Wir setzen ein Notebook mit Netzteil an einem ESD Arbeitsplatz ein und haben festgestellt, daß auf dem Ground der RS232 40V~ gegen PE anliegen. Der Effekt tritt bei zwei verschiedenen Netzteilen auf, die Netzteile selber verwenden den Schutzleiter nicht. Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden?
Gast
#2885671
Das sind Ableitströme über die Y-Kondensatoren.
Gast
#2885674
Julian Baugatz schrieb: > 40V~ gegen PE anliegen An meinem USB-Hub führt GND ein Potential von ca. 80V gegen PE. Das führt dann dazu, dass der PC neu startet, wenn ich den Hub anstecke. Julian Baugatz schrieb: > Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden? Hervorfgerufen wird dieser Effekt durch die Y-Kondensatoren (Entstör-Cs) in den Schaltnetzteilen. Erden kannst du das Notebook indem du eine Verbindung zwischen dem Gerät (z.B. die RS232-Buchse) und eurer Anlagenerde herstellst. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das so zulässig ist...
Man kauft sich besser ein gutes Netzteil, welches einen Schutzleiteranschluss hat und von sich aus den Ausgang erdet.
Ich überlege das Ladekabel abzuisolieren und die Masse als PE zu nehmen. Könnte das Probleme mit Fi geben?
Gast
#2886580
Julian Baugatz schrieb: > Ist Euch der Effekt bekannt und wie kann ich das Notebook Erden? Ich erdete mein Notebook mal unabsichtlich über die Masse am Oszi-Tastkopf. Das war so heftig, daß sich die USB-Schnittstelle abmeldete, und das Betriebssystem abstürzte. Nach Abklemmen und Neustart war gottseidank nichts defekt. Für kurzzeitige Anwendungen geht notfalls noch der Notebook-Akku. Man könnte am Notebook sicherlich auch ein erdfreies Labornetzteil verwenden (keinen üblichen Trenntrafo), wenn die Eingangsspannung bekannt ist.
Gast
#2886605
Nein ein Problem mit dem Fi darf es nicht geben wenn du GND erdest. Da dürfen nur 0,xmA fließen bis maximal 1 oder 2 mA (weiß die Reglen nicht genau) Wenn mehr fließen würde dann wäre es ja gefährlich wenn man das Notebook berührt.
Karl schrieb: > Wenn mehr fließen würde dann wäre es ja gefährlich wenn man das > Notebook berührt. Das kribbelt heftig, deswegen haben wir erst überhaupt gemerkt. Ich vermute, dass der Strom, der in den PE fliest nicht ausreicht, um den Fi auszulösen.
Wenn du Bedenken hast, kannst du ja mal den Strom messen, der zwischen Notebook Masse und PE fliesst, bevor du da eine stabile Verbindung herstellst. Ich würde mich übrigens nicht blind drauf verlassen, das Netzteil GND und Notebook GND identisch sind. In 99% der Fälle ist das zwar so, aber nochmal Potentialdifferennzen messen, kann nicht schaden. Neben den Y Kondensatoren trägt übrigens auch der SMPS Trafo zu den Leckströmen bei.
Gast
#2887010
Julian Baugatz schrieb: > Ich > vermute, dass der Strom, der in den PE fliest nicht ausreicht, um den Fi > auszulösen. Da fließt momentan gar kein Strom in den PE. Über das Schaltnetzteil (die Ableitkondensatoren usw. baut sich ein Potential der halben Netzspannung auf. Wird das kapazitiv oder resisitiv belastet, bricht es recht schnell ein (bei der Last eures Spannungsmessers auf 40V). Ihr könnt das auch über 100k an den Anschlusspunkt eures ESD-Platzes (nach den ESD-Ableitwiderständen, die dürfen selbstverständlich nicht Ableitpfad des Notebooks liegen) legen, einfach den Schirm eines USB-Kabels verwenden, oder am ESD-Platz eine B-Buchse einbauen und über 100k deren Gehäuse auf PE legen. Es gibt sicher auch industrielle Lösungen dafür.
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