>bisher habe ich als Abblockkung von OVs 10uF (Elko oder Tantal) und
>100nF (Keramik) verwendet. Ich bin nun am Überlegen, die 10uF ebenfalls
>auf Kermaik umzustellen. Ist der 100nF dann überhaupt noch notwendig?
Nein, sofern ein 10µF Highcap in kleiner SMD-Bauform verwendet wird.
>Also 10 uF in Keramik ...ist mir noch keiner als Einzelstück über den
>Weg gelaufen .Größer als 100n waren meine Stützkondensatoren noch nie.
In Switchern verwenden wir sogar keramische Highcaps von 100µF.
>Das Problem bei der kombinierten Nutzung zweier Keramikkondensatoren
>(10uF X5R)||(100nF X7R) kann darin bestehen, daß die Anordnung für
>Frequenzen zwischen 1MHz und 15 MHz eine Art Parallelschwingkreis wird
>(d. h. für diese Frequenz wird die Kombination hochohmig!): Der
>10uF-Kondensator wirkt bei dieser Frequenz dann schon als Induktivität,
>während der 100nF-Kondensator noch als Kapazität wirkt.
Ganz genau!
Wenn man einen keramischen Highcap in 0805 verwendet, hat man beides,
die große Kapazität und die geringe Induktivität der kleinen Bauform.
Und wenn einmal keramische Highcaps parallel geschaltet werden müssen,
beispielsweise um von der Induktivitätsverkleinerung durch
Parallelschalten zu profitieren, dann ist es sinvoll, zwei identische
Caps dafür zu nehmen, also beispielsweise zwei 4µ7 Caps.
>dort wird ebenfalls 10uF+100nF verwendet, was ich im Übrigen des Öfteren
>gesehen habe.
Ja natürlich. Es gibt genügend Anwendungen, die von größeren
Entkoppelkapazitäten als nur 100nF profitieren.