Lautsprecherboxen mit Leistungswiderstand leiser machen?

Gast #2871251
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Hallo,

ich schildere mal kurz das Problem:


Ein Bekannter von mir hat ein Lokal. Er hat so ein "all-in-one"-Radio, 
womit er CDs abspielen, oder radio laufen lassen kann.

In diesem Gerät ist der Verstärker bereits integriert. Er klemmt dann 
hinten einfach die Boxen dran und diese sind in dem Lokal in den wänden 
verteilt. Anhand der "Boxen"kabel kann ich schon sehen, dass hier kein 
Wert auf Klangqualität usw gelegt wurde, denn es sind ganz dünne Kabel, 
ählich wie alte Telefonleitungen.

Nun zum eigentlichen Problem:

Die Lautstärke dieses All-In-One-Teils lässt sich nicht auf 0% regeln. 
Sondern nur auf 10-20% (geschätzt)

Wenn mein Bekannter die Musik mal nur ganz leise im Hintergrund laufen 
lassen will geht das nicht (oder nur bedingt).

Den Poti zum lauter/leiser machen kann man leider nicht einfach 
tauschen, da man ihn unendlich oft im Kreis drehen kann und 
lauter/leiser intern gesteuert wird.


Mein Lösungsvorschlag war jetzt einfach hinten pro Lautsprecherkanal 
einen Leistungswiderstand zu schalten, damit die Boxen insgesamt etwas 
leiser werden.

Dieses Radio ist wirklich ein kleines Teil und hat nicht viel Lesitung.


Wie finde ich denn nun raus wieviel Ohm diese Widerstände haben müssen.


Könnte mir jemand evt einen Tipp geben......hat da jemand 
Erfahrungswerte ?

könnte es hinhauen, wenn ich mal 500ohm ausprobier ? wieviel Watt 
braucht der dann ?

Es fehlt wirklich nicht mehr viel, damit die Lautstärke ok ist. Das Teil 
lohnt sich auch nciht wirklich Arbeit reinzustecken. Ein anderes Gerät 
zu kaufen, dass ist es meinem Bekannten nicht wert.....er macht da 
einfach ne Kosten/Nutzen-Rechnung und nimmt es in kauf, dass es halt 
nicht leiser geht. Aber mit nem schnellen Bastlerlösung wäre er 
zufrieden :)



vielen dank für jede Hilfe


MfG Gerd
Gast #2871292
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Als Beispiel:

Bei angenommen 10Vss fließt bei einem 8 Ohm Lautsprecher ca. 1,25Ampere.

Wenn du nun einen 500 Ohm Widerstand in Reihe zu den 8 Ohm schaltest 
kommst du auf einen Gesamtwiderstand von 508 Ohm und es fließen nur noch 
20mA (Milliampere).

Bei Wie oben vorgeschlagenen 10 Ohm sind es insgesamt 18 Ohm und wir 
kommen auf 0,55Ampere, also etwa um die Hälfte weniger was allerdings 
nicht automatisch heißt dass es um die Hälfte leiser wird.

Probier's einfach aus, 10 - 50 Ohm Widerstand klingt gut. Ob 1W 
Widerstände reichen ist fraglich, ich würde lieber mal 3W nehmen.
Gast #2871296
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>> Anhand der "Boxen"kabel kann ich schon sehen, dass hier kein Wert
>> auf Klangqualität usw gelegt wurde, denn es sind ganz dünne Kabel,
>> ählich wie alte Telefonleitungen.

>>>> Damit stimmst du unter Umständen die Box anders ab.

Na das wäre ja dann ein echtes Problem.

Stefan
#2871310
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Wenn es nicht nur 1 Boxenpaar ist, sondern derer mehrere, dann kann man 
Boxen auch einfach in Serie Schalten, wenn sie gleich sind.
Bei jeweils 2 Lautsprechern in Serie hat man dann halbe Spannung pro 
Box. Das heißt an gleicher ohmscher Last eine viermal kleinere Leistung.
Bei jeweils 3 Lautsprechern in Serie ist die Spannung nur 1/3 so groß. 
Das macht dann 1/9 der ursprünglichen Leistung.
Gast #2871313
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Sowas mit Lastwiderständen geht auf jeden Fall.

Denn: Ich besitze einen, wenn auch uralten, HiFi-Receiver. Die Endstufen 
sind normal auf 4 Ohm abgestimmt, erlauben aber einen Betrieb bis zu 2 
Ohm herunter.

Der Verstärker hat noch 4 Zusatzausgänge, um neben den Hauptboxen 2 
Boxen für Pseudo-Raumklang anzuschließen, und weitere 2 Boxen z.B. im 
Nebenzimmer.

Für die 4 Zusatzausgänge hat der Verstärker eingebaute Lastwiderstände 
von einigen wenigen Ohm.

Ich kann ihn auch am Hauptausgang ganz ohne Boxen mit nur einem 
Kopfhörer 600 Ohm betreiben, das ergibt überhaupt keine 
Klangverschlechterung.
#2871639
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Natürlich gibts ne Klangverschlechterung, aber ich glaub nicht, dass das 
in oben genannten Fall relevant ist.
Grund: Der Lautsprecher wird durch den Verstärker gedämft (um 
Nachschwingen oder Eigenresonanzen zu unterdrücken), und der Verstärker 
hat praktisch einen Ausgangswiderstand von Null, dementsprechend starke 
Dämpfung (wers nicht glaubt und noch einen Tieftöner übrig hat: mal so 
die Membran bewegen, mal mit kurzgeschlossenen Anschlüssen, deutlicher 
Unterschied.)
Diese Dämpfung vermindert sich natürlich dementsprechend, wenn ein 
normaler Ohmscher Widerstand in Reihe geschaltet wird.

Aber wie gesagt, spielt hier sicher keine Rolle.
Gast #2875367
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vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde eifach mal 2 x 50 
Ohm/3W kaufen und ihm so ein (mit Schlater überbrückbares) zwischen 
stück bauen, was er hinten dran machen kann :)

LG Ünver
Gast #2875535
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Dave Trescher schrieb:

> Ein Drahtpoti 50R, ca. 3W wäre noch praktischer.

Auf einer Ramschmesse ergatterte ich davon mal mehrere in einem Tütchen 
für 1 DM. Die wären für sowas sicher nutzvoll.

Schöne Teile. Sicherlich auch für was anderes, z.B. einstellbarer 
Konstantstrom simpel mit einem LM317.

Ich hatte ja noch L200-Regler, das war mir da im Hinterkopf.

Allerdings muß man beim Poti stets etwas vorsichtig sein: Ein alter 
Prof. ritt immer auf Teillasten herum, die dann nicht mehr die 
Nennleistung bedeuten. Das wird ja schon mal vergessen, kann mal zu 
Überraschungen führen.
#2875794
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martin schrieb:
> Ernst L. schrieb:
>> Oder ein 100V-Trafo nehmen.
>
> Könnte es sein, dass genau dies bereits der Fall ist? Also nicht dass
> einer gepfuscht hat und klingeldraht zu den Boxen gelegt hat, sondern
> dies völlig in Ordnung ist, da die Lautsprecher eingebaute 100V
> Übertrager haben?
>
> Martin

Problematisch wäre, wenn es verstärkerseitig den 100-V-Übertrager gibt, 
aber die Boxen "ohne" sind....

Andersherum würde ich vermuten, dass die LS dann ohnehin sehr sehr leise 
spielen dürften...

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