Wäre ganz hilfreich zu wissen was du damit löten möchtest?
Ich würde die RDS 80 nehmen, weil die genug Power bietet
und eine breite Palette an Lötspitzen als Zubehör hat.
Außer bei der Analog 60 hat keines der anderen Lötstationen
so eine Auswahl an Spitzen und das sollte die Wahl leicht
machen. Meine Meinung.
Wir sind vor ca 1 Jahr von WSD81 auf I-Con umgesteigen, hab den Eindruck
die Wärme verteilt sich gleichmässiger. Damit lässt es sich spürbar
leichter arbeiten. (Mein Eindruck)
Bei mir läuft eine ERSA i-con pico.
Bin sehr zufrieden. Der Lötkolben ist mini, hat aber trotzdem 80W.
Da passen die neuen Ersa-Spitzen drauf -> große Auswahl. Das Gerät fährt
selbständig runter, wenn man länger nichts macht. Weiß jetzt nicht, ob
das die günstigen auch können.
Also ich habe die Analog 60. Die ist wirklich gut.
Auf der arbeit hatte ich die große I-Con. Die lötkolben sind ein traum,
da sehr klein und handlich. und richtig dampf haben die dinger auch.
Wäre es meine entscheidung würde ich die I-Con nehmen
Um nach fast 2 Jahren Threadstart trotzdem meinen Senf dazugeben zu
wollen , da man diesen ja durchaus auch noch länger sinnvoll sein kann
und diese Frage eigentlich auch immer aktuell ist - auch in 2014.
Also, ich benutze sein gut 3 Jahrzehnten Lötkolben von Weller und habe
noch nie einen Defekt daran gehabt, ob gleich sie bei mir im
Dauereinsatz sind. Die Geräte sind skalierbar - man kann also auch ein
anderen Lötkolben einsetzten, als den zur Station gekauften, sofern er
dafür vorgesehen ist. An einer analog temperaturgeregelten Station mit
80Watt kann man natürlich einen Magnastat anschließen, umgekehrt
natürlich nicht. Einen 50Watt oder Pencil lässt sich ebenso am
Basisgerät nutzen. Entlötgeräte funktionieren auch, solange die
Vakuumpumpe extern verfügbar ist, oder mit Gummiballen gearbeitet wird.
Alles Weitere würde keinen Sinn ergeben. Spitzen gibt es wie Sand am
Mehr - sogar von 3.Herstellern, mit zum Teil sehr schmalen Spitzen von
0.5mm. Deren Standzeit ist allerdings durch die sehr filigrane Bauweise
in Verbindung mit hohen Temperaturen sehr begrenzt. Bei anderen
Herstellern muss man jedoch gleich ein anderes Lötgerät benutzen. Der
Weller Lötkolben hat etwas mehr Masse was ihm seine Robustheit verleiht
- aber schwer ist er eigentlich nicht. Im vergleich zu einem Ersa dürfte
er jedoch deutlich fühlbarer sein. Dem einen schmeckst es, dem anderen
nicht - ist eben subjektiv. Ich persönlich finde den Ersa auch sehr gut
- mir gefällt allerdings nicht, dass die Ersa-Leute die Spitze als Hülse
ausbilden und über den Heizkörper schieben. Die Wärme wird also nur von
einer Seite zugeführt - die Andere ist ja außen.
Einige andere Ersa-Lötgeräte haben dies bereits wieder geändert und
benutzen andere Bauformen die mit Hilfe einer Hülse, die Lötspitze außen
"auf" dem Heizröhrchen fixieren. Dazu zählt die I-CON PICO.
Das Problem mit der einseitigen Wärmezufuhr löst sich aber dadurch auch
nicht. Back die Lötspitze mal auf dem Heizkörper fest, könnte es
problematisch werden und die Gefahr besteht, dass man beim Lösen der
Spitze, den Heizkörper beschädigt. Sowas hab ich bei Ersa schon einige
male gesehen. Wenn es eine ERSA sein müsste, würde ich mich derzeit
(2014) für eine Ersa 0ANA60A entscheiden. Sie ist analog leistet 60Watt
und erfüllt alle wünschenswerten Kriterien. Der Preis unterscheidet sich
von einer Weller WS51 eigentlich nur unwesentlich - wenn man nicht
gerade in der Apotheke mit dem großen "C" kauft. Mir persönlich gefällt
der LR21 als Lötgerät am besten. Auch diese Station wird analog
geregelt. Welche Aufgabenstellung eine digitale Station besser meistert
als ein analog geregelte Station will sich mir nicht öffnen. Jedenfalls
scheinen diese Stationen von allen Herstellern mit einem satten Aufpreis
versehen zu sein. Ob meine Lötspitze nun 270°C hat oder 285°C macht in
der Praxis eh keinen Unterschied. Ich glaube dass es einfach nun eine
Frage des Glaubens ist. Digital angezeigten Werten glaubt man ehr als
Anlogen. Warum auch immer. Es ist also eine philosophische Frage was man
sich kaufen will. Wirklich schlechter oder besser sein beide nicht. Ich
bin mit Weller sehr lange sehr gut gefahren. Sie sind nicht billig -
gutes Werkzeug kostet sein Geld. Haltbar ist sie auch, bedenkt man, dass
meiner erste Lötstation bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat und noch
immer tadellos funktioniert. Die zweite einstellbare Station WS50 hat
immerhin auch schon 15 Jahre auf dem Radar. Ich bekomme noch immer
Lötspitzen, Heizelemente Trafos, Kabel usw. für beide Geräte vom
Hersteller problemlos geliefert. Ich finde diesen Aspekt sollte man
nicht unterschätzen. Dieses Kriterium ist fast immer das Aus für jede
billig-China Station die etwas mehr als 1/3 einer ERSA oder Weller
kostet. Für nur 5 Lötstellen im Jahr kauft man sich keine Station.
Bastelt man länger, so würde ich auf jeden Fall eine gute Station
kaufen. Dann bezahlt man nur einmal für ein Werkzeug und kann fast ein
Leben lang damit arbeiten.
Das mal als Entscheidungshilfe angemerkt.
Ich würde hier gerne auch nochmal Metcal anmerken. Hat sich für den
privaten Bastler zwar noch nicht so etabliert, vielleicht deshalb weil
Metcal eher die Industrie als Kunden sieht. Ich stand damals auch vor
der Entscheidung welche Lötstation für mich die beste ist. Ich habe mich
für eine Metcal MX500 entschieden. Neupreis zwar damals über 500 Euro
aber gebraucht habe ich sie für 200 bekommen. Die Lötstation ist
wirklich unkaputtbar. Die kann den ganzen Tag von der Werkbank
schmeißen, das gibt ein paar Kratzer aber mehr nicht. Das war aber gar
nicht das Entscheidungskriterium, denn wann fliegt eine Lötstation schon
mal von der Werkbank?! Die Heizlösung bon Metcal ist mit Abstand die
beste auf dem Markt. Durch die Induktionsheizung kriegt man Lötkolben
hin die nur wenige Gramm wiegen, total Ergonomisch und präzise sind,
enorm viel Leistung liefern und kaum warm werden. Diese Kombination habe
ich weder bei Ersa, Weller, Pace oder einem anderen Hersteller gesehen.
Ein Jahr später habe ich mir als Zubehör die Metcal DS1 gekauft, eine
Entlötpistole. Die Druckluft kommt vom hier von einem handespblichen
Kompressor. auch hier kommt die induktionsbasierte Heiztechnik zum
Einsatz, weshalb diese Entlötpistole tausendfach in der Industrie
eingesetzt wird. Die Metcal Produkte sind sicherlich kein Schnäppchen
aber bieten einem extrem viel udn auch einige Dinge die die anderen
nicht können. Ganz wichtig ist hier die Leistungsangabe. Die MX500 hat
"nur" 40W Heizleistung, da die Heizung aber induktionsbasiert ist, hat
sie einen enorm hohen Wirkungsgrad, somit kommt davon auch deutlich mehr
an. Das nur so am Rande bevor gleich jemand kommt und sagt seine
Lötstation habe 80W und sei damit viel besser. Die Lötspitzen bei Metcal
sind nicht ganz billig (ca. 10-15 Euro pro Stück) halten aber bei
täglichen Einsatz von 6-8 Stunden ca. 1 Jahr also für eine Privatperson
ewig. Es gibt über hundert Spitzen, da gibt es eigentlich nichts, was es
nicht gibt.
letztens war hier noch ein Thrad zu Metcal. Da war das Innenleben
dargestellt und wurde sogar nachgebaut. Dann braucht man nur noch das
Handstück und die Spitze dazu.
Karl H. schrieb:> Die MX500 hat> "nur" 40W Heizleistung, da die Heizung aber induktionsbasiert ist, hat> sie einen enorm hohen Wirkungsgrad, somit kommt davon auch deutlich mehr> an.
Und ohm'sch erzeugte Wärme hat einen schlechten Wirkungsgrad?
Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines induktiv bzw. ohm'sch beheizten
Lötkolbens?
Karl H. schrieb:> Die Heizlösung bon Metcal ist mit Abstand die> beste auf dem Markt. Durch die Induktionsheizung kriegt man Lötkolben> hin die nur wenige Gramm wiegen, total Ergonomisch und präzise sind,> enorm viel Leistung liefern und kaum warm werden.
JBC Katuschen heizen auf & nach als Metcal/OKI, so gesehen ist
Metcal/OKI nur das zweitbesten auf dem Markt ;)
tmomas schrieb:> Und ohm'sch erzeugte Wärme hat einen schlechten Wirkungsgrad?> Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines induktiv bzw. ohm'sch beheizten> Lötkolbens?
Der Trick besteht darin das nicht der ganze Kolben bzw. dessen Schaft
erhitzt werden muss (wenn das Heizelement zB. im Griff sitzt), sondern
eben nur die Spitze.
Ich bin gerade auch auf der Suche nach einer Lötstation.
Aktuell im Auge habe ich die WS 81 nur bin ich mir nicht ganz sicher ob
die Station passend für mich ist.
Aktuell verwende ich ein ganz billiges ding vom C.
Was ich damit mache ist kleinere Löt arbeiten wie im bereich
Microcontroller (Atmega etc.). Für die gröbere Arbeit wie 4mm^2
verzinnen habe ich einen anderen Lötkolben. ;-)
Kann mir vielleicht noch jemand ein paar Tipps geben?
Was ist eigentlich der Unterschied der WS 51 zur WS 81?
Die Ersa I-Con Pico sollte vergleichbar mit der WS 81 sein? Ist eine für
bestimmte Arbeiten besser geeignet?
Achja und es wird hier öfters in Threads von der Ersa I-Con gesprochen,
welche ist damit gemeint die Ersa I-Con1, Ersa I-Con2, Ersa I-Con Pico?
Danke!
Kollege schrieb:> JBC Katuschen heizen auf & nach als Metcal/OKI, so gesehen ist> Metcal/OKI nur das zweitbesten auf dem Markt ;)
Das wollte ich hierzu auch gerade anmerken.
Hatte auch vor meiner JBC eine MX500 - die Preise und Verfügbarkeit der
Lötspitzen für den privaten Bastler sind jenseits von Gut und Böse.
Die Kollektion JBC Spitzen hab ich damals bei Ebay gekauft, als man die
noch für ca. 11 Euro das Stück schießen konnte.
Bisher ist noch keine irgendwie auch nur angeschlagen und ich löte recht
viel...
Bin froh, das ich die Metcal zu einem befriedigenden Preis wieder
losgeworden bin.
Hatte auch Pace probiert, selbes Dilemma mit den Spitzen...
@Markus, ich rate dir, investiere dein Geld in JBC, du bereust es nicht
!