Peter L. schrieb:
> und eine
> Zentrallestromversorgung somit schon ein Vorteil hat.
Und erhebliche Nachteile. Bei so geringen Spannungen wie 12 V sind die
Ströme, die fließen müssen, um gewisse Leistungen zu transportieren,
deutlich größer als bei Netzspannung, und also kommt der
Leitungswiderstand sehr viel deutlicher zum tragen.
Nehmen wir mal 20 Watt Leistung an, und eine 20m lange Leitung mit 1mm²
Querschnitt (10 Meter hin, 10 Meter zurück).
Die Leitung hat einen Widerstand von ca. 17 mOhm/m, also 0.34 Ohm.
20 Watt bei 12 V sind etwa 1.7 A, damit fallen über den 10 Metern
Anschlussleitung knapp 0.6 V ab, was wiederum knapp 1 Watt
Verlustleistung in der Leitung entspricht, also 5% der gewünschten 20
Watt.
20 Watt bei 230 V sind knapp 90 mA, womit über den 10 Metern
Anschlussleitung 0.03 V abfallen, was wiederum 0.003 Watt
Verlustleistung entspricht. Das ist etwa ein 400stel des Verlustes bei
12 V Spannung.
Jetzt könnte man sich hinstellen, und meinen, daß ja der Wirkungsgrad so
eines 12-V-Netzteiles viel schlechter wäre, und man deswegen bewusst
darauf verzichten würde --- aber die "zentrale Stromversorgung" (das
sind übrigens zwei Wörter) hat ja auch ein 12-V-Netzteil und das hat
natürlich auch einen Wirkungsgrad ...