Ist routen immer so ätzend.

Gast #2817165
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@dl8dtl
welchen Autorouter benutzt du?

Der vom Adler ist ja wirklich nicht benutzbar.

Und ich glaube, jeder, der schoneinmal ein parametrisiertes CAD System 
benutzt hat, wird sich bei Eagle an den Kopf fassen und schreiend 
weglaufen.

Emil
Gast #2817173
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Bassti schrieb:
> Total entspannend zwischen dem Programmieren nen bisschen routen... wenn
> mans zu lange macht, einfach den nächsten Tag wieder drauf gucken und es
> kommen noch ein paar Ideen...

Hahaha, so eine Einstellung hat man glaub ich nur, wenn man nicht auf 
Termin arbeiten muss.
#2817327
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@Emil
Vielleicht ist Dir nur noch nicht aufgefallen, daß man die Parameter des
Autorouters auch verstellen kann....

Es ist auch nicht verkehrt, Leitungen, die sternförmig oder möglichst
kurz etc. sein müssen, erst mal von Hand zu verlegen und dann weiter
"autorouten" zu lassen.

Ich bin auch ein großer Fan davon, den Schaltplan Stück für Stück zu
zeichnen und ebenso Stück für Stück synchron dazu routen zu lassen.
Dann sieht man besser, wo man mit einer "Strippe" noch durchkommt.

MfG Paul
Gast #2817331
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EGS_TI schrieb:
> Hahaha, so eine Einstellung hat man glaub ich nur, wenn man nicht auf
> Termin arbeiten muss.

Also wenn man ein Layout übers Knie bricht, ebend weil man Termindruck 
hat, baut man meist Fehler ein oder es wird nur wild zusammengeklickt 
ohne Sinn und Verstand. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Ein gutes 
Layout dauert halt, und wenn man fertig ist, aber weiß das es besser 
ginge bzw. noch Sachen drinn sind die einem nicht gefallen, dann macht 
mans halt am nächsten Tag neu/besser. Dein Produkt wirds dir danken, der 
Kunde nicht...


Ingo
#2817366
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@  Paul Baumann (paul_baumann)

>Es ist auch nicht verkehrt, Leitungen, die sternförmig oder möglichst
>kurz etc. sein müssen, erst mal von Hand zu verlegen und dann weiter
>"autorouten" zu lassen.

Kann man machen.

>Ich bin auch ein großer Fan davon, den Schaltplan Stück für Stück zu
>zeichnen und ebenso Stück für Stück synchron dazu routen zu lassen.

Naja, aber zuerst muss der Schaltplan KOMPLETT sein, DANN geht es ans 
Layout. Alles andere ist Frickelei.
#2817498
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Falk schrob:
>Naja, aber zuerst muss der Schaltplan KOMPLETT sein, DANN geht es ans
>Layout. Alles andere ist Frickelei.

Hm, was soll ich da sagen...
Ich zeichne Sachen, die zusammengehören im Ganzen. Bei digitalen
Schaltkreisen lasse ich auch oft das User-Programm (ulp) "Auto-
place.ulp" laufen. Das ordnet die Bauelemente auf der Platine
weitestgehend so an, wie sie auch im Schaltplan gezeichnet sind.

Das heißt: Je übersichtlicher der Schaltplan, desto schneller geht
dadurch das Layout.

Vorteil: Ein Anderer, der die Platine nachbauen, Fehler suchen etc.
will, der sieht sofort, daß sich im Schaltplan das Netzteil oben
links befindet und auf der Platine ebenso.

Für diese Vorgehensweise hatte meine Großmutter immer die Anleitung:
"Junge, mach langsam -so wie man die Klöße ißt: Immer Einen nach dem
Anderen!"

;-)
MfG Paul
#2817526
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@  herb (Gast)

>wo gibts das Autoplace? ist bei mir schonmal nicht standardmäßig dabei

Das ist ein ULP, ausführbar im Layouteditor unter File -> Run bzw. bei 
neueren Versionen Datei -> ULP ausführen.
Erwarte aber keine Wunder, das ist eher was für SEHR einfache 
Schaltungen ohne nennenswerte Ansprüche.
Gast #2817579
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>Autoplace habe ich auf der Seite von "Cadsoft" gefunden

danke, ich jetzt auch :-)

>Das ist ein ULP, ausführbar im Layouteditor unter File
danke, aber das war mir schon klar ;-), jedoch war es nicht an dem Ort, 
dh muss hinzugefügt werden

>Erwarte aber keine Wunder
habs probiert, bringt leider nichts bei mir, kommt irgendwie ziemlicher 
Mist bei raus.
Gast #2817587
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Jens G. schrieb:
> Andere Leute machen Kreuzworträtsel zur Entspannung - ich "mache Routen"

stimmt ja, ich kann mich errinnern, dass ich zu meinen Anfangszeiten in 
den 90ern mit "NEW IO" einem Programm für den Amiga einfach mal was 
hingehauen habe und layoutet habe. Das ist irgendwie esthätisch schön.
Gast #2817589
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Wenn dir die Funktion von BAE nützlich sein kann, ein Falschfarbenbild
des Layouts mit Angabe der Luftliniendichte, dann kann ich dir dazu das
ULP liefern, ist aber auch nur für den erfahrenen Layouter nützlich.
#2818525
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@OP: Ja, das Routen unter Eagle ist wirklich nicht sehr angenehm, 
besonders wenn es hernach anständig aussehen soll.
Hab mal ein wenig mit dem Mentor Pads Router geroutet, das ist 
vollkommen anders (leider auch beim Preis...). Da überprüft er WÄHREND 
dem Verlegen der Leiterbahn, ob die Länge, Abstand zu anderen Bahnen 
usw. in Ordnung ist. Also ein DRC der direkt mitarbeitet. Wenn man dann 
z.B. irgendwo vorbei muss, wo schon zu viele Leiterbahnen sind, dann 
schiebt er die (DRC wird beachtet!) selbst auf die Seite, so dass man 
direkt durchrouten kann.
Beim Routen muss auch nicht so oft geklickt werden, man wählt einmal die 
Luftlinie aus und fährt dann mit der Maus den gewünschten Weg entlang 
und der legt die Leiterbahn dort automatisch ab. Wenn man irgendwas 
verschiebt, dann werden die 90°/45° Winkel beibehalten und nicht 
irgendwie verbogen.

Naja fürn Hobbybereich reicht Eagle aber schon aus. Kompliziertere 
Sachen würde ich damit nicht machen wollen...
Gast #2818538
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Tja, blöderweise kennen wir ja weder die Anforderungen noch den 
Kenntnisstand des TO's. Auf Grund der Wortwahl in Eingangsposting ging 
auch ich davon aus, dass wir es hier mit einem Anfänger zu tun haben.

Nachdem der TO in seinem zweiten Posting dann aber

Emil schrieb:
> ein parametrisiertes CAD System

erwähnt, scheint es sich zumindest um einen Anfänger zu haben, der sich 
schon in einem Forum o. ä. ein wenig belesen hat und dabei über den 
Begriff

Emil schrieb:
> parametrisiertes CAD System

gestolpert ist.

Vielleicht handelt es sich beim TO ja um jemanden, der seit 20 Jahren 
Leiterplattenlayouts für PC-Motherboards macht und bisher Programme im 
fünfstelligen Eurobereich gewohnt war - wir wissen es nicht.

Natürlich wissen wir auch nicht, was genau der TO mit EAGLE eigentlich 
vor hat - wird zwei-, dreimal im Jahr eine einlagige Schaltung mit fünf 
Bauteilen fürs Hobby entworfen, oder werden gewerblich PC-Motherboards 
designed?

Um die Frage zu beantworten: Nein, mir geht das Routen mit EAGLE nicht 
auf den S...ender. Vorausgesetzt, es handelt sich bei EAGLE um das 
richtige Werkzeug für den Job (TM).
Gast #2818624
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Der TO hat langjährige Erfahrung in der Konstruktion mit CATIA sowie mit 
mechanischen Simulationsumgebungen und ist eher im klassischen 
Ingenieurwesen - sprich Maschinenbau - ausgebildet.
Die Erfahrung im Elektronikbereich besteht aus AVR Programmierung und 
Platinendesign und soll nun auf ARM ausgeweitet werden (eher privat aber 
mit semiprofessionellem Anspruch).

Wenn man einmal was in Eagle designt ist das ja ganz in Ordnung. Sobald 
man dann aber etwas ändern möchte, kann man eigentlich gleich wieder 
alles aufreißen und neumachen.
Platziere derzeit die Elemente in Baugruppen (bspw. Spannungsregler mit 
Widerständen und Kondensatoren) und route die dann für sich. Dann schieb 
ich alles zusammen, route die VDD Leitung überall hin, wo sie hinmuss 
und vorallem entlang muss (Stichwort Kondensatoren zur 
Spannungsstabilisierung am µC).
Und die Signalleitungen lass ich dann oft mit dem Autorouter legen.

Leitungen verschieben nervt halt. Der könnt die doch auch einfach nett 
um Bauteile rumlegen, die im Weg sind. Oder das Legen eines kleinen 
Wire-Abschnitts auf einen anderen Layer. Da könnt man doch einfach den 
Abschnitt markieren, mit Anfang und Ende und dann auf die andere Seite 
legen. So muss man rumkrebsen, um den Abschnitt zu splitten und dann 
über Change auf die andere Seite legen.
Software-Ergonomie ist was anderes. Bin sowas eigentlich eher von frühen 
OpenSource Projekten gewohnt.

Emil
#2818696
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Ansonsten kenne ich niemanden, der behauptet hätte, dass der EAGLE 
Autorouter besonders brauchbar wäre. Und gerade für analoge Sachen 
möchte man oft eh keinen verwenden. Daher kommt es auf die Anforderungen 
und das Budget an, "EAGLE ist scheisse" ist nämlich falsch.
Gast #2819031
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Analoge Schaltungen "verdrahte" ich immer von Hand. Das kann man wohl 
von keinem Autorouter verlangen, daß er weiß, welche der Strippen "heiß" 
ist,
bzw. daß man mit einer Leitung von "weiter hinten" im Verstärkerzug 
nicht
wieder "nach vorn" kommen sollte, da man sonst einen Oszillator baut, 
den
man aber gar nicht haben wollte.

;-)
MfG Paul
#2819363
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Sni Ti schrieb:
> "EAGLE ist scheisse"

Das ist richtig, aber "Eagle ist super" ist genauso falsch.
Es hat, meiner Meinung nach, seine Daseinsberechtigung im Hobbybereich 
oder bei einfachen Schaltungen oder wenn man diese nur selten erstellt. 
für die professionelle, tägliche Arbeit ist es, wie gesagt, meiner 
Meinung nach, nur bedingt geeignet.
Wie sagte mein ehemaliger Chef: man kann auch mit dem Trabbi von München 
an die Ostsee fahren, aber man muss das nicht täglich tun.

Johannes O. schrieb:
> Da überprüft er WÄHREND
> dem Verlegen der Leiterbahn, ob die Länge, Abstand zu anderen Bahnen
> usw. in Ordnung ist. Also ein DRC der direkt mitarbeitet. Wenn man dann
> z.B. irgendwo vorbei muss, wo schon zu viele Leiterbahnen sind, dann
> schiebt er die (DRC wird beachtet!) selbst auf die Seite, so dass man
> direkt durchrouten kann.

Das nennt sich online DRC und Push and Shove und kann nahezu jedes 
Layoutprogramm ab Mittelklasse (Orcad, Altium) aufwärts.
Wenn man täglich damit arbeitet ist es aus Firmenpolitischer Sicht 
durchaus sinnvoll eine Anschaffung derartiger Software zu überdenken, 
aber für Privat ist es inakzeptabel teuer (ab ca. 4000 Euro)
#2819376
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Ihr tut immer so, als ob Firmen rational entscheiden und Werkzeuge 
nutzen, die sinnvoll sind. Es gibt da draußen Firmen die "Protel 98" 
benutzen und die einfach auf nichts anderes wechseln können. Und gegen 
das ist Eagle wirklich genial und effizient zu benutzen.

Was ich am Altium Designer sehr merkwürdig finde, ist dass die Vertreter 
zwar sehr häufig anrufen und einen nerven, aber nie mal eine 
Testinstallation (sprich Laptop und n Zusatzmonitore) für ein Quartal da 
lassen, damit man das mal ausprobieren kann.

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