Dipmeter für 868 MHz?

Gast #2846928
Lesenswert?

Hallo,

ich habe ein Problem mit einem RFM12B (868 MHz, OOK) und einigen 
FS20-Steckdosen. Die Steckdosen schalten in etwa 10 % der Fälle nicht.

Kann ich mit Dip- und Multimeter aufzeichen, was der RFM12B sendet?

Bei Kainka habe ich einen Schaltplan für ein Dipmeter gefunden:

http://www.b-kainka.de/bastel53.htm  (der Schaltplan in der Mitte).

Welche Transistoren bzw. Bauteilewerte muss ich nehmen?

mfg

Jürgen
Gast #2846988
Lesenswert?

Das ELV-Gerät ist für meine Zwecke nicht ausreichend bzw. geeignet. Da 
in 10 % der Fälle die Steckdose nicht schaltet, wird das Diagnosetool 
mit dies allenfalls bestätigen.

Der RFM12B sendet im OOK-Modus eine Folge von Signalen und Pausen. Diese 
möchte ich sehen, um z. B. die Länge der Pausen/Signale bestimmen zu 
können.
#2846996
Lesenswert?

Jürgen schrieb:
> Das ELV-Gerät ist für meine Zwecke nicht ausreichend bzw. geeignet. Da
> in 10 % der Fälle die Steckdose nicht schaltet, wird das Diagnosetool
> mit dies allenfalls bestätigen.
>
> Der RFM12B sendet im OOK-Modus eine Folge von Signalen und Pausen. Diese
> möchte ich sehen, um z. B. die Länge der Pausen/Signale bestimmen zu
> können.

Dann brauchst Du einen normalen Empfänger für 868 MHz.
Gruss
Harald
Gast #2847050
Lesenswert?

Steffen schrieb:
> HF-Tastkopf, der bis ca 1GHz arbeitet.

Um festzustellen ob der Kanal belegt ist, reicht ein Empfänger. Wenn das 
Datentelegramm fehlerhaft sein sollte, wird ein simpler Oszi  bei 800 
MHz nur zu 2% helfen. Eine simple Gegenprobe ob die Logik sauber 
funktioniert wäre: alle Funksteckdosen in störungsarmen Keller zu 
testen.
Gast #2847237
Lesenswert?

Vielen Dank für die Antworten und Beiträge.

> Nim einen DVB-T-Stick und SharpSDR

Kann man jeden DVB-T-Stick nehmen?

Auf einer holländischen Seite habe ich eine Version von SharpSDR 
gefunden. Wer hat das Programm geschrieben?

Ludger schrieb:
> betreib eine FS20-Stecksdose mt Kleinspannung, und meß direkt an
> deren Empfänder...

Hast du schon einmal gemessen? Wo muss ich da "rangehen"?
Gast #2847255
Lesenswert?

Jürgen schrieb:
> Kann ich mit Dip- und Multimeter aufzeichen

Mit einem Multimeter geht da nichts, wenn schon dann Oszi oder noch 
besser Logikanalysator. Signalquelle ist dann am besten der RX-Pin eines 
FS20 Empfänger Moduls. Außerdem ist OOK-Senden mit einem RFM12 
suboptimal, da man den Sender über SPI-Kommandos ein- und ausschalten 
muss. Der hat dann Verzögerungen, daher kommen die Probleme mit dem 
Empfang. Das müsste man mit einem Logikanalysator entsprechend ausmessen 
und im Programm korrigieren. besser wäre der RFM02, da kann direkt der 
FSK-Pin benutzt werden.
Gast #2847262
Lesenswert?

Fox Mulder schrieb:

> Außerdem ist OOK-Senden mit einem RFM12
> suboptimal, da man den Sender über SPI-Kommandos ein- und ausschalten
> muss. Der hat dann Verzögerungen, daher kommen die Probleme mit dem
> Empfang.

Das ist exakt das Problem, das ich untersuchen möchte. Das RFM12B 
befinden sich auf einem ADD-ON AVR-NETIO-BOARD

> Signalquelle ist dann am besten der RX-Pin eines FS20 Empfänger Moduls.

Ist dies ein bestimmtes Modul oder geht jeder Empfänger, wie z. B. die 
FS20 ST-4 Funksteckdose? Mit anderen Worten: einfach die Funksteckdose 
zerlegen und den RX-Pin suchen?
Gast #2847323
Lesenswert?

Jürgen schrieb:
> Ist dies ein bestimmtes Modul oder geht jeder Empfänger, wie z. B. die
> FS20 ST-4 Funksteckdose?

Die Empfänger sind da meistens als eigenständige Platinen integriert, 
also leicht zu finden. Die Spannung am RX-Pin ist aber relativ niedrig 
(1,5V), ein Transistor zur Pegelanpassung ist dann zwischen RX-Pin und 
Controller noch vorhanden.
#2847756
Lesenswert?

Hier gibts einen langen Thread zu "RTL-SDR" , das anscheinend auch von 
"SDR#" benutzt wird:
Beitrag "2m-Empfang mit DAB-Stick"

Es gibt DVB-T oder DAB USB-Receiver mit der Kombination E4000-Tuner und 
RTL2832-Decoder, aber auch andere Chips.

Mit meinen teueren Funcubedongle bin ich auf die Bandbreite der 
integrierten Soundkarte beschränkt, während die wesentlich billigeren 
Sticks etwa 2-3 MHz haben sollen. Eine spezielle 
Spektrumanalyse-Software habe ich aber dazu noch nicht gefunden. 
Vielleicht gehts mit Gnuradio, da scheint auch ein Treiber zu 
existieren.

Theoretisch könnte man den Tuner sehr breit wobbeln und damit ein 
Spektrum von etwa 50-1700 MHz darstellen, aber das scheint nicht so 
einfach, ausserdem hat der Tuner eine geringe Dynamik und viele 
Nebenempfangsstellen, wenn ich den Thread recht verstanden habe.
Die Bandlücke im 23cm-Band könnte ein Treiberproblem sein, das ist noch 
nicht ganz klar.
Ein Datenblatt zum E4000-Tunerchip gab es neuerdings auch zum Download, 
allerdings nicht offiziell, in GoogleGroups verlinkt:
https://groups.google.com/forum/#!topic/ultra-cheap-sdr/zXhBfiYdxf4
https://skydrive.live.com/?cid=e55f3f5f75b5a7bb&id=E55F3F5F75B5A7BB!1160
"Grab it while it's hot, before the lawyers catch on.. and thanks guys 
for all your hard work with RTLSDR!"

Zwei Linksammlungen gibts noch hier
http://sdr.osmocom.org/trac/wiki/rtl-sdr
http://superkuh.com/rtlsdr.html
#2848573
Lesenswert?

"Kann ich mit Dip- und Multimeter aufzeichen, was der RFM12B sendet?"

obwohl der AD8307 lt. Datenblatt nur bis 500 MHz geht würde ich den mal 
in Standardschaltung testen und an den Eingang ein Stück Draht als 
Antenne dranhängen. Am Ausgang ein Sampling-Scope - das wärs dann schon.

Bei WLAN hatte ich auch schon Erfolg mit einer ganz simplen 
Detektor-Schaltung mit Drahtantenne, Spule und Schottky-Diode + Scope. 
Bei 100mW reicht sowas auch.
Gast #2848665
Lesenswert?

Markus L. schrieb:
> Bei WLAN hatte ich auch schon Erfolg mit einer ganz simplen
> Detektor-Schaltung mit Drahtantenne, Spule und Schottky-Diode + Scope.
> Bei 100mW reicht sowas auch.

Antenne -> parallel Schwingkreis -> Schottky-Diode -> Oszilloskope?

Länge      Werte                    Typ

Welche Werte muss ich nehmen?
#2848678
Lesenswert?

probier mal folgendes:

1 Stück Leiterplatte als Ground
1 Stück Draht 10 cm
1 Spule aus Silberdraht oder Cu-Draht, 5 Wdg, 1 cm Durchmesser

Spule senkrecht, eine Seite auf die Platine, oben den Draht als Antenne 
dran.
von der Verbindung zwischen Antennendraht und Spule mit 1 pF in Serie 
auf 2 Dioden, D1 Kathode, D2 Anode.
Anode von D1 auf GND, Kathode von D2 = Ausgang zum Scope und von dort 
nochmal 100nF parallel 100kOhm nach Masse.

Such mal bei google nach "RF-Sniffer", da gibts solche Schaltungen 
reichlich. Du musst keine Resonanz haben, also Parallelschwingkreis oder 
resonante Antenne sind nicht zwingend notwendig.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren