PWM Schaltplan - Kondensatoren wie dimensionieren

Gast #2871070
Lesenswert?

Hallo,
ich möchte zwei Motoren (max 3A und 500ma) über eine PWM von einem uC 
ansteuern.
Nun müsste ich wissen wie ich die Kondensatoren brechenen kann oder ob 
es dafür Grobe Faustwerte gibt.
Die Schaltung ist im Anhang zu finden. Zuerst wär mal die Frage wofur 
ich welchen Kondensator dringend brauche.

Danke im vorraus.
MFG Andy
Angehängte Dateien:
#2871479
Lesenswert?

@  Andy02 (Gast)

>ich möchte zwei Motoren (max 3A und 500ma) über eine PWM von einem uC
>ansteuern.

Schön, siehe Motoransteuerung mit PWM.

>Nun müsste ich wissen wie ich die Kondensatoren brechenen kann oder ob
>es dafür Grobe Faustwerte gibt.

Die sind fehlplatziert. Wenn, dann gehört ein Kondensator zwischen VCC 
und GND, aber nicht an den MOSFET oder Motor.

>Die Schaltung ist im Anhang zu finden. Zuerst wär mal die Frage wofur
>ich welchen Kondensator dringend brauche.

Zur Pufferung der Versorgungsspannung für schnelle Strompulse.

MFG
Falk
Gast #2872113
Lesenswert?

Naja...
voerst Danke für die Antwort.
Den verlinkten Artikel hab ich mir bereits durchgelesen.

Also meine Theorie war bisher:

Kondensator zwischen VCC und GND zum Puffern des Strom deshalb i-was im 
µF bereich kommt ja allerdings auf die pulsrate an.

Kondensator am Motor um die entstehenden Funken am Kommutator weg zu 
bringen sprich EMV also vll sogar 10 oder 100nF ??

Kondensator am MOSFET schützt den Mosfet vor hohen Spannungspieks oder 
ähnlichen also auch 10 oder 100nF ??

oder kann man das vernachlässigen??
Gast #2872119
Lesenswert?

Andy02 schrieb:
> Kondensator am Motor um die entstehenden Funken am Kommutator weg zu
> bringen sprich EMV also vll sogar 10 oder 100nF ?

Guck mal bei dem Modellbauern nach Entstörsätzen.
So ein Satz besteht aus 3 Kondensatoren, die in einer Dreieck-Schaltung 
aufgebaut sind und die Überspannung ans Motorgehäuse führen.
Gast #2872121
Lesenswert?

> Nun müsste ich wissen wie ich die Kondensatoren brechenen kann
> oder ob es dafür Grobe Faustwerte gibt.

C1 so groß, daß die Versorgungsspannunng bei jedem Einschalten des 
Motors nicht untrr die von anderen Bauteilen benötigte 
Versorgungsspannung fällt.

Da keine anderen Bauteile gezeichnet sind: 0pF. Zur Berechnung bräuchte 
man den genauen dynamischen Innenwiderstand der Stromversorgung.

C2, C3: 0pF.
#2872378
Lesenswert?

@  Andy02 (Gast)

>Kondensator am Motor um die entstehenden Funken am Kommutator weg zu
>bringen sprich EMV also vll sogar 10 oder 100nF ??

Im Prinzip ja, praktisch braucht man da aber noch einen Widerstand in 
Reihe, dann wird das ein Snubber.

>Kondensator am MOSFET schützt den Mosfet vor hohen Spannungspieks oder
>ähnlichen also auch 10 oder 100nF ??

Das macht die Freilaufdiode.

>Guck mal bei dem Modellbauern nach Entstörsätzen.
>So ein Satz besteht aus 3 Kondensatoren, die in einer Dreieck-Schaltung
>aufgebaut sind und die Überspannung ans Motorgehäuse führen.

Diese Motoren mit DIESER Entstörung werden aber nur mit DC betrieben, 
nicht mit PWM.
Gast #2880408
Lesenswert?

Falk Brunner schrieb:
>>Guck mal bei dem Modellbauern nach Entstörsätzen.
>>So ein Satz besteht aus 3 Kondensatoren, die in einer Dreieck-Schaltung
>>aufgebaut sind und die Überspannung ans Motorgehäuse führen.
>
>
> Diese Motoren mit DIESER Entstörung werden aber nur mit DC betrieben,
> nicht mit PWM.

DAS halte ich aber für ein Gerücht!
#2880410
Lesenswert?

Falk Brunner schrieb:
>>Guck mal bei dem Modellbauern nach Entstörsätzen.
>>So ein Satz besteht aus 3 Kondensatoren, die in einer Dreieck-Schaltung
>>aufgebaut sind und die Überspannung ans Motorgehäuse führen.
>
> Diese Motoren mit DIESER Entstörung werden aber nur mit DC betrieben,
> nicht mit PWM.

Quatsch. Natürlich werden die mit PWM betrieben. Die alten 
Drehzahlsteller die quasi als "Leistungspoti" ausgeführt waren sind vor 
einigen Jahren endgültig vom Markt verschwunden. Aber auch vor 20 jahren 
und davor gab es schon elektronische Steller, die mit PWM arbeiteten, 
und wer klug war, hat auch schnell den vorhandenen potenziellen 
Brandherd im Modell gegen einen solchen ausgetauscht. 
Entsörkondensatoren sind bei den modellen meistens 100nF, einer zwischen 
die Motoranschlüsse und je einer von einem Motoranschluss ans Gehäuse.

LG, Björn

PS: Der Trend geht zu bürstenlosen Antrieben, da werden keine 
Kondensatoren drangelötet. Also nicht wundern wenn das so nicht überall 
zu finden ist.
Gast #2881948
Lesenswert?

> was ist mit der Aussage gemeint?

Spulen erlauben es, daß an einem Ennde (PWM Schalttransistos)
die Spannunf springt, selbst wenn am anderen Ende (Motor) die
Spannung wegen des Entstörkondenstaores zunächst noch fest ist.

Sie vermitteln also zwischen Stellöen an denen die Spannung springt
und Stellen, an denen sie (in diesen fall) fest ist (nur ganz
kurzzeitig weil natürlich durch die PWM und den dann anders
fliessenden Strom der winzigkleine Entstäörkoindensator recht
schnell umgeladen wird, aber das kommt ja aus elektronischer Sicht
später).
Gast #2881966
Lesenswert?

Die Freilaufdiode schützt halt nicht vor Spikes. Dazu ist parallel zum 
MOSFET ein widerstand in Reihe mit einem C nötig. Parallel zum 
Widerstand noch eine schnelle Diode.

Guck dir eine entsprechende Simulation an, in der die Last eine 
parasitäre Induktivität besitzt.


Ingo.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren