UML ist keine Programmiersprache und hat mit OOP nur wenig gemeinsam.
UML ist geeignet, um OOP Programme zu dokumentieren. Es ist aber auch
genau so gut geeignet, andere Programme oder Prozesse zu beschreiben.
UML ist sogar dazu gedacht, Geschätfsprozesse, Abteilungs-Hierarchien
und Timing-Diagramme zu erstellen.
Was Du da gezeichnet hast, ist im beinahe ein UML Diagramm. UML legt
präzise fest, wann eine Linie durchgezogen oder gestrichelt gezeichnet
wird. UML legt auch fest, wozu Pfeile dienen, wie man die Ausgänge einer
Entscheidung beschriftet und so weiter.
Objektstrukturen sind nur ein kleiner Teil von UML. UML deckt aber auch
genau solche Diagramme ab, wie das von Dir gezeichnete. Der Vorteil in
UML besteht darin, das die Symbole spezifiziert sind.
Du kannst UML Diagramme auf der ganzen Welt vorziegen. Jeder der UML
beherrscht, wird Dein Diagramm ohne großartige Erklärungen verstehen.
Hätten wir kein UML, dann würde jeder andere Symbole verwenden und man
müsste erstmal erklären, was die Symbole bedeuten. Ich könnte z.B.
Dreiecke für Entscheidungen verwenden, die "Ja" Ausgänge grün malen und
die "Nein" Ausgänge rot malen. Jemand anderes würde ganz andere Symbole
verwenden und andere Farben. Und was, wenn die Entscheidung mehr als nur
ja/nein Möglichkeiten kennt? Wie stellt man das dann dar? UML
beantwortet diese Frage eindeutig.
So wie man Schaltplane mit weitgehend genormten Symbolen zeichnet,
sollte man auch Diagramme mit genormten Symbolen zeichnen.