40 Volt auf Notebookground

OP #2885660
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Wir setzen ein Notebook mit Netzteil an einem ESD Arbeitsplatz ein und 
haben festgestellt, daß auf dem Ground der RS232 40V~ gegen PE anliegen.
Der Effekt tritt bei zwei verschiedenen Netzteilen auf, die Netzteile 
selber verwenden den Schutzleiter nicht.

Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden?
Gast #2885674
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Julian Baugatz schrieb:
> 40V~ gegen PE anliegen

An meinem USB-Hub führt GND ein Potential von ca. 80V gegen PE. Das 
führt dann dazu, dass der PC neu startet, wenn ich den Hub anstecke.

Julian Baugatz schrieb:
> Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden?

Hervorfgerufen wird dieser Effekt durch die Y-Kondensatoren (Entstör-Cs) 
in den Schaltnetzteilen. Erden kannst du das Notebook indem du eine 
Verbindung zwischen dem Gerät (z.B. die RS232-Buchse) und eurer 
Anlagenerde herstellst. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das so 
zulässig ist...
Gast #2886580
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Julian Baugatz schrieb:

> Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden?

Ich erdete mein Notebook mal unabsichtlich über die Masse am 
Oszi-Tastkopf. Das war so heftig, daß sich die USB-Schnittstelle 
abmeldete, und das Betriebssystem abstürzte. Nach Abklemmen und Neustart 
war gottseidank nichts defekt.

Für kurzzeitige Anwendungen geht notfalls noch der Notebook-Akku.

Man könnte am Notebook sicherlich auch ein erdfreies Labornetzteil 
verwenden (keinen üblichen Trenntrafo), wenn die Eingangsspannung 
bekannt ist.
Gast #2886605
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Nein ein Problem mit dem Fi darf es nicht geben wenn du GND erdest. Da 
dürfen nur 0,xmA fließen bis maximal 1 oder 2 mA (weiß die Reglen nicht 
genau) Wenn mehr fließen würde dann wäre es ja gefährlich wenn man das 
Notebook berührt.
(Firma: matzetronics) #2886944
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Wenn du Bedenken hast, kannst du ja mal den Strom messen, der zwischen 
Notebook Masse und PE fliesst, bevor du da eine stabile Verbindung 
herstellst. Ich würde mich übrigens nicht blind drauf verlassen, das 
Netzteil GND und Notebook GND identisch sind. In 99% der Fälle ist das 
zwar so, aber nochmal Potentialdifferennzen messen, kann nicht schaden.

Neben den Y Kondensatoren trägt übrigens auch der SMPS Trafo zu den 
Leckströmen bei.
Gast #2887010
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Julian Baugatz schrieb:
> Ich
> vermute, dass der Strom, der in den PE fliest nicht ausreicht, um den Fi
> auszulösen.

Da fließt momentan gar kein Strom in den PE. Über das Schaltnetzteil 
(die Ableitkondensatoren usw. baut sich ein Potential der halben 
Netzspannung auf. Wird das kapazitiv oder resisitiv belastet, bricht es 
recht schnell ein (bei der Last eures Spannungsmessers auf 40V).

Ihr könnt das auch über 100k an den Anschlusspunkt eures ESD-Platzes 
(nach den ESD-Ableitwiderständen, die dürfen selbstverständlich nicht 
Ableitpfad des Notebooks liegen) legen, einfach den Schirm eines 
USB-Kabels verwenden, oder am ESD-Platz eine B-Buchse einbauen und über 
100k deren Gehäuse auf PE legen. Es gibt sicher auch industrielle 
Lösungen dafür.

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