Weder egal, noch intuitiv, thomas_d,
interessant, sich damit noch mal zu beschäftigen:
Sondern analytisch vorgehen mit Verständnis vom Geschehen:
1. Der erste Blick gilt der Stufe, wo die gewünschten Informationen
abstrahiert werden. Beispielsweise dem Detektor im Rundfunkempfänger.
Oder der Funktion, welche die Daten vom AD-Wandler mittelt, verarbeitet
und dann eine ja/nein-Entscheidung trifft oder Fehler vorwärts
korrigiert.
Hier: Welche Fehlerfreiheit ist hier gefragt? Ergibt sich aus
Spezifikationen. Wie groß ist der Störpegel? Wie groß muss demnach der
Nutzpegel sein?
2. Betrachte Deine komplette Kette an Vierpolen im Signalweg. Übertrage
die Fehlerbeiträge aller Vierpole an den Eingang der Kette. Dort sollte
kein Vierpol wesentlich mehr betragen als der Durchschnitt. Und auch
keiner wesentlich weniger, denn der wäre dann unnötig teuer ausgelegt.
3. Ist ein Störbeitrag zu groß ist, verbessere den entsprechenden
Vierpol.
Anfängerfehler:
* Zu hohe Verstärkung in der ersten Stufe wird bestraft durch
Intermodulationen in der letzten Stufe mit Verstärkung.
* Zu rigorose Filterung vor der ersten Stufe wird bestraft durch zu hohe
Dämpfung, zu niedrigen Signalpegel vor dem ersten verstärkenden Element
und deshalb zu hohem Rauschen durch dieses.
* Zu schwache Filterung dagegen bestraft sich mit Übersteuerung der
Verstärker.
Erstklassige Funkempfänger zeigen de optimalen Aufbau der Kette an
Vierpolen: Schaltbares Dämpfungsglied, Roofing-Filter, erst niedrige
Verstärkung, schmalbandiges Quarzfilter, jetzt kommt richtig Verstärkung
rein, Filter zur Dämpfung interner Rauschquellen, Detektor.
Ob es um Rauschen geht, Offset, Intermodulation oder Nichtlinearität,
das obige Vorgehen ist immer besser als Intuition ohne Erfahrung.
Ciao
Wolfgang Horn