liegt, dass die Studenten im
allgemeinen nicht genug machen.
Jetzt frage ich mich, ist das wirklich so? Warum machen die Studenten
nicht genug für ihre Fächer? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich
lerne seit Jahren hart um endlich mein Traumfach studieren zu können,
und mit dem Hintergrund das man ja nur 3x durchfallen darf, verstehe ich
nicht warum die Studenten dann nicht genug machen. Klar... sind immer
ein paar dabei ... aber fast 60% / 90% ???
Man hört ja immer hier und da das Leute "ausgesiebt" werden. Bezieht
sich das auf Leute die es einfach inhaltlich nicht packen oder sind da
die meisten wirklich einfach nur Faul nach dem Motto "eingeschrieben und
dann lieber Party machen, statt zu lernen" ?
War das in euren Hochschulen im Bereich Informatik, E-Technik usw. auch
so?
Viele Grüße
Hallo,
bei uns waren die Durchfallquoten ähnlich. Wird im Grundstudium
verwendet um auszusieben. Im Hauptstudium war es dann normal. Jeder der
wirklich durchkommen wollte hat es eigentlich geschafft
Verstehe es , wer will schrieb:> Ich> lerne seit Jahren hart um endlich mein Traumfach studieren zu können,
Da wird doch eh jeder genommen... Ohne Witz, jeder.
Hans schrieb:> Hallo,> bei uns waren die Durchfallquoten ähnlich. Wird im Grundstudium> verwendet um auszusieben. Im Hauptstudium war es dann normal. Jeder der> wirklich durchkommen wollte hat es eigentlich geschafft
Wollen denn so viele Studenten gar nicht durchkommen? Oder bestehen dann
von 90% durchgefallenen dann 80%-90% im zweiten Durchgang?
Ich kann mir das im Grundstudium irgendwie nicht erklären ... wenn ich
keine Leidenschaft habe und durchkommen will, warum dann ausgerechnet
soetwas wie E-Technik oder Informatik? Ich meine, dann studiere ich doch
BWL, Jura oder ein anderes Fach ...
EGS_TI schrieb:> Verstehe es , wer will schrieb:>> Ich>> lerne seit Jahren hart um endlich mein Traumfach studieren zu können,>> Da wird doch eh jeder genommen... Ohne Witz, jeder.
Ja stimmt, die Bedingen um reinzukommen sind nicht so hoch. Aber das ist
ja kein Grund um sich nach hinten zu lehnen und sich auszuruhen.
Es scheint viele Erstis zu geben, die wirklich massive Mathe Probleme
haben. Bei uns an der Hochschule ist es so, dass es erst eine allgemeine
10 tägige Einführungsphase gibt, wo noch mal Mathe Defizite ausgeglichen
werden und man Softskill im Zeitmanagement etc. bekommt. Danach gibts
danach noch mal einen 14 tägigen Mathematik Vorkus vom Fachbereich. Man
fängt also quasi 1 Monat vor dem Studium an, damit man im Studium nicht
ins Schleudern kommt.
Ich musste bei der Einschreibung einen Mathe Test machen (der ist dafür
da später die Gruppen für den Vorkus einzuteilen) und da wurden Sachen
wie 3 Satz abgefragt oder 2 Handy Tarife miteinander vergleichen ...
Ich bin kein Mathe-Überflieger, muss auch immer fleißig lernen, aber das
hat mich dann doch überrascht !
generell gibt es drei kategorien:
einfache fächer (durchfallquoten ~10%, durschnitt ~2, 10% anteil)
mittelschwere fächer (druchfallquoten ~45%, durchschnitt ~2.7, 80%
anteil)
schwere fächer (durchfallquoten ~75%, durschnitt ~4.1, 10% anteil)
pi mal daumen
kategorie 1 und 2 sind sehr gut zu schaffen, wenn man was macht. die
killerklausuren gibt es in jedem semester und in jedem studiengang. fh
oder uni ist da egal.
Wir haben hier in D aber auch ein grundsätzliches Problem dazu:
Früher ging ein kleiner Teil aller Schüler zum Gymnasium und der
großteil zur Real- und Hauptschule.
Heute ist es genau umgedreht. Glaubst du ernsthaft, dass die Schüler auf
einmal viel viel Schlauer geworden sind? Meine Vermutung ist eher, dass
das Niveau der Abschlussjahrgänge stetig am Sinken ist.
Btw. hab ich mich selbst durch ein E-Technik Studium gekämpft wo es
vergleichbar aussieht. Manchmal muss man halt ein Semester einem
einzigen Fach widmen und lernen lernen lernen... Meine Erfahrung hat
ganz klar gezeigt: Wenn man nichts oder zu wenig tut gibts ne 5,0. Wenn
man viel tut ist es nicht schwer besser als 2,0 zu sein.
So was lernt man aber auch am besten wenn die Anzahl der verbliebenen
Versuche in den Klausuren sinkt ;-)
Aber manch einer merkt es halt auch dann nicht...
Vergiss die Durchfallquoten, weil es auch ungefähr soviele
Durchfallstudenten gibt.
Die Zahl der Leute die was taugen entspricht ziemlich genau den 30-40%
die auch durchkommen. Der Rest fliegt raus weil:
- Faul
- Unfähig trotz Lernwillen
Das klingt hart, aber nicht jeder der denkt er sei geeignet ist es auch.
In der Informatik hatten wir rund 50% der Leute die dachten: "ich spiele
gerne PC Spiele, also mache ich das". Die sind nach dem Grundstudium
halt rausgeflogen.
Ich sehe das als wesentlich weniger dramatisch als den Leuten ihr Diplom
in die Hand zu drücken und sie dann auf dem Arbeitsmarkt verrecken zu
lassen.
Denn auch wenn das hart klingt, selbst gute Freunde von damals möchte
ich fachlich heute nicht als Kollegen haben.
Wir waren übrigens 6 von 60 die in Regelzeit durchgekommen sind. Wie
viele noch nachgerutscht sind weiß ich nicht, aber der Jahrgang war
extrem schwach.
In Nachrichtentechnik sind bis zum 4. Semester ca. 65% rausgeflogen. Die
restlichen 35% bestehen dann zu 50% aus Cheatern die im Endspurt 5-6
Semester ausnahmslos rausfliegen. 30% sind sture Auswendiglerner und
Klausurspezialisten die dann irgendwie noch durchstolpern und der Rest
hat's einfach drauf. Anspruchsvolle Studiengänge wie Informatik,
Nachrichtentechnik oder E-Technik werden erst mal schön voll
gemacht(muss sich ja auch irgendwie rentieren), egal was für Vollhorste
dabei sind. Am Ende zählt dann aber immer Leistung.
Verstehe es , wer will schrieb:> Ich kann mir das im Grundstudium irgendwie nicht erklären ... wenn ich> keine Leidenschaft habe und durchkommen will, warum dann ausgerechnet> soetwas wie E-Technik oder Informatik?
Bei uns im Studium hatte ich den Eindruck, dass die meisten nur deshalb
Informatik studieren, weil sie den Highscore bei WoW geknackt haben und
immer die neueste Hardware kaufen, damit sie die aktuellsten Games
zocken können. Wenn es hoch kommt, basteln sie sich ihre Computer selbst
zusammen. Vielleicht 20 % hatten vor dem Studium überhaupt einmal
programmiert.
Es hieß am Angang des Studiums, dass nur ca. 40% das Studium
erfolgreich beenden würden.
Kann mich an eine Mathe Vorleistung erinnern, bei der sind von 120
Leuten 100 durchgefallen.
Die Prüfung war nicht wirklich schwierig.
Es gab mal eine Prüfung, bei der 100% in Physik durchgefallen sind,
darauf hin wurde die Prüfung samt Lösungsweg in den Aushang gehängt.
Mit der Frage: Wo war das Problem?
Im Fach Elektrische Bauelemente (Fachrichtung Elektrische
Energietechnik) fielen regelmäßig um die 90% durch, der Rest lag so bei
Note 4.0 einer hatte auch mal eine 2.0.
Es gab da einen großen Unterschied zwischen der Vorlesung und dem
Prüfungsstoff.
Der Prof. war berüchtigt und nicht lange als Prof. dort tätig.
Das in den Grundfächern ausgesiebt werden muss ist vernünftig.
Da merkt man sehr schnell, ob man für ein Studium geeignet ist oder
seine Vorstellungen etwas niedriger ansetzt.
Informatiker schrieb:> Vielleicht 20 % hatten vor dem Studium überhaupt einmal> programmiert.
Wobei man sich da selbst fragen muss, warum will man dann Informatik
studieren?
Ich kenne da einen der ..... voll cool, .. und mega Kohle, dickes Auto,
geile Freundin, Urlaub in Dubai, ... ?
Motivation ist eben (fast) alles.
> Es gab da einen großen Unterschied zwischen der Vorlesung und dem> Prüfungsstoff.
Das ist an den Unis doch normal
> Vielleicht 20 % hatten vor dem Studium überhaupt einmal> programmiert.
Na und? Hier im Forum heißt es doch immer, ein Informatiker müsse nicht
programmieren können. Die Bildung durch ein Studium sei etwas
höherwertigeres und programmieren sei ein Handwerkerberuf.
Vermutlich endet das wieder in einem Shitstorm, es spiegelt aber meine
Erfahrung wieder.
Ich hab 3(4) Kategorien von Kommilitonen an der FH kennengelernt.
1) Die die nichts lernen, nichts verstehen und immer eine vollkommen
logischen Grund parat haben warum sie nicht lernen/ die klausur nicht
mitschreiben/ ersnautlicherweise durchgefallen sind/ die übung nicht
besuchen ... Die sind dann auch im Laufe der ersten Semester
verschwunden.
2) Die, die versuchen zu lernen. Sie setzen sich hin und rechnen die
Musteraufgaben 1:1 gemäß den Lösungen durch. Von denen kommt regemäßig
die Frage "wie geht das?" und man hilft anfangs auch. Dann sind sie
fertig mit den Aufgaben zu den es Lösungen gibt und sie fangen einfach
von vorne an. Und bei der Selben Aufgabe, selbe Frage kommt wieder "wie
geht das". So geht das dann bis zu den Klausuen. Und wenn in der Klausur
nicht 1:1 die Übungsaufgabe drankommt fallen sie durch. Der Versuch
solche Leute bei Verständnisproblem zu fragen endet i.d.R. aber
ergebnislos.
3) Die, die mal kurz anhalten und sich fragen "was heißt/bedeutet das
eigentlich ?". Die wissen dann worum es geht, haben das Problem
verstanden und (mehr oder weniger) was sie brauchen um es zu lösen. Die
gehen dann die Übungen durch und haben ein fundiertes Wissen um auch
andere Aufgabenstellungen zu verstehen und zu lösen. Die Leute sind
schon toll, denn wenn man selber ein Verständnisproblem hat, dann wissen
sie vielleicht die Antwort auch nicht aber sie verstehen die Frage und
man kann mit ihnen darüber reden.
(4) Ist eine erweiterte 3. Die Schauen mal kurz schräg, denken einen
Moment nach und haben den Stoff zu 95% verstanden. Die rechnen dann
nochmal schnell die Aufgaben durch und schreiben ihre 1,x. Solche sind
ehere rar und zeichnen sich manchmal durch ein seltsames Sozialverhalten
aus. Sie wissen die Antworten auf Detailfragen meißtens sofort, ggf. ist
man nach der Antwort aber verwirrter wie vorher. Diese Leute wären ggf.
besserr auf der Uni aufgehoben, sind aber aus irgendwelchen Gründen an
der FH gelandet.
Größtenteils waren es bei mir Kategorie 2 Studenten. Das Problem - und
das sehen auch die Professoren so - ist dass die Leute unfähig sind
eigenständig zu lernen. Manche Professoren sehen es aber nicht ein ihr
Niveau derart zu senken und fordern etwas Verständnis. (Aber zu 90%
immer das, was in irgendeiner Form auch Teil der Vorlesung war!). Ich
habe es nie erlebt dass etwas drankam was nich irgendwo auch mal in
Übungen/Vorlesungen angesprochen wurde. Wenn ich es nicht kannte lag es
daran dass ich es für unwichtig gehalten habe oder - aufgrund meiner
misereblen Mitschriften - nicht hatte.
Meine Meinung ist: Wenn man mal einen Momemnt versucht den Stoff zu
verstehen und nicht nur nachbetet kann man die FH bewältigen.
Bei uns hat ein Prof. erzählt, dass er früher nach der Klausur immer die
Musterlösung rausgegeben hat (zum Üben für die nächsten Jahrgänge), was
er beendet hat, als ein Großteil der Studenten diese Musterlösung in der
Klausur hingeschrieben haben, ohne zu Bemerken, das die Aufgaben völlig
anders waren...
Viele wollen es einfach nicht ;-)
In vielen Fächern gibt es diese Durchfallquoten zurecht. Ganz selten
liegt es am Prof (Dann sofort beschweren), meistens sind es eher faule
Studenten, die in der Vorlesung nicht aufpassen (mit reinem Zuhören &
Verstehen kann man viele Klausuren locker bestehen - wenn man ein
kleines Bisschen mehr macht auch gute Noten erzielen).
Patentrezept:
1. Vorlesung besuchen und einigermaßen aufpassen (gelangweilt ist jeder
mal - durchhalten)
2. Wichtige Dinge mitschreiben - dann kann man nochmal nachschauen
3. Übungen machen
4. Vor der Klausur so ca. 3-4 alte Klausuren durcharbeiten
Damit habe ich bisher immer mindestens ne 2 bekommen...
Also ich denke das lag bei uns auch an dem NC von 3,4, dass jeder
gedacht hat Elektrotechnik ist einfach. Es waren auch einige dabei die
bei BWL oder Wirtschaftsingenieur gescheitert sind und bevor sie "nur
eine Ausbildung machen" noch probiert haben in ET durchzukommen.
Das größte Problem ist, wenn du selbst im 4. Semester mit solchen Leuten
in einer Gruppe bist und ein Projekt durchziehen musst. Ein einem
Projekt haben wir quasi nur mit 2 statt 4 Leuten dran gearbeitet und in
dem anderen nur mit 4 statt 8. Die anderen waren einfach nicht fähig und
wurden mitgeschleppt. Es war für uns einfacher, deren Arbeit
mitzumachen, anstatt ihnen zu helfen, leider.
Im Berufsleben möchte ich nicht mit solchen Leuten in einem Team
arbeiten, wird aber sehr wahrscheinlich früher oder später passieren ..
Die Sache mit der "Durchfallquote" ist doch sehr einfach zu erklären:
Die Hochschulen haben soundsoviel Studienplätze, die sind die
Richtschnur für die Laborarbeitsplätze. Pro Laborversuch müssen pro
soundsoviel Studenten ja auch soundsoviel Aufsichtspersonen die Versuche
betreuen.
Die Anzahl der Aufsichtspersonen wird von den Studienplätzen abgeleitet.
Da ein Überschreiten der Zahl im Labor sich befindenen Studenten aus
Sicherheitsgründen (Unfallgefahren etc.) nicht überschitten werden darf.
Ist also die Zahl der Studenten in den höheren Semester mit der
"Normduchsatz Studenten pro Semester"= "Studienplätze/Anzahl der
Fachsemester" gleich.
Dieser Normduchsatz legt auch die Durchfallerquote fest:
Durchfallerquote=((Erstsemester/Normdurchsatz)-1)x100%.
Da es in den Technikbereichen keinen numerus clausus gibt, kann ja auch
jeder anfangen, was auch zu sehr bizarren Durchfallquoten an manchen
Hochschulen führt.
Wers ned glaubt, prüft die Formel mit seinem eigenem Studiengang
(Technik) ab.
Ein Studium ist teilweise eine heftige Umstellung, mit der nicht alle
klarkommen. Ich hatte einen Kollegen, der hat bis zur Matur keine
Probleme, musste nie lernen, wusste trotdem alles. Einmal hoeren &
wissen. Das war dann beim Studium nicht mehr so. Waehrend wir in den
Uebungen zum Linearer Algebra und Analysis schwitzten, und die
Hausaufgaben loesten, zog er sich Kryptologie und andere interessant
klingende Faecher, ohne notenmaessige Relevanz rein. Es reicht ihm dan
leider nicht. Er repetierte und nahm es genau so locker. Ein Jahr
spaeter waren wir beim 2. Vordiplom, er ging nicht an die Pruefung, weil
er zu einer neuen Freundin ziehen musste... Ein halbes Jahr spaeter hat
er sich zwar angemeldet, dann aber den Mut verloren. Ein halbes Jahr
spaeter war er bei einem anderen Studiengang angemeldet. Das ging dann
aber auch nicht. Nach vier Jahren hatten wir unser Diplom, er nichts.
Die Freundlin auch nicht mehr, so nebenbei. Nicht dass er duemmer
gewesen waere, einfach etwas zuwenig fokusiert. zuwenig zielstrebig.
Gewisse Schule geben sich einen elitaeren Anstrich mit einer erhohten
Durchfallquote. Das wird offiziell nie bestaetigt werden.
Aber bei den Besten der Besten hat es natuerlich keinen Platz fuer
Pfeifen.
Die Leute wären auch in einer Lehre z.B. zum Energieelektroniker an der
Mathematik gescheitert. Ich hatte 2 Mann mit abgebrochenem E-Technik-
Studium mit in der Ausbildung -beide sind auch dort nicht durchgekommen.
Die waren dann ca. 27-30 Jahre alt und hatten überhaupt nichts.
Es wird hier viele Leute geben, die auf "Nur-Facharbeiter" herabsehen,
aber rechnen können, Formeln umstellen und ineinander einsetzen und sich
die gängigen merken, das mußte man da auch können, aber die beiden
Kandidaten haben es mit links machen wollen....
MfG Paul
Okay ich war vielleicht etwas herablassend - sorry. Hängt wohl auch
stark von der FH ab. Die größeren haben oft ein gleichwertiges Niveau,
die kleinen Wald und Wiesen Hochschulen sind vom Niveau her jedoch auf
keinste Weise vergleichbar.
Autor schrieb:> Okay ich war vielleicht etwas herablassend - sorry. Hängt wohl auch> stark von der FH ab. Die größeren haben oft ein gleichwertiges Niveau,> die kleinen Wald und Wiesen Hochschulen sind vom Niveau her jedoch auf> keinste Weise vergleichbar.klugscheißrechtschreibmodusaus
keiner Weise!
klugscheißrechtschreibmodusaus
Lablasmutation schrieb:> Autor schrieb:>> Okay ich war vielleicht etwas herablassend - sorry. Hängt wohl auch>> stark von der FH ab. Die größeren haben oft ein gleichwertiges Niveau,>> die kleinen Wald und Wiesen Hochschulen sind vom Niveau her jedoch auf>> keinste Weise vergleichbar.>>> klugscheißrechtschreibmodusaus>> keiner Weise!>> klugscheißrechtschreibmodusaus
klugscheißrechtschreibmodusAN AN aaaaahhhh fail
Autor schrieb:> Okay ich war vielleicht etwas herablassend - sorry. Hängt wohl auch> stark von der FH ab. Die größeren haben oft ein gleichwertiges Niveau,> die kleinen Wald und Wiesen Hochschulen sind vom Niveau her jedoch auf> keinste Weise vergleichbar.
Woran machst du das genau fest? An der Durchfallquote oder an der
Qualität der Lehre? Hab 2 Semester an einer "Wald und Wiesen FH"
studiert, danach an der FH Dortmund. Dabei ist mir aufgefallen, dass die
Studienbedingungen an der vorigen FH deutlich besser waren (max. 25
Studenten in der Vorlesungen, max. 10-12 Studenten im Labor o.ä). Der
Kontakt zu den Dozenten war sehr persönlich und fördernd - man brauchte
keine Termine und konnte jederzeit anklopfen. Jetzt an der FH Dortmund
haben wir nicht mal genug Sitzplätze für alle Studenten. Es ist völlig
überfüllt ... Kontakt zu den Dozenten läuft nur noch über Termine mit
teilweise 1-2 Monate Wartzeit. Hinzu kommen völlig arrogante Mitschüler.
Alle machen irgendwie ihr 'Eigenes Ding'. Jeder vierte ist ein Abbrecher
der TU Dortmund - die halten sich oft für was ganz besonderes ...
Ich bin umgezogen wegen meiner Frau ... ich nehme es so hin, hätte im
nachhineinen aber doch lieber an meiner alten FH weiter studiert. Die
Atmosphäre und Lernklima war einfach besser. Der Stoff an sich war der
selbe.
Verstehe es , wer will schrieb:> Wollen denn so viele Studenten gar nicht durchkommen? Oder bestehen dann> von 90% durchgefallenen dann 80%-90% im zweiten Durchgang?
In solchen Studiengängen hat es sehr, sehr viele Leute, die ungeeignet
sind:
- Zu wenig gut
- Zu wenig fleissig
- Im falschen Studiengang, hauptsächlich weil Ingenieurstudiengänge
denen zu mathelastig sind.
Die werden ausgesiebt. Je nach Hochschule schliessen nur 20%-60% der
Studienfänger das Studium ab.
Bevor du deshalb in Panik verfällst: Man sieht recht schnell, wer mit
grosser Wahrscheinlichkeit durchkommen wird und wer nicht. Wer sich
Woche für Woche stundenlang hinsetzen kann, um die ganzen Übungsblätter
so gut wie es irgendwie geht zu lösen, der hat schon sehr gute
Chancen. Wenn du das hingegen nicht schaffst, dann bist du wohl am
falschen Ort.
Was das Talent angeht, so muss man halt vergleichen. Schliesse dich
einer Gruppe an, um die Übungen gemeinsam zu besprechen - aber Achtung:
Ich habe es oft erlebt, wie ganze Grüppchen durchkamen und andere
Grüppchen komplett durchfielen. Also immer überprüfen, ob die eigene
Lerngruppe eine gewisse Qualität hat. Vorsicht ist auch geboten bei der
Selbsteinschätzung anderer Leute. Es gibt immer welche, die sind dauernd
in Panik, andere prahlen herum, wie locker die Übung war, wieder andere
scheinen sämtliche mathematischen Sätze und die ganze Theorie im Kopf zu
haben usw. Sagt ncihts, aber auch gar nichts darüber aus, was die Leute
können.
Autor schrieb im Beitrag #2780934:
> Die 10-20% die bei der unbekannten> Hochschule rauspurzeln sind dann genau die Leute die sich aus Jux> eingeschrieben haben
Bei solchen "Hochschulen" wundert es dann auch nicht, wenn man Mühe hat,
einen Job zu finden. Wenn gerade mal 20% rausfliegen, dann kommt
wirklich jeder mit minimalstem Talent und/oder Fleiss durch. Die 20%
werden nämlich bereits von Leuten "aufgebraucht" die, wie du sagst, nur
zum Scherz an der Hochschule sind. So ein Abschluss taugt dann einfach
nicht im geringsten als Kompetenznachweis.
Solche Hochschulvergleiche sind schon deshalb fragwürdig, weil es davon
abhängt, an welche Professoren man gerät. So kann der Niveauunterschied
selbst innerhalb der selben Hochschule enorm sein. Es kann auch sein,
dass obwohl der Lehrstoff ziemlich einfach und niveaulos ist, trotzdem
hohe Durchfallquoten herrschen weil die zugehörige Vorlesung bzw der
Prof nichts taugt. Meine Erfahrung (liegt schon ca. 10 Jahre zurück) war
jedenfalls, dass jeder Prof sein eigenes Süppchen kocht, andere
Lehrinhalte bringt und andere Hilfestellungen gibt. So wars damals
jedenfalls an der FH Darmstadt. Da konnte man sich in mehreren
Vorlesungen seine Profs aussuchen, musste schlimmstenfalls ein Jahr
warten, bis der gewünschte Prof die Vorlesung wieder anbot. Im
Grundstudium liefen die wichtigsten Vorlesungen aber gleichzeitig bei
mindestens 2 verschiedenen Profs und man hatte keine Wartezeit.
Nachteilig war aber bei allen Vorlesungen an der FH, dass es keine
offiziellen und auch keine vollständigen und keine garantiert richtigen
Lösungen zu alten Klausuren zum lernen gab.
An der TH Darmstadt war das hingegen selbstverständlich. Außerdem war es
da einfacher eine Lerngruppe zu finden, die auch Interesse am lernen
hatte.
Also wir hatten mal in Mathe 95% Durchfallquote... es wurde von den
Studenten sogar Einspruch eingelegt jedoch ohne Erfolg...
In den ersten drei Semestern war die Durchfallquote oft um die
50%-75%... mit hoeheren Semester wurde es aber besser... Wir haben mit
ca. 450 Leuten angefangen und ca. 120 haben auch wirklich abgeschlossen.
Viele haben abgebrochen weil einfach die Disziplin fehlte... man muss ja
nicht erscheinen, man hat ja viele Freiheiten, usw. Ansonnsten konnte
man das FH Studium mit Fleiss wirklich gut packen.
Habe jedoch viele Abiturienten erlebt die in Mathe und Physik
rausgeflogen sind da sie geglaubt haben viele Themen schon im Abi
abgearbeitet haben... Haben sie vieleicht auch, aber eben nicht so
tiefgreifend und gruendlich...
j. k. schrieb:> Solche Hochschulvergleiche sind schon deshalb fragwürdig, weil es davon> abhängt, an welche Professoren man gerät. So kann der Niveauunterschied> selbst innerhalb der selben Hochschule enorm sein. Es kann auch sein,> dass obwohl der Lehrstoff ziemlich einfach und niveaulos ist, trotzdem> hohe Durchfallquoten herrschen weil die zugehörige Vorlesung bzw der> Prof nichts taugt.
Das stimmt nur begrenzt. Denn: Von einer bestimmten Anzahl Abiturienten
bringt nur ein gewisser Prozentsatz das Zeug zum Ingenieur mit. Wenn man
davon ausgeht, dass die Abiturienten sich zufällig auf die Hochschulen
verteilen und dass über alle Studenten gemittelt die Ingenieur-Eignung
mit den Noten korrelieren, so widerspiegelt die Durchfallquote exakt die
durchschnittlichen Eignung der Absolventen.
Ich betone, es geht um die grundsätzliche Eignung für den
Ingenieurberuf, nicht um die tatsächlichen Fähigkeiten nach dem
Studium.
Autor schrieb:> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als> lächerlich....
Dann haben die wohl im zweiten Semester noch Differential- und
Integralrechnung und das wars dann in Sachen Mathe-Bildung? Das ist
wirklich komplett lächerlich, das ist Abi-Stoff.
> Von einer bestimmten Anzahl Abiturienten> bringt nur ein gewisser Prozentsatz das Zeug zum Ingenieur mit.
Das habe ich nirgendwo verneint. Dem stimme ich selbstverständlich zu.
> Wenn man> davon ausgeht, dass die Abiturienten sich zufällig auf die Hochschulen> verteilen
ja davon gehe ich mal aus
> und dass über alle Studenten gemittelt die Ingenieur-Eignung> mit den Noten korrelieren,
Wie soll sich das mit den Noten korrelieren, wenn die Anforderungen und
die Bewertungen der Leistungen überall, ja selbst innerhalb der selben
Hochschule, sich so stark unterscheiden?
Autor schrieb:> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als> lächerlich....
Das ist echt ne einfach Sache aber ok. Wir sind an einer Fachhochschule
und nicht an einer Uni. Da geht es anderst zu. Wer Theorie und Mathe
sucht soll an eine Uni gehen, wer mehr "praktisches" lernen möchte der
gehe an eine FH. Bei uns in München sind wir auch bei ~80%
Durchfallquote in MatheI & MatheII. Irgendwo muss man halt aussortieren,
wenn man schon jeden zulässt. Ehrlich, wer genügend Energie in das
Studium steckt, der kann das bestehen (zumindest an der FH). Alles
andere ist Laberei. Wer den Ehrgeiz hat, der kann bestehen, alles andere
ist Faulheit. Im ersten Semester war bei uns ein Elektromeister
unterwegs der sich die drei Ohmschen Gesetze (!) in die
Physikformelsammlung schreiben wollte. U=RI, I=U/R, ... sojemand hat an
einer Hochschule nix zu suchen.
j. k. schrieb:> Wie soll sich das mit den Noten korrelieren, wenn die Anforderungen und> die Bewertungen der Leistungen überall, ja selbst innerhalb der selben> Hochschule, sich so stark unterscheiden?
Ich sage ja, gemittelt. Dann gehts schon wieder auf.
Verstehe es , wer will schrieb:> Ich habe mit jemanden aus der Fachschaft gesprochen und gefragt, ob da> was im argen liegt, da mir mein Bachgefühl sagt, dass es irgendwie> heftig ist.> Da sagte man mir, dass es wohl daran liegt, dass die Studenten im> allgemeinen nicht genug machen.
Pisa hat es gezeigt. Die schulischen Voraussetzungen reichen bei vielen
nicht aus. Mit dem Bachelor wurden die Ansprüche zurück geschraubt und
trotzdem empfinden viele ein technisches Studium als zu schwer. Mal
sehen wo der Weg hin geht.
Ich hoffe, die Politik wacht auf. Wir müssen hier im Land den Nachwuchs
fördern und in schulische Bildung investieren. Man sieht ja, wo es sonst
hinführt.
Xavier Lander schrieb:> Autor schrieb:>> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als>> lächerlich....>> Das ist echt ne einfach Sache aber ok. Wir sind an einer Fachhochschule
Das hat damit nix zu tun, es gibt genug Hochschulen in der das Niveau
deutlich höher ist als an so manch renomierter Uni.
FH = Uni-light = Unfug!
alter Techniker schrieb:> Pisa hat es gezeigt. Die schulischen Voraussetzungen reichen bei vielen> nicht aus. Mit dem Bachelor wurden die Ansprüche zurück geschraubt und> trotzdem empfinden viele ein technisches Studium als zu schwer. Mal> sehen wo der Weg hin geht.> Ich hoffe, die Politik wacht auf. Wir müssen hier im Land den Nachwuchs> fördern und in schulische Bildung investieren. Man sieht ja, wo es sonst> hinführt.
Das Problem ist eben, dass die Anforderungen an die tech. Berufe stetig
steigen. Was macht der deutsche Staat? Anstatt das Diplom um 1 Semester
zu verlängern und vor allem die teils katastrophalen didaktische
Fähigkeiten der Dozenten/Profs zu verbessern, wird der Bachelor auf 6
Semester gekürzt!
Gut finde ich die regelmäßige Prüfungen und die 3 Semester-Regel(Was ja
den ewigen Studenten ausschließt), aber 6 Semester? In einem tech. Fach?
Hatten die alle Pisse im Schädel bei der Entscheidungsfindung? Soll
Deutschland das international wettbewerbsfähig machen? Und dann noch das
senile gelaber von alten Diplom-Ings die 'ne halbe Stunde brauchen um
einen Pfad in Lab-View anzulegen.
Bei uns in der FH sagte mal ein Student zum Prof: "Warum müssen wir
eigentlich noch Integral- Rechnung lernen? Das machen doch inzwischen
die Computer".
Vielleicht erklärt dir das die hohen Duchfallquoten. Und: das war zu
meiner Studienzeit etwa um 1993 herum.
Einer unserer Matheprofs hat uns auch mal Klausuren aus den 70er Jahren
als Übung mitgegeben. Also ich fand die wirklich schwerer gegenüber den
damals neueren Klausuren. Es ist schon etwas einfacher geworden, aber
wenn das so weitergehen soll, wie manche Studenten gerne hätten, dann
ist man bald bereits Professor, wenn man 1+1 rechnen kann und ungefähr
das richtige Ergebnis herauskommt.
Die Frage ist halt, ob man während der Klausur die Zeit vergeudet um
Logarithentabellen, Sinustabellen und Integraltabellen anzuwenden, oder
ob man dies dem Computer überlassen sollte und somit Zeit für
anspruchsvollere Problemlösungen hat. Die Logarithmen- und Sinustabellen
sind aus diesem Grunde ja sinnvollerweise schon vollkommen verschwunden
und es kann auch keiner mehr die Wurzel per Hand ziehen. Die Mathematik
ist ja nur eine (sehr wichtige) Hilfswissenschaft für die Elektrotechnik
und sollte auch so verwendet werden - und eben nicht zum Selbstzweck.
Ich sähe es somit als Fortschritt wenn generell Mathcad, Mathematica,
Maple und ähnliche Software in den Fachvorlesungen und Klausuren
generell verwendet würde. Das würde dann auch eher der späteren
Arbeitsweise eines Ingenieurs entsprechen. Heute scheitert ein Student
in einer ET Klausur eher an der Lösung eines Integrals, als am
Verständnis der Aufgabenstellung und des Lösungsweges.
ing schrieb:> Die Mathematik> ist ja nur eine (sehr wichtige) Hilfswissenschaft für die Elektrotechnik> und sollte auch so verwendet werden - und eben nicht zum Selbstzweck.> Ich sähe es somit als Fortschritt wenn generell Mathcad, Mathematica,> Maple und ähnliche Software in den Fachvorlesungen und Klausuren> generell verwendet würde. Das würde dann auch eher der späteren> Arbeitsweise eines Ingenieurs entsprechen.
Das ist nur die eine Hälfte der Mathematik: Etwas ausrechnen, um ein
Resultat fürs weitere Vorgehen zu haben. Aber genau so dient die
Mathematik auch dazu, ein Problem zu durchleuchten, um es zu
verstehen. Man formuliert das Problem mathematisch und analysiert dann,
wie man es lösen kann. Da hilft dir deine Software einen Dreck. Sie kann
z.B. noch so gut Terme umformen können, aber sie wird nie feststellen
können, dass diese oder jene Termumformung für dein Problem hilfreich
sein könnte. Das musst du ganz alleine sehen, und das geht nur, wenn man
das Handwerk beherrscht.
> Die Durchfallquoten der kleinen Hochschule liegen bei 10-20% bei der> größeren schon ~30-40%-... .
woher nimmst Du diese Zahlen? Reine Fiktion oder nachprüfbar?
> Die 10-20% die bei der unbekannten> Hochschule rauspurzeln sind dann genau die Leute die sich aus Jux> eingeschrieben haben und nicht bereit sind auch nur einen Finger krumm> zu machen. Der von mir weiter oben zitierte "Abschaum".
eine unbekannte Hochschule will doch im Ranking zulegen und da ist die
Durchfallquote ein mögliches Mittel.
Ob das wirklich mit Faulheit oder mangelnder Begabung der Studenten zu
tun hat, bezweifle ich stark - Halligalli-Studenten sind die absolute
Ausnahme, das sind andere Gründe - es geht nur darum die Leute
rauszusieben (insbesondere im Grundstudium), z.B. wegen der Laborplätze;
das merkt man insbesondere daran, daß die Klausur nur noch wenig mit
vorangegangen Übungen oder gar Laboren zu tun hat (ob das heute noch so
ist, weiß ich natürlich nicht) und in der Klausur ein ganz anderer
Schwierigkeitsgrad abgeprüft wird mit dem man erst einmal klarkommen
muß.
Dann kommt erschwerend wegen des Förderalismus die absolute
Unvergleichbarkeit der Hochschulen hinzu - deshalb gibt es ja auch
Prüfungstourismus.
Die Firmen täten gut daran, das Wissen der Absolventen per Eingangstest
abzuschecken - dazu sind sie wohl oftmals nicht fähig ... warum auch
immer.
> Der von mir weiter oben zitierte "Abschaum".
zum Abschaum deklassierst Du Dich aufgrund Deiner Äußerungen doch schon
selbst ;-)
Mit "Abschaum", so wie Du ihn titulierst, kann man noch eine ganze Menge
bewegen, wenn man ihn denn einzusetzen weiß.
Die Russen haben ja damals die zweite und dritte Garde der deutschen
Wissenschaftler in die UdSSR geholt und die dummen Amis ganz schön
geschockt. Nur ein Beispiel, was mit "Abschaum" so möglich ist, wenn man
mit Menschen umgehen kann ... traurig, wenn das nur im Ausland möglich
ist.
Wer sein Studium geschafft hat, der hat auch was geschafft und dem
gebührt Anerkennung ... auch wenn das heute keine Anerkennung mehr
findet, das sollte einem auch klar sein - insofern kann man vor dem
ganzen MINT-Kram-Studium nur warnen.
> Die Frage ist halt, ob man während der Klausur die Zeit vergeudet um> Logarithentabellen, Sinustabellen und Integraltabellen anzuwenden, oder> ob man dies dem Computer überlassen sollte und somit Zeit für> anspruchsvollere Problemlösungen hat.
in meinem Fall waren damals je nach Klausur beide Varianten möglich.
D.h. es gab tatsächlich auch Klausuren, in denen programmierbare
Taschenrechner zugelassen waren.
Natürlich war der Prof. dann aber auch so fähig, daß man schon
improvisieren mußte (weil z.B. in der Matrix statt eines numerischen
Wertes a+jb als Wert auftauchte) ... das war dann für die HP-Freaks der
Gau ;-)
Zur Ausgangfrage: Das sind normale Durchfallquoten, die sich aufgrund
der Teilnehmerzahl ergeben und bisweilen auch auf Eigenheiten der
Professoren, hab ich auch so erlebt.
Trendwende schrieb:> Die Frage ist halt, ob man während der Klausur die Zeit vergeudet um>Logarithentabellen, Sinustabellen und Integraltabellen anzuwenden, oder> ob man dies dem Computer überlassen sollte und somit Zeit für> anspruchsvollere Problemlösungen hat.
Die meisten Klausuren bei uns haben nur einen einfachen Tschenrecher
erlaubt - also Casio fx-82SX oder sowas. Kostet 10€ und reicht fürs
Studium aus. Programmierbare Taschenrechner sind bei Prüfungen
problematisch, weil die da nie wissen, ob man sich nicht Lösungen usw.
da speichert - die können ja nicht 300 Leute im Hörsaal überprüfen.
Insofern sind die Prüfungen nie darauf ausgelegt, daß jemand einen
grafikfähigen Rechner hat. Integrale sollte man so lösen können. Die
Merziger Formelsammlung ist sehr hilfreich für Prüfungen und meistens
zugelassen. Das ist oftmals auch schneller, als den Kram in den TI
einzugeben, denn man sollte den Lösungsweg eh aufschreiben um ggf.
Zwischenpunkte zu kriegen.
In einer Prüfung hatte ich den TI, habe alles eingegeben, keine
Zwischenschritte aufgeschrieben und das Ergebnis war dann zum Schluß
nicht richtg (obs an mir oder am TI lag weiß ich nicht). Das hat mir ne
3,7 beschert. Ohne den TI hätte ich da mindestens ne 2 bekommen.
Trendwende schrieb:> Wer sein Studium geschafft hat, der hat auch was geschafft und dem> gebührt Anerkennung ... auch wenn das heute keine Anerkennung mehr> findet, das sollte einem auch klar sein - insofern kann man vor dem> ganzen MINT-Kram-Studium nur warnen.
Es ist ein Elend, um ehrlich zu sein. Und dann wird man auch noch mit
dem Schweinezyklus konfrontiert.
Aber andere Studiengänge sind auch nicht unbedingt besser. BWL ist
völlig überlaufen, und wenn man nicht gerne auswendig lernt auch der
Horror. Wenn man da keinen Spitzenschnitt hat, bekommt man auch keinen
Job.
Medizin ist denke ich das Lukrativste mit den besten Perspektiven. Nur
wenn einem das nicht liegt, sollte man es auch nicht machen.
Letzlich ist persönlich und finanziell gesehen eine Ausbildung besser.
Es scheint, als haben die meisten heute einen zu großen Ehrgeiz, weil
immer mehr gute Azubis fehlen, aber immer mehr studieren wollen. Gerade
deswegen sollte wohl auch eine Handwerkerlehre in Zukunft nicht so
unlukrativ sein.
> Das ist nur die eine Hälfte der Mathematik: Etwas ausrechnen, um ein> Resultat fürs weitere Vorgehen zu haben. Aber genau so dient die> Mathematik auch dazu, ein Problem zu durchleuchten, um es zu> verstehen. Man formuliert das Problem mathematisch und analysiert dann,
Das ist ja alles richtig und niemand will die Mathematik abschaffen.
Aber wenn die Klausur an einem dämlichen Integral oder einer aufwändigen
Umformung, die durchaus auch mal über 2 Seiten gehen kann, durch
Flüchtigkeitsfehler scheitert, obwohl man die Sache verstanden hat, dann
ist das halt nicht Sinn der Sache.
> Insofern sind die Prüfungen nie darauf ausgelegt, daß jemand einen> grafikfähigen Rechner hat. Integrale sollte man so lösen können. Die> Merziger Formelsammlung ist sehr hilfreich für Prüfungen und meistens> zugelassen.
Das ist ja das Problem. Die Klausuren müssten mehr darauf ausgelegt
sein. Dann könnte man auch kompliziertere Aufgaben stellen, die mehr
Verständnis vom Studenten fordern und auch eine praktische Relevanz
haben.
Ich denke, das ist aber alles nur noch eine Generationenfrage und ein
Problem üeralteter Professoren. Mein Vater meint heute auch noch, es
wäre total wichtig, Logarithmentafeln zu lesen und Wurzel ziehen zu
können. Beides habe ich in der Schule noch nie gemacht.
ing schrieb:> Aber wenn die Klausur an einem dämlichen Integral oder einer aufwändigen> Umformung, die durchaus auch mal über 2 Seiten gehen kann, durch> Flüchtigkeitsfehler scheitert, obwohl man die Sache verstanden hat, dann> ist das halt nicht Sinn der Sache.
Die 1 bekommt, wer dabei die Nerven behält und die Sache fehlerfrei
durchzieht. Das sind immer die gleichen. Die Note definiert sich im
Großen und Ganzen anhand dieser Fehlerquote. Zum Nachrechnen ist keine
Zeit.
Im Matheabi hatte ich 15 Punkte, habe die Klausur aber auch in 3 mal
gerechnet und dabei sämtliche Fehler im 2. und 3. Durchgang eliminiert.
Für sowas hatte ich bei den Matheprüfungen im Grundstudium bei weitem
keine Zeit. Nur aus diesem Grund bin ich da über die 2,0 nicht
hinausgekommen. Aber selbst eine 3,3 ist nicht schlecht, wenn 80% ne 5,0
haben. Irgendwie muß man sieben. Den Durchschnitt kann man dann mit den
"normalen" Fächern aufbessern.
Wer zusätzlich Verständnisprobleme hat, landet bei 5,0 und ist raus.
@ Roland B.
Es ging mir weniger um Matheklausuren! Sondern um ETechnikklausuren, die
einen unpassenden mathematischen Anspruch haben und wo die Schwierigkeit
vorrangig an der Mathematik liegt. Da gibt es sinnvollere Möglichkeiten
Studenten auszusieben (z.B. mit komplizierteren ETechnik-Aufgaben wo ein
Computer erlaubt ist) damit hinterher die Laborplätze ausreichen.
Meine Erfahrung im Studium war die, dass es in Mathe keine Zeit zum
lange Nachdenken oder gar zum Korrurekturlesen gab. Man musste zuerst
alle Aufgaben lösen welche, man aus dem Ärmel schütteln konnte. Was
nicht sofort klar war, liegen lassen und später lösen. Dann nach
Schwierigkeit Hilfsintegrale zum Einsetzen suchen stellte ich an den
Schluß, weil man damit eifach im Streß zu viel Zeit vertrödelt, und man
so wertvolle Punkte verliert, welche man bei geschicktem Zeitmanagmen
loker einfährt.
Eigentlich war die Suche nach passenden Hilfsintegralen meine einzige
Hürde in Mathe trotzdem hatte ich oft reine Zeitprobleme die klaren
Lösungswege schlicht runterzuschreiben und Abkürzungen (3 Schritte in
einem) wurden gestraft, wenn für den Prof nicht klar ersichtlich war wie
man vorging. Aber das hatte ich schnell raus und die passenden Therme
dann am Rand notiert.
Mathe ist, soweit mir bekannt, bei allen Technikausbildungen das
Kriterium
welches im Erstsemester die Spreu vom Weizen trennt wer Mahte mit 3 oder
besser abschließt kommt durchs Studium, wenn er nicht willentlich
abbricht.
Namaste
Ich schrieb:> Das in den Grundfächern ausgesiebt werden muss ist vernünftig.
Quatsch.
Dieses Gerede vom Sieben und das Getue wie ein Pfau von einigen, die
sich anscheinend besonders toll vorkommen, wenn sie von Durchfallquoten
berichten ist eigentlich lächerlich und der Nation der Dichter und
Denker unwürdig.
Im Studium sollte es idealerweise große Spielräume geben. Ich erwähnte
an anderer Stelle vor nicht allzulanger Zeit, wie die bürokratische
Mentalität der Deutschen sinnvolles Studieren de facto verunmöglicht. Es
muß zwanghaft alles gemessen, benotet, destruktiv kritisiert,
dokumentiert und in Akten vermerkt werden. Wie die Hecke, die
rechtwinklig geschnitten sein muß. Und wehe, wenn nicht!
Humboldts Vision war die Universität als Raum des intellektuellen
Spielens, ein pädagogisches Schutzgebiet, um die Studenten zu Fehlern zu
ermutigen, ohne daß ihnen der Kopf abgehackt wird. Die Auslese muß vor
dem Studium erfolgen und nicht während des Studiums. Denn wie ich
studiere, ist bitte schön meine Sache und niemand hat das Recht, einem
vorzuschreiben, wie man lernen muß, um Prüfungen zu bestehen. So wie das
System im Grundstudium aber läuft, gibt es unabhängig vom
Hochschulstandort eine und genau eine Methode, und zwar mit Hilfe von
alten Klausuren Auswendiglernen.
Der Unfug, es müsse im Grundstudium zwangsläufig gesiebt werden, ist
leider zuvielen (West-)Deutschen irreversibel ins Blut übergegangen. Man
ist in Deutschland regelrecht gefangen in diesen Denkstrukturen und
zeigt sich nicht im Stande, über den Tellerrand zu sehen. Ähnliches läßt
sich in Diskussionen über das gegliederte Schulsystem feststellen.
Andere Länder machen vor, daß es ohne das Bildungssystem der
Ständegesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts geht, aber der Deutsche
ignoriert das großmütig. Die anderen sind schließlich doof und die
Deutschen haben die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Deutsche pflegen zu sagen: "Das war schon immer so.", "Das habe ich
schon immer so gemacht.". Aus der Schule erinnere ich mich dann immer an
Kurt Tucholsky: "Traue keinem Fachmann, der sagt, das mache er schon
seit 20 Jahren so; es könnte sein, dass er es seit 20 Jahren falsch
macht.".
Die deutsche Hochschule, vor allem die Uni, ist seit der Nazizeit weit
weg vom Ideal einer leistungsstarken Bildungs- und Forschungsanstalt.
Wie gute Lehre gehen kann, läßt sich in Ländern wie Kanada, USA, Japan,
Schweden usw. sehen. Leider.
.
Dipl.- Gott schrieb:> Es> muß zwanghaft alles gemessen, benotet, destruktiv kritisiert,> dokumentiert und in Akten vermerkt werden.
Wo willst du die Kriterien setzen, ob jemand sein Studium besteht, oder
nicht? In anderen Ländern gibt es so hohe Durchfallquoten bei weitem
nicht. Da kommen aber dann auch Typen durchs Studium, wo man sich fragt,
ob die in Deutschland eine Berufsausbildung bestehen würden.
Die deutsche Ingenieursausbildung kann auch nicht so schlecht sein,
sonst wäre die deutsche Industrie nicht so erfolgreich.
Dipl.- Gott schrieb:> Ähnliches läßt> sich in Diskussionen über das gegliederte Schulsystem feststellen.
In der Grundschule war ich mit allen neu eingeschulten zusammen. Da
stellte sich dann heraus, daß ich Dinge schneller begriffen hab als
andere und mich zu viele Wiederholungen langweilten, so wie ca. ca. 30%
der Klasse, während wieder andere diese Wiederholungen dringend
brauchten. Die besten 30% haben eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten,
weil sie dort schneller lernen konnten und es ihren geistigen Ansprüchen
eher gerecht wurde. Das hätte nicht funktioniert, wenn man sie in einer
Klasse mit den anderen belassen hätte. Außerdem gibt es die Möglichkeit,
später aufs Gymnasium zu wechseln. Leider hat keiner von denen den
Sprung geschafft, die es bei uns versucht haben.
Das 3-Gliedrige Schulsystem ist eher ein Zeichen für das hohe
Bildungsniveau. Gesamtschule können gerne Entwicklungsländer haben. Aber
in eier Bildungsnation kommt man mit einer so einfachen Struktur nicht
mehr aus.
Autor schrieb:> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als> lächerlich....
lol sieht fast aus wie meine damalige Abi Klausur glaube ich.
Sowas war vom Umfang her bei uns an der Uni gerade mal die allererste
Aufgabe mit paar Unterpunkten von insgesamt gefühlten 50 Aufgaben oder
so (schon lange her)...
Roland B. schrieb:> Das 3-Gliedrige Schulsystem ist eher ein Zeichen für das hohe> Bildungsniveau. Gesamtschule können gerne Entwicklungsländer haben. Aber> in eier Bildungsnation kommt man mit einer so einfachen Struktur nicht> mehr aus.
Unser dreigliedriges Bildungssystem ist ein Auslaufmodell. Es wird von
fast der Hälfte aller Deutschen als äusserst ungerecht empfunden, da es
Kinder aus bildungsnahen Schichten massiv bevorzugt. Deutschland stellt
sich in diesem Punkt ziemlich schlecht dar und erzeugt eine gewaltige
Verschwendung von Humankapital.
In Ländern wie etwa Finnland oder Südkorea geht man einen anderen Weg
und unterrichtet alle Schüler gemeinsam die ersten neun oder zehn
Schuljahre. Beide Bildungssysteme funktionieren hervorragend, wie die
PISA-Studien eindrucksvoll beweisen. Ganz offensichtlich besser als das
deutsche Modell.
nnv schrieb:> In Ländern wie etwa Finnland oder Südkorea geht man einen anderen Weg> und unterrichtet alle Schüler gemeinsam die ersten neun oder zehn> Schuljahre.
Wie soll eine Zusammenführung von Haupt- und realschule und Gaymnasium
realisiert werden?
Bringt man die Gesamtschule auf das Level des Gymnasiums, werden das
viele Schüler nicht packen. Wir hatten auf dem Gymnasium relativ viele
"Abbrecher", die dann halt eine Stufe tiefer gegangen sind. Manche
wollen auch einfach den Stress am Gymnasium nicht und legen mehr Wert
auf Freizeit, als auf Referate...
Bringt man andersherung, die Gesamtschule auf das Level der Hauptschule,
wäre das für viele gute Schüler doch recht enttäuschend.
Das schlechtere Anschneiden bei der Pisastudie liegt nicht am
Schulsystem, sondern an der sich verändernden demographoschen
Zusammensetzung der Schülergenerationen. Schüler aus bildungsnahen
Schichten werden dabei immer seltener. Die Akademikerelite produziert
doch idR. höchstens Einzelkinder. Meine Tante ist Lehrerin in Berlin.
Sie sagt, die heutige Schülergeneration sei so strohdumm, das hätte man
sich vor 20 Jahren nicht vorstellen können. In den Flächenländern mah es
etwas besser sein. Deshalb geht auch jeder, der aus einigermaßen
geordneten Verhältnissen kommt, aufs Gymnasium - leider dann auch viele,
die es nicht drauf haben. Diese wiederum drücken dort das Niveau.
> die heutige Schülergeneration sei so strohdumm, das hätte man> sich vor 20 Jahren nicht vorstellen können.
Mich würde mal interessieren wie diejenigen, die solche Sprüche
ablassen, selber beim PISA-Test abschneiden würden. Meine Erfahrung ist
jedenfalls, dass die Kenntnisse der älteren Generation in Sachen
Mathematik und Naturwissenschaft in der Regel sehr mangelhaft sind.
Dafür können sie Gedichte von Schiller und Goethe auswendig aufsagen.
Nur, bringt uns das als Industrienation weiter? Wollen wir so "Bildung"
definieren?
Roland B. schrieb:> Bringt man die Gesamtschule auf das Level des Gymnasiums, werden das> viele Schüler nicht packen.
Das ist doch nicht schlecht. Dann sind die Abiturienten endlich wieder
für die Hochschule geeignet. Heute bekommt jeder das Abi
nachgeschmissen.
Roland B. schrieb:> Das 3-Gliedrige Schulsystem ist eher ein Zeichen für das hohe> Bildungsniveau. Gesamtschule können gerne Entwicklungsländer haben.
3-gliedrig ist eher Niveau vom Entwicklungsland. Moderne Staaten haben
die Einheitsschule. Doch heute wird MINT benachteiligt und dafür
unwichtiges gelernt.
Thomas1 schrieb:>> Bringt man die Gesamtschule auf das Level des Gymnasiums, werden das>> viele Schüler nicht packen.> Das ist doch nicht schlecht. Dann sind die Abiturienten endlich wieder> für die Hochschule geeignet. Heute bekommt jeder das Abi> nachgeschmissen.
Den kausalen Zudammenhang verstehe ich nicht. Ich hab damals aber auch
die Pisastudie nicht verstanden:
http://www.arge.schule-hamburg.de/Archiv/STIPISA-Testaufgaben.html
"Wussten Sie, dass 1996 die australische Bevölkerung fast genausoviel
Geld für Schokolade ausgegeben hat wie die australische Regierung für
internationale Hilfsmaßnahmen? Könnte es sein, dass etwas mit unseren
Prioritäten nicht stimmt? Was gedenken Sie dagegen zu tun? Ja, Sie."
Was möchte der Autor mit seinem Brief beim Leser auslösen:
A: Schuldgefühl
B: Belustigung
C: Angst
D: Zufriedenheit
Ich hatte B getippt. C und D konnte ich ausschließen. A fand ich auch
unlogisch. Blieb also nur B. War aber "falsch".
Roland B. schrieb:> Meine Tante ist Lehrerin in Berlin.> Sie sagt, die heutige Schülergeneration sei so strohdumm, das hätte man> sich vor 20 Jahren nicht vorstellen können.
Berlin ist ja berühmt-berüchtig für seine Migrantenprobleme. Ich sage
hier nur Rütli-Schule oder Intensivtäter.
Welche Rolle spielt der Migrantenanteil in einer Klasse? Hat deine Tante
dazu auch etwas gesagt? Verschweigst du das aus politischer Korrektkeit?
ing schrieb:>> Das ist nur die eine Hälfte der Mathematik: Etwas ausrechnen, um ein>> Resultat fürs weitere Vorgehen zu haben. Aber genau so dient die>> Mathematik auch dazu, ein Problem zu durchleuchten, um es zu>> verstehen. Man formuliert das Problem mathematisch und analysiert dann,>> Das ist ja alles richtig und niemand will die Mathematik abschaffen.> Aber wenn die Klausur an einem dämlichen Integral oder einer aufwändigen> Umformung, die durchaus auch mal über 2 Seiten gehen kann, durch> Flüchtigkeitsfehler scheitert, obwohl man die Sache verstanden hat, dann> ist das halt nicht Sinn der Sache.
Ok, sowas sollte natürlich nicht Hauptinhalt der Prüfungen sein. ABER es
muss schon gewährleistet sein, dass die Studenten das Handwerk zu 100%
und auch bei umfangreichen Aufgaben zuverlässig und schnell beherrschen.
Das ist nur dann möglich, wenn man die Studenten entsprechend zum Üben
zwingt, indem zumindest in einigen Vorlesungen solche Aufgaben ohne
Hilfsmittel und auch in Prüfungen gelöst werden müssen.
(Du glaubst gar nicht, wie sehr die Einführung von CAS-Rechnern an
Gymnasien letztlich das mathematische Verständnis der Schüler
beeinträchtigt. Sie können zwar jetzt unglaublich hochstehendes Zeugs
machen, sehen aber einfachste Zusammenhänge nicht, da sie die Algebra
nicht wirklich anwenden können. Die Mathematik wird so zur reinen Black
Box.)
> Ok, sowas sollte natürlich nicht Hauptinhalt der Prüfungen sein.
Hauptinhalt einer Klausur ist leider, daß dort genügend Leute
durchfallen.
Eine reine Wissensabfrage im Sinne einer Prüfung ist das nur noch
zeitweilig, weil man sonst nur mit Fleiß bestehen könnte.
> ABER es muss schon gewährleistet sein, dass die Studenten das Handwerk> zu 100% und auch bei umfangreichen Aufgaben zuverlässig und schnell> beherrschen.
dazu reicht das Rechnen von Übungen + Laboren völlig aus.
> Das ist nur dann möglich, wenn man die Studenten entsprechend zum Üben> zwingt, indem zumindest in einigen Vorlesungen solche Aufgaben ohne> Hilfsmittel und auch in Prüfungen gelöst werden müssen.
das ist lächerlich für ein naturwissenschaftliches Studium und nur dem
Umstand der Faulheit der Professoren geschuldet die Aufgaben
entsprechend umzugestalten - entweder Faulheit oder auch schlicht
Unvermögen.
Ein totaler Rückschritt und eine rückständige Einstellung, deshalb wird
die Qualität ja auch bemängelt.
Ich muß doch als Lehrer oder Professor in der Lage sein, eine Aufgabe so
zu stellen, daß es schwierig bzw. unmöglich wird sie allein mit Hilfe
eines Rechners zu lösen.
Falls es dann doch noch einer schafft, dann ist er gut und das Ergebnis
geht okay.
Ich muß doch mit alltäglich verfügbaren Hilfsmittel (wir sind hier nicht
in der 3. Welt) umgehen und erst recht in Prüfungen effizient damit
umgehen können.
Ein Goldschmied wird auch nicht ohne sein Handwerkszeug an die Arbeit
gehen und wenn es neue Werkzeuge gibt (die einfach besser sind), dann
darf er diese wohl nach eigenen Gutdünken auch nutzen, wenn das Ergebnis
stimmt.
Alles andere ist ein Rückschritt.
> (Du glaubst gar nicht, wie sehr die Einführung von CAS-Rechnern an> Gymnasien letztlich das mathematische Verständnis der Schüler> beeinträchtigt. Sie können zwar jetzt unglaublich hochstehendes Zeugs> machen, sehen aber einfachste Zusammenhänge nicht, da sie die Algebra> nicht wirklich anwenden können. Die Mathematik wird so zur reinen Black> Box.)
Soweit ich weiß, spucken die Rechner alle nur die Endergebnisse raus.
Wer die Zwischenrechnungen nicht durchführt, bekommt dann eben Null
Punkte, da der Rechenweg nicht nachvollziehbar ist.
Im übrigen liegt das Defizit auch bei den Lehrern den Schülern genau
diese einfachen Zusammenhänge nicht vermitteln zu können ...
Leider ist nicht jeder Lehrer gleich gut - deshalb gibt es ja auch
andere Quellen der Wissensbildung.
Wer Beamter auf Lebenszeit ist, hat natürlich nur ein sekundäres Problem
damit, da er ja seinen Job immer behält.
Trendwende schrieb:> Ich muß doch mit alltäglich verfügbaren Hilfsmittel (wir sind hier nicht> in der 3. Welt) umgehen und erst recht in Prüfungen effizient damit> umgehen können.
Eines dieser "alltäglich verfügbaren Hilfsmittel" ist das reine,
trockene Handwerk. Wenn man es nicht zu 100% beherrscht, so wird man
viele ingenieurwissenschaftliche Aufgaben in der Praxis nicht bewältigen
können. Es ist genau so wichtig, wie das Verständnis der Mathematik auf
höherem Level. Also warum sollte man es in Prüfungen nicht gleichwertig,
d.h., durch Kampfrechenaufgaben, prüfen?
> Also warum sollte man es in Prüfungen nicht gleichwertig,> d.h., durch Kampfrechenaufgaben, prüfen?
Was verstehst Du unter Kampfrechenaufgaben? Diesen Begriff kenne ich
nicht - sind das Rechenaufgaben bei denen man keinen programmierbaren
Taschenrechner benutzen darf ?
Trendwende schrieb:>> Also warum sollte man es in Prüfungen nicht gleichwertig,>> d.h., durch Kampfrechenaufgaben, prüfen?> Was verstehst Du unter Kampfrechenaufgaben? Diesen Begriff kenne ich> nicht - sind das Rechenaufgaben bei denen man keinen programmierbaren> Taschenrechner benutzen darf ?
Naja, einer unserer Profs hat den Begriff mal für eine Aufgabe
verwendet, wo man enorm viel von Hand rechnen musste. Der Begriff hat
sich dann irgendwie eingebürgert für aufwendige Integrale,
Gleichungssysteme etc.
Dass man keinen Rechner benutzen darf für Matheklausuren ist ja
eigentlich eher die Regel als die Ausnahme, jedenfalls an Unis, die
einem auf ein wirklich solides Fundament stellen wollen. Wie es an eher
anwendungsorientierten Schulen mit weniger mathematischem Tiefgang
aussieht, weiss ich nicht.
> sind das Rechenaufgaben bei denen man keinen programmierbaren> Taschenrechner benutzen darf ?
Es sind solche Aufgaben, wo seitenweise algebrarische Umformungen als
Lösungsweg verlangt werden und wo man dann durch seine "Sauklaue" schon
mal ein großes "C" mit einem großen "L" verwechselt oder ähnliches.
Gegebenenfalls auch mit komplizierten Integralen, deren Stammfunktion
mit Hilfe des Bronsteins oder auch ohne Formelsammlung gefunden werden
müssen.
> Dass man keinen Rechner benutzen darf für Matheklausuren ist ja> eigentlich eher die Regel als die Ausnahme, jedenfalls an Unis, die> einem auf ein wirklich solides Fundament stellen wollen.
Wie bitte? Das zeugt eher von Unvermögen des Professors! Außerdem hat
das nichts mit Uni zu tun, dort geht es um eine mathematische
Beweisführung nicht um numerische Anwendungsmathe.
Aber kann sein, daß sich die Zeiten geändert haben, das würde dann
einiges erklären.
> Wie es an eher anwendungsorientierten Schulen mit weniger mathematischem> Tiefgang aussieht, weiss ich nicht.
ich auch nicht - bleibt zu hoffen, daß die heutigen FHs nicht auch noch
den alttestamentarischen Weg des Heils gehen.
Mit Einstufungen wäre ich vorsichtig! Eine FH kann durchaus auch mal das
Niveau einer Uni erreichen.
Die Vergleichbarkeit ergibt sich erst in einem Einstellungstest einer
Firma und sonst nirgendwo.
Wenn mir moderne Werkzeuge zu Verfügung stehen, dann will ich diese auch
in einer Prüfung nutzen dürfen, alles andere ist Steinzeit und gut für
ein naturwissenschaftliches Archäologie-Studium
klaus-klaas schrieb:> Wie es an eher> anwendungsorientierten Schulen mit weniger mathematischem Tiefgang> aussieht, weiss ich nicht.
Mehr Anwendungsorientierung muss nicht weniger Tiefgang bedeuten!
Trendwende schrieb:> Wenn mir moderne Werkzeuge zu Verfügung stehen, dann will ich diese auch> in einer Prüfung nutzen dürfen, alles andere ist Steinzeit und gut für> ein naturwissenschaftliches Archäologie-Studium
Nur weil es moderne Werkzeuge gibt, heisst das noch lange nicht, dass
man die nicht so modernen Grundlagen nicht mehr verstehen und
beherrschen soll. Wer ernsthaft Ingenieursarbeit betreiben will, der
wird auch in tausend Jahren noch Algebra und Integrale aus dem FF
beherrschen müssen - nicht für jeden Job, nicht täglich, aber man kann
jederzeit in die Situation geraten. Logischerweise muss das auch geprüft
werden, eben durch Aufgaben, die man von Hand löst.
alf schrieb:> Jawohl. Genauso wie heute auch noch jeder zu Fuß Wurzelziehen können> muss und mit Sinustabellen und Log-Tafeln umgehen muss.
Ach, was solls. Ich sehe ja, was ich hier täglich mache. Ohne die Basics
geht da gar nichts.
Mir ist auch klar, dass nur die wenigsten Abgänger tatsächlich in diesem
grundlagenorientierten Bereich arbeiten werden. Aber genau das ist eben
Zweck des Studiums: Bereit machen für Grundlagenforschung. Wer nur
anwenden will, dann nennt man das Berufsausbildung, egal ob es an FH
oder gar an einer Uni gelehrt wird.
> Mir ist auch klar, dass nur die wenigsten Abgänger tatsächlich in diesem> grundlagenorientierten Bereich arbeiten werden. Aber genau das ist eben> Zweck des Studiums: Bereit machen für Grundlagenforschung.
Erkennst du jetzt den Widerspruch in deiner Aussage wirklich nicht?
Ingenieure müssen oft auch mal was völlig neues, innovatives entwickeln
und nicht aus einem Baukasten nach Schema F ein Anforderungskatalog
abarbeiten.
Und daher ist das Grundlagenwissen bis zur "Atomstruktur" in jeder
Hinsicht erforderlich.
Schliesslich müssen wir schneller erfinden, als die Chinesen kopieren
können. Und ohne eine solide Ausbildung geht es halt eben nicht. Man
braucht eine ganzheitliche, theoretisch greifbare Übersicht über ein
System.
Man muss wissen, welche Details wichtig sind, was man vernachlässigen
kann, und wie die einzelnen Komponenten miteinander korrespondieren.
Zu meiner Zeit an der FH waren die Aussiebklausuren u.a. Mathe1 und
Mathe2.
Der Prof. gab sich immer wie ein Pastor, wer bei ihm alles mit macht,
der würde auch bestehen. Er unterschlug aber, daß man noch 10 andere
Fächer hatte, wo die Prediger das selbe predigten.
Mathe2 bestand ich mit einer 4,0. Die Klausur bestand aus 16 Aufgaben,
und für eine 1,0 mußte man alle 16 haben. Bei mir reichte es nur für 8
Aufgaben, die 90 Minuten. Jede Aufgabe hatte einen Umfang von 2 Seiten
A4 in ganz normaler Schrift, das war so ausgelegt. Also gab ich 16
Seiten A4 ab. Und meine 4,0 war haarscharf: Der Prof. kam zu mir, und
sagte: Schade, sowas wie Sie sah ich noch nie: Genau die Hälfte der
Aufgaben gerechnet, und absolut ohne einzigen Fehler.
Ein oder zwei Überflieger gaben wirklich 32 Seiten A4 vollständig ab,
und in nur 90 Minuten. Das sind 2/3 eines kompletten Schreibblockes, der
50 Seiten hat.
Es gab Super-Schnellschreiber. Ich gehöre bis heute nicht zu denen, kann
da machen, was ich will. 10000m laufen kann ich besser trainieren als
schnell schreiben. Diese Klausuren waren also nicht nur Können, sondern
auch ein Marathonlauf in Schreibgeschwindigkeit.
In TET, noch gefürchteter als Mathe1 und Mathe2, hats aber dann bei mir
noch mal richtig gezündet, glatte 1,0. Auch da kam der Prof. zu mir:
Gratulation, beste Klausur aller Zeiten, kein einziger Schnitzer. Und
auch noch im doppelten Alter von Normalstudenten. Ich war da 42.
So, und jetzt geh ich den ollen 8051 mal weiter programmieren. Nur fürs
Hobby. ;-)
Autor schrieb:> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als> lächerlich....
Zwei Jahre nach dem Studium und ich könnte auf Anhieb nichts mehr davon
lösen...
Dipl. Inf (FH) schrieb:> Zwei Jahre nach dem Studium und ich könnte auf Anhieb nichts mehr davon> lösen...
Doch. Und zwar, wenn man sich fürs Studium etwas mehr Zeit lies, wie
ich. Viele Dinge sind mir heute fast so präsent wie im Studium, weil ich
sie mehr verinnerlichte. Ich hatte nie das Wegwerfprinzip: Schnell
lernen, schnell Klausur schreiben, schnell vergessen.
OK, ich überzog etwas, ein paar Semester. Auch schon, weil ich doppelt
so alt war, und mal länger als 15 Jahre (von 18 bis 35 Handwerker auf
dem Bau) ganz aus Lernphasen raus war. Es fluppt nicht mehr so zügig,
als wenn man 18 wäre. Aber ich machte es für mich, nicht für andere. Das
kann man jetzt sehen, wie man will, mit dem Alter läßt es etwas nach,
schon mit 35 gegenüber 18. Ein Prof. hatte eine Frau, die mit 54 ein
Medizinstudium begann. Er sagte: Ich lasse sie, auch wenn sie für alles
schon drei mal so lange braucht. Ein anderer Prof. mit 60 sagte, er
würde zwar vom Wollen noch gerne eine weitere Fremdsprache lernen, aber
es ginge nicht mehr. Er sprach aber schon fließend russisch und
arabisch. Mit 60 oder 70 oder 80 lernst du in Geschwindigkeit kaum noch
schnell viel. Das ist eben so.
Aus Spaß, und weil ich mal eine Versicherung hatte, machte ich vor
einiger Zeit mit den Mathe-Kenntnissen rein aus dem Kopf ohne
nachzuschlagen noch eine Finanz-Amortisationsrechnung, wobei ich eine
Formel erstellte. Eine ganze Seite A4 auf Papier her geleitet. Sie wurde
dann auch absolut genau so exakt, wie das entsprechende Programm auf
meinem HP-Taschenrechner HP48G, der schon fertige Finanzkalkulationen
hat. Nun, ich wollte es selbst wissen, neben dem Rechner.
Einer meiner Profs im Anwendungsfach im Hauptstudium sagte mal:
Glauben Sie nicht, was andere sagen, daß man die hier erworbenen
Kenntnisse hinterher weg werfen kann: Sie werden es garantiert wieder
brauchen, eher als nicht.
Timo schrieb:>> Mir ist auch klar, dass nur die wenigsten Abgänger tatsächlich in diesem>> grundlagenorientierten Bereich arbeiten werden. Aber genau das ist eben>> Zweck des Studiums: Bereit machen für Grundlagenforschung.>> Erkennst du jetzt den Widerspruch in deiner Aussage wirklich nicht?
Ach, du denkst, man soll bloss das lehren, was "die meisten" danach
täglich brauchen? Genau dafür gibts die Berufsausbildung sowie
Fachhochschulen und andere anwendungsorientierte Weiterbildungen. Ein
richtiges Hochschulstudium hingegen hat den Zweck, die Leute für
Grundlagenforschung bereit zu machen. (Wenn nicht die Unis diesen Zweck
übernehmen, wer dann? Soo wenige sind es letztlich auch wieder nicht.)
Dipl. Inf (FH) schrieb:> Zwei Jahre nach dem Studium und ich könnte auf Anhieb nichts mehr davon> lösen...
Wo hast du studiert? Sorry, aber das ist mehr als lächerlich. Wenn du
das nicht kannst, dann kannst du in Mathe sogar noch weniger als ein
Gymnasiast in der 10. oder 11. Klasse. Dann hat das "-hoch" in deinem
Abschluss definitiv nichts, aber auch gar nichts verloren.
Wie ich sehe, bist du Informatiker. Sogar mit Fachhochschulabschluss!
Aber du würdest schon daran scheitern, eine kleine mathematische
Herleitung zu verstehen und zu implementieren, wo vielleicht eine
Funktion, eine Ableitung oder ein simples Gleichungssystem vorkommen.
Sorry Leute, aber bei solchen Aussagen wundert mich nicht, wenn gewisse
Leute scheinbar "trotz Hochschulabschluss" keinen bzw. nur einen
miserabel bezahlten Job bekommen. Da kann ich ja gleich einen
Abiturienten einstellen.
Bei uns war es genau so.
Aussiebefächer waren vorallem Grundlagen E-Technik und Mathe. Bei der
Mathe 2 Klausur von damals sollten theoretisch 180 schreiben, 25 haben
sich getraut und 11 haben im Endeffekt bestanden.
Ich muss zuegeben das ich damals 1-2 Semester auch nur "mittelmäßig"
motiviert war. Die ganzen Grundlagenfächer sind meist trocken aber o.k.
da muss man durch, hatte mich auf den Arsch gesetzt und gut war. Ab dem
3 wurds dann interessant, weil man da dann gesehen hat warum wir die
Grundlagen gelernt haben und so stieg die Motivation.
Denke die Grundlagen sind wirklich nur zum sieben da, vorallem das man
dort auch seinen eigenen Schweinehund überwindet.
Weiterhin habe ich Abitur gemacht und muss sagen, Abi schön und gut aber
wenn sollte man wirklich ein spezialisiertes machen. Das allgemeine Abi
ist für ein normales E-Technik Studium nur mittelmäßig geeignet. Da
Mathe damals das k.o. Fach war für 80% aller Abileute wurde das "runter
geschraubt" das auch die meisten bestehen naja und so ging das
weiter....
Vorallem wird einem viel Stoff vermittelt, welches man nie wieder
benötigt im Leben. Allgemeinbildung hin oder her.
Unser Prof fuer theoretische Nachrichtentechnik hat uns gesagt das die
Ingenieure von heute abstrakter denken muessen... als Beispiel hat er
das Autofahren bezeichtnet... wir fahren Auto und beherrschen das
wirklich gut, wir wissen in etwa wie ein Auto funktioniert aber man kann
nicht jedes Detail wissen...
Bei mir hatte Mathe 1 auch 85% Ausfallquote (Mechatronik). Ich habe
Mathe damals mit 3,7 bestanden und war noch einer der guten. Hinterher
betrachtet war die Prüfung gar nicht soooo schwer aber die Vorbereitung
war mist, da das Niveau zwischen Übungsaufgaben und Tutorium und Klausur
um welten auseinanderklaffte.
In den Übungen wurden die Themen einzeln mit grundsätzlichen Aufgaben
gemacht um das Verständniss zu fordern. In der Klausur wurden dann
riesige Transferaufgaben gestellt die das Wissen aus 3-4 Themengebieten
zur Lösung forderten. Auf diese Umstellung waren die meisten nicht
vorbereitet und konnten es nicht spontan leisten aus den eingeprägten
linearen Lösungswegen auszubrechen.
Themen waren aber übrigens nicht Normalenvektoren udn Kurvendiskussion
wie oben gezeigt. gGnz genau weiß ich es nichtmehr, aber ich erinnere
mich an Matritzenrechnung mit komplexen Zahlen.
Daniel Duesentrieb schrieb:> Unser Prof fuer theoretische Nachrichtentechnik hat uns gesagt das die> Ingenieure von heute abstrakter denken muessen... als Beispiel hat er> das Autofahren bezeichtnet... wir fahren Auto und beherrschen das> wirklich gut, wir wissen in etwa wie ein Auto funktioniert aber man kann> nicht jedes Detail wissen...
Ob ich der Aussage zustimme oder nicht hängt stark davon ab ob du nun
Ingenieur in der Automobilbranche bist oder nicht.
Ich kann ja auch nicht sagen: Ich bin zwar Informatiker, aber ich muss
nicht wissen wie ein Compiler funktioniert denn ich schreibe ja nur C++
Code.
> Autor: Ingibär (Gast)> Datum: 06.08.2012 08:23> Bei mir hatte Mathe 1 auch 85% Ausfallquote (Mechatronik). Ich habe> Mathe damals mit 3,7 bestanden und war noch einer der guten.
Ich mit 4,0. War der einzige von 40 der Bestanden hatte, 39
durchgefallen.
Ring frei zur zweiten Runde.
Wir hatten auch schon mal eine Klausur wo die beste Note eine 5,8 war.
Ich hatte eine rundes Ergebnis. Bin halt für ganze Sachen.
Nun ja, ich hatte ja auch an einer Elite-Uni auf Diplom studiert und
nicht
an einer Schule auf Batschelor, was immer das auch sein mag.
Trotzdem sind von den ursprünglichen 127 die anfingen 7 fertig geworden.
Hallo,
Wilhelm Ferkes schrieb unter anderem:
"Auch schon, weil ich doppelt
so alt war, und mal länger als 15 Jahre (von 18 bis 35 Handwerker auf
dem Bau) ganz aus Lernphasen raus war."
Falls du noch mitliest : Wie bist du da wieder eingestiegen, wie hast du
dir wieder die Grundlagen beigebracht ?
Ich habe nicht vor zu studieren und habe auch nicht das Gymnasium
besucht und finde diese "lächerlichen" Matheaufgaben auf Gymnasiumnivea
11/12 Klasse alles andere als lächerlich.
Ich möchte nun aber auch tiefgehend in die Elektrotechnik einsteigen und
muß feststellen das es "nur" an der Mathematik hapert - weil mir ein
vernünftiger Einstieg fehlt.
Bin selber schon lange im Berufsleben und "nur" Energieelektroniker und
muss ehrlich sagen das mein erlerntes theoretisches Fachwissen im
elektrotechnischen (elektronischen) Bereich für das Hobby mehr im
Anspruch genommen wird als im Berufsleben.
Also kurz gesagt: Wie erlerne ich (als Autodidakt, anderes ist aus
beruflich /familären Gründen nicht möglich) wieder Mathematik mit den
Ziel zumindest auf Abitur (FH) Niveau zu kommen ?
mfg
Arbeiter
> Autor: Arbeiter (Gast)> Datum: 06.08.2012 09:13> Ich möchte nun aber auch tiefgehend in die Elektrotechnik einsteigen und> muß feststellen das es "nur" an der Mathematik hapert - weil mir ein> vernünftiger Einstieg fehlt.
Die Mathematik ist aber die Basis zum verstehen der Elektrotechnik. Ohne
Kenntnisse der Mathematik wirst du wohl immer ein Bastler bleiben, da
von
dir die Hintergründe nicht verstanden werden können.
Ein Bekannter von mir hatte dieses Problem auch, hatte eine Mathematik
-Lehrerin verpflichtet, die beiden haben sich wohl etwas zu intensiv mit
dem Wurzelziehen beschäftigt, mittlerweile sind sie verheiratet,
Mathematik
kann mein Kollege immer noch nicht !
Lebenskünstler schrieb:> Mathematik> kann mein Kollege immer noch nicht !
hört sich aber so an als ob er die Mathematik, die ihm beigebracht
wurde, ganz gut kann ...
@Arbeiter
Du bist doch Energieelektroniker, da hast Du doch in der Lehre die
gestellten Aufgaben auch nicht mit dem Würfelbecher gelöst?! Nimm Dir
mal ein paar alte Bücher aus der Lehre und rechne die darin enthaltenen
Aufgaben durch. Eventuell hast Du auch noch Deine Mitschriften aus dem
Unterricht. Dann bist Du ziemlich schnell wieder da, wo Du warst.
Grübel
MfG Paul
klaus-klaas schrieb:> Dipl. Inf (FH) schrieb:>> Zwei Jahre nach dem Studium und ich könnte auf Anhieb nichts mehr davon>> lösen...>> Wo hast du studiert? Sorry, aber das ist mehr als lächerlich. Wenn du> das nicht kannst, dann kannst du in Mathe sogar noch weniger als ein> Gymnasiast in der 10. oder 11. Klasse. Dann hat das "-hoch" in deinem> Abschluss definitiv nichts, aber auch gar nichts verloren.
Ich hab gesagt, ich kann das nicht auf Anhieb lösen, nicht, dass ich es
gar nicht lösen kann. Aber ich müsste mir auf jeden Fall nochmal den
Papula greifen und mich wieder in den Merziger reinsuchen. Ich habe den
Kram ausserhalb der Mathematik-Vorlesungen nie irgendwo für irgendwas
gebraucht. Sorry, sowas kann ich dann auch schlecht verinnerlichen. Für
meinen Job als Softwareentwickler ist das Ganze auch eher nebensächlich.
Dipl. Inf. (FH) schrieb:> Papula
:-D
Dipl. Inf. (FH) schrieb:>. Sorry, sowas kann ich dann auch schlecht verinnerlichen. Für> meinen Job als Softwareentwickler ist das Ganze auch eher nebensächlich.
Ich weiß ja nicht was du entwickelst, aber ich habe bisher immer nur
Software geschrieben die irgendeine Abart mathematischer Funktionen oder
Überlegungen realisiert.
Verstehe es , wer will schrieb:> MCI Durchfallquote 58% ... fast nur 4er oder 5er dabei. Eine 1.> Mathe Durchfallquote 85% ...
Normal. War damals so, und ist heute je nach Uni auch noch so. Musste
eben lernen.
Lebenskünstler schrieb:> Wir hatten auch schon mal eine Klausur wo die beste Note eine 5,8 war.> Ich hatte eine rundes Ergebnis. Bin halt für ganze Sachen.
Da frag ich micht, was das für eine Baumschule war, da das Notensystem
an einer Uni/Fh bei 5 aufhört.
Hallo,
Paul Baumann (Gast) danke für die Antwort - aber diese Sachen kann ich
tatsächlich noch - war ja auch nicht so wahnsinnig schwierig - besonders
weil halt ein Bezug zur Praxis immer vorhanden ist und somit unsinnige
Ergebnisse direkt erkennbar sind und dann klar ist das igrendwie falsch
gerechnet wurde und damit der Fehler auch schon fast gefunden war.
Aber die Beispiele hier (und aus der "höheren") Elektrotechnik bauen
doch auf einen ganz anderen Niveau auf und mich diesen Niveau anzunähern
(Abitur- bzw. FH Niveau) ist das Problem , was aber wohl z.B. Wilhelm
Ferkes auch geschafft hat.
Wie geschrieben: es besteht rein privates Interesse, einfach nur mehr
verstehen und nachvollziehen können.
mfg
Arbeiter
> Autor: Arbeiter (Gast)> Datum: 06.08.2012 12:29> was aber wohl z.B. Wilhelm Ferkes auch geschafft hat.
Irgendwie bist du etwas realitätsfremd. Meinst du jeder hergelaufene
Träumer währe in der Lage die Mathematik einer FH abzuspulen. Da gehört
schon etwas mehr dazu.
Willijam hat sein Handwerk be Prof.Dr. Kolar auch ordentlich gelernt.
Kann ich bestätigen. Das hat nichts damit zu tun das er irgendwann mal
gemerkt hat das man mit nichtstun und Sprücheklopfen in diesem Staat
auch recht ordentlich leben kann.
Bei Mathe an der Uni nutzt ein TI überhaupt nichts. Zahlen kommen da so
gut wie nicht vor. Klar, der TI kann auch analytisch rechnen, aber
meistens war der da überfragt.
Man muß da die Methoden richtig anwenden können, darauf kommt es an.
Diese ganzen Stokes und Gauß- Integralsätze z.B. packt der TI soweit ich
weiß nicht. Es gibt ja da um Vektoralgebra, Raumkinematik usw., wo man
den TI auch nicht sinnvoll einsetzen kann.
Später im Job löst man Sachen ja bevorzugt iterativ, wenn es nicht
anders geht. Man muß aber zu einem in der Lage sein: Das mathematische
Problem richtig zu formulieren. Man muß sich also zwei fragen stellen:
1. Löse ich die Gleichung richtig? (Oft numerisch)
2. Löse ich die richtige Gleichung? (Hier brauche ich die Grundlagen)
Man muß erst in der Lage sein, ohne Rechner zu denken und Methoden
anzuwenden. Ich finde es gut, daß bei Mathe kein Taschenrechner benötigt
wird. Etwas eintippen und eine Lösung erhalten kann jeder. Da könnte man
die Matheklausur auch am Rechner mit Maple etc. machen. Daruaf kommt es
in dem Fach aber nicht an.
Ich fand die Prüfungen, mit denen ich konfrontiert wurde, durchaus
sinnvoll. Mit dem nötigen Talent und guter Vorbereiting waren sie alle
machbar. Mit zusätzlichem Glück konnte man eine gute Note bekommen.
Ich bin auch nach wie vor der Überzeugung, daß das "Rausprüfen" keine
schlechte Variante ist, herauszufinden, wer ein Dipl.-Ing. wird, und wer
nicht. Wer den Willen und die richtige Herangehensweise hat, schafft es.
Ich habe das (Grund-)Studium äußerst ernst genommen und mit häufig auch
mit Zusatzaufgaben beschäftigt, die gar nicht prüfungsrelevant waren.
Man hätte es effektiver machen können. Unter 60h Woche war bei mir
nicht, weil ich die Vorlesungen nachbereitet habe und wenn man deren
alle besucht und dann die gleiche Zeit nochmal durcharbeitet und noch
zusätzlich was liest + Übungen und Seminare, kommt man auf stattliche
Arbeitszeiten. Ich wollte halt auf keinen Fall zu denen gehören, die
abbrechen müssen. Trotzdem hab ich in den Prüfungen idR. keine
Spitzennoten erreichen können. Die bekommen immer die gleichen, die halt
wahrscheinlich die richtige Prüfungstechnik haben oder was auch immer.
Dafür habe ich den Stoff auch eher tief verinnerlicht, anstatt ihn nach
dem Studium alsbald zu vergessen.
Roland B. schrieb:> Unter 60h Woche war bei mir> nicht, weil ich die Vorlesungen nachbereitet habe und wenn man deren> alle besucht und dann die gleiche Zeit nochmal durcharbeitet und noch> zusätzlich was liest + Übungen und Seminare, kommt man auf stattliche> Arbeitszeiten. Ich wollte halt auf keinen Fall zu denen gehören, die> abbrechen müssen.
Mein Beileid. Ich hab systematisch die letzten 4 Klausuren vorbereitet
und den Rest meiner Freizeit mit Kumpels gefeiert. Selbst während der
Klausurzeit war noch locker Zeit für ein Bierchen. Nach Feierabend war
der PC und der Lötkolben grundsätzlich aus.
Mein Abschluss war weit überdurchschnittlich (Technische Informatik) bei
minimalen Aufwand. Besser als 1.0 geht halt nicht in der Notenskala -
und wenn ein Professor als gutmütig bekannt ist, macht man auch nicht
mehr als gefordert. Wenn man weiß wie das Prüfungssystem an einer Uni/FH
funktioniert, kann man sich gigantisch viel Lernaufwand sparen und sehr
zielgerichtet vorbereiten (Hey, wenn man sich die letzten Klausuren
anschaut - erkennt man das Muster. Ihr glaubt doch nicht, das eine
völlig neue Klausur für euch entworfen wird).
Leute, genießt eure Freiheit während des Studiums. Es ist eine schöne
Zeit. Die nächsten 60 Jahre werdet ihr im Büro bei Kunstlicht sitzen und
immer wieder den gleichen Kram machen. Ein bisschen Distanz zur Arbeit
und zum Studium (möglichst wenig Leidenschaft und Emotionen reinbringen)
bewahrt euch vor dem Burnout. Bei einer nicht bestandenen Klausur geht
die Welt nicht unter (nicht bestandene Klausuren stehen sowieso nicht im
Zeugnis.. so who cares).
Vielleicht sollte der konditionierte Hamster mal sein künftiges
Hamsterrad von außen betrachten.
So sieht es aus. Aber es gibt leider viele Hamster, die haben Null
Selbstbewusstsein und dann kommen so Kreaturen wie da oben mit
60-Stunden-Woche und Durchschnittsleistungen dabei raus.
> Mir ist auch klar, dass nur die wenigsten Abgänger tatsächlich in diesem> grundlagenorientierten Bereich arbeiten werden.
Aha, und das rechtfertigt eine arbeitsfremde Ausbildung?
> Aber genau das ist eben Zweck des Studiums: Bereit machen für> Grundlagenforschung.
Absolut nicht, Zweck des Studiums ist eine Einführung und Abprüfung
aller im Fachgebiet vorkommenden Inhalte - diese sind sehr
breitgefächert, absolut verschiedene Disziplinen bis auf Mathe.
Das Grundlagenwissen lernt man überdies auch nicht an einem Tag nach dem
Nürnberger Trichter Prinzip!
Grundlagenforschung ist nur eine Spezialisierung auf exakt ein
Fachgebiet des Studiums mit dem Ziel der Forschung, die natürlich Basics
zwingend erforden.
> Ach, was solls. Ich sehe ja, was ich hier täglich mache. Ohne die Basics> geht da gar nichts.
D'accord - aber Du kannst nicht, weil Du das Glück hattest in der
Forschung zu arbeiten, Deine Zielvorgaben zum Nonplusultra erklären -
die Wirklichkeit sieht nun mal ganz anders aus!
> Sorry Leute, aber bei solchen Aussagen wundert mich nicht, wenn gewisse> Leute scheinbar "trotz Hochschulabschluss" keinen bzw. nur einen> miserabel bezahlten Job bekommen. Da kann ich ja gleich einen> Abiturienten einstellen.
das sind doch gerade die Einser-Leute, die sehr effizient lernen (im
Sinne von Lernen und Vergessen) und damit einen Job nach dem Abschluß in
der Tasche haben.
Du glaubst gar nicht wie viele solcher Leute es gibt und die haben alle
einen guten Job gefunden.
Die anderen gehen dann wegen Studiendauer, schlechter Noten und besseren
Gesamtverständnis baden, weil sie sich zu sehr mit dem Stoff statt mit
der Thematik Klausur erfolgreich beenden auseinander gesetzt haben.
> Diese ganzen Stokes und Gauß- Integralsätze z.B. packt der TI soweit ich> weiß nicht. Es gibt ja da um Vektoralgebra, Raumkinematik usw., wo man> den TI auch nicht sinnvoll einsetzen kann.
sag ich ja, man kann eine Klausur so gestalten, daß ein Rechner nicht
mehr viel nützt und die wenigen die es dann doch mittels Improvisation
können haben es dann verdient ... aber Hauptsache schön bürokratisch und
alles schön verbieten was nicht ins Schema paßt.
> Wenn man weiß wie das Prüfungssystem an einer Uni/FH> funktioniert, kann man sich gigantisch viel Lernaufwand sparen und sehr> zielgerichtet vorbereiten (Hey, wenn man sich die letzten Klausuren> anschaut - erkennt man das Muster. Ihr glaubt doch nicht, das eine> völlig neue Klausur für euch entworfen wird).
das ist eigentlich viel schlimmer als irgendein Taschenrechnereinsatz -
Klausuren, die rausgegeben werden.
Man braucht im Prinzip einen vollständigen Satz der Klausuren der
vorangegangenen Jahre - vorrausgesetzt man bekommt sie ... würd mich
interessieren wie das heute ist?
Auf diese Weise kann man sich tatsächlich sehr viel Arbeit und das
Grundlagenwissen komplett sparen bzw. irgendwann mal später, falls es
jemals wieder auftaucht nachholen.
Nehmen wir weiterhin mal an, man darf keine alten Klausuren mit rein
nehmen in die Prüfung, dann sind die Leute mit dem BWLer Gedächtnis im
Vorteil ... dann läuft wie in der BWL alles auf eine gute
Gedächtnisleistung heraus gepaart mit etwas Mathewissen.
Also wenn schon, dann müßte hier die Kritik ansetzen statt auf einen
banalen Rechnereinsatz.
amtel schrieb:> Mein Abschluss war weit überdurchschnittlich (Technische Informatik) bei> minimalen Aufwand. Besser als 1.0 geht halt nicht in der Notenskala -> und wenn ein Professor als gutmütig bekannt ist, macht man auch nicht> mehr als gefordert. Wenn man weiß wie das Prüfungssystem an einer Uni/FH> funktioniert, kann man sich gigantisch viel Lernaufwand sparen und sehr> zielgerichtet vorbereiten (Hey, wenn man sich die letzten Klausuren> schaut - erkennt man das Muster. Ihr glaubt doch nicht, das eine> völlig neue Klausur für euch entworfen wird).
Wie einfach. JEDER hat die letzten Klausuren durchgerechnet, sofern
vorhanden. Das reicht definitiv nicht, um die Klausuren nur ansatzweise
zu bestehen. Diese sind immer anders und verlangen nicht selten
Zusatzwissen, das nicht behandelt wurde. Wenn es so einfach ist, warum
fallen dann 80% durch?
In meiner Lerngruppe hat niemand weniger gemacht - und jeder ist
durchgekommen. Ich habe damals außerdem noch zusätzliche
studienrelevante Dinge gemacht, die meine Arbeitszeit auch mal leicht
Richtung 80h schraubten. Das habe ich aus persönlichem Interesse
gemacht. Ich würde das nicht tun, wenn ich keinen Spaß daran hätte.
> Autor: Roland B. (geldler)> Datum: 06.08.2012 16:37> Besser als 1.0 geht halt nicht
Zu meiner Zeit ging das noch. Kann mich an einen erinnern der hatte eine
glatte 1,0 geschrieben und den Prof noch auf einen Fehler hingewiesen !
Der Prof trug es mit Anerkennung, gab ihm eine 0,8 und jeder war
zufrieden.
Trendwende schrieb:> würd mich> interessieren wie das heute ist?
Wahrscheinlich gibt es da starke Unterschiede ja nach Studiengang und
Uni/FH. Bei uns wäre man damit nicht durchgekommen.
Ich hab auch Leute kennengelernt, die hatten unheimlich viel praktisches
Wissen in vielen Fächern, besonders in Informatik. Die konnten z.T. den
Satz zuende sagen, bevor der Prof ihn beendet hatte.
Genauso überrascht war ich, daß genau diese Typen in der
Informatikprüfung alle eine 5,0 eingefahren haben, und in anderen auch.
Die haben im Semester z.T. anderen Studenten den Stoff erklärt. Und dann
in der Prüfung ... unglaublich. Dabei hatte ich gerade diese Leute am
Anfang des Studiums mir weit überlegen angesehen - ich kam vom Bund und
mußte erstmal wieder in den Lehralltag reinkommen und hatte mich auch
rel. spät entschieden, das zu studieren.
Roland B. schrieb:> Ich hab auch Leute kennengelernt, die hatten unheimlich viel praktisches> Wissen in vielen Fächern, besonders in Informatik. Die konnten z.T. den> Satz zuende sagen, bevor der Prof ihn beendet hatte.> Genauso überrascht war ich, daß genau diese Typen in der> Informatikprüfung alle eine 5,0 eingefahren haben, und in anderen auch.> Die haben im Semester z.T. anderen Studenten den Stoff erklärt. Und dann> in der Prüfung ... unglaublich. Dabei hatte ich gerade diese Leute am> Anfang des Studiums mir weit überlegen angesehen - ich kam vom Bund und> mußte erstmal wieder in den Lehralltag reinkommen und hatte mich auch> rel. spät entschieden, das zu studieren.
Ich bin E-Techniker und musste 3 Klausuren mit den Informatikern
mitschreiben.
Nach dem ich in zwei davon durchgefallen war, habe ich dann gemerkt,
dass da neben der reinen Verständnis, die zweifelsohne bei mir vorhanden
war, die Schnelligkeit abgeprüft wird.
Da heisst es, ganz stur alte Klausuren durchrechnen und hoffen, dass
ähnliche Tabellen und Codefragmente wieder drankommen.
Die Hiwis, die die Klausur stellen, scheinen eher faule Leute zu sein,
so dass sie Klausuren stellen, die so einfach wie
Multiplechoice-Klausuren per Abgleich korregieren können.
Besonders ärgerlich war es aber, wenn sie Rechnerarchitekturen in die
Klausur miteinbrachten, die sie selbst gerade erfunden haben und dessen
genaue Funktion nur sie selbst kannten oder halt solche Studenten, die
mit denen artverwandt sind.
Ich glaube schon fast, dass man ohne lange Haare und einen Zottelbart
sich nicht in Informatiker hineinversetzen kann.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Doch. Und zwar, wenn man sich fürs Studium etwas mehr Zeit lies, wie> ich. Viele Dinge sind mir heute fast so präsent wie im Studium, weil ich> sie mehr verinnerlichte. Ich hatte nie das Wegwerfprinzip: Schnell> lernen, schnell Klausur schreiben, schnell vergessen.
Tja, genau diese Einstellung hatte ich damals auch. Ich dachte mir, wenn
ich das Prinzip verstanden habe, kann ich mir alles selbst herleiten.
Was auch richtig war. So habe ich z.B. beim Lernen immer zuerst
versucht, Sätze selbst herzuleiten und zu beweisen, bevor ich mir den
Beweis im Mathebuch durchgelesen habe. Meistens mit Erfolg, aber
natürlich auch mit entsprechendem Zeitaufwand. Was dazu führte, dass ich
in den Übungsaufgaben in der Regel mit Abstand der Beste war und auch
schwerste Aufgaben im Alleingang lösen könnte, für die andere in
Gruppenarbeit nicht einmal ansatzweise einen Lösungsweg gefunden haben.
Leider hatte ich nicht die Nervosität und den Zeitdruck bei der Prüfung
bedacht, so dass ich bei der Mathe-Klausur nur auf eine 2,0 kam. Womit
ich aber immer noch zu den besten 10% gehörte.
Aus Erfahrung klug geworden, habe ich dann beim Lernen auf Theoretische
Physik meine Strategie optimiert und zusätzlich zu den
Schein-Übungsaufagen jeden zweiten Tag eine weitere Aufgabe gerechnet
(entweder alte Klausuraufgaben oder mir ein Buch mit Übungsaufgaben
ausgeliehen). Ergebnis war dann, dass ich in Theoretischer Physik eine
1,0 hatte und die nächstbeste Note eine 2,3 war. Dabei habe ich mich
sogar noch einmal verrechnet und musste zwei Seiten komplett neu
schreiben.
Von daher würde ich sagen, dass Verständnis allein für eine 1,0 nicht
ausreicht. Man muss einfach auch regelmäßig Übungsaufgaben bolzen, so
dass man in der Klausur gar nicht mehr überlegen muss.
Ansonsten kann ich ebenfalls bestätigen, dass ich durch diese
Vorgehensweise in der Lage war, mir noch nach Jahren des Nichtgebrauchs
fast alle Formeln und Regeln wieder selbst herzuleiten.
E-Ing. schrieb:> Ich glaube schon fast, dass man ohne lange Haare und einen Zottelbart> sich nicht in Informatiker hineinversetzen kann.
Was verstehst du unter Informatiker? Ich habe kurzrasierte Haare und die
allermeisten Kollegen, die ich bisher hatte, sahen ebenfalls normal aus.
Na, Zuckerle. Lebst du wieder deine Phantasien aus?
Wenn du schon andere Nicks nimmst, solltest du auch deinen Schreibstil
ändern. Das Weglassen der sonst üblichen Hasstiraden reicht da leider
nicht aus.
Also fleißig weiter lernen, damit deine Schein-Realität nicht sofort in
sich zusammenfällt .. ;)
Roland B. schrieb:> Wie einfach. JEDER hat die letzten Klausuren durchgerechnet, sofern> vorhanden. Das reicht definitiv nicht, um die Klausuren nur ansatzweise> zu bestehen. Diese sind immer anders und verlangen nicht selten> Zusatzwissen, das nicht behandelt wurde. Wenn es so einfach ist, warum> fallen dann 80% durch?
Tja, weil sie es wohl nicht kapiert haben und die Muster nicht
wiedererkennen. Sorry, True Story. Wer zu viel rechnet, verdirbt sich
das Hirn und kann nicht mehr frei denken - wer zu wenig macht, kann
keinen Lösungsansatz hinschreiben. Das Mittelmaß hat man ziemlich
schnell raus, wenn man mal ordentlich auf die Nase geflogen ist.
Im Englischen gibt es den hübschen Satz "Work the System".
Roland B. schrieb:> Dipl.- Gott schrieb:>> Es muß zwanghaft alles gemessen, benotet, destruktiv kritisiert,>> dokumentiert und in Akten vermerkt werden.>> Wo willst du die Kriterien setzen, ob jemand sein Studium besteht, oder> nicht? In anderen Ländern gibt es so hohe Durchfallquoten bei weitem> nicht. Da kommen aber dann auch Typen durchs Studium, wo man sich fragt,> ob die in Deutschland eine Berufsausbildung bestehen würden.
Ach, und in Deutschland graduieren ausschließlich Ingenieure der
Kategorie Siemens, Cauer, Rüdenberg, Barkhausen, Koettnitz, G. Müller,
Philippow, Simonyi, Küpfmüller, Oswald?
Lächerlich. In der BRD kommt jede Menge Kroppzeug von den Hochschulen
und zwar nicht weniger als in anderen Ländern. Im Gegenteil. Z.B.
existiert in Japan keine Abiturprüfung und das Studium hat den Ruf,
entspannt und gut schaffbar zu sein, im Gegensatz zu den extrem heftigen
Aufnahmepüfungen. Wenn ich in Veröffentlichungen lese, zeigen sich die
japanischen Ingenieure trotzdem fachlich grundsätzlich immer gut, bloß
ihr Englisch ist schlimm und die Texte sind manchmal schwer zu
verstehen.
Die Frage ist im Grunde genommen eine Bankrotterklärung des Denkens,
wenn jemand ernsthaft fragt, wie es denn anders gehen solle.
Ein guter Anfang wäre, wenn die Prüfungen tatsächlich Prüfungen
darstellten, das heißt, Tests von Problemlösungsstrategien,
Wissensmessungen, die den Kenntnis- und Könnensstand des Studenten so
gut wie möglich einschätzen wollen. Hierfür sind pädagogisch gebildete
Professoren nötig. Man kann Studenten nämlich auch mit Hilfe sinnvoller,
realistischer Aufgaben "rausprüfen".
Im Hauptstudium hatten wir in Theorie und Dynamik elektrischer Maschinen
einen Übungsleiter, der den westdeutschen Universitätsbetrieb extrem
kontrovers und polarisierend als "hochschulische Fortsetzung von
Auschwitz" bezeichnete: Die Studenten kommen in Massen im
Vernichtungslager an und die Mehrheit geht von der Selektionsrampe
direkt ins Gas. Die anderen biegen rechts ab und arbeiten schwer, ehe
sie kurz vor dem Ziel sterben. Die wenigen Überlebenden, die vom
Hauptstudium kurz vor der Angst befreit werden, haben zu 99% einfach
Glück gehabt. Die Professoren stehen rum wie die Wachposten und
behaupten in ihrem zynischen C4-Weltbild "Jedem das Seine" oder "Arbeit
macht frei".
Das mag drastisch formuliert sein, und ich bin kein freund
nationalsozialistischer Analogien, aber unrecht hatte er nicht
unbedingt, wenn ich an die Studienbedingungen und das Verhalten der
Professoren denke. Dabei habe ich im Osten studiert und mich oft
gefragt, wie es in anderen Städten zugeht, wenn wir angeblich sehr gute
Studienbedingungen hatten. Die Gespräche mit Kommilitonen von anderen
Unis und die Erlebnisse in Berlin, München und Aachen ließen das
schizophrene Gefühl entstehen, daß wir im Vergleich zu diesen angeblich
besten Unis nochmal mit nem blauen Auge davonkamen und die fragwürdigen
Studienbedingungen im Vergleich nicht soooo schlecht waren.
> Die deutsche Ingenieursausbildung kann auch nicht so schlecht sein,> sonst wäre die deutsche Industrie nicht so erfolgreich.
Soweit ich weiß, müssen Ingenieure Statistik hören, oder nicht?
Man sollte eigentlich wissen, daß nicht alles, was wie Korrelation
scheint, tatsächlich Korrelation ist.
> Das hätte nicht funktioniert, wenn man sie in einer> Klasse mit den anderen belassen hätte. Außerdem gibt es die Möglichkeit,> später aufs Gymnasium zu wechseln.
Wie gesagt: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Ich will mich über
das gegliederte Schulsystem auch nicht streiten, weil Du Deine Meinung
ohnehin nicht änderst, egal was man erzählen könnte und egal wie sehr
die pädagogische Wissenschaft die deutschen Vorurteile gegen gemeinsame
Beschulung schon widerlegt konnte. Streit um des Streites Willen mag ich
nicht.
.
Roland B. schrieb:> Diese sind immer anders und verlangen nicht selten> Zusatzwissen, das nicht behandelt wurde. Wenn es so einfach ist, warum> fallen dann 80% durch?
Weil es ganz einfach faule Leute gibt, die nichtmal die alten Klausuren
rechnen. Denen ists halt egal...
>Die haben im Semester z.T. anderen Studenten den Stoff erklärt. Und dann>in der Prüfung ... unglaublich. Dabei hatte ich gerade diese Leute am>Anfang des Studiums mir weit überlegen angesehen - i
Der Ausgleich erfolgt spätestens nach einem Semester. Danach hat sich
das ausgeglichen und die Flaschen waren raus.
EGS_TI schrieb:> Weil es ganz einfach faule Leute gibt, die nichtmal die alten Klausuren> rechnen. Denen ist's halt egal...
Ihr immer mit euren alten Klausuren. Wir hatten so etwas nicht, weil die
Aufgaben und Lösungen unter Verschluß blieben, und die über Jahrzehnte
gepflegten Aufgabenpools mindestens 100 Aufgaben umfaßten. Während des
Anwesenheitsabgleiches unterschrieb man, daß das Merken, Heraustragen
und das schriftliche Festhalten und Vervielfältigen von Aufgaben
verboten ist und (nachträglich) die Note 5,0 zur Folge hätte. (Geahndet
nach Prüfungsordnung wie Täuschungsversuch.)
Beziehungsweise sagen wir es so: Gewisse Kreise hatten irgendwie Zugang
zu bestimmten alten Leistungskontrollen, Klausur- und Aufgabenteilen.
Nicht die Welt, aber besser als nichts. Um diese Quellen zu akquirieren,
bedurfte es des Vitamins B. Und ich als Zugezogener ohne Bekannte in der
Studienstadt hatte keins.
Beispiel 1:
Ich weiß noch, daß ich in der Prüfung Elektronik einen Zettel in die
Hand bekam, der noch heiß vom Kopieren war. In der Übung palaverte der
Assi, daß die Prüfung Monate im Voraus vorbereitet und vom Professor
abgesegnet werden würde. Pustekuchen. Die schockschweren Aufgaben waren
sowas von krumm und schief in größter Eile auf das Blatt gezimmert
worden, daß sofort klar war, daß hier kreuz und quer irgendwie irgendwas
mit dem Würfelbecher vom unter Verschluß befindlichen Pool genommen
worden ist. Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand unberechenbar.
Taschenrechner und Formelsammlung nicht erlaubt. 1. Aufgabe: völlig
kranker Stromspiegel mit weiß der Teufel wievielen Transistoren, Kaskode
und sonst was für nem unübersichtlichem Mist. Da wußte ich gleich: Die
Entscheidung um den Olympiasieg fällt zwischen 4,0 und 5,0. ;-)
Beispiel 2:
Nach der Prüfung Grundlagen der Elektrotechnik (3. Semester) kam mir
während der Vorbereitung zur Wiederholungsprüfung :D in einem uralten
DDR-Buch dieselbe Aufgabe entgegen (Thema: Netzwerkanalyse im
Zustandsraum). Ich konnte es nicht fassen und freute mich wie die
diebische Elster, daß ich eine reale Quelle für diese geheimen Aufgaben
finden konnte. Die Lösung der Aufgabe erwies sich schnell als
Treppenwitz der Elektrotechnik: Spezialfall vom Spezialfall. Nach einer
Woche freimütiger Beschäftigung wäre ich drauf gekommen, aber nicht in
24 Minuten (Prüfung 4 Stunden, 10 Aufgaben).
Wo muß man studieren, daß alte Klausuren einfach an die Studenten
rausgegeben werden????
Roland B. schrieb:> Wie einfach. JEDER hat die letzten Klausuren durchgerechnet, sofern> vorhanden. Das reicht definitiv nicht, um die Klausuren nur ansatzweise> zu bestehen. Diese sind immer anders und verlangen nicht selten> Zusatzwissen, das nicht behandelt wurde. Wenn es so einfach ist, warum> fallen dann 80% durch?
Bei mir (FH) war es definitiv so. Man - der Student - ist ja nicht ganz
doof. Man kennt den Prof, man kennt die Übungen (die an der FH idR vom
Prof geschrieben und betreut werden) und man kennt die
Klausurvorbereitung. Meist auch Musterklausuren oder alte Klausuren.
Wenn man jetzt 1+1 zusammenzählt, und sich bewusst ist dass die Profs
(auch wenn sie es vehement bestreiten) in eine gewisse Routine verfallen
was Klausuraufgaben betrifft, dann ist die Klausur zu 90% bekannt. Und
das vollkommen ohne Betrug! Diese Routine variiert natürlich von Prof zu
Prof. Da kommen dann die Menschenkenntnise und das mitbekommen der
kleinen Details während der Vorlesung ins Spiel.
Das führt allerdings dazu dass man manche Klausure ohne Verständnis
bestehen kann. Ich selbst habe Klausuren bestanden deren Stoff mir
unverständlich war... Z.B. ist geht mein Wissen über elekt. Antriebe
gegen null. Die "Vorlesung" war die schlechtes meines Studiums, das
Material unbrauchbar. Also habe ich ein paar dinge auswendig gelernt und
gut bestanden. Stolz bin ich aber nicht drauf.
Dipl.- Gott schrieb:> Beispiel 1:> Ich weiß noch, daß ich in der Prüfung Elektronik einen Zettel in die> Hand bekam, der noch heiß vom Kopieren war. In der Übung palaverte der> Assi, daß die Prüfung Monate im Voraus vorbereitet und vom Professor> abgesegnet werden würde. Pustekuchen. Die schockschweren Aufgaben waren> sowas von krumm und schief in größter Eile auf das Blatt gezimmert> worden, daß sofort klar war, daß hier kreuz und quer irgendwie irgendwas> mit dem Würfelbecher vom unter Verschluß befindlichen Pool genommen> worden ist. Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand unberechenbar.
Hab auch mal eine Mathe Uni-Klausur mitgeschrieben. Zu der Klausur gab
es noch eine Din-A-4 Seite (handschrifltlicher) Korrekturen. Diese
Klausur hat mich auch bewegt an die FH zu wechseln. Besonders die
Willkür die da durch die Bank geherrscht hat. Wirrer Prof. wirre Klausur
und Frauen mit dicken Brüsten haben die Klausur in der Einsicht dann
doch noch bestanden. Ich hatte Pech weil bin a) keine Frau und b) hatte
mein Assi schlechte Laune.
Roland B. schrieb:> Ich hab auch Leute kennengelernt, die hatten unheimlich viel praktisches> Wissen in vielen Fächern, besonders in Informatik. Die konnten z.T. den> Satz zuende sagen, bevor der Prof ihn beendet hatte.
Freut mich dass es noch mehr Menschen gibt die sowas machen :-D
Man muss aber sagen, der themenspezifische Wortschatz bei gegegebenen
Anfangssatz tendiert gegen eine sehr kleine Menge.
> Autor: Zuckerle (Gast)> Datum: 06.08.2012 19:11> Na, Zuckerle. Lebst du wieder deine Phantasien aus?> Wenn du schon andere Nicks nimmst, solltest du auch deinen Schreibstil> ändern. Das Weglassen der sonst üblichen Hasstiraden reicht da leider> nicht aus.
Was bist du den für ein Dummschwätzer. Wo haben die dich denn mit einer
trockenen Brotkruste aus dem Urwald gelockt.
Zuckerle sitzt. Nicht besonderes, Randalieren, Kneipenschlägereien, das
übliche eben. Hat wohl ein paar Dummschwätzern ein paar reingedrückt !
Was hat dein gesabber mit dem Thema zu tun ?
Dipl.- Gott schrieb:> Beziehungsweise sagen wir es so: Gewisse Kreise hatten irgendwie Zugang> zu bestimmten alten Leistungskontrollen, Klausur- und Aufgabenteilen.> Nicht die Welt, aber besser als nichts. Um diese Quellen zu akquirieren,> bedurfte es des Vitamins B. Und ich als Zugezogener ohne Bekannte in der> Studienstadt hatte keins.
Ich hatte diese und es sind auch einige durchgesickert. Z.T. haben da
Vorgänger dankenswerter Weise die Klausur aus dem Gedächtnis
"wiederhergestellt". Z.T. haben Vorgänger in der Tat die 5,0 riskiert
und ein paar Photos gemacht (Unglaublich).
Dennoch: Es gab bei uns keine so faulen Profs, die nicht die Klausur in
dem Maße geändert hätten, daß man sie hätte ohne generelles Verständnis
und nur auf Basis der Vorgängerklausur hätte lösen können. In wieder
anderen Fächern wurden die Klausuren sogar veröffentlicht, dann aber
tatsächlich jedes Jahr komplett geändert.
Ich habe nie eine Prüfung nicht bestanden, aber zweimal habe ich einen
"Freiversuch" gestartet, um meine Note zu verbessern. Eine der Klausuren
war auf die Nachfolger zugeschnitten, und beinhaltete ein Thema, das nur
diese hatten und ich aus dem Vorjahr nicht!!! Ich habe dadurch eine
komplette Aufgabe faktisch nicht gekonnt - keine Chance. Ich habe im
Freiversuch dann genau die gleiche Note erhalten, wie vorher. :-(((( Im
zweiten Freiversuch hab ich mich um 0.3 verbessert. Die Klausur war
ebenfalls anders.
Top-Wirtschaftsinformatiker schrieb:> E-Ing. schrieb:>> Ich glaube schon fast, dass man ohne lange Haare und einen Zottelbart>> sich nicht in Informatiker hineinversetzen kann.>> Was verstehst du unter Informatiker? Ich habe kurzrasierte Haare und die> allermeisten Kollegen, die ich bisher hatte, sahen ebenfalls normal aus.
Hähä ... Linus Thorwald ist wahrscheinlich der einzige auf diesem
Gebiet, von dem er schon mal etwas gehört bzw. den er schon einmal
irgendwo gesehen hat.
Dipl.- Gott schrieb:>> Die deutsche Ingenieursausbildung kann auch nicht so schlecht sein,>> sonst wäre die deutsche Industrie nicht so erfolgreich.>> Soweit ich weiß, müssen Ingenieure Statistik hören, oder nicht?> Man sollte eigentlich wissen, daß nicht alles, was wie Korrelation> scheint, tatsächlich Korrelation ist.
Oh Gott, ich bin wohl taub. Ich kann keine Statistik hören?
... außerdem, SIMULIEREN Ingenieure, du Krapfen.
Peter Pfanne schrieb:> Man muss aber sagen, der themenspezifische Wortschatz bei gegegebenen> Anfangssatz tendiert gegen eine sehr kleine Menge.
Nur, wenn man das Thema vorher bereits beherrscht. Dann aber genau in
diesem Fach die Prüfung nicht zu bestehen, hat mich bei denen sehr
überrascht. Da fragt man sich, wie das sein kann. Der hätte in Info die
Vorlesung halten können!!!
Der gleiche Typ hat z.B. in Mathe die komplexen Zahlen und die
Taylorreihe nicht verstanden!!! ME hätte der direkt anfangen können, als
Informatiker zu arbeiten. Nur hat er sich als ETechniker eingeschrieben
und in den Prüfungen kläglich versagt. Dabei war der so genial.
Roland B. schrieb:> Nur, wenn man das Thema vorher bereits beherrscht. Dann aber genau in> diesem Fach die Prüfung nicht zu bestehen, hat mich bei denen sehr> überrascht. Da fragt man sich, wie das sein kann. Der hätte in Info die> Vorlesung halten können!!!
Das ist einfach persönliches Interesse. Wenn er Spaß an etwas hat und es
als Hobby betreibt bringt man sehr viel Detailwissen mit... meistens
Hurga schrieb:>> Soweit ich weiß, müssen Ingenieure Statistik hören, oder nicht?>> Man sollte eigentlich wissen, daß nicht alles, was wie Korrelation>> scheint, tatsächlich Korrelation ist.
Für Statistik braucht man Daten, muß also eine Studie machen. Ingenieure
können aber auch beobachten und haben so ihre Erfahrungen. Und die sagt
mir, daß die Ing-Ausbildung in D nicht so schlecht war, wie sie bisher
betrieben wurde.
Wobei viele andere (vor allem europäische) Länder auch gut sind. Sie
haben nur eine geringere Ingenieurquote. Deutschland hat halt viel
Industrie, zum Glück.
Vom anglo-amerikanischen System halte ich nichts. Dieses wäre ein
Rückschritt. Diese Nationen ziehen sich doch auch zunehmend aus der
Industrie zurück und denken, ihr Geld besser mit Banken zu
erwirtschaften. Banken erzeugen schließlich Geld und Realwerte kann man
sich damit einkaufen. Warum diese dann selbst erarbeiten? Die Mühe
überlässt man anderen. Die Engländer schenken sich gegenseitig Tee ein,
kassieren Geld dafür, und nennen das Binnenwirtschaft. Würde man in D
diese Art von Binnenwirtschaft ausbauen, gäbe es keine Arbeitslosen
mehr.
Peter Pfanne schrieb:>> Nur, wenn man das Thema vorher bereits beherrscht. Dann aber genau in>> diesem Fach die Prüfung nicht zu bestehen, hat mich bei denen sehr>> überrascht. Da fragt man sich, wie das sein kann. Der hätte in Info die>> Vorlesung halten können!!!> Das ist einfach persönliches Interesse. Wenn er Spaß an etwas hat und es> als Hobby betreibt bringt man sehr viel Detailwissen mit... meistens
Das verstehe ich. Nur nicht, warum er in dem Fach die 5.0 kassiert und
ich, wo ich mir das alles erst im Semester erarbietet habe, ne 1,7
kriege. Kann nur so sein, daß er vor lauter Arroganz die Aufgaben nicht
gerechnet hat und sich zu sicher war.
Roland B. schrieb:> Das verstehe ich. Nur nicht, warum er in dem Fach die 5.0 kassiert und> ich, wo ich mir das alles erst im Semester erarbietet habe, ne 1,7> kriege.
Klingt für mich schon nach einer (möglichen) Erklärung. (Will mich jetzt
aber auch nicht aus dem Fenster lehnen denn ich kenne euch ja nicht).
Außerdem: Nur weil jemand gut in etwas ist heißt es nich dass er dafür
gemacht ist.
Also das Niveau des Studiums scheint ja ganz
schön abgesunken zu sein. Ich habe in den 70ern
an einer FH studiert. Die Durchfallquote lag
bei ca. 95%. In Mathe hatten wir einen Prof der
mit folgenden Spruch die Klausuraufgaben verteilt
hatte: "Na wolln wir mal wieder wegprüfen". Da
gab es Studenten die haben sich den Zettel durchgelesen,
haben dann die Sachen gepackt und wurden nie
wieder gesehen.
Ich dachte bisher auf solche Fähigkeiten legen die
Arbeitgeber heute keinen Wert mehr. (Jedenfalls
wenn ich mir so ansehen wen unsere Firma da neuerdings
so einstellt.)
Man muss nur gut blubbern können oder Frau sein, wegen
der Quote. Dann aber bitte mit schönen Hupen. Schon ist
der Job gesichert.
Also ned jammern, umoperieren lassen
"Schauen sie mal nach links und nach rechts. Rein statistisch gesehen
werden sie die Kommilitonen beim Diplom nicht wieder sehen."
Der Spruch ist aus "13 Semester" (übrigens ein ganz netter Film) und ich
könnte schwören das wurde mir auch gesagt. Nur habe ich vergessen ob ich
mir das eingeredet habe oder ob das wirklich so war. (Brain Error:
detecting memory leak)
> Autor: hahaha (Gast)> Datum: 07.08.2012 12:59
Da ist was wahres dran. So kenne ich es auch, Durchfallquote 95%,
beste Note eine 4.
Heute ; Durchfallquote 5%, schlechteste Note eine 1,4.
Was soll man da noch sagen, Hartz vorprogrammiert!
Für Aussieben war bei uns der Mathe-Prof. " Der lachende Tod "
zuständig.
Peter Pfanne schrieb:> "Schauen sie mal nach links und nach rechts. Rein statistisch gesehen> werden sie die Kommilitonen beim Diplom nicht wieder sehen."
Der Spruch kam bei uns in einer der ersten Vorlesungen vom
Pruefungsausschussvorsitzenden. Und er hatte mehr als recht. Wir haben
mit 60 Leuten in der Semestergruppe angefangen und keine 20 haben das
Diplom gemacht.
Wie schon angemerkt wurde, es ist nicht jedermans Sache E-Technik zu
studieren und ein erfolgreich abgeschlossenes Studium macht noch keinen
guten Ing.
Das Problem mit den mangelnden Mathekenntnissen und auch allgmein mit
mangelnder Cleverness hat gesellschaftliche Gründe.
In den Schulen sollte meines Erachtens je nach Neigung früher
differenziert werden.
Wenn die Ingenieurstudenten schon seit der Mittelstufe jeden Tag Mathe
geatmet und gelebt hätten, wären sie locker durchs Studium gekommen.
In China haben die Schüler in Naturwissenschaften und Mathematik einen
Vorsprung von fast 3 Jahren gegenüber gleichaltrigen Deutschen.
Ich finde das chinesische Modell auch nicht gut, weil es eher wie
militärischer Drill statt Pädagogik ist, aber einige Elemente könnte man
ruhig lernen.
Ich habe das allgemeine Abi und ja... Ich bin auch
gsesellschaftspolitisch, kulturell und geschichtlich gebildet.
Aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber auf mehr Fähigkeiten in
Naturwissenschaft und Technik setzen.
Ich glaube Fachidioten sind auch glücklicher, als Leute die dauernd
Weltschmerz empfinden
E-Ing schrieb:> Ich glaube Fachidioten sind auch glücklicher, als Leute die dauernd> Weltschmerz empfinden
Tja, was man nicht weiß, belastet einen nicht...
Bananen Joe schrieb:>> "Schauen sie mal nach links und nach rechts. Rein statistisch gesehen>> werden sie die Kommilitonen beim Diplom nicht wieder sehen."> Der Spruch kam bei uns in einer der ersten Vorlesungen vom> Pruefungsausschussvorsitzenden. Und er hatte mehr als recht.
Scheinbar überall das gleiche. Und zusätzlich hat man uns noch vor der
Alternative Angst gemacht:
Wenn Sie nicht studieren, dann stehen sie Morgens um 5:00 an einer
Straßenecke. Dann kommt ein Lieferwagen, der Sie mitnimmt und den Rest
des Tages schaufeln Sie dann Gräben für 3€ in der Stunde.
Geldler schrob:
>Dann kommt ein Lieferwagen, der Sie mitnimmt und den Rest>des Tages schaufeln Sie dann Gräben für 3€ in der Stunde.
Bei manchen Leuten hier wäre es mir ein Fest, den Lieferwagen zu
fahren...
MfG Paul
Autor schrieb:> Mathe I an der besagten Hochschule. Sorry aber das ist mehr als> lächerlich....
Da muss ich zustimmen. An sich eine Frechheit, aber leider gibt es
gerade bei FHs riesige Unterschiede, was das Niveau angeht.
Ich habe an der GSO in Nbg studiert, die wohl auch von sich glaubt, sie
müsse einen "guten Ruf" verteidigen. Entsprechend gibt es dort auch
solche Durchfallquoten, 60% in den Grundstudienfächern sind völlig
normal. Anderseits hat man den Vorteil, dass einem dieser Ruf später
wieder Nutzen bringt.
Ich hab das auch erlebt dass Studis von anderen FHs (andere
Bundesländer) dort hin gewechselt sind und gedacht haben ihr Schwein
pfeift... mal eben schnell noch paar Fächer vom nächsten Semester
mitnehmen und dann die Vorlesung zu 20% besuchen... tja oO Die haben es
verdient, durchzufallen.
Viele von den Siebengescheiten, die immer vorgeben, sie hätten alles
verstanden und bräuchten für die Klausur eigentlich nicht mehr lernen,
haben, um diesen Schein zu wahren, kein Leben mehr. Erklären können die
freilich nichts, dazu muss man den Sachverhalt nämlich erst mal
verstanden haben.
Aus diesem Grund erklärt sich natürlich auch ihr Sozialverhalten. Um die
Mischung dann endgültig zum Explodieren zu bringen, kommt noch hinzu,
dass sie durch ihren elitären Wahn (ich nenne es Narzissmus)
grundsätzlich besser sein müssen als jeder andere und es sich daher kaum
leisten können, irgendwelche fundierteren zwischenmenschlichen
Beziehungen mit Kommilitonen eingehen zu können. Schliesslich könnte ja
das wahre Bild ihrer Persönlichkeit zu Tage kommen. Überhaupt
widerspricht das dem Weltbild, dass jeder Mitmensch als ein Konkurrent
betrachtet werden muss. Zuletzt haben sie dazu wegen der permanenten
Lernerei ohnehin keine Zeit.
Das sind übrigens genau diejenigen, die man später nicht als Kollegen
haben will, weil sie nämlich diesen Wahn in den Beruf mitbringen und aus
diesem Grund eigentlich per Definition nur Kotzbrocken sein können. An
der richtigen Stelle Arschkriechen können sie dafür allerdings ganz
gut...
Ich habe es auch bei jemanden erlebt, den ich von früher schon Jahre
persönlich kannte, dass er das Grundstudium und den schwierigen Teil des
Hauptstudiums mit 1.x abgeschlossen hat, dann in Krypto durchgefallen
ist und scheinbar davon so demotiviert war, dass er das Studium nach dem
vierten Semester geschmissen hat... man denke sich seinen Teil.
Greets,
Michael
P.S. Der froh ist, das weit hinter sich zu haben ;)
Michael G.: Also die GSO bietet im Bachelor noch nicht einmal TET1,
Elektrodynamik ist ein kurz im Master (mit 5ECTS, selbst TET1 hat idR
mehr ECTS). Wenn man viel von sich halten würde, würde man wohl nicht
elementare Fächer nicht einfach den meisten Studenten vorenthalten. (als
Regelabschluss ist der Bachelor vorgesehen)
Die meisten meiner Kollegen sind vom "Ohm" (FH Nürnberg), der Uni
Erlangen oder von der FH bzw. TU München. Aufgrund der Hochschule kann
man fachlich keinen Unterschied erkennen. Die wahre Qualifikation liegt
immer in der Person begründet. Mit entsprechendem Elan kann sich jeder
in ein Fachgebiet tief genug einarbeiten. Und normale Umgangsformen
ermöglichen ein kollegiales Miteinander.
Die Aussagekraft von Noten ist gering, wenn man sie nicht objektiv ins
Verhältnis zu anderen Prüflingen setzen kann. Das gilt auch beim
Aussieben in Vorprüfungen.
Die hohen Durchfallquoten sind berechtigt und sind eine Folge der
mangelnden Studierfähigkeit. Abiturienten haben nicht die
Voraussetzungen für ein Hochschulstudium - zumindest nicht für ein
anspruchsvolles Fach. Das war übrigens in früheren Zeiten auch nicht
wesentlich besser. Aber ich meine, daß das Niveau immer schlechter wird.
Was aber niemanden verwundern muß, denn die Lehrer werden schlechter,
und somit auch die Absolventen.
Wenn man die Situation von der Anzahl der Hochschulabsolventen
betrachtet, kann die Durchfallquote gar nicht zu hoch sein. Denn es gibt
im Ingenieurbereich doppelt so viele Absolventen, als Bedarf besteht.
Die Prüfkriterien müßten also, insbesondere bei den Vorprüfungen,
wesentlich verschärft werden.
Man muss nicht für Mathe, Informatik, Elektrotechnik oder ähnliches
lernen, sondern man muss lernen Mathe, Informatik, Elektrotechnik u.s.w.
zu verstehen.
Alles Lernbare i´st nur Handwerkszeug.
Joe
J. S. schrieb:> Aber ich meine, daß das Niveau immer schlechter wird.> Was aber niemanden verwundern muß, denn die Lehrer werden schlechter,> und somit auch die Absolventen.
Klar, es muss ein Schuldiger her.
Nach mehr als 15 Jahren in der Wirtschaft und fast 30 Jahren als Dozent
glaube ich ein Urteil abgeben zu können.
Als die Computer aufkamen glaubten viele Abiturienten wenn sie eine
Festplatte formatieren und ein Betriebssystem neu installieren konnten,
dann können sie Informatik studieren. Teilweise saßen die größten
Raubkopierer vor mir, die angeblich jedes Programm geknackt haben. Zu
den Abschlussprüfungen habe ich keinen mehr gesehen.
So sind es heute diejenigen, welche im Netz in allen Netzwerken Bescheid
wissen. Die finden die Lösungen zu allen Aufgaben, zur Not in den USA.
In der Klausur finden sie keine Lösungen.
Auch ein Preisträger beim Landeswettbewerb "Jugend forscht" sagte mir,
dass er mehr als 1000 Stunden in seine Arbeit gesteckt hat - sehr
lobenswert. Für seine Klausur hat er sich keine 10 Stunden erfolglos
vorbereitet.
Hier hapert es an den Fähigkeiten der Studenten verbunden mit einer
absoluten Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten.
In meinem letzten Jahr an der TU betreute ich u.a. zwei
Abschlussarbeiten von Studenten des gleichen Gymnasiums und des gleichen
Mathematik- und Informatiklehrers. Dabei lies einer häufig verlauten,
dass er bestimmte Dinge schon in der Schule kennen gelernt hat. Diese
waren dem anderen absolut unbekannt. Die Abschlussnoten bestätigten die
Fähigkeiten, welche die Studenten wohl schon zu Zeiten ihres Abiturs
besaßen.
War der Lehrer nun ein guter Lehrer oder ein schlechter Lehrer?
Nur die eigene Arbeit führt zum Erfolg - nicht die Arbeit der anderen.
Joe
Können Sie aufgrund Ihrer 30-jährigen Erfahrung bestätigen, daß sich die
Studierfähigkeit der Abiturienten verschlechtert hat? Die Professoren
beklagen dies doch.
Night Hawk schrieb:> Das allgemeine Abi> ist für ein normales E-Technik Studium nur mittelmäßig geeignet.
Das Fachabi aber auch, denn ich kann kein Latein. Lateinische
Halbleiterbausteinbezeichnungen. ;-)
Das Haus an meiner FH war ja für Jedermann frei zugänglich und immer
offen. So hatten wir dann abends um 19 Uhr mal ein Abiturientenpäärchen
zu Besuch im µC-Labor stehen, kurz vor dem Abi, die uns sagten, sie
würden sich für E-Technik interessieren. Ich finde es auch ganz nett,
daß an einer FH ganz fremde Menschen sich mal was anschauen dürfen, wie
es da im Alltag zu geht, Labore und Vorlesungen. Mich störte das nie. In
die Bibliothek kann auch Jedermann immer lesen gehen, so lange er nichts
ausleiht.
Zum Glück war kein Prof. in der Nähe, der da in Eigenwerbung los
schwallt. Also wir Laborstudenten waren immerhin auskunftsbereit, und
wußten ungefähr, wie der Hase läuft. Fragten die beiden dann mal, wie es
so in den wichtigen Fächern bei ihnen im Abi aus sähe: Die beiden sagten
im Gleichton: Wir wählten Mathe ab, nicht so amüsant. Ehrlich gesagt, es
war ihnen im Vorfeld wohl schon immer zu stressig, wenn man es abwählt.
Darauf verdrehten wir alle die Augen, und die beiden verstanden. Es
werden wohl bessere Kunstwissenschaftler, oder vielleicht
Sprachwissenschaftler, als MINTler. Die hatten einen anderen
Schwerpunkt, und wußten es noch nicht.
Ferkel Wilhelm schrieb:> Schon wieder die Story? Hängt die Platte oder keine neuen Storys parat?
Lies einfach weg. Oder schalte ab. Das ist besser.
Oder hast du außer deiner saudämlichen Anmerkung hier was anzubieten?
"Eine Schande – und eine gesellschaftliche Riesendummheit noch dazu.
Landauf, landab warnt die Wirtschaft vor einem angeblichen
Ingenieurmangel, Zehntausende Stellen blieben jedes Jahr unbesetzt,
heißt es."
Hier wurde ja vielmals festgestellt, daß dieser Mangel ein Märchen ist.
Wir können also froh sein, daß die Professoren hier eine
Durchflußbegrenzung setzen, oder nicht? Schon schimpft sich ja am Ende
jeder Hinz und Kunz Ingenieur und überschwemmt den Markt. Da werden
Ingenieure erst recht zur Massenware.
In England gibt es Bachelor- und Masterabsolventen, die für deutsche
Verhältnisse Facharbeiterarbeiten verrichten. Wollen wir da hin?
Roland B. schrieb:> "Eine Schande – und eine gesellschaftliche Riesendummheit noch dazu.> Landauf, landab warnt die Wirtschaft vor einem angeblichen> Ingenieurmangel, Zehntausende Stellen blieben jedes Jahr unbesetzt,> heißt es.">> Hier wurde ja vielmals festgestellt, daß dieser Mangel ein Märchen ist.> Wir können also froh sein, daß die Professoren hier eine> Durchflußbegrenzung setzen, oder nicht? Schon schimpft sich ja am Ende> jeder Hinz und Kunz Ingenieur und überschwemmt den Markt. Da werden> Ingenieure erst recht zur Massenware.>> In England gibt es Bachelor- und Masterabsolventen, die für deutsche> Verhältnisse Facharbeiterarbeiten verrichten. Wollen wir da hin?
Ooch, da sind wir schon lange selbst. Zeitarbeits-Bestien, die einem in
500km Entfernung ein Butterbrot anbieten. Warum muß man da erst England
vergleichen? Um es häßlicher als uns selbst zu finden?
Roland B. schrieb:> In England gibt es Bachelor- und Masterabsolventen, die für deutsche> Verhältnisse Facharbeiterarbeiten verrichten. Wollen wir da hin?
Und wissen die das auch, oder ist das dort "normal"?
EGS_TI schrieb:> Und wissen die das auch, oder ist das dort "normal"?
Ich schätze, es ist immer schon so gewesen. Unterhalb des Bachelors gibt
es praktisch nichts, wie in Dtl. z.B. den Meister oder Gesellen.
Entweder man hat also einen Bachelor "degree" oder quasi garnichts.
Normale Arbeiter ohne große technische Anforderung haben keinen
Berufsabschluß, sondern nur ihre Berufserfahrung, weil sie gleich nach
der Schule in Betriebe einsteigen und dann alles "on the job" lernen -
ohne Berufsschule.
In der Tat ist es hier auch so, daß die Bachelorkurse in den ersten
Semestern Sachen behandeln, die in Dtl. bereits im Abitur kommen. Die
steigen also bei weitem nicht direkt in die höhere Mathematik ein.
Die Kurse sind dafür praktischer angelegt. Z.B. lernt ein FE
Berechnungsingenieur, wie man ein FE-Programm bedient. In Dtl. lernt man
eher die Grundlagen der FE, also wie man die Gln. des Kontinuums in ein
Gleichungssystem überführt und wie man dieses löst. Jenes wissen die
englischen Ingenieure in den meisten Fällen nicht - brauchen sie auch
nicht, macht ja das Programm - aber wehe das Programm macht einen
Fehler...
Leute, die ich kenne waren in Scheffield, Loughborrow, Glasgow usw. als
Gaststudenten. Jeder hat bestätigt, daß das Level nicht mit ner
deutschen Uni vergleichbar ist, mit den Worten: "Wer fällt da schon groß
durch, man müßte sich schon sehr dumm anstellen".
Für die Unis hier zählt eigentlich nur eins: Studiengebühren kassiern.
Wer die hohen Studiengebühren bezahlnen kann, bekommt auch seinen
"degree". Daran hängt es hier und an nix anderem.
Roland B. schrieb:> Für die Unis hier zählt eigentlich nur eins: Studiengebühren kassiern.> Wer die hohen Studiengebühren bezahlnen kann, bekommt auch seinen> "degree". Daran hängt es hier und an nix anderem.
Und wenn ich mir vorstelle, daß die Politik seit Bologna dieses System
sich zum Vorbild erklärt hat, dann wird es mir schlecht.
> > In England gibt es Bachelor- und Masterabsolventen, die für deutsche> > Verhältnisse Facharbeiterarbeiten verrichten. Wollen wir da hin?
auf diesem Level sind wir schon eben weil sich das das Niveau mit
Einführung des Bachelors vereinfacht hat.
> Und wissen die das auch, oder ist das dort "normal"?
die Frage ist doch hier wie dort: Was bleibt einem anderes großartiges
übrig?
D.h. wenn Du Dein Studium beendest und es herrscht gerade Mangel, dann
kannst Du Glück haben ... fängst Du was anderes an (weil da gerade mal
eine Krise war), dann bleibst Du auf Facharbeiterniveau bzw. ewiger
Zeitarbeiter und das Studium war für die Katz.
Den Unis/FHs ist es egal, weil sich die Vorgaben schon lange geändert
haben - Masse produzieren geht auch und danach wird dann alles zum
Glückspiel, das ist dann aber nicht mehr das Problem der Unis&FHs -
insofern nur eine Befolgung politischer Vorgaben alles zu vereinfachen.
Ob das der richtige Weg ist, bleibt fraglich.
> > Roland B. schrieb:> > Für die Unis hier zählt eigentlich nur eins: Studiengebühren kassiern.> > Wer die hohen Studiengebühren bezahlnen kann, bekommt auch seinen> > "degree". Daran hängt es hier und an nix anderem.
genau, das stimmt. Die Studiengebühren zwingen die Unis/FHs natürlich
zur Vereinfachung, d.h. wenn dann fliegt einer in den ersten Semestern
durch und nicht mehr kurz vor Ende wie das früher leider auch häufig der
Fall war.
Ich geh auch davon aus, daß vieles an Stoff wegfällt bzw. man auch
abwählen kann, da es ja mittlerweile eine Vielzahl von Studienvarianten
gibt.
Also dürfte nur noch das "vereinfachte" Grundstudium zum Problem für den
ein oder anderen werden, da ja die ganze Vorbildung auch nicht mehr
stimmt.
Roland B. schrieb:> Ich schätze, es ist immer schon so gewesen. Unterhalb des Bachelors gibt> es praktisch nichts, wie in Dtl. z.B. den Meister oder Gesellen.> Entweder man hat also einen Bachelor "degree" oder quasi garnichts.
Erst Associate Degree und nach weiteren 2 Jahren Bachelor. Den Associate
kann man mit unserer Ausbildung vergleichen.
>> In der Tat ist es hier auch so, daß die Bachelorkurse in den ersten> Semestern Sachen behandeln, die in Dtl. bereits im Abitur kommen.
Falsch. Bei Geisteswissenschaften ist es so, MINT nicht.
Ferkels Wilhelm schrieb:> Dem Willy muss man die Arbeits ans Bett bringen, alles andere ist nicht> zumutbar.
Da hast du Recht. Ich habe einen Merkzettel über zumutbare Arbeit hier
liegen, vom Amt.
J. S. schrieb:> Können Sie aufgrund Ihrer 30-jährigen Erfahrung bestätigen, daß sich die> Studierfähigkeit der Abiturienten verschlechtert hat? Die Professoren> beklagen dies doch.
Genau das kann ich auch bestätigen.
So saßen vor 1990 ca. 60 Anfänger in meiner Vorlesung "Mathe für
Ingenieure", davon haben etwa 40 bestanden.
Um 2000 saßen ca. 100 in der Vorlesung, davon haben 50 bestanden.
Und im Jahr 2010 haben sich 210 eingeschrieben und zum Semesterende habe
ich 72 Scheine ausgestellt.
Prof. Pfeiffer hat in umfangreichen Untersuchungen zum Leistungs- und
Lernverhalten bedenkenswerte Zusammenhänge festgestellt.
Zitat:
- „Wie retten wir unsere Söhne“ lautete das Thema von Pfeiffers
Augsburger Vortrag. Die Leistungskrise der Buben sei unübersehbar: Von
100 Abiturienten sind nur noch 44 männlich. 67 Prozent der
Medizinstudenten im ersten Semester sind Frauen. Dagegen sind die Buben
mit zehn zu eins führend bei der Internetsucht. Für die exzessive
Spielleidenschaft gibt es nach Pfeiffers Ansicht mehrere
Erklärungsmöglichkeiten. Eine davon ist: Die Buben flüchten in eine
virtuelle Machowelt, in der sie scheinbar Macht über Leben und Tod
haben.
Väter sind keine geeigneten Vorbilder mehr.
Was fasziniert Buben an Gewaltspielen? Die Ursache sieht Pfeiffer dafür
in der Erziehung der Jungen. Bei einer seiner Untersuchungen gaben nur
32,8 Prozent der befragten 16- bis 20-Jährigen an, einen Vater zu haben,
der sie auch mal in den Arm genommen, geknuddelt und getröstet habe. Die
anderen wurden mit lieblosen Sprüchen wie „stell dich nicht so an“ oder
„ein Indianer kennt keinen Schmerz“ abgespeist. Diese Väter seien keine
geeigneten Vorbilder. Sie verkörpern nicht den modernen Mann, sagt
Pfeiffer. Ihre Söhne stauten wie sie ihre Emotionen auf. In den Spielen
könnten sie sie dann entladen. Außerdem schadeten Gewaltspiele der
Konzentrationsfähigkeit.
Die Spiele seien zudem Zeiträuber. Jeder sechste Bub sitze täglich
viereinhalb Stunden am Computer, sagt der Forscher. Daher ist er ein
Befürworter der Ganztagsschule. Wenn die Jungen mehr Sport machen würden
und weniger Zeit zum Computerspielen hätten, könnten sie sich besser auf
die Schule konzentrieren und könnten mit entsprechenden Lehrern sogar
„Leidenschaft“ fürs Leben entwickeln. Die rhythmisierte Ganztagsschule
wäre ein Gewinn für die Buben.
An seinem eigenen Sohn habe er das beobachten können. Mit 16 Jahren sei
der Junge für ein Jahr nach Neuseeland gegangen. Dort habe er sich von
einem mittelmäßigen Schüler und Stubenhocker zu einem Gitarre spielenden
Volleyball-Spieler entwickelt. Dass seine Noten dabei auch noch besser
geworden seien, war Pfeiffer dabei gar nicht so wichtig. Wegen seiner
Hobbys habe der Junge jetzt gar keine Zeit mehr für die üblichen
Computerspiele.
- Zitat Ende.
Es lohnt sich nach weiteren Veröffentlichungen von Prof. Pfeiffer zu
googeln. Einen Teil seiner Arbeit hat er Bildungsproblemen gewidmet.
Joe
Thomas1 schrieb:> Erst Associate Degree und nach weiteren 2 Jahren Bachelor. Den Associate> kann man mit unserer Ausbildung vergleichen.
Das mag sein, aber der Associate ist damit ja faktisch in den Bachelor
integriert - hält aber bei weitem nicht mit einem deutschen Vordiplom
mit, wo es ja richtig rund geht.
Im UK haben die gewöhnlich mit 17-18 ihr A-level und sind dann mit 22
"fertige" Ingenieure. Mit dem Alter war ich im 3. Semester. Wobei die
hier mit weit niedrigeren Einstiegsgehältern anfangen und dann "on the
job" lernen und Erfahrung aufbauen.
Wenn unsere Uniabsolventen mit 25-26 fertig werden, sind sie aber weit
besser akademisch ausgebildet. Mit dem Alter haben die in UK bereits
einen PhD.
Meiner Erfahrung nach sind die dt. Ingenieure einfach breiter
aufgestellt und wissen mehr, bzw. sind flexibler. Nur wer viele
Grundlagen kennt, findet Lösungen und Analogien.
@nvv 05.08.2012 00:58, @Thomas1 05.08.2012 09:36,
Wenn Finnland oder Südkorea mit Gesamtschulen weit kommen, dann sei
ihnen das gegönnt. Allerdings sollte man das nicht überbewerten:
- Beide Länder sind ethnisch vergleichsweise homogen und haben nicht so
viele "multikulturelle Probleme"
- Die PISA-Studie hat Fähigkeiten abgefragt, die nur zum Teil kongruent
mit den Zielen des deutschen Bildungssystems sind.
- In Finnland kommen die meisten Schüler zum Abitur. Falls Finnen nicht
viel intelligenter sein sollten als Deutsche, kann das nur heißten, daß
das Niveau (noch) niedriger ist.
- Vermutlich sind Betreuungsschlüssel, Ausstattung usw. besser., wobei
das allerdings zum Teil überbewertet wird. Z. B. gibt es Studien, wonach
Klassengrößen mit 25-30 Kindern optimal sind und kleinere Klassen gar
nicht besser, weil intensivere Betreuung auch mehr Streß für die Kinder
bedeutet.
- Finnland ist ein Flächenland, wo möglicherweise ein mehrgliedriges
Schulsystem organisatorisch schwierig wäre.
Daß das deutsche Schulsystem heute Kinder aus "bildungsnahen Schichten"
bevorzugt, dürfte daran liegen, daß das Niveau so weit gesenkt wurde,
daß nur noch Kinder, deren Eltern bei den Hausaufgaben helfen oder sich
Nachhilfe leisten können, dabei genug lernen.
Zu meiner Zeit (70er, 80er Jahre) war das noch anders. Mein Vater war
Handwerksmeister, er hatte vor der Berufsausbildung nur 7 Jahre die
Volksschule besucht, meine Mutter war Einzelhandelskauffrau mit minimal
höherer Schulbildung. Trotzdem waren beide bei uns im Ort
"gesellschaftlich akzeptiert" und angesehen, und trotzdem habe ich
heute, wenn auch auf Umwegen, Abitur und einen einen
Universitätsabschluß in Informatik. Meine Schwester hat ebenfalls Abitur
und Studium, sogar mit höherem akademischen Abschluß geschafft und ich
kenne auch andere Leute aus meiner Generation und ähnlichem Hintergrund,
die es geschafft haben.
Es war auch während meiner Schulzeit durchaus zu merken, daß die Kinder
aus Akademikerfamilien es einfacher hatten, meiner Meinung nach war das
aber vor allem Wissen um organisatorische Dinge.
Das wirkliche Problem ist doch nicht, daß die Menschen unterschiedlich
sind, sondern daß einige Leute schon mit Realschulabschluß Standesdünkel
gegenüber denjenigen mit "nur" Hauptschulabschluß entwickeln und so
weiter. Ich habe früher während meiner Schulzeit bestimmt viele Leute
vor den Kopf gestoßen, solange ich die sozialistische Gleichheitsdoktrin
noch geglaubt habe und nicht verstehen konnte, daß ich eine schnellere
Auffassungsgabe und größeres technisches Interesse als die meisten
anderen hatte. Das war nicht böse gemeint, ich wußte es nur nicht
besser. Trotzdem würde ich meine Kinder bestimmt nicht so erziehen, daß
ihnen das gleiche passiert, sondern ich würde ihnen sagen, daß Menschen
Individuen mit unterschiedlichen Begabungen in verschiedenen Bereichen
sind.
Nachdem ich mich viel mit Optimierungsprobleme beschäftige, scheint das
dreigliedrige Schulsystem schon ein ziemlich guter Kompromiß zu sein, um
Kindern ein Umfeld zu verschaffen, wo die Unterschiede nicht zu groß
sind, damit der Blick auf die besseren Kinder nicht zu sehr deprimiert
oder das Mitziehen der langsameren, weniger zu abstraktem Denken fähigen
die begabteren nicht unnötig behindert.
Der Dichterfürst hatte schon eine schöne Antwort auf Versuche der
bildungstechnischen Gleichmacherei, die ich beim besten Willen nicht
besser ausdrücken könnte:
Gleich zu sein unter Gleichen,
das läßt sich schwer erreichen:
Du müßtest ohne Verdrießen,
wie der Schlechteste zu sein dich entschließen.
amtel schrieb:> (Hey, wenn man sich die letzten Klausuren> anschaut - erkennt man das Muster. Ihr glaubt doch nicht, das eine> völlig neue Klausur für euch entworfen wird).
Damit kann man aber auch auf die Nase fallen. Ich hatte mal für eine
Informatikklausur mit alten Klausuren gelernt und als ich zwei davon in
der Zeit, die ich für die eine Klausur hatte, so weit lösen konnte, daß
ich bestanden hätte (mehr wollte ich nicht, Teile hatte ich bewußt nicht
gelernt), kam eine absolute Hammerklausur, bei der es fast niemand
geschafft hat, alle Aufgaben zu bearbeiten.
Fachkraft schrieb im Beitrag #2788269:
>> Such dir lieber ne Frau> Lieber Lotto spielen. Das ist erstens billiger, zweitens das Risiko ist> überschaubar begrenzt und drittens gibt es wenigstens noch den Hauch> einer Gewinnchance.
Echt lustig hier. Bei uns im Studium gab es welche, die gar nicht
wußten, was eine Frau überhaupt ist. Wir haben das dann mal gegoogelt,
denn sonst gab es ja in der Umgebung keine...
>Also das Niveau des Studiums scheint ja ganz>schön abgesunken zu sein. Ich habe in den 70ern
Das Niveau ist meiner Meinung nicht gesunken. Die Welt ist nur etwas
gerechter geworden, vielleicht auch Dank der neuen Medien
>an einer FH studiert. Die Durchfallquote lag>bei ca. 95%. In Mathe hatten wir einen Prof der>mit folgenden Spruch die Klausuraufgaben verteilt>hatte: "Na wolln wir mal wieder wegprüfen". Da
Solchen Arxxxlöxxern legt man bei entsprechender Gegenwehr mehr und mehr
Maulkörbe an. Solche Pfeifen haben nischt auf der FH oder Uni zu suchen!
>gab es Studenten die haben sich den Zettel durchgelesen,>haben dann die Sachen gepackt und wurden nie>wieder gesehen.
Leider, leider. Ich hätte das nicht so ohne weiteres hingenommen.
Rosa
Joe schrieb:> Es lohnt sich nach weiteren Veröffentlichungen von Prof. Pfeiffer zu> googeln. Einen Teil seiner Arbeit hat er Bildungsproblemen gewidmet.
Das ist doch der Trottel der sich mit seinen Ferndiagnosen zum
Schwimmbadmord masslos blamiert hatte.
Später gab er immer seinen unwissenschaftlichen Senf zu Gewalt und
Computerspielen im TV ab, damit er weiter fleissig Werbung für sein
"Institut" machen und Geld einwerben kann.
Der Mann ist ne Lachnummer unter seriösen Wissenschaftlern, falls sie
das noch nicht mitbekommen haben.
Rosa-Kleidchen schrieb:>>Also das Niveau des Studiums scheint ja ganz>>schön abgesunken zu sein. Ich habe in den 70ern> Das Niveau ist meiner Meinung nicht gesunken. Die Welt ist nur etwas> gerechter geworden, vielleicht auch Dank der neuen Medien
Mit Erfahrungen der 70er kann ich leider nicht dienen, doch mit diesen:
- Grundlagenfach im Technikstudium
- Stoff seit den 80zigern gleich
- Lehrumfang gleich
- Klausurumfang gleich
Notendurchschnitt der Abschlussprüfungen (schriftlich)
1980 2,3
1990 2,7
2000 3,3
2010 4,0
Hmm, ich finde man kann die "Studienbedingungen" nicht unbedingt mit
denen der 70er oder 80er vergleichen. Damals studierten wohl eher die,
die sich auch für ihre Thematik umfassend interessierten und auch
entsprechend vorbereiteten.
Heutzutage ist es ja schon fast eine Schande nicht auf ein Gymnasium zu
gehen und für Haupt- und Realschüler sehen die Chancen für eine
Ausbildung bzw. einen Beruf auch nicht mehr so rosig auf. Produktionen
wurden modernisiert, ausgelagert oder globalisiert. So schrumpfen halt
die Perspektiven und es drängt mehr zum Abitur, und wenn man das schon
irgendwie bekommen hat kann ja auch ein Studium versuchen, ergo mehr
"Bewerber" die sich versuchen und gegebenenfalls scheitern.
Wenn man früher noch als Korbflechter seine Familie versorgen konnte,
aber jetzt ein Studium braucht obwohl man doch lieber was einfaches
machen wollte, dann passt es eventuell nicht mehr so mit durchwurschteln
alleine.
Es hängt ja dann auch teilweise von der Pädagogik/Methodik ab, mein
Mathe-Prof. war noch richtig von der alten Schule mit humanistischer
Ausbildung. Trotzdem noch gehobene Durchfallquote aber wenn man sich
reinkniet zu schaffen.
Im Gegensatz der selbstverliebte BWL-Prof. der im Grundstudium kein
großes Publikum bei seinen Vorlesungen halten konnte, in höheren
Semstern in kleinerem Kreis wohl besser. So lustige Bewertungen wie "in
der Wirtschaft werden keine Fehler verziehen" Aufgabe entweder komplett
richtig oder falsch oder halt je nach Nase. Er rühmt sich auch das seine
Prüfungen nie mehr als 30% bestehen und er bei 40% ein Campus-Fest
spendieren würde, aber nie die Absicht hat das jemals Geschehen zu
lassen. Andere Eskapaden lass ich mal weg.
Hallo,
ich habe zwei Semester Übungsgruppen Mathematik für Informatiker an
einer deutschen Uni geleitet, deswegen beschränke ich mich nur auf
Mathematikdurchfallquoten.
Verstehe es , wer will schrieb:> Jetzt frage ich mich, ist das wirklich so? Warum machen die Studenten> nicht genug für ihre Fächer? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich> lerne seit Jahren hart um endlich mein Traumfach studieren zu können,> und mit dem Hintergrund das man ja nur 3x durchfallen darf, verstehe ich> nicht warum die Studenten dann nicht genug machen.
Wenn du hart und effektiv lernst, wirst du höchstwahrscheinlich dein
Studium bestehen. Finde heraus, wie die andere Studenten lernen. Finde
eine gute Lerngruppe.
Je anspruchsvoller dein Fach ist, desto besser ist es für dich, denn
umso schwierigerer kannst du durch "outsourcing" von einer billigen
Arbeitsgraft ersetzt werden.
> Klar... sind immer> ein paar dabei ... aber fast 60% / 90% ???
Es gibt viele Gründe, warum viele Studenten Schwierigkeiten im
IT-Studium haben können. Und nicht immer sind die Studenten daran
schuld. Weiter folgen meine subjektive Vermutungen:
1) Falsche Berufsvorstellungen. Informatik ist nicht Programmieren.
Informatik ist anspruchsvoll.
2) Ein guter Informatiker wird auch gut bezahlt. Daher gibt es viele
Menschen "die was mit den Rechnern tun wollen, und dafür viel Geld
kriegen".
3) Eine Universitätsausbildung (TU auch) unterscheidet sich sehr stark
von der Schulausbildung. Plötzlich reicht es nicht mehr "einen Tag vor
der Klausur" zu lernen, um diese zu bestehen. Dazu kommen noch
organisatorische Probleme, z. B.: man muss entscheiden welche
Vorlesungen und wann (ob) man besucht. Einige müssen noch während des
Studiums arbeiten.
4) Die Mathematikkenntnisse einigen Abiturienten sind schlecht. Oft
verstehen die Schüler die Wichtigkeit dieses Faches nicht. Zum Teil
liegt es an einigen inkompetenten Lehrer. Das deutsche Schulsystem hat
viele Probleme. Unsere Universität bemüht sich, mit Hilfe von Projekten
für Schüler und Lehramstudenten diese Situation zu verbessern. Ein
anderer Grund kann sein, dass bei einigen Schülern "Lehrer sind schuld"
bzw. bei Studenten "Professoren sind schuld" ein realitätsfremdes
Lebensmotto ist.
>> Man hört ja immer hier und da das Leute "ausgesiebt" werden. Bezieht> sich das auf Leute die es einfach inhaltlich nicht packen oder sind da> die meisten wirklich einfach nur Faul nach dem Motto "eingeschrieben und> dann lieber Party machen, statt zu lernen" ?
Im Nachfolgenden möchte ich verdeutlichen, dass das "Aussieben" nicht
unser Ziel ist. Unser primäres Ziel ist Wissen zu vermitteln. Zu unseren
Aufgaben gehört auch, die Qualifikation der Studenten durch Noten zu
bewerten. Die entsprechende Prüfungsordnung "entscheidet" dann, ob die
Qualifikation ausreichend für den angestrebten Beruf ist.
In unserem Fachbereich geben wir uns viel Mühe, um den Stoff im Rahmen
der entsprechenden Anforderungen (es gibt eine Art Liste die Themen
enthält, die behandelt werden müssen) auch didaktisch gründlich zu
bearbeiten. Dabei wird unter anderem berücksichtigt, dass wir
Informatiker und nicht Mathematiker ausbilden.
Nach Übungen gibt es Besprechungen unter Dozenten, um herauszufinden, wo
es Probleme gibt. Falls nötig, werden die nachfolgende
Unterrichtsstunden angepasst.
Wir bieten unseren Studenten auch Sprechstunden an. Dabei stehen ihnen
meistens mehrere Dozenten zur Wahl. (Falls Lernprobleme tatsächlich an
einem Dozenten liegen sollen, kann man zu einem anderen gehen).
Trotz unserem Bemühen gibt es viele Studenten, die unsere Angebote nicht
nutzen. Da können wir nichts tun, es ist deren Entscheidung für die sie
auch Verantwortung tragen.
Anderseits gibt es auch viele Studenten, die nicht nur Klausuren
bestehen, sondern auch sehr gute Noten dabei kriegen. Das zeigt, dass
die Anforderungen erfüllbar sind.
>> War das in euren Hochschulen im Bereich Informatik, E-Technik usw. auch> so?
Ja. Ich habe zusätzlich zu Mathematik Ingenieurwesen studiert. 60%-75%
Prozent Durchfallquote insbesondere Elektrotechnik und Mechanik war die
Regel. Ich musste für meine 4.0- und 3.x-Noten hart kämpfen.
Joe G. schrieb:> Notendurchschnitt der Abschlussprüfungen (schriftlich)>> 1980 2,3> 1990 2,7> 2000 3,3> 2010 4,0
Interessante Zahlen. Hast du auch Zwischenwerte und Absolutwerte?
Man muss sich nur mal vorstellen, was für eine krankhafte
Ingenieursschwemme wir hätten, wenn die Durchfallquoten nicht mindestens
50-70% betragen würden. Selbst jetzt haben wir ein massives Überangebot
an Ingenieuren. Man kann froh sein, dass die Unis so hart sieben, und
dennoch gibt es zu viele Ingenieure für die freien Arbeitsplätze.
> Man muss sich nur mal vorstellen, was für eine krankhafte> Ingenieursschwemme wir hätten, wenn die Durchfallquoten nicht mindestens> 50-70% betragen würden.
Ist doch schon heute der Fall , wenn die Hochschulen etwas milder wären
würde die Wahrheit vielleicht früher ans Tageslicht kommen
> Selbst jetzt haben wir ein massives Überangebot> an Ingenieuren.
Das ist eine starke Untertreibung
> Man kann froh sein, dass die Unis so hart sieben, und> dennoch gibt es zu viele Ingenieure für die freien Arbeitsplätze.
Bin eigentlich nicht so froh , an den Deutschen Hochschulen herrschen
teilweise perverse Verhältnisse
Is ja irgendwie schon klar, dass vor 20, 30, 40 Jahren alles härter war.
Heute können ja geistig Behinderte Ingenieur werden, die dann auch noch
wegen der Behindertenquote VOR euch genommen werden. Ganz abgesehen von
der Ausländerquote, der Schwarzenquote, der Frauenquote etc.
Wer heutzutage noch eine Ausbildung abschliesst hat keinen besseren
Wissensstand als ein halbwegs intelligenter Primat/Gorilla. Dazu kann
man ja heute eh den ganzen Tag nur saufen und ficken, wenn man Abitur
macht.
Der Master ist heute nicht viel mehr wert als der Meister auf dem Bau
und die Generation von heute ist frech, neunmalklug und beherrscht keine
Rechtschreibung.
Davon abgesehen muss man für alles Gebühren zahlen und es gibt für alles
ein Gesetz. Die Steuern sind viel zu hoch und die Frauen sind einfach
nur nervig.
Ganz abgesehen davon, hat es echt scheisse lange gedauert, bis das
Raspberry Pi eingetroffen ist.
Ich hoffe, der eine oder andere erkennt sich hier wieder. Denn das ist
das einzige, was ich in diesem Teil des Forums noch so zu lesen kriege.
Es gibt einige Möglichkeiten, nicht in die Gruppe der Durchgefallenen zu
landen.
- ordentlich, diszipliniert, askethisch, stoisch und einfach ein
penibler, pedantischer Korinthenkacker sein, bei dem die kleinste Pause
zu einer Unterspannung führt und sonst nix kennt als sein Fach
(80h/Woche am studieren)
- lernen, bis man in Ohnmacht fällt, in der Prüfungsphase muss es sich
wie ein Todeskampf anfühlen, sonst macht man etwas falsch
- sofort begreifen, was gerade gelehrt und vorgelesen wird; wenn es
nicht der Fall ist, kommt man aus dem falschen Milieu und man muss die
oberen Punkte intensiver betreiben
- einer Lerngruppe sich anschliessen, die nicht zur Durchfallgruppe
gehören wird und sich ein Stück weit von denen mitziehen lassen
- Tutorien und sonstige auf freiwilliger Basis angebotene Kurse
lückenlos mitmachen
- den Professoren und Mitarbeitern nachstellen und stückweise in
Erfahrung bringen, was geprüft wird
- alte Klausuren bis ins Jahr 1985 trainieren, auch wenn in dieser Zeit
mehrere Professoren gelehrt haben
- wer immer noch unsicher ist, kann von den Internetseiten von anderen
Unis oder im Netz gefundenes Lehrmaterial durchpauken und Literatur,
auch englischsprachiger, hinzuziehen
Wer da dann immer noch durchfällt, kann mit Fug und Recht behaupten,
absolut nicht für das Fach geeignet zu sein
>> Was aber niemanden verwundern muß, denn die Lehrer werden schlechter,>> und somit auch die Absolventen.>>Klar, es muss ein Schuldiger her.
Ja klar. Und aus Sicht der Lehrer sind natürlich immer die Schüler die
schuldigen.
Wessen Position ist jetzt glaubwürdiger?
Die Position derer mit einem sicheren Arbeitsplatz unabhängig der
eigenen Leistung?
Oder die Position derer, die auf einen guten Schulabschluss angewiesen
sind und der Willkür erstgenannter ausgeliefert sind?
@ Marc (Gast)
>>Klar, es muss ein Schuldiger her.>Ja klar. Und aus Sicht der Lehrer sind natürlich immer die Schüler die>schuldigen.
Hat keiner behauptet. Sinnberfassendes Lesen solltest du üben.
>Wessen Position ist jetzt glaubwürdiger?
Ob glaubwürdig oder nicht ist hier nicht die Frage.
>Die Position derer mit einem sicheren Arbeitsplatz unabhängig der>eigenen Leistung?
Ist sie nicht, auch wenn es manchmal so scheint. Liefert ein Lehrer
schlechte Leistungen und ein oder mehrere Schüler beschweren sich, und
wird das von den zuständigen Aufsichtspersonen so bestätigt, fliegt er
auch raus.
>Oder die Position derer, die auf einen guten Schulabschluss angewiesen>sind und der Willkür erstgenannter ausgeliefert sind?
Du weißt gar nicht, was Willkür ist. Du jammerst nur. Ein Mathelehrer
kann dir nur Punktabzug geben, wenn deine Ergebnise falsch sind, nicht
wenn ihm deine Nase nicht gefällt. Ein Sportleherer kann dir nur
Punktabzug geben, wenn du zu langsam rennst. Alles objektiv messbare
Dinge. Klar gibt es Grauzonen, Gedichtsinterpretation in Deutsch,
Ausarbeitung in Geschichte. Hier hat der Lehrer Handlungsspielraum, der
ggf. auch mal etwas gegen dich ausfällt, weil er die Sache strenger
sieht. Aber das entscheidet nicht über durchfallen und bestehen,
bestenfalls über 2,3 oder 3,0.
Hör auf zu jammern, mach was. Auch wenn am Ende rauskommt, dass du den
Anforderungen Abi/Studium/Whatever NICHT gewachsen bist. Dann musst du
dich auf der Ebene behaupten, die deinem Leistungsvermögen entspricht.
Nicht jeder hat das Zeug zum Studium, genausowenig wie zum
Spitzensportler oder Weltklassemusiker. Muss man auch nicht.
Matthias H. schrieb:> Daß das deutsche Schulsystem heute Kinder aus "bildungsnahen Schichten"> bevorzugt, dürfte daran liegen, daß das Niveau so weit gesenkt wurde,> daß nur noch Kinder, deren Eltern bei den Hausaufgaben helfen oder sich> Nachhilfe leisten können, dabei genug lernen.>> Zu meiner Zeit (70er, 80er Jahre) war das noch anders. Mein Vater war> Handwerksmeister, er hatte vor der Berufsausbildung nur 7 Jahre die> Volksschule besucht, meine Mutter war Einzelhandelskauffrau mit minimal> höherer Schulbildung. Trotzdem waren beide bei uns im Ort> "gesellschaftlich akzeptiert" und angesehen, und trotzdem habe ich> heute, wenn auch auf Umwegen, Abitur und einen einen> Universitätsabschluß in Informatik. Meine Schwester hat ebenfalls Abitur> und Studium, sogar mit höherem akademischen Abschluß geschafft und ich> kenne auch andere Leute aus meiner Generation und ähnlichem Hintergrund,> die es geschafft haben.> Es war auch während meiner Schulzeit durchaus zu merken, daß die Kinder> aus Akademikerfamilien es einfacher hatten, meiner Meinung nach war das> aber vor allem Wissen um organisatorische Dinge.
Moment mal - willst du etwa andeuten, dass früher Kinder aus
"bildungsnahen" Schichten nicht bevorzugt wurden? Da wird dich jede
Statistik aber Lügen strafen.
Das ist meines Erachtens ein ganz zentraler Punkt: früher waren Abitur
und Studium einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten - Kindern
in einem akademischen Umfeld aufgewachsen sind.
Das ist heute nicht mehr so, aber daran hat sich das Bildungssystem
nicht angepasst. Das deutsche Schulsystem erwartet, dass die Schüler
selbstständig zu hause lernen, Hausaufgaben machen und Prüfungen
vorbereiten. Und da tut sich eine gewaltige Lücke auf, zwischen denen
aus bildungsfernen Familien auf der einen Seite und bildungsnahen auf
der anderen. Es macht eben unglaublich viel aus, ob die Eltern nicht mal
die Hausaufgaben kontrollieren und schlechte Noten mit einem
Achselzucken hinnehmen oder ob man die Kinder aktiv unterstützt,
notfalls auch mit Nachhilfe etc.
Die deutsche Schule will das so, vor allem die Gymnasien. Diese sehen
Erziehung, die über das Präsentieren von Stoff hinausgeht, nicht als
ihre Aufgabe. Von den Schülern wird Selbstständig erwartet, und das
heißt nicht selten Unterstützung durch die Eltern.
Wer die nicht hat, der wird gerade in Mathe und den Naturwissenschaften
sehr schnell abgehängt und schludert sich schnell mehr schlecht als
recht bis zum Abitur.
Das ist meines Erachtens DER zentrale Punkt für die Probleme im
deutschen Schulsystem. Andere Länder haben das erkannt und deshalb
findet dort mehr in der Schule statt - von Hausaufgaben, bis zu einem
vielfältigen Angebot an geistig anregenden Arbeitsgemeinschaften, eben
um den Risikofaktor Eltern abzumindern.
Aber da die meisten akademischen "High Performer" (Professoren etc.) nur
ihre bildungsbürgerliche Perspektive kennen, ist es natürlich einfach
auf die immer dümmer werdenden Studenten zu schimpfen.
Dresdner schrieb:
>früher waren Abitur>und Studium einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten - Kindern>in einem akademischen Umfeld aufgewachsen sind.>Das ist heute nicht mehr so, ...
Das ist nicht Dein Ernst? Gerade das war ja der Clou am
DDR-Bildungssystem,
daß es auf die schulischen Leistungen und nicht auf die Herkunft ankam.
Im Augenblick ist es doch so, daß die Kinder regelrecht gezwungen sind,
Abitur zu machen, um überhaupt noch eine Chance auf eine Lehrstelle zu
erhalten, weil man sich dort nicht mehr mit Realschülern zufrieden gibt
-
schließlich kann man ja Abiturienten kriegen.
Die Folge ist: Niemand mit Abitur will sich die Hände schmutzig machen
und es wird auf "Teufel komm raus" studiert, die Unis platzen aus allen
Nähten.
Das Gejaule vom ach so schweren Studium kann ich nicht mehr hören!
Wer ZWINGT denn einen Abiturienten dazu?
Gruß
Buna-Pelzer
@ Dresdner (Gast)
>Moment mal - willst du etwa andeuten, dass früher Kinder aus>"bildungsnahen" Schichten nicht bevorzugt wurden?
Wann früher? Wo?
> Da wird dich jede Statistik aber Lügen strafen.
Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
>Das ist meines Erachtens ein ganz zentraler Punkt: früher waren Abitur>und Studium einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten - Kindern>in einem akademischen Umfeld aufgewachsen sind.
Vielleicht zu Kaisers Zeiten.
>Das ist heute nicht mehr so, aber daran hat sich das Bildungssystem>nicht angepasst. Das deutsche Schulsystem erwartet, dass die Schüler>selbstständig zu hause lernen, Hausaufgaben machen und Prüfungen>vorbereiten.
Um Gottes Willen! Das darf dorch wohl nicht wahr sein! Eigeninitiative?
Wo kommen wir den da hin?
> Und da tut sich eine gewaltige Lücke auf, zwischen denen>aus bildungsfernen Familien auf der einen Seite und bildungsnahen auf>der anderen.
So schlecht aus dem Sarazin-Buch kopiert? Hmmm.
Es gibt VERDAMMT viele Länder dieser Erde, wo die Menschen unter GANZ
ANDEREN, um GRÖßENORDNUNGEN schlechteren Bedingungen lernen müssen. Und
weißt du was, die MACHEN WAS, so gut es geht. Die haben ein STARKES
Interesse, nach oben zu kommen, vor allem die Eltern wollen das für ihre
Kinder. Und das alles aus Eigeninitiative. Komisch.
>Es macht eben unglaublich viel aus, ob die Eltern nicht mal>die Hausaufgaben kontrollieren und schlechte Noten mit einem>Achselzucken hinnehmen oder ob man die Kinder aktiv unterstützt,>notfalls auch mit Nachhilfe etc.>Die deutsche Schule will das so, vor allem die Gymnasien. Diese sehen>Erziehung, die über das Präsentieren von Stoff hinausgeht, nicht als>ihre Aufgabe.
Ist sie auch nicht. Oder willst du nach dem Überstaat schreien, der die
Eltern ihrer Erziehungsaufgabe entmündigt? Na dann mal los! Ausserdem
ist die Schule und spezielle die Lehrer Prügelknabe der Nation. Läuft
was mit der Jugend schief, sind es die Lehrer. Wenn die aber mal ein
paar Rotzlöffel zur Verantwortung ziehen wollen, mit schlechter
Benotung, Hausarbeiten etc., kommt gleich der Anwalt.
>Von den Schülern wird Selbstständig erwartet, und das>heißt nicht selten Unterstützung durch die Eltern.
Siehe oben.
>Wer die nicht hat, der wird gerade in Mathe und den Naturwissenschaften>sehr schnell abgehängt und schludert sich schnell mehr schlecht als>recht bis zum Abitur.
Viel zu weit. Realschule reicht hier vollkommen, und das soll keinerlei
ABWERTUNG sondern EINSCHÄTZUNG sein.
>Das ist meines Erachtens DER zentrale Punkt für die Probleme im>deutschen Schulsystem.
Dream on.
>Andere Länder haben das erkannt und deshalb>findet dort mehr in der Schule statt - von Hausaufgaben, bis zu einem>vielfältigen Angebot an geistig anregenden Arbeitsgemeinschaften, eben>um den Risikofaktor Eltern abzumindern.
Also doch Entmündigung. Vor allem auch der fähigen Eltern. Sehr gut!
>Aber da die meisten akademischen "High Performer" (Professoren etc.) nur>ihre bildungsbürgerliche Perspektive kennen,
Du kennst solche Leute persönlich, um das hier so festzustellen?
>ist es natürlich einfach>auf die immer dümmer werdenden Studenten zu schimpfen.
Ist aber so. Hat viele Gründe. Soziale, technologische. Vor 20 Jahren
war Internet nahezu unbekannt in der Normalbevölkerung, keine Emails,
Chat, WoW, Gesichtsbuch etc. Das IST ein VERDAMMT hohes Suchtpotential.
Fernsehprogramm mit 100+ Kanälen dito. Der "Trend", jede Nase müsse
Abitur machen, war am Anfang, die Abiturientenquote lag irgendwo bei 20%
oder so, keine Anhnung. Der Anspruch an Bildung und Abiturien war
deutlich höher. Heute ist Abi billige Ramschware wie McDonalds.
Falk Brunner schrieb:> Wann früher? Wo?
Bevor es das Bafög gab vielleicht.
Falk Brunner schrieb:> Ist sie auch nicht. Oder willst du nach dem Überstaat schreien, der die> Eltern ihrer Erziehungsaufgabe entmündigt? Na dann mal los! Ausserdem> ist die Schule und spezielle die Lehrer Prügelknabe der Nation. Läuft> was mit der Jugend schief, sind es die Lehrer. Wenn die aber mal ein> paar Rotzlöffel zur Verantwortung ziehen wollen, mit schlechter> Benotung, Hausarbeiten etc., kommt gleich der Anwalt.
Wenn der Vater einen Hauptschluabschluss hat kann er seinem Zögling ab
der 5. Klasse auf dem Gymnasium nicht mehr unterstützen.
Kinder, die es überhaupt so weit schaffen aus solchen
Ausgangspositionen, müssten dann wenigstens gefördert werden. Denn
Potential ist ja da.
@ mirko neumann (Gast)
>Wenn der Vater einen Hauptschluabschluss hat kann er seinem Zögling ab>der 5. Klasse auf dem Gymnasium nicht mehr unterstützen.
Mag sein.
>Kinder, die es überhaupt so weit schaffen aus solchen>Ausgangspositionen, müssten dann wenigstens gefördert werden.
Ja.
> Denn Potential ist ja da.
Woran erkennst du das?
Und willst du behaupten, dass alle schlechten Abiturienten/Studenten
genau in dieses Bild passen?
Willst du behaupten, dass die alle hochbegabte, aber leider nicht
geförderte Menshen sind?
Ich hab da meine Zweifel.
PostMortem schrieb:> Man muss sich nur mal vorstellen, was für eine krankhafte> Ingenieursschwemme wir hätten, wenn die Durchfallquoten nicht mindestens> 50-70% betragen würden. Selbst jetzt haben wir ein massives Überangebot> an Ingenieuren. Man kann froh sein, dass die Unis so hart sieben, und> dennoch gibt es zu viele Ingenieure für die freien Arbeitsplätze.
Ich dachte, mir haben etwas zu wenig Ingenieure? Und die mittlere
Durchfallquote an Unis beträgt keine 50-70 %. Sie liegt sogar unter 40
%, also mehr als die Hälfte erreicht ihren Abschluss, jedenfalls im
Maschinenbau.
Buna-Pelzer schrieb:> Dresdner schrieb:>>früher waren Abitur>>und Studium einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten - Kindern>>in einem akademischen Umfeld aufgewachsen sind.>>Das ist heute nicht mehr so, ...>> Das ist nicht Dein Ernst? Gerade das war ja der Clou am> DDR-Bildungssystem,> daß es auf die schulischen Leistungen und nicht auf die Herkunft ankam.
Klar. Solang die Kinder und Eltern politisch nicht verdächtig waren. Und
aus der Arbeiterklasse kamen, Akademikerkindern wurden da ja auch gern
mal höhere hürden auferlegt. Wenn du das gerechter findest...
@ Falk Brunner
Glückwunsch, du und deinesgleichen stimmen an diesem Land nicht.
Gehst du auch in Grundschulen und schreist du Hartz IV Kinder ohne
Frühstück an, dass sie doch gefälligst Eigeninitiative zeigen sollen,
damit sie aufs Gymnasium kommen? Du kotzt mich an.
Buna-Pelzer schrieb:> Das Gejaule vom ach so schweren Studium kann ich nicht mehr hören!> Wer ZWINGT denn einen Abiturienten dazu?
Die eigene Einstellung und die Erwartungen der Eltern, die ihre
Einzelkinder mit mit der Hoffnung auf eine große Karriere ins Rennen
schicken.
mirko neumann schrieb:> Wenn der Vater einen Hauptschluabschluss hat kann er seinem Zögling ab> der 5. Klasse auf dem Gymnasium nicht mehr unterstützen.> Kinder, die es überhaupt so weit schaffen aus solchen> Ausgangspositionen, müssten dann wenigstens gefördert werden. Denn> Potential ist ja da.
Bildungsnahe Eltern sind ein Vorteil. Aber den kann man nicht wirklich
beseitigen. Der Einfluß der Elern auf die spätere Karriere ist enorm,
was schon immer so war:
Wenn Micheal Schumachers Eltern keine Kartbahn besessen hätten...
Wenn Mozarts Vater kein Hofmusikant gewesen wäre...
Die Reihe läßt sich endlos fortsetzen. Ich würde postulieren, daß die
Eltern die Karriere ihrer Kinder zu über 50% beeinflussen. Der Rest ist
dann eigene Präferenz, Neigung und Fähigkeit.
Die hohen Durchfallquoten gibt es, seit man doch den Superingenieur
züchten will, der alles kann und in jeder Hinsicht ein Allrounder ist.
Die Unternehmen erwarten einen kommunikativen, gutaussehnden
Verkäufertyp, der gut reden und auch gut delegieren kann und nebenbei
noch sehr solides, tiefgehendes Fachwissen und Qualifikationen hat.
Schon allein aus dieser Beschreibung kann man doch einige Zielkonflikte
erkennen.
Technisch intelligente Leute sind auch eher introvertierte Leute oder
Fachidioten.
Das Problem in den Unis ist auch, dass viele Fächer von Professoren
gelehrt und geprüft werden, die früher ein kurzes Studium mit viel
einfachen Grundlagen hatten und sich in einem kleinen Fachbereich extrem
reingesteigert haben und in manchen Prüfungen deshalb nicht mehr
erkennen, warum Studenten mit ihrem Stoff Probleme haben. Viele
betrachten auch noch Mathematik als ihr Hobby und schreiben aus dem
Gedächtsnis heraus die kompliziertesten Herleitungen an die Tafel und so
mancher Student kann durch das bloße Hinschauen schon entmutigt werden.
Was ich damit sagen will, dass in der heutigen Zeit ein
E-Technik-Student das Wissen aus sehr vielen Fachbereichen aufgreifen
muss, um weiter zu kommen, während der Professor, der lehrt, selbst
oftmals ein reiner Mathematiker, Physiker oder Informatiker war, der
dann erst mit Promotion und Habilitation zum Prof.-Dr.-Ing. wurde und zu
den E-Technikern hinzugestoßen ist. Manche Lehrende sind
Prof.-Dr.-Techn., wo sie ihren Titel weghaben, hat sich mir auch noch
nicht erschlossen.
Dieses auf mehreren Hochzeiten tanzen bei mehreren Koryphäen ihres
Faches macht vielen Studenten zu schaffen und fast die Hälfte der
Studenten weiss dann einfach nicht mehr wo oben und unten ist.
Daher sollten meines Erachtens nur solche Professoren lehren, die auch
ein E-Technik-Studium absolviert haben (auch im Fach Mathe und
Informatik), so dass sie sich mehr in die Studenten hineinversetzen
können und auch das lehren, was auch wirklich zählt und auch für den
späteren Beruf notwendig ist.
Auch mehr Anwendungs- und Praxisorientierung muss die Lehre beinhalten.
Viele Profs haben noch nie in der freien Wirtschaft gearbeitet, also die
kennen die Welt ausserhalb der Hochschule nicht.
> Die Uni dient nicht zur Ausbildung für den Arbeitsmarkt!
Für was denn sonst?
Diejenigen Absolventen, die in die Grundlagenforschung gehen sind doch
absolut in der Minderheit. Da wäre es doch Unsinn, die Hochschulen nur
für diesen Zweck zu unterhalten und die Chancen der Mehrheit der
Absolventen auf einen Arbeitsplatz abzuwürgen. Oder will man wirklich
nur billige Fachkräfte von ausländischen Hochschulen für industrielle
Forschung und Entwicklung? Die ausländischen Hochschulen sind da nämlich
eher am Bedarf der Industrie orientiert, was die notwendige
Einarbeitungszeit der Absolventen für die Industrie signifikant
verkürzt.
InsiderWissen schrieb:> - ordentlich, diszipliniert, askethisch, stoisch und einfach ein> penibler, pedantischer Korinthenkacker sein, bei dem die kleinste Pause> zu einer Unterspannung führt und sonst nix kennt als sein Fach> (80h/Woche am studieren)>> - lernen, bis man in Ohnmacht fällt, in der Prüfungsphase muss es sich> wie ein Todeskampf anfühlen, sonst macht man etwas falsch> [...]
Du bist ein Troll oder saudumm, stimmt's? Leute, die nach deinem Schema
lernen, sind meist einfach zu wenig talentiert. Endlose Angeberei, wie
streng und hart das Studium sei, dabei sind sie einfach zu dumm. Auch
als Durchschnittsstudent muss man ordentlich ran, aber wer
80-Stunden-Wochen schiebt, kein Tutorium auslässt oder in der
Prüfungsphase rund um die Uhr lernt, der ist entweder extrem ineffizient
oder heillos überfordert.
Also, an alle potentiellen ET-Studenten: Ja, es ist recht schwierig.
Aber mit einer normalen 40-Stunden-Woche, wie sie auch ein gewöhnlicher
Angestellter leistet, kommt man sicher durch. Mit 2 Tage studieren, 2
Tage arbeiten, 3 Tage Wochenende, wie es sie in anderen Studiengängen
geben mag, ist aber nix :-)
.... schrieb:> Also, an alle potentiellen ET-Studenten: Ja, es ist recht schwierig.> Aber mit einer normalen 40-Stunden-Woche, wie sie auch ein gewöhnlicher> Angestellter leistet, kommt man sicher durch.
Zeitweise muss man aber ordentlich Überstunden machen, die man aber in
den Semesterferien abgleiten kann! ;) Also ganz ähnlich wie später im
Job.
Nunja, dies kann man mit einigem Lernen sofort hinbekommen.
Ich habe zwar Mathe I und II schon vor Jahren hinter mir, aber zum
Beispiel Aufgabe 2 kann man ja sofort beantworten:
Z³=-8i Z=2i
man man man: ich hab an einer fh studiert, und da war analysis 1 schon
deutlich deftiger. von algebra, analysis 2 und numerik & stochastik
wollen wir mal nicht reden ;-)
Manch Einer kann zwar vollkommen praxisferne Rechnungen durchführen,
aber um das Volumen des o.g. Blumentopfes zu berechnen, muß die Formel-
sammlung herbeigezerrt werden.
Ulrich S. schrieb:> Zeitweise muss man aber ordentlich Überstunden machen, die man aber in> den Semesterferien abgleiten kann! ;) Also ganz ähnlich wie später im> Job.
Mag sein, dass man in Prüfungszeiten mal zwei oder drei Siebentagewochen
schieben muss. Gerade an Unis, welche die Prüfungen eher spät nach
Semesterschluss haben, lässt sich das aber bei guter Planung problemlos
vermeiden. Und mehr als 8 Stunden pro Tag lernt dann ja wohl sowieso
kaum jemand...
Ich habe damals sehr viel gelernt, mehr als 8 Stunden am Tag. 8 Stunden
waren bei uns ja schon bald die Lehrveranstaltungen. Da hat man locker
nochmal doppelt sowiel Zeit gebraucht, um da durchzusteigen. Trotzdem
hab ich vieles immer nicht verstanden und die Prüfungen manchmal
geradeso geschafft.
Und jetzt hab ich den Abschluss schon 3 Jahre und verdiene kein Geld.
Und das für so viel Plagerei und so schwierige Sachen. Dieses Studium
hat eigentlich mein Leben zerstört. Meine Freundin hat mich verlassen
und jetzt hocke ich zu Hause und weiß nicht mehr, was ich machen soll.
An allem ist dieses deutsche System schuld, das mir reicht. Ich bin zwar
fahrzeugtechniker und kenne keine Mikrocontroller, aber das muss doch
auch gebraucht werden.
Bräher Budizok schrieb:> Ich habe damals sehr viel gelernt, mehr als 8 Stunden am Tag. 8 Stunden> waren bei uns ja schon bald die Lehrveranstaltungen. Da hat man locker> nochmal doppelt sowiel Zeit gebraucht, um da durchzusteigen. Trotzdem> hab ich vieles immer nicht verstanden und die Prüfungen manchmal> geradeso geschafft.> Und jetzt hab ich den Abschluss schon 3 Jahre und verdiene kein Geld.> Und das für so viel Plagerei und so schwierige Sachen. Dieses Studium> hat eigentlich mein Leben zerstört. Meine Freundin hat mich verlassen> und jetzt hocke ich zu Hause und weiß nicht mehr, was ich machen soll.> An allem ist dieses deutsche System schuld, das mir reicht. Ich bin zwar> fahrzeugtechniker und kenne keine Mikrocontroller, aber das muss doch> auch gebraucht werden.
Bei jedem Fachkräftemangelartikel wird erwähnt, dass besonders Elektro-
und Fahrzeugtechniker gesucht werden.
Kannst du uns deshalb sagen, welches Kriterium bei dir dazu führt, dass
du keine Stelle findest und nirgendswo reinkommst?
Sind es nicht so gute Noten? Lange Studiendauer? Abschlussarbeit
schlecht?
Eine Rückmeldung wäre ganz nett
Grübel schrieb:> Sind es nicht so gute Noten? Lange Studiendauer? Abschlussarbeit> schlecht?
Meine Noten sind nicht so gut. Ich hab 3,4 Durchschnitt und in der
Abschlussarbeit eine 3,0 bekommen. deshalb laden die mich einfach nicht
ein. Und 2009 war es auch sehr schlecht und später hab ich es nicht mehr
probiert und war mal hier und da im Ausland. Und jetzt hab ich seit
einem Jahr nichts mehr unternommen und komme nicht mehr aus der Bude.
Na, wieder Langeweile, Forentroll?
Meine Güte, du bist echt reif für die Anstalt, da hast auch Leute, die
sich den ganzen Tag um dich kümmern können. Lass dich bitte selbst
einliefern.
Bräher Budizok schrieb:> Und jetzt hab ich seit> einem Jahr nichts mehr unternommen und komme nicht mehr aus der Bude.
Meine Note war mal 2,4, aber ich war schon 42 Jahre alt. Nach der
Entlassung in der Krise gab es nichts mehr, keinen Neubeginn. Nur
beschissene Angebote. Da mußt du was machen, damit du menschlich wieder
auf Trab kommst, kenne das auch. Wenn es auch zäh und langsam wird.
Vielleicht über den Arzt Psychotherapeuten zu schalten.
Ich bin vermutlich durch diese Seuche über die letzten 4 Jahre richtig
krank geworden, und augenblicklich erwerbsunfähig. Ob die Psyche diesen
Streich mit meiner Gesundheit gespielt hat, ist noch nicht ganz klar,
aber vermutlich schon.