Stefan schrieb:
> Die übetragungsgeschwindigkeit ist vollkommen egal es werden Maximal 4
> Byte pro Minute übetragen.
>
> Was könntet ihr empfehlen?
Vier Repeater in der 100x100m Halle verteilen, die das empfangene Signal
weitersenden. Statt 100m Reichweite genügen dann mit vier Repeatern
bereits weniger als 50 m Reichweite.
> Ich habe es im 433 Mhz bereich probiert dies funktionierte nicht, es
> waren soviele fehler im empfangssignal das mit fehlerkorrektur nur alle
> 10 Minuten ein einwandfreier empfangen möglich war.
Die Frage ist, WIE Du es probiert hast.
Ich habe im Sommer mal etwas mit billigen ASK/SAW 433MHz-Modulen und
Regenerativempfänger experimentiert. Einen kleinen Wettersensor für den
Garten gebaut, der mir Temperatur, Luftfeuchte und die Batteriespannung
ins Haus zufunken.
Je nachdem wie ich es mache und programmiere, sind mit denselben
Modulen, demselben Antennendraht, derselben Batteriespannung (3x 1,5
Volt Mignon) und quasi derselben Schaltung einmal Reichweiten von nicht
mal 10 Metern möglich. Oder Reichweiten von mindestens 25 Metern,
wieviel genau habe ich nicht getestet, mein Garten ist nicht länger.
Stichwort: Bitfolgen-Codierung und exaktes Timing der Bits.
Regenerativempfänger laufen in die Sättigung bei zu vielen
hintereinander gesendeten gleichen Bits.
So programmiert man die geringe Reichweite mit einem 433MHz
ASK/SAW-Modul:
- Funkmodul über die serielle Schnittstelle ansteuern und die Bits
rausjagen
So programmiert man die hohe Reichweite mit einem 433MHz ASK/SAW-Modul:
- Funkmodul gezielt ansteuern
+ "Trainingsbits" für 0-Bits und 1-Bits zum Sendungsstart senden
+ CRC-Prüfsumme der Nutzdaten ermitteln und an die Nutzdaten dranhängen
+ Nutzdaten plus CRC einer speziellen Bitfolgen-Codierung unterziehen
(so dass maximal drei gleiche Bits in Folge im Datenstrom auftreten)
Und den Empfänger natürlich genauso programmiert, dass er
+ anhand der Trainingsbits die genaue 0-Bit und 1-Bit Länge lernt
+ den Datenstrom wieder rückwärts in Nutzdaten und CRC decodiert
+ die Nutzdaten und CRC-Summe gegeneinander prüfen
Hintergrund: Die ganz billigen 433MHz Regenerativempfänger laufen in die
Sättigung, wenn sie zu viele identische Bits nacheinander empfangen.
Dreimal 1-Bits ist noch OK, beim vierten 1-Bit regelt der Empfänger
seine Empfindlichkeit herunter, beim fünften 1-Bit in Folge wird es
kritisch, beim sechsten bricht der Empfang zusammen.
Also: Entweder relativ teure Sender/Empfänger "mit eingebautem
Sendeprotokoll" verwenden. Oder die ganz billigen ASK/SAW Module
verwenden, aber dann mit einem eigenen Sendeprotokoll senden.
Was hast Du denn zum Testen als Sender und Empfänger verwendet?
Billigste ASK/SAW Sendemodule mit einfachem Regenerativempfänger?
Oder irgendwas teureres mit eingebautem Sendeprotokoll?
> Meine überlegung geht in richtung 2,4 Ghz wäre das besser?
Grobe Faustformel:
Je größer die Sendefrequenz, desto geringer die Reichweite (bei gleicher
Sendeleistung).