Timo S. schrieb:
> Gegen die Fehlstellen, die auf dem Bild zu sehen sind, hilft das
> allerdings auch nicht!
Gegen diese Fehlstellen hilft nur, die Platine vor dem Tonertransfer
richtig zu reinigen. Nach einigen Versuchen mit Stahlwolle und feinstem
Sandpapier bin ich bei Scheuermilch gelandet. Danach (nach dem Trocknen)
wird die Platine noch mit Aceton abgerieben. Nicht jedes
"Reinigungspapier" ist dazu geeignet, mit einigen Küchenrollen geht es
nicht, die hinterlassen Schlieren, die das Haften des Toners verhindern.
Dann wird sie in den Layout-Ausdruck auf Lidl-Werbung "eingewickelt" und
mehrmals durch den überhitzten Laminator geschoben. Anzahl der
Durchläufe und Temperatur sind natürlich vom Drucker und Toner abhängig.
Nach dem Abkühlen geht es kurz ins kalte Wasser (ohne Spülmittel), nach
einigen Sekunden lässt sich das Lidl-Werbeblatt im Ganzen abziehen,
wobei der Toner an der Platine bleibt. Lässt man das Wasser zu lange
einwirken, dann reißt das Papier beim Abziehen, dann muss gerubbelt
werden. Geätzt wird dann kalt mit verdünnter Salzsäure, der ein Schuss
Wasserstoffperoxyd zugesetzt wurde. Die Ätzzeit liegt je nach
Konzentration bei 2 bis 8 Minuten. Nach reichlicher Wässerung und
Trocknung wird gebohrt, mit Stahlwolle der Toner abgerubbelt, was gleich
eventuellen Grat an den Bohrlöchern entfernt. Dann kommt sofort Lötlack
(Kolophonium in Spiritus) drauf, damit das Kupfer bis zum Bestücken
nicht wieder Patina ansetzt.
Natürlich kann man es auch anders machen, vorausgesetzt, das Ergebnis
ist zufriedenstellend. Und nein, Industriequalität ist es nicht, kostet
aber auch keine Industriepreise.
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