Eignen sich günstige W-LAN Antennenkabel für Messtechnik allgemein?

OP #2826535
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Hallo zusammen!

Man findet ja bei Elektronik-Shops à la Pollin etc. häufig im Bereich 
W-LAN Zubehör sehr günstige konfektionierte Kabel mit SMA 
Steckverbindern in unterschieblichen Varianten. Meine Frage: sind die 
von der Qualität her so gut dass man sie allgemein für HF-Aufbauten 
verwenden kann? Ich meine die komplett konfektionierten Kabel sind 
teilweise nur einen Bruchteil so teuer wie sonst normalerweise ein 
einzelner SMA Stecker kostet. Oder sind die so schlecht dass sie bei 
2.4GHz gerade so funktionieren und darüber komplett unbrauchbar sind?

Viele Grüße!
Gast #2826756
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Hi, V.,

> Man findet ja bei Elektronik-Shops à la Pollin etc. häufig im Bereich
> W-LAN Zubehör sehr günstige konfektionierte Kabel mit SMA
> Steckverbindern in unterschieblichen Varianten. Meine Frage: sind die
> von der Qualität her so gut dass man sie allgemein für HF-Aufbauten
> verwenden kann?

Sind die denn überall vom selben Zulieferanten? Solange das nicht klar 
ist, sind allgemeingültige Antworten öfter falsch.

Bedenke: Überall wird gespart, koste es, was es wolle.
WLAN-Kabel, die optimiert sind, billigst gemacht sind, für einmalige 
Montage und Funktion bis zum Ablauf der Garantiezeit, die können nicht 
optimal sein für ein Labor, wo sie alle paar Tage demontiert, neu 
verlegt und neu verschraubt werden.

Ich habe von einem Billig-Versand mal ein Bündel billige BNC-Kabel 
gekauft - deren Innenleiter war keine Litze, sondern ein solider 
Kupferdraht.
Aus Schaden wird man klüger - also erst mal ein Muster kaufen und 
probieren.

Ciao
Wolfgang Horn
Gast #2826767
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Bei uns in der 4ma gibts auch etwas Bastelbedarf, der immer mal wieder 
bei Reichelt & Co. mitbestellt wird. Das schlimmste, dass ich da mal in 
der Hand hatte, war ein SMA(f) auf SMA(f) Adapter. Mit dem konnte man 
sich so ziemlich jeden Präzisionsstecker, wie z.B. an irgendeinem 
Messkabel versauen. Grate am Gewinde, der Rest, wie Innenleiterposition 
u.a sah auch schauderhaft aus. Man stelle sich vor irgendwer passt nicht 
auf, schraubt den aufs NWA Tstportkabel und versaut damit dann die 
Kalibrierstandards...

Ich hatte es auch schon, dass solche Billigstecker nicht wiklich  oder 
nur mit Gewalt auf Standard SMA Buchsen passten. Da arbeitet man dan 
spanabhebend...

Crimp Dir lieber ein Paar schöne Kabel selbst. Mit ordentlichen Steckern 
und ordentlichem Kabel - aus Europa.


vg

Maik
Gast #2826886
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Hallo,

wobei sich crimpen nur dann finanziell lohnt wenn du regelmäßig 
Leitungen mit einen bestimmten Steckertyp anfertigst, da gute 
Crimpzangen (Einsätze) leider sehr teuer sind.
Für den Hobbyisten ist es dann doch doch von Vorteil qualitativ 
hochwertige Kabel und Stecker zu löten - auch wenn es etwas länger 
dauert.
Es gibt mittlerweile sogar einige Lösungen bei welche nur der Innenstift 
noch gelötet werden muss und die durchaus für Frequenzen von >10GHz 
geeignet sind.

Gute HF Leitungen sind nicht billig aber durchaus bezahlbar und im 
Verhältniss zu den Gerätschaften für die sie angefertigt werden trotzdem 
meist der "billigste" Anteil.
(Spezielle Messleistungen für den "100GHz Spektrumanalayzer ;-)" mal 
ausgenommen - aber wer solche Geräteschaften hat den können auch nicht 
einige hundert bis tausend Euro für ein "olles" Koaxkabel nicht aus der 
Fassung
bringen....


 Ham
Gast #2827122
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Die Qualitaet eines Kabels besteht aus mehreren Komponenten, die nicht 
unbedingt alle benotigt werden.
- Abschirmwirkung auch bei hohen Frequenzen.
  Braucht man ein BNC Kabel wirklich bis 4GHz?
  Braucht man ein SMA Kabel wirklich bis 18GHz?
  Allenfalls sollte man auf ein doppelt Geschirmtes gehen.
- hochfester Kunststoff
  Muss das Kabel wirklich trittfest sein?
- flexibler Aufbau.
  Benoetigt man wirklich die Flexibilitaet?
- Strahlenvernetztes Dielektrikum
  Muss man den Innenleiter wirklich loeten?

Man kann einiges an Geld sparen, indem man die Kabel selbst 
konfektioniert. Mein bevorzugter Lieferant/Hersteller hat etwas seltsame 
Preisabstufungen. Daher kaufe ich jeweils 30 (Crimp-)Stecker und eine 
Mindestmenge an Kabel, zB 50m.
#2827661
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Christian Berger schrieb:
> Wenn Du beispielsweise ein Netzwerk
>
> durchmisst, und eh die Kabel raus kalibrierst sind die relativ egal.

Bei Kurzwelle sicherlich noch zutreffend. Aber wenn es weit in den 
Gigahertzbereich geht, macht sich die Phasenunstabilität billiger Kabel 
schon extrem bemerkbar. Das kann man auch nicht rauskalibrieren.

Maikh schrieb:
> Bei uns in der 4ma gibts auch etwas Bastelbedarf, der immer mal wieder
>
> bei Reichelt & Co. mitbestellt wird. Das schlimmste, dass ich da mal in
>
> der Hand hatte, war ein SMA(f) auf SMA(f) Adapter. Mit dem konnte man
>
> sich so ziemlich jeden Präzisionsstecker, wie z.B. an irgendeinem
>
> Messkabel versauen. Grate am Gewinde, der Rest, wie Innenleiterposition
>
> u.a sah auch schauderhaft aus. Man stelle sich vor irgendwer passt nicht
>
> auf, schraubt den aufs NWA Tstportkabel und versaut damit dann die
>
> Kalibrierstandards...

Nicht nur das. Diese Billigstecker funktionieren bei 2GHz schlicht und 
einfach nicht einmal. Rückflussdämpfung nicht mal 3db.

Selbst schon die Erfahrung gemacht und deswegen Tagelang Fehler gesucht.

Ralph Berres
Gast #2827729
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noch mal als Info

Wlan Sma Verbinder  sind  REVERSE  SMA
die  passen nicht zu  normalen Sma

wobei  die  natürlich verwendar sind  wenn  nur  R-SMA  verwendet   wird
und   so schlecht sind  die  Biligteile für Wlan  auch  nicht

die gefahr  teure  Messgeräte  Buchsen  zu zerstören  besteht  auch 
nicht

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