Ein OpAmp hat üblicherweise inherent eine seeeeehr hohe Verstärkung von
langsamen Signalen, aber auch eine recht niedrige Grenzfrequenz. D.h.
schon recht tiefe Frequenzen werden nicht mehr mit der DC-Verstärkung
verstärkt, sondern mit -20dB pro Dekande weniger. Also ein Tiefpass.
Durch die Rückkopplung nimmst Du den OpAmp "an die Zügel". Du hinderst
ihn quasi daran, das Signal so arg zu verstärken, wie er kann,
stattdessen darf er nur noch so stark verstärken, wie die Schaltung es
ihm vorschreibt. Und dieser Verstärkungsfaktor ist so lange konstant
(durch die Rückkopplung geregelt), bis der OpAmp eben nicht mehr in der
Lage ist, so viel zu verstärken, wie die Schaltung es gerne hätte. Bis
er sich eben nicht mehr selber durch die Rückkopplung "zügeln" kann -
quasi schlaff in den Zügeln hängt.
Und der Punkt, wo das passiert, ist eben das Gain-Bandwith product. Je
höher die Verstärkung, desto weiter "unten" ist der Knick.
Nun, was passiert bei "zu hoher Frequenz"? Ganz einfach: Tiefpass. Die
Verstärkung der Schaltung ist nicht mehr, was die Schaltung sagt,
sondern was der OpAmp kann.
Warum "@20kHz"? Da haben die halt die Verstärkung gemessen. In der
Theorie sollte diese Angabe irrelevant sein - aber eben... Theorie <-->
Praxis... So ganz linear ist es halt oft doch nicht.
Gruäss
Simon
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Nachtrag: So kannst du Dir das vorstllen. Y = gain, X = Frequenz.
Doppellogarithmisch.
. = OpAmp
* = OpAmpschaltung