Hallo zusammen,
ich habe mir mal überlegt, ob man Daten auch über die
Amatuerfunkfrequenz senden kann. Wenn ja, hat sowas schon jemand gemacht
und kann mir jemand sagen wie groß da die Reichweite ist?
Danke im voraus
Martina schrieb:> ich habe mir mal überlegt, ob man Daten auch über die> Amatuerfunkfrequenz senden kann.
Dann brauchst Du natürlich auch eine Amateurfunklizenz!
Gruss
Harald
Martina schrieb:> ich habe mir mal überlegt, ob man Daten auch über die> Amatuerfunkfrequenz senden kann.
Dazu brauchst du eine Lizenz, für die du eine Prüfung ablegen musst.
Woraufhin du dir diese dann triviale Frage selbst beantworten kannst.
mfg.
erstmal Danke, es hat mich nur interessiert, es ist mir bewusst, dass
wenn ich sowas mache dass ich dann die Amatuerfunklizenz machen muss.
hat jemand erfahrung damit? ich bestize nämlich einen Schrebergarten und
würde dort gerne ein paat Wetterdaten aufnehmen und diese dann zu mir
nach Hause senden.
kann mir trozdem jemand sagen wie weit die Funkverbindung geht?
Martina schrieb:> kann mir trozdem jemand sagen wie weit die Funkverbindung geht?
Das hängt vom Band, der Sendeleistung und vermutl. auch der Sendeart
(AM/FM/usw) ab. Grundsätzlich um die halbe Welt und wenn es sein muss
auch bis zum Mond.
Welche Amateurfunkfrequenz? Da gibt es ganz viele.
Bekannt für den Datenfunk ist der Bereich bei 433MHz. Die Frequenz
liegt im 70cm Amateurfunkband. Eine Lizenz braucht man dafür nicht.
Suche hier mal nach RFM12 oder RFM70. Diese Module sind recht
verbreitet.
Hi
>hat jemand erfahrung damit? ich bestize nämlich einen Schrebergarten und>würde dort gerne ein paat Wetterdaten aufnehmen und diese dann zu mir>nach Hause senden.
Such mal nach Packet Radio.
MfG Spess
OK,
jetzt mal im ernst.
Gerade für solche Telemetrie-Anwendungen gibt es eine Betriebsart im
Amateurfunk, die sich APRS nennt: http://de.wikipedia.org/wiki/APRS
Damit kann man unter Anderem die GPS-Position aber auch Wetterdaten
übertragen. Die Reichweite beträgt direkt einige bis einige zehn km.
Aber es gibt Digipeater, die das Signal weiterleiten und Gateways, die
es ins Internet einspeisen und man es von der ganzen Welt empfangen
kann.
Es gibt diverse Projekte, die die Verbindung von geläufigen
Wetterstationen mittels APRS betreiben.
Es ist also mit relativ geringem Aufwand machbar und erprobt.
Vorraussetzung ist halt die Amateurfunkgenehmigung ("Lizenz"), Klasse 3
(DO-Rufzeichen) reicht.
Beste Grüße, Marek
Martina schrieb:> ich bestize nämlich einen Schrebergarten und
Schön für dich.
> würde dort gerne ein paat Wetterdaten aufnehmen und diese dann zu mir> nach Hause senden.
Wie kannst du gleichzeitig im Schrebergarten und zu Hause sein? Früher
(tm) war es nämlich nicht zulässig, eine Station unbeaufsichtigt zu
betreiben. Ich gehe davon aus, dass das auch heute noch so ist.
Für deine Anwendungen wären ISM-Funkmodule die bessere Lösung.
Allerdings haben die nur eine begrenzte Reichweite von maximal ein paar
Kilometern. Neben den oben genannten RFM-Modulen gibt es auch ganz
interessante Sachen von Amber Wireless und anderen. Einfach mal die
Forensuche bemühen.
Jens schrieb:> Wie kannst du gleichzeitig im Schrebergarten und zu Hause sein? Früher> (tm) war es nämlich nicht zulässig, eine Station unbeaufsichtigt zu> betreiben. Ich gehe davon aus, dass das auch heute noch so ist.
§ 3 Voraussetzungen zur Teilnahme am Amateurfunkdienst,...
(...)
(3) Eine Amateurfunkstelle darf erst nach der Zulassung zur
Teilnahme am Amateurfunkdienst und der Zuteilung
(...)
3. eines Rufzeichens für fernbediente und automatisch
arbeitende Amateurfunkstellen
(...)
durch den Funkamateur betrieben werden.
§ 9 Bußgeldvorschriften
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen
a) § 3 Abs. 3
b) § 5 Abs. 4 Nr. 2
(...)
eine Amateurfunkstelle betreibt oder
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1
Nr. 1 Buchstabe b mit einer Geldbuße bis zu zehntausend
Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu
fünftausend Euro geahndet werden.
Martina schrieb:> was heißt das jetzt, darf man nun daten unbeaufsichtigt senden oder> nicht?
Ja, nach Zuteilung eines Rufzeichens für eine fernbediente oder
automatisch arbeitende Amateurfunkstelle. Wenn du die tatsächliche
Kontrolle über den Sender ausübst, dann kannst du mit dem regulären
Rufzeichen arbeiten. Das ist aber eher dafür gedacht, dass du
bspw. eine Funkanlage im Garten aufstellst, weil du dort bessere
Bedingungen für Antenne etc. als zu Hause hast und sie dann aber
bspw. über das Internet komplett bedienst.
Aber das würdest du alles in Vorbereitung auf die Prüfung lernen.
Amateurfunk ist für Amateurfunkverkehr gedacht, nicht als Ersatz für
eine private Datenverbindung. Amateurfunk ist in jedem Falle
öffentlich.
verwirrt schrieb:> ich du schrieb:>> bei EME mehr als 300000km>> Tippe eher auf mehr als 700000 km - oder sitzt da jemand auf dem Mond?
Ja, ein Herr Reflektor. :-)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:>> ich habe mir mal überlegt, ob man Daten auch über die>> Amatuerfunkfrequenz senden kann.>> Dann brauchst Du natürlich auch eine Amateurfunklizenz!
Prüfer mit Prüfungsfrage: Was benötigt man zu Schweißen?
Prüfling mit Antwort: Ein Schweißgerät.
Prüfer: Falsch! Eine Schweißgenehmigung.
jens schrieb:> Den Spiegel der NASA braucht man bei EME üblicherweise aber nicht. Der> Mond fungiert auch so als Reflektor.
Wenn man die künstlichen Reflektoren der Mondmissionen benutzt, kann man
sich jedoch die Amateurfunklizenz sparen und auf frei nutzbaren
Frequenzen im Bereich um 600THz arbeiten ;-)
http://physics.ucsd.edu/~tmurphy/apollo/apollo.html