Die Frage ist durchaus angebracht, das sollte man auch im Wiki mal
ergänzen.
Das zweite zuerst: Ja, gibt es. Die bekommen dann die Fertigungsdaten
(oft Gerber) und dazu Stückliste und Plazierung. Je nachdem, wie genau
du weiter spezifizierst, bekommst du dann mehr oder weniger passende
Bauteile bestückt. In der Regel spezifizierst du dabei dann eben gleich
Hersteller-Teilenummern. Das ist für den Hobbybastler dann oft
ungewohnt, weil der Kondensator dann nicht mehr '10µF/16V axial'
heißt...
Zum ersten Problem:
Vor dem Problem stehe ich sehr oft. Dir sind zwar sicherlich auch die
üblichen Distris bekannt (Farnell, Schukat, TME, Bürklin, Reichelt...),
aber nicht alles, was es dort gibt, ist 'gut'.
Einfaches Beispiel: Ein Transistor, um ein Relais zu schalten. Wenn ich
danach suche, finde ich mit Sicherheit über 1000 verschiedene
Transistoren, die geeignet sind. Und trotzdem greif ich quasi
reflexartig zum Typ BC547.
Woher kommts? Der Typ ist ein etablierter Standardtyp. Ist jetzt
natürlich blöd, denn wer legt den Standard fest. Das läuft zum Beispiel
oft so, dass jemand ein Bauteil für einen bestimmten Zweck sucht. Dazu
guckt er sich mal Schaltungen von anderen Leuten an, in denen ein
solches Bauteil verbaut sein könnte, und sieht dort dann konkrete
Bauteiltypen. Und die nimmt man dann als ersten Anhaltspunkt.
Irgendwie haben sich so immer mal wieder Bauteiltypen
herauskristallisiert, die nun quasi jeder kennt und verbaut. Das ist
insofern ganz praktisch, als dass die dann meistens billig und überall
in Stückzahlen zu beschaffen sind.
Um also auf die Frage zu antworten: Bevor ich mit Schaltplan und Layout
überhaupt anfange, lese ich Schaltungen anderer Autoren.