Cyclone IV E 250MHz LVDS Takt

OP #2793403
Lesenswert?

Hallo,

für einen schnellen AD-Konverter muss ich einen differentiellen Takt von 
250MHz erzeugen. Ich muss das ganze mit einem Cyclone 4 E FPGA und 
dessen PLL realisieren. Mein aktueller Aufbau schaut so aus:

50MHz Oscillator -> CLK2-Pin -> PLL 50MHz auf 250MHz -> 250MHz in 
ALT_OUTBUF_DIFF Primitive, um das Differenzsignal zu erzeugen -> p/n 
Signale auf Ausgangspins DIFFIO_R35p/n (BANK5) routen.

Wenn ich das Signal dann mit dem Scope (Hameg HMO3524) messe, bekomme 
ich allerdings keine saubere Aussteuerung von 2.5V, sondern ein Signal 
(gemessen auf +), welches nur ca. 150mVpp ausgesteuert ist (siehe 
Anhang).

Ich setze dieses FPGA ein: EP4CE115F297C

Lt. Altera-Datenblatt schafft der Clock-Tree 437,5MHz, schließe ich also 
mal aus. Die PLL "output frequency" ist mit 472,5MHz max. angegeben, 
sollte auch passen. Die "High Speed IO Data Rate" für Mode x1 beträgt 
402,5Mbps max. d.h. auch hier sollten 250MHz machbar sein. Die Daten 
habe ich aus dem Cyclone IV Device Datasheet (cyiv-53001.pdf).

Die Assignments sind auf LVDS gestellt und eine VCCIO auf Bank5 von 2.5V 
ist vorhanden. Abschlusswiderstand 100 Ohm zwischen + und - ist 
vorhanden, macht es aber nicht besser, sondern eventuell schlechter.

Habe ich vielleicht noch ein Assignment oder ein Contraint übersehen, 
oder kann es gar ein Messfehler sein (habe auch mal mit einem 500MHz 
Tektronix gemessen)?

Hat jemand von euch ein Idee oder Anregung was ich noch versuchen 
könnte?

Danke im Voraus,
Johannes
Angehängte Dateien:
Gast #2793723
Lesenswert?

Johannes T. schrieb:
> für einen schnellen AD-Konverter muss ich einen differentiellen Takt von
> 250MHz erzeugen.
Dann schau Dir aber auch genau an, wieviel Jitter in Deinem Abtasttakt 
drin ist. Üblicherweise werden ADCs aus einer "sauberen" Quelle 
getaktet, da ein schlechter Takt gleich ein paar LSBs Rauschen 
verursacht.

Duke
OP #2805821
Lesenswert?

@Na Sowas & Hans:
Grundsätzlich richtig, der PLL-Takt ist nicht der sauberste, allerdings 
ist der ADC "self-clocked" und der Takt wird nur benötigt, um die Daten 
rauszushiften. Dazu kommt noch, dass während der Aquisitionsphase der 
Takt nicht laufen darf, d.h. Clock Gating.
Handelt sich übrigens um den AD7626, falls jmd. Interesse hat!

PS: Mittlerweile pfeift das Ding schon sehr zufriedenstellend.
Gast #2806698
Lesenswert?

Für die fernünftige Messung eines Rechtecksignals ist mindestens ein 
Scope notwendig mit der Bandbreite der 5. Oberwelle. Ansonsten bekommt 
man runde Rechtecke ohne Details und mit reduzierter Amplitude.

Einen 250 MHz Rechteck mit einem 350 MHz Scope haut also nicht hin.

Notwendig wären >1.25GHz Bandbreite und auch Tastköpfe die das können.
Gast #2817643
Lesenswert?

Johannes T. schrieb:
> ist der ADC "self-clocked" und der Takt wird nur benötigt, um die Daten
>
> rauszushiften. Dazu kommt noch, dass während der Aquisitionsphase der
>
> Takt nicht laufen darf,

Macht das der ADC nicht selbsttätig? Wäre doch das Einfachste, wenn er 
seine rausgehende CLK und Daten abschaltete, während er sampelt.

Die ADCs, die ich kenne, liefern die Daten und die dazu passende clk 
selber.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren