Hallo zusammen,
ich muss Euch leider schon wieder um Rat fragen, bzw. um Eure Hilfe
bitten.
Ich möchte eine indirekte Beleuchtung mit LEDs machen und habe mir dafür
2x5m RGB LEDs aus dem Baumarkt besorgt. Da es heißt, dass nach 5m ein
'Verstärker' eingebaut werden soll - wohl weil der Strom durch die
Leiste sonst zu hoch wird - habe ich mir so ein Ding auch noch bestellt.
Was ich jetzt erst bei der Montage gesehen habe: Der Verstärker ist für
gemeinsame Anode und geschaltete Massen gebaut, die LEDs sind aber -
fast schon untypisch - mit gemeinsamer Masse und geschalteten 12V.
Jetzt dachte ich mir... Blöd, aber o.k., schneide das Teil auf und baue
das kurz um. Um ehrlich zu sein, rechnete ich mit ein paar NPNs oder
MOSFETs, aber nicht mit einem halben 'Computer'.
Wieso ist denn da so viel drin? Hat einer von Euch evtl. schon mal einen
so kleinen Verstärker gesehen, der für gemeinsame Kathoden gedacht ist.
Wie kann ich sowas sonst lösen?
Der Verstärker soll jetzt ja auch ungefähr so klein bleiben und er darf
natürlich auf keinen Fall invertieren. D.h., bei +12V-Signal muss ich
auch +12V für den nächsten 5m-Streifen bekommen.
Ich hoffe, ich konnte mich klar ausdrücken?
Viele Grüße,
Michael
Hallo nochmal,
nachdem es bisher keinerlei Reaktionen auf meine Anfrage gab, vermute
ich mal stark, dass es tatsächlich keinen fertigen RGB-LED-Verstärker
für gemeinsame Masse gibt :-( D.h., dass ich mir das Teil wohl selbst
bauen muss.
Da ich mit MOSFETs - und schon gar nicht mit P-MOSFETs - Erfahrungen
habe, möchte ich Euch bitten, mal kurz über meine Schaltung zu schauen.
Würde das so funktionieren? Ich habe jetzt die Teile ausgesucht, weil
ich die schon hier habe und die theoretisch passen sollten. Zumindest
wurden die im Internet oft in anderen Schaltungen benutzt, in denen
ähnliche Ströme/Spannungen vorlagen.
Kurz zur Erklärung: Die +12V kommen direkt vom Netzteil, sind also die
Versorgungsspannung; die IN1-IN3 sind die Leitungen der bestehenden
LED-Leiste, die eben mit +12V-An/AUS arbeitet und gemeinsame Masse hat.
Die OUT1-3 sind dann die Ausgänge, die die neue LED-Leiste betreiben
soll. Der Strom beim Ausgang beträgt so ca. 1A pro Kanal.
Vielen Dank im voraus und noch einen schönen Abend,
viele Grüße,
Michael
Da ich morgen damit anfangen will, möchte ich den Thread hier jetzt doch
nochmal nach oben 'pushen'.
Kann mir von Euch bitte jemand sagen, ob so eine simple Ansteuerung für
eine High-Side Ansteuerung klappen würde? Als IN-Signale habe ich +12V
oder nichts (also der Eingang wird jetzt vermutlich nicht auf Masse
gezogen, wenn die LEDs aus sind.
Werden die MOSFETs genügend angesteuert, um sowohl komplett zu sperren,
als auch komplett zu 'leiten', damit die 1A möglich sind?
Wie gesagt, P-MOSFETs sind jetzt Neuland für mich...
So, da bin ich wieder... Mit einem neuen Stand, wobei ich echt hoffe,
dass ich das hier nicht nur der Alleinunterhaltung dient, sondern dass
mir auch tatsächlich einer helfen wird. Ich bin mit meinem Latein jetzt
nämlich echt am Ende :-(
Folgendes hat sich heute ergeben: Ich habe die obige Schaltung - mal für
einen Kanal - fliegend aufgebaut; soll heißen, dass ich die SMD-Bauteile
mit Sekundenkleber auf die Unterseite einer Platine aufgeklebt und die
Beschaltung mit Lackdraht durchgeführt habe. Dann angeschlossen und
..... zuerst gefreut, weil der zweite 5m Streifen auch tatsächlich
anging. Ist der erste Streifen aus, ist auch der zweite Streifen aus,
ist der erste an, ist auch der zweite Streifen an... Soweit, so gut...
Aber jetzt kommt die "unerwünschte Magie" ins Spiel:
Wie gesagt, ich habe jetzt nur einen Kanal aufgebaut; damit habe ich
jetzt die grünen LEDs angeschlossen; also IN ist das Steuer-12V-Signal
des ersten Streifens, der vom IR-Controller ein- oder ausgeschaltet,
bzw. gedimmt wird. OUT habe ich auf die +12V-Leitung des zweiten
Streifens, grüne LEDs, gelegt.
Wenn ich jetzt den ersten Streifen auf rot oder blau geschaltet habe,
sind die grünen LEDs des ersten Streifens zwar ausgegangen, die LEDs des
zweiten Streifens sind aber leicht angeblieben.
Jetzt wird es noch wilder: Ich habe am IN-Pin keine Spannung gemessen;
das ist wie erwartet; am Gate lagen - wie am Source-Pin - 12,18V. Am
Drain-Anschluß waren es da aber noch 4,11V; deswegen haben die auch noch
leicht geleuchtet.
Und jetzt der Abschuss, warum ich gar nichts mehr kapiere:
Ich habe dann - da am IN keine Spannung messbar war - den IN testweise
mit Masse verbunden (den IR-Controller dann natürlich nicht auf grün
geschaltet; das hätte ordentlich gequalmt). Der Effekt: Die grünen LEDs
des zweiten Streifens sind dann tatsächlich ausgegangen (Drain = 0,1V).
NUR!!! Am Gate lagen nach wie vor 12,18V an; also exakt gleiche
Potentiale wie wenn der Eingang offen wäre...
Ich wäre Euch echt dankbar, wenn mir hier einer weiter helfen könnte.
Für mich klangt das alles so überhaupt nicht mehr logisch...
Zwei unterschiedliche Drain-Zustände, wobei GATE und Source immer gleich
waren... Das ist doch - eigentlich - gar nicht möglich, oder?
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