Hallo zusammen,
ich studiere Architektur und möchte als Bachelorarbeit eine mobile
Installation im öffentlichen Raum gestalten.
Teil der Installation soll es sein im Straßenverkehr, Signale aller
vorbeifahrenden Autos zu erhalten, etwa wie eine Lichtschranke, oder
Induktionsschleife.
Ausschlaggebend ist dabei, dass die Installation mobil sein soll und es
mir wichtig ist, dass das Signal nur durch Autofahrer bzw. Radfahrer,
aber nicht durch Fußgänger ausgelöst wird.
Gibt es dazu Möglichkeiten?
Vielen Dank.
Johanna
Hei,
Radar nur, wenn Du über die Geschwindigkeit zwischen den gewünschten und
ungewünschten Objekten unterscheiden kannst.
Induktionsschleife ist meines Wissens nach eine der wenigen
Möglichkeiten, die auf Autos, nicht aber auf Fußgänger mit einem
einfachen digitalen Signal reagieren.
Es kommt halt auch drauf an, wie groß die Installation sein darf.
Wenn man ein Portal über die Straße bauen dürfte ist die Lösung
wahrscheinlich deutlich einfacher... ;-)
Grüße,
Tom
Tom P. schrieb:> Induktionsschleife ist meines Wissens nach eine der wenigen> Möglichkeiten, die auf Autos, nicht aber auf Fußgänger mit einem> einfachen digitalen Signal reagieren.
Radfahrer werden von denen sehr oft allerdings genauso gut wie Fußgänger
erkannt - nämlich gar nicht.
Hallo und willkommen im Forum!
Johanna schrieb:> Ausschlaggebend ist dabei, dass die Installation mobil sein soll und es> mir wichtig ist, dass das Signal nur durch Autofahrer bzw. Radfahrer,> aber nicht durch Fußgänger ausgelöst wird.
Wie "mobil" muss die "Installation" denn sein? Und wo darf sie
angebracht werden?
Auf die Fahrbahn kleben? An einen Mast am Fahrbahnrand montieren? In die
Fahrbahn einlassen? Neben die Fahrbahn auf den Gehweg bzw. Radweg
stellen? Oder soll das Ganze auch funktionieren, wenn das Gerät 5 oder
10 Meter von der Fahrbahn entfernt ist?
Für mich sind die Vorgaben etwas unklar...
Johanna schrieb:> Hallo zusammen,>> ich studiere Architektur und möchte als Bachelorarbeit eine mobile> Installation im öffentlichen Raum gestalten.> Teil der Installation soll es sein im Straßenverkehr, Signale aller> vorbeifahrenden Autos zu erhalten, etwa wie eine Lichtschranke, oder> Induktionsschleife.> Ausschlaggebend ist dabei, dass die Installation mobil sein soll und es> mir wichtig ist, dass das Signal nur durch Autofahrer bzw. Radfahrer,> aber nicht durch Fußgänger ausgelöst wird.>> Gibt es dazu Möglichkeiten?>> Vielen Dank.> Johanna
Was du denn in Sachen Elektronik so drauf?
Johanna schrieb:> eine mobile> Installation im öffentlichen Raum gestalten.
Im Öffentlichen Raum dürfte eine Induktionsschleife ausfallen. Denn die
muß schon im Asphalt eingelassen werden. Und das ist dann weder mobil,
noch würde irgend ein Städisches Bauamt oder eine Straßenmeisterei dazu
die Erlaubnis geben, oder sie muß auf die Straße gelegt werden, was aber
auch nicht geht, da man nicht einfach irgend was auf diese legen darf,
was nicht dafür zugelassen ist, was auch besser so ist, da sowas zu
Beschädigungen an Fahrzeugen führen kann, wenn es nicht stabil genug ist
oder nur lose auf der Straße liegt.
Allerdings gibt es solche Induktionsschleifen in einem handlichen Format
(50x50 cm und geschätzte 3-4 cm hoch) die auf die Straße geklebt werden,
für Verkehrszählungen. Allerdings dürfte die Unterscheidung Auto/Fahrrad
da schwer fallen, da sicher keiner mit dem Fahrrad drüber fahren wird.
Da diese Teile für Verkehrszählungen gebaut werden dürfe es auch keine
Probleme mit irgend welchen Zulassungen geben.
Aber für genau solche Zwecke hat z.B. Siemens eine Anlage Parat, die für
Verkehrszählungen zwischen verschiedenen Fahrzeugarten (Auto, LKW,
Fahrrad) unterscheiden kann. Das Ganze gibt es in einem ganz normalen
Leitpfosten integriert, sollte also mit passendem Standfuß mobil genug
sein.
Diese Anlagen arbeiten wenn ich mich recht erinnere mit Mikrofonen.
Frank
Johanna schrieb:> mir wichtig ist, dass das Signal nur durch Autofahrer ausgelöst wird.
Das macht man typisch mit Induktionsschleifen in der Fahrbahn,
aber das sind eher "Immobilien".
Gruss
Harald
Johanna schrieb:> Teil der Installation soll es sein im Straßenverkehr, Signale aller> vorbeifahrenden Autos zu erhalten
Welche Art Signal erhoffst du dir von einem vorbeifahrenden Auto?Willst
du sie zählen? Willst du ihre Geschwindigkeit messen? Willst du die
CO-Emission ermitteln? Willst du ihre Geräusche aufzeichnen? Willst du
die Farbe erkennen? Willst du ihre Richtung bestimmen?
Darfst du im öffentlichen Raum überhaupt eine Apparatur installieren?
Heißt du in Wirklichkeit Johan?
Ich habe schon recht viel in richtung Bildverarbeitung gemacht und nach
dem was du da vor hast, reicht eine Webcam.
Hol dir einen Informatiker, der auch seine Abschlussarbeit schreiben
muss, ins Team. Dann zeigst Du ihm das ->
http://www.aforgenet.com/framework/tools/ipprototyper.html .... wenn er
es denn nicht schon kennt.
Mit hilfe von Afroge und c#, ist es schon echt trivial einfach, was zu
zaubern. Seit dem Framework 4.0 können sogar mehrkern Prozessoren
verwendet werden, so das es relativ schnell läuft.
Wenns dann noch immer zulangesam ist und der Informatiker was draufhat,
dann kommt er auch mit GPUs klar
http://research.microsoft.com/en-us/projects/accelerator/
wenn die Implementierung stimmt, gehts dann ab wie schmiddisKatz
Vielen Dank bis hierher schon mal an alle für die Beteiligung.
Mich interessiert bei dieser Aktion nur die Anzahl der Fahrzeuge, die an
einem gewählten Punkt die Straße befahren. Ich brauche nicht zu
unterscheiden zwischen Fahrrad und Auto, ich möchte nur nicht das
Fußgänger mutwillig, die Installation verfälschen bzw. das Signal selber
auslösen können. Mittels einer Lichtschranke oder Ähnlichem möchte ich
Signale erhalten und die sollen in Tönen umgewandelt und wiedergeben
werden. Es muss dazu wahrscheinlich ein kleines Programm erstellt
werden.
Also umso mehr Autos die Straße befahren, umso mehr ist zu hören und
anders herum.
Da das Ganze ja eine gestalterische Aufgabe ist, sollte die Technik
natürlich so klein und dezent wie möglich sein.
Mobil bedeutet, dass die Installation vielleicht vormontiert ist, sich
aber innerhalb von ein paar Stunden an jedem beliebigen Ort aufbauen
lässt. Der Ort ist in diesem Fall der Straßenrand, der also zwei
Fahrbahnen erfassen soll. Eingriff in die Substanz von Straße,
Häuserwände etc. kann und will ich nicht nehmen.
Gruß
Johanna
Ich würde 4 Lichtschranken im Abstand von ca. 40cm nehmen...
Anhand der Reihenfolge der Auslösungen kannst Du so die Richtung
erkennen. Und wenn die letzte durchfahren wird und die erste noch
unterbrochen ist nimmst Du es als Auto oder Fahrrad, ist die erste
wieder offen wars wohl ein Fußgänger....
Ist aber alles sehr abhängig von ein paar Faktoren:
- Hast Du halbwegs konstante geschwindigkeit der Autos, oder staut es
sich an der Stelle schon mal....
- Wenn Du über zwei Fahrbahnen gehst könnte es etwas kompliziert mit
überschneidungen werden....
Wie genau müssen denn die Messungen sein, bzw. bei welchen
Verkehrsaufkommen willst Du das einsetzen?
Wenns wirklich nur um den Effekt mehr Autos => Mehr Lärm in der
Installation geht sollte die Lösung ausreichend sein... Da sind ein paar
Autos hin oder her ziemlich Wurst....
Johanna schrieb:> Mich interessiert bei dieser Aktion nur die Anzahl der Fahrzeuge, die an> einem gewählten Punkt die Straße befahren. Ich brauche nicht zu> unterscheiden zwischen Fahrrad und Auto, ich möchte nur nicht das> Fußgänger mutwillig, die Installation verfälschen bzw. das Signal selber> auslösen können. Mittels einer Lichtschranke oder Ähnlichem möchte ich
Hier was Professionelles zum Thema:
http://www.impact.de/verkehrszaehlgeraete.html
fonsana
Früher(TM) haben die VoPos 2 Gummischläuche über die Strasse gelegt, um
die Geschwindigkeit zu messen. Wenn das erlaubt wäre, hätte man eine
einfache und billige Methode.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang die "Arbeitszeit" zu wissen. Ein
dünner Draht auf den Asphalt geklebt hält zwar nicht sehr lange - aber
vielleicht lange genug.
Möglicherweise ist es auch erlaubt eine größere Tafel, hochkant am
Straßenrand aufzustellen. Dort ließe sich eine vertikale
Induktionsschleife unterbringen. Natürlich nur Einspurig.
Eine weiße Fläche auf der Straße, vom Straßenrad aus, auf einem Gestell
aus der Höhe mit einer Kamera beobachten. Dazu ist nicht viel
Bildverarbeitung nötig. Bei ausreichender Größe kann diese weder von
einem Fußgänger noch einem Radfahrer vollständig abgedeckt werden.
Vielleicht hat ja auch ein netter Mensch, just da wo gemessen werden
soll, eine Brücke über die Straße gebaut.
Übrigens, die im ersten Ansatz links und rechts aufgestellt
Lichtschranke hat auch einen Sack voll Nachteile. Werden nicht gerade
zwei Stück aufgestellt, so fehlt die Info: Hin oder Her. Tief angebracht
kann man zwar Reifen zählen, aber der Zusammenhang zwischen der Anzahl
an Rädern und Fahrzeugen ist noch nicht berechnet worden. Etwas höher
kann es Dir passieren, dass du durch die LKW-Aufbauten "schießt". In der
nächsten Etage verschwinden die flachen Anhänger. Wieder eine Etage
höher wird der LKW mit Aufbau durch den Spalt zwischen Fahrerkabine und
Aufbau zu zwei Fahrzeugen. In der "oberen" Etage kann es sein, dass Dir
kleinere Fahrzeuge durch die Lappen gehen. Oder Du "schießt" durch die
offenen Fenster der vorbeifahrenden Fahrzeuge.
Es bleibt natürlich die Kardinalfrage: Wie genau soll das System
überhaupt arbeiten? Sollen dicht aufeinanderfolgende (vielleicht sogar
Stau) Fahrzeuge selektiert werden. Sollen der PKW mit Anhänger und ein
LKW-Gespann aufgelöst werden. Wird deine Auswertung Makulatur, wenn ein
Motorrad mit Anhänger fälschlicherweise als Auto erkannt wird.
Man hat mir schon oft gesagt, ich sei ein Spielverderber.
Hallo Johanna,
ich habe das Gefühl, die meisten hier denken zu kompliziert, weil sie es
gewohnt sind, dass eine hohe Genauigkeit notwendig ist, wenn etwas
gemessen wird.
Da es bei dir eher eine künstlerische Aufgabe ist, und Messfehler
praktisch keine Auswirkungen haben würde ich einfach zwei Lichtschranken
im Abstand von 2m nehmen. Wenn beide gleichzeitig unterbrochen sind,
ist's ein Auto. Es könnten manchmal auch zwei Fußgänger sein. Wenn davon
aber nicht zuviele unterwegs sind, sollte der Fehler gering sein.
Timm Thaler schrieb:> Früher(TM) haben die VoPos 2 Gummischläuche über die Strasse gelegt, um> die Geschwindigkeit zu messen. Wenn das erlaubt wäre, hätte man eine> einfache und billige Methode.
Mit Schläuchen werden auch heute noch Fahrzeuge gezählt – auch im
Westen. Besonders bei mobilen Zählstellen. Die Methode ist ziemlich
zuverlässig – sofern nicht grad Schneeräumer unterwegs sind. :)
ich kann butsu recht geben.
Es ist eine gestalterische Aufgabe und mir kommt es dabei nicht auf die
absolute Genauigkeit kann. ich brauche eine simple, auf- und abbaubare,
unauffällige und dezente lösung um vorbei fahrende fahrzeuge zu erfassen
und deren signale für eine anschließende verabeitung weiter geben zu
können. es kommt nicht darauf an aus welchen richtungen die fahrzeuge
kommen. das mit den lichtschranken scheint mir bisher noch am
sinnvollsten dafür?!
wie funktionier das denn mit den 2 gummischläuchen? werden durch den
erhöhten luftdruck signale ausgelöst? wie sind diese auf der straße
befestigt?
vielen dank für antworten.
Schlauch ist gut!
Du möchtest ja einen Ton erzeugen, wenn ein Fahrzeug vorbeikommt, oder?
Dann nimm doch einen dünnen Schlauch, wenige Millimeter Durchmesser
reichen, und mach ihn auf einer Seite zu. Auf der anderen Seite machst
du ein kleines Mikrofon rein bzw. dran. Dann brauchst du nur noch einen
Verstärker. Das gibt dann jedes Mal einen Schlag, wenn ein Fahrzeug über
den Schlauch fährt.
Am Boden befestigen würde ich ihn mit ein paar Streifen Gewebeband
(Gaffa).
Du kannst auch die ganze Palette an Effektgeräten verwenden, die es so
gibt, Verzerrungen, Hall etc.
Gruß!
butsu schrieb:> Dann nimm doch einen dünnen Schlauch, wenige Millimeter Durchmesser> reichen, und mach ihn auf einer Seite zu. Auf der anderen Seite machst> du ein kleines Mikrofon rein bzw. dran. Dann brauchst du nur noch einen> Verstärker. Das gibt dann jedes Mal einen Schlag, wenn ein Fahrzeug über> den Schlauch fährt
Anstatt des Mikrofons kannst Du eine Pfeife draufstecken, kommt auch ein
Ton :)
Oder eleganter ein Druckluftschalter, der gibt ohne Verstärker ein
Schaltsignal aus.