Papierform Bachelor-Thesis

OP #2822715
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Hi Leute,

bin mit meiner Bachelor-Thesis fertig und würde sie nun gern drucken 
(120 Seiten).
Hatte mir gedacht, dass ich 100g anstatt 80g nehme, da es einfach 
qualitativ hochwärtiger is.
Was habt ihr für erfahrungen?
Soll ich stinknormales Papier nehmen onder satiniertes oder sonst was?

Danke für die Antworten

Gruß Leon
Persönliche Seite #2822819
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nimm 80g-Papier, die BA liest sich ohnehin höchstens dein Betreuer durch 
und der Prof blättert sie mal durch, nach landet die m Regal vom 
Betreuer. Hab bloß keine Hoffnung, dass sich jemand am Hochglanzpapier 
mit extra-Finish aufgeilt. Solange es kein graues Öko-Papier ist, reicht 
das billigste aus, dass du im Supermarkt finden kannst.
#2822880
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Bei mir als Betreuer löst dickes Papier (ebenso wie einseitiger Druck) 
erstmal negative Gefühle aus. Eben weil das oft Methoden sind, um eine 
auch inhaltlich dünne Arbeit scheinbar aufzublasen. Meiner Erfahrung 
nach (>30 betreute DA, BA, MA-Arbeiten) waren lustigerweise die 
Arbeiten, die dünn und doppelseitig waren, auch immer inhaltlich besser 
als die Arbeiten mit selber effektiver Seitenzahl aber einseitig+dick. 
Die haben sich halt mehr um den Inhalt als die Form gekümmert ;)

Auch der ganze andere Kram (farbiges Papier, Farbdruck, Hochglanz, 
blablubb) wird von mir ignoriert. Es gibt bei uns ein paar 
Äusserlichkeiten, die vom Prüfungsamt vorgeschrieben werden (keine 
Ringbindung, Kurztitel auf dem Buchrücken,...), aber das ist Kleinkram. 
Der Inhalt entscheidet und wenn die Bezeichnung "Betreuer" auch den 
Namen verdient, hat man ohnehin schon einen guten Eindruck während der 
Arbeit bekommen und weiss, was einen nach der Abgabe erwartet...
Persönliche Seite #2823119
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Kevin K. schrieb:
> nimm 80g-Papier, die BA liest sich ohnehin höchstens dein Betreuer durch
> und der Prof blättert sie mal durch, nach landet die m Regal vom
> Betreuer. Hab bloß keine Hoffnung, dass sich jemand am Hochglanzpapier
> mit extra-Finish aufgeilt. Solange es kein graues Öko-Papier ist, reicht
> das billigste aus, dass du im Supermarkt finden kannst.

Tja, bei mir hat sie sich der Chef durchgelesen, wo ich jetzt arbeite.
#2823120
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Georg A. schrieb:
> Bei mir als Betreuer löst dickes Papier (ebenso wie einseitiger Druck)
> erstmal negative Gefühle aus.

Bei mir auch. Alles, was vom gewohnten üblichen und anerkannten Standard 
abweicht, stellt erst mal so ein "Was kommt da denn schon wieder?" in 
den Raum.

Richtig nervig ist Papier, dass man nur schwer blättern kann und bei dem 
die Seiten zusammenkleben, nur weil der Thesisschreiber meinte, er muss 
was ganz besonders exklusives nehmen.

Ich würde die Thesis überhaupt nicht selber drucken, sondern drucken und 
binden lassen. Für solche Zwecke gibt es massig Anbieter (zumindest in 
Uni-Städten), die wissen aus Erfahrung auf welches Papier man drucken 
und wie eine Bindung aussehen sollte.
#2823513
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Georg A. schrieb:
> Bei mir als Betreuer löst dickes Papier (ebenso wie einseitiger Druck)
> erstmal negative Gefühle aus

Wieviele Diplomarbeiten kennst du, die Doppelseitig bedruckt sind?! Bei 
uns gabs sogar einen Deckblattkarton und einseitige Bedruckung samt 
Leimbindung war vorgegeben.
Das einzige wo man frei war, war die Wahl des Papieres.
Und sorry...100g Papier fühlt sich nun einfach mal besser an als 80g 
Baumarktpapier. Zumal sich einseitig bedruckt auch einfacher und 
angenehmer lesen lässt bei den teilweise fragilen Leimbindungen.
Und ich seh ehrlich gesagt nicht was Farbdruck und 100g Papier gross mit 
Blenden, einer inhaltslosen Arbeit oder "haben sich wohl mehr als um die 
Form als um den Inhalt gekümmert" zu tun haben sollte.

Und an den Threadersteller:
Wie du siehst kanns vom Vollpfosten bis zum coolen Betreuer alles geben. 
Also mach es am besten so wie die Arbeit Dir gefällt und wie du es 
schick findest(im Rahmen...Hardcover mit Goldbesticktem Saum ist wohl 
wirklich Overkill) und auch vertreten kannst und das ganze im Rahmen der 
Univorgaben ist.

Und von der Wichtigkeit einer Bachelor/Diplom/Masterarbeit mag man 
halten was man will(ich denke auch das wird eher überbewertet und als 
Student macht man sich da viel zu viele Sorgen drum...habs gerade hinter 
mir und war bei mir aber auch nicht anders ;) ) aber trotzdem sitzt man 
da mehrere Monate dran und steckt viel Arbeit rein. Dann seh ich keinen 
Grund, warum man das nicht in einer anständigen äusseren Form abgeben 
sollte.

Sicherlich kann manch einer hier seine super geniale Arbeit auch auf ner 
Klopapierrolle abgeben und der Inhalt ist so überragend das dem Betreuer 
einfach nur die Kinnlade runterfällt. Aber realistisch gesehen ist ja 
nicht jeder durchschnittliche Mensch mit so viel Genialität gesegnet wie 
der durchschnittliche Mikrocontroller.net-User
#2823563
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A. B. schrieb:

> Sicherlich kann manch einer hier seine super geniale Arbeit auch auf ner
> Klopapierrolle abgeben und der Inhalt ist so überragend das dem Betreuer
> einfach nur die Kinnlade runterfällt.

Also, sowohl bei Diplomarbeit als auch Diss habe ich geschaut, wie 
andere das abgegeben haben. Und genau die Form habe ich dann auch 
gewählt.

Ich würde da keine Extrawürste braten.
#2823689
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A. B. schrieb:
> Bei
> uns gabs sogar ... einseitige Bedruckung ...
> war vorgegeben.

Das ist die Ausnahme und nicht die Regel.

> Und sorry...100g Papier fühlt sich nun einfach mal besser an als 80g
> Baumarktpapier. Zumal sich einseitig bedruckt auch einfacher und
> angenehmer lesen lässt bei den teilweise fragilen Leimbindungen.

Keine Ahnung und davon ganz viel. Ja, die typografischen und 
Satz-Kenntnisse lassen bei diversen Studenten oft zu wünschen übrig.

> Und an den Threadersteller:
> Also mach es am besten so wie die Arbeit Dir gefällt

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Aber ist doch auch egal, er hat eine Frage gestellt, hilfreiche 
Antworten bekommen, aber ignoriert diese. Da fragt man sich, warum er 
überhaupt gefragt hat. Bestätigungssuche?

> Und von der Wichtigkeit einer Bachelor/Diplom/Masterarbeit mag man
> halten was man will(ich denke auch das wird eher überbewertet und als
> Student macht man sich da viel zu viele Sorgen drum...habs gerade hinter
> mir und war bei mir aber auch nicht anders ;) ) aber trotzdem sitzt man
> da mehrere Monate dran und steckt viel Arbeit rein. Dann seh ich keinen
> Grund, warum man das nicht in einer anständigen äusseren Form abgeben
> sollte.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Deshalb.

> Sicherlich kann manch einer hier seine super geniale Arbeit auch auf ner
> Klopapierrolle abgeben

Im Bereich Marketing und Design kann man sowas auch mal machen, nachdem 
der TO aber in einem Mikrocontroller-Forum fragt wird es vermutlich aber 
eher um ein technisch orientiertes Fach handeln gehen.
#2823912
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Andi $nachname schrieb:
> Keine Ahnung und davon ganz viel. Ja, die typografischen und
> Satz-Kenntnisse lassen bei diversen Studenten oft zu wünschen übrig.

Was möchtest du mir sagen?

Andi $nachname schrieb:
> Im Bereich Marketing und Design kann man sowas auch mal machen, nachdem
> der TO aber in einem Mikrocontroller-Forum fragt wird es vermutlich aber
> eher um ein technisch orientiertes Fach handeln gehen.

Ironie bzw. Sarkasmus ist nicht deine Stärke, oder? Wenn du aus meinem 
Satz rausliest, dass er seine Arbeit auf einer Klopapierrolle abgeben 
soll, dann frag ich mich ernsthaft was du aus den Arbeiten deiner 
Studenten rausliest...
Moderator Persönliche Seite #2824460
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Leon E. schrieb:
> bin mit meiner Bachelor-Thesis fertig und würde sie nun gern drucken
> (120 Seiten).

120 Seiten für einen Bachelor?

Hmm.  Ich glaube, wir hatten seinerzeit ein Limit von maximal 100
Seiten für die Diplomarbeit (exklusive Anhänge).  Wenn man es
geschafft hätte, das Thema erschöpfend zu behandeln, hätte man das
Diplom auch mit 30 Seiten bekommen ...

Ansonsten würde ich als Betreuer mit Georg A. mitgehen, aber dein
Prof. scheint das ja anders zu sehen und lieber einseitige
Papierverschwendung zu bevorzugen.
Moderator Persönliche Seite #2824665
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Leon E. schrieb:
> Er meint es ist zu bevorzugen, weil dann evt.Durchschein-Effekte nicht
> auftreten.

Du sollst es ja auch nicht auf Transparentpapier drucken. ;-)

Ganz normale Bücher werden seit Jahrhunderten doppelseitig gedruckt,
und keiner käme auf die Idee, dies wegen Durchschein-Effekten
abschaffen zu wollen.  Auch würde keiner auf die Idee kommen, sie auf
Papier mit 100 g/m² oder mehr zu drucken.  Trotzdem funktioniert's.
Warum sollte das dann für eine wissenschaftliche Arbeit nicht
funktionieren?

Was natürlich typografisch ein Problem ist ist, dass man auf einem
so großen Blatt wie A4 eigentlich zweispaltig drucken muss, damit
man einen vernünftigen Lesefluss hinbekommt.  Klassische Textsatz-
systeme für wissenschaftliche Arbeiten (troff mit ms-Makros zum
Beispiel) haben das auch gemacht, aber das Wissen darum ist uns
beinahe abhanden gekommen, seit alles WYSIWING sein muss ...
#2824731
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als ich meine bakkarbeiten abgeschlossen hatte wollte beide betreuer 
(bzw. alle drei, da eine arbeit sowohl extern als auch intern betreut 
wurde) die arbeit zuerst als pdf per mail (vor dem endgültigen 
abschluss).
auf meine frage wie ich die drucken lassen soll war die antwort:

bitte brenn eine CD mit allen codes, arbeit und sonstigen unterlagen, 
der platz im regal wird knapp...

für die prüfung habe ich die arbeiten dann als einfache thermobindung 
(einseitig bedruckt in farbe 80g mit deckblatt und rückseite aus 120g 
papier) machen lassen - das ergebnis: die prüfungskommission hat die 
arbeiten durchgeblättert und mir wieder mitgegeben.

der langen rede kurzer (un)sinn:
betreib für die arbeiten nur den absolut notwendigen aufwand (betreuer 
fragen), eine bakkarbeit liest an der universität maximal ein weitere 
student.
als erinnerungsstück kannst du dir ja ein richtig schönes exemplar 
machen lassen und in dein regal stellen
#2824776
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Leon E. schrieb:
> HI,
>
> ja
>
> Jörg Wunsch schrieb:
>> aber dein
>> Prof. scheint das ja anders zu sehen und lieber einseitige
>> Papierverschwendung zu bevorzugen.
>
> Er meint es ist zu bevorzugen, weil dann evt.Durchschein-Effekte nicht
> auftreten.

Ich sags ja, keine Ahnung von Typografie und Textsatz!

Textsatzsysteme wie etwa TeX "wissen", dass die Zeilen auf der Rückseite 
genau so zu positionieren sind, dass die Schrift auf Vorder- und 
Rückseite auf gleicher Höhe liegen. Nix Durchschein-Effekte!

Wer natürlich solche BWL-Krücken wie Microsoft WORD verwendet, ja, der 
sollte wohl besser einseitig "worden" (layouten oder setzen kann man das 
ja nicht nennen). Da kann ich den Prof ja schon verstehen, wenn er es 
gewohnt ist, dass die Studenten da mit Word-Arbeiten anrücken. Wir 
stellen zwar eine TeX-Vorlage zur Verfügung, aber es gibt halt auch 
Studenten, die während ihres Studiums nicht willig waren, nebenbei TeX 
zu lernen.

BTW: Bei allen Arbeiten, die ich bisher gelesen habe (alles in der 
universitären Informatik), hat das verwendete Softwarepaket mit der Note 
korreliert. Und wenn ich Korrelation schreibe dann meine ich nicht 
Kausalität. Wer halt immer nur das Minimum macht ("Wozu brauche ich 
TeX?", "Wozu sollte ich programmieren können?"), der kann nicht so gut 
Überdurchschnittliches leisten.
Moderator Persönliche Seite #2825269
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Leon E. schrieb:

> ich habe eine einfache Frage gestellt!

Wobei du an der Antwort ja offenbar ohnehin nicht interessiert warst,
sondern nur eine vorgefertigte Meinung hattest:

Beitrag "Re: Papierform Bachelor-Thesis"

(Nachdem dir zuvor einer geschrieben hatte, dass er auch 100er
genommen hat, mehrere jedoch davon abgeraten.)

> Wieso schweift ihr immer so vom Thema ab?

Weil das nun einmal in der Natur der Sache eines Forums liegt.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2827519
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Jörg Wunsch schrieb:
> Lothar Miller schrieb:
>
>> Google meint dazu:
>>
1
>> Meinten Sie: hunderetter
2
>>
>> https://www.google.de/search?q=hundertter
>
> Offenbar schrieb man es Anfang des 19. Jahrhunderts so. :-)

Gewiß nicht, den dazumal gab es ein Regel welche bei 
Konsonantenhäufungen das Weglassen der überflüssigen Konsonanten 
erzwang. Diese wurde erst mit der Rechtschreibreform der 90er des 
vorherigen Jahrhunderts wieder aufgehoben.

;-)
#2827568
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Leon E. schrieb:
> Hatte mir gedacht, dass ich 100g anstatt 80g nehme, da es einfach
> qualitativ hochwärtiger is.

Leon E. schrieb:
> Was habt ihr für erfahrungen?

Leon E. schrieb:
> Sehr Lustig!!

Wer hochwertig" mit ä, "Erfahrungen" mit kleinem e und "lustig" mit 
einem großen L schreibt sollte seine Bachelor-Thesis wenigstens einmal 
von einer Person lesen lassen, die zumindest auf dem Niveau der 
Mittelschule Ahnung von Rechtschreibung hat. Bei der heutigen "Jugend" 
ist es ja aber extrem cool, Entschuldigung, kewl, die eigene 
Muttersprache nicht mal ansatzweise zu beherrschen.

Gerüchten zufolge soll es aber auch Leute geben, die denken man kann 
Rechtschreibfehler mit 100-g/m²-Hochglanzpapier kompensieren.

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