kreatives Gehäuse bauen - was gibt es noch alles?

#2913483
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Hallo, ich überlege immer wieder mal, wie man am einfach, mit wenig 
Werkzeug, schnell und günstig ein Gehäuse bauen kann. Sagen wir mal für 
eine kleine Platine160*100, ein LCD-Display, ein paar Schalter und 
Buchsen. Möglichst mit wenig Werkzeug und wenig Dreck 
(wohnzimmergeeignet). Was mir so einfällt:

1) Plastik, Metall-Standardgehäuse kaufen oder Butterdose missbrauchen. 
Ist die klassische Variante - aber Nachteile: feine Feilspäne bei den 
eckigen Löchern fürs Display, man braucht einen Schraubstock oder 
irgendeine Halterung zum Feilen.. man muss warten, bis die Bestellung 
eintrifft..

Wie geht es besser/schneller? Es muss nicht besonders schön, nur 
funktional sein, also

2) Epoxidharz + Glasfaser?

3) Lego?

4) Modelliermasse +backen ?

5) (Sperr)holz irgendwie verkleben?

Was habt Ihr so benutzt / gemacht? Lasst hören..
Gast #2913675
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Feste Pappe kannst du mit einem Cutter Messer schneiden, und lackieren. 
Das kann sehr gut aussehen, ist aber natürlich weniger stabil, als Holz 
oder Kunststoff.

Aber die Stabilität kann man ja mit 90° abgewinkelten Stegen verbessern.

Da fällt mir gerade noch ein Material ein, dass ich mal beinem 
Architekten gesehen habe. Irgendwelche Platten mit Kunststoff außen und 
Schaumstoff im Kern. Sehr leicht und dennoch formstabil. Ich glaube, das 
waren solche:

http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/3054b211473719fe6f6067ba214d0c7f/cl/alist/cnid/TAE
Gast #2914231
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Rainer Unsinn schrieb:
> Ach ja und der Nibbler macht "runde Ecken" .. oder gibts auch welche für
> eckige Ecken?

Ich hab so einen:

https://www.youtube.com/watch?v=uNAz63vHYDg

Und der stanzt perfekte 2x4mm Rechtecke aus. Echt nützlich das Teil. 
Gerade für Displayausschnitte. In Stahl ist das gutes Unterarmtraining.

Rainer Unsinn schrieb:
> Abkantbank im Wohnzimmer? :-) Und was ist der WAF?
> Wohnzimmeraufräumfaktor? :-)

Es gibt auch kleine die nur 50cm lang sind, die werden mit 
Schraubzwingen am Tisch befestigt. Wir reden hier nicht von 10m Teilen 
für Dachrinnen. :P
Gast #2914272
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Hab erst letzte Woche LED Boxen aus aufgeschäumtem Plastik gebaut.
Was es ganau war, weiß ich leider nicht mehr, hatte es aus dem Hornbach.

Das sind ~4mm dicke Platten, die lassen sich mit dem Skalpel schneiden 
und mit Uhu Allplast verkleben.

Einziger Nachteil bis jetzt, das Schaumzeug kann man mit dem Fingernagen 
eindrücken, vermackt also recht leicht.

Es könnte das Zeug aus dem 4.post sein, hatte aber glaub keine 
Zellstoffschicht.

Wie es sich bei Hitze verhällt konnte ich noch nicht testen, mit dem 
Kleber hällt es aber bombig.
Persönliche Seite #2914299
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Also neulichs nur schnell hingebastelt und deswegen auch nicht akkurat 
geschnitten aber evtl. als Alternativ-Idee geht ja sowas wie auf den 
Bildern auch ;)

Hatte bisher bei fast allen Damen einen WAF von 9-10.


Edit: Den oberen Teil sieht man nicht an dem Aufstellungsort.
Angehängte Dateien:
Gast #2914502
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unl34shed schrieb:
> Einziger Nachteil bis jetzt, das Schaumzeug kann man mit dem Fingernagen
> eindrücken, vermackt also recht leicht.

Geh mal an zu einer Baustelle die mit EPS gerade Fassaden dämmt.Schau 
dir mal an ob du das Ergebnis mit den Fingern eindrücken kannst.Da ist 
eine Gittermatte aus Kunststoff drunter danach ein Putz 3mm etwa.Aber 
das geht sicher auch dünner und als "Putz "was anderes.
Gast #2914611
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Harald schrob:
>Naja, jetzt zur Weihnachtszeit kann man ja ein paar Tannenzweige
>und eine Lichterkette dranbinden. An den Betätigungsgriff kommen
>noch zwei Glöckchen. Durch rythmisches Bewegen beim Abkanten kann
>man dann "Stille Nacht" spielen.


Ich glaube, mit Dir könnte ich gut zusammenwohnen! Aber nur dann, wenn
im Wohnzimmer auch eine Schalt-Schrankwand steht.
:-))

MfG Paul
#2914619
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Paul Baumann schrieb:
> Harald schrob:
>>Naja, jetzt zur Weihnachtszeit kann man ja ein paar Tannenzweige
>>und eine Lichterkette dranbinden. An den Betätigungsgriff kommen
>>noch zwei Glöckchen. Durch rythmisches Bewegen beim Abkanten kann
>>man dann "Stille Nacht" spielen.
>
>
> Ich glaube, mit Dir könnte ich gut zusammenwohnen! Aber nur dann, wenn
> im Wohnzimmer auch eine Schalt-Schrankwand steht.
> :-))

Isch abe gar kein Abkantbank.
www.youtube.com/watch?v=dmpTaQBQOkE
Meint
Harald
#2914725
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Rainer Unsinn schrieb:
> Schatz, lass uns was trinken, ich brauch das Flaschengehäuse.. :-)
>
> @Frank K. - Wie hast Du denn das Acryl so sauber ausgeschnitten?

http://www.formulor.de/

Musst nur ein EPS oder SVG mit der Vorlage hinschicken.
Für ein geschlossenes Gehäuse kannst Du auch Zwischenringe entwerfen, 
oder besser halbe Zwischenringe zwecks besserer Materialausnutzung.

Manche mögen es lieber bunt:

http://www.adafruit.com/blog/2012/10/10/limited-edition-adafruit-pibow-enclosure-for-raspberry-pi-computers/

fchk
#2919755
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troll schrieb:
> Es gab hier doch mal jemanden der ein Oszi samt Gehäuse gebaut hat, die
> Platten die er da verwendet hat scheinen sich auch gut zu eignen. War
> irgendein Plastikzeugs, leider finde ich den Thread gerade nicht...
Ich aber :-)
Beitrag "Re: Selbstbau Digital Storage Oszilloskop"
Das Gehäuse ist aus einer "PVC Hartschaumplatte" entstanden. Diese
Platten werden vorwiegend in der Werbebranche eingesetzt. Ich habe
solche auch schon öfters im Baumarkt gesehen. Ich habe sie allerdings
von einem Händler in meiner Nähe als "Reste" (ca 1qm) und 10euro für die
Kaffeekasse bekommen.

Dieses Material lässt sich bis 10mm Stärke noch mit einem Cuttermesser
schneiden, sehr gut bohren, feilen, schleifen, lackieren, biegen,
Gewinde schneiden, fräsen und vor allen Dingen sägen. Ohne das es
anfängt zu schmelzen wie man es bei Plexiglas kennt.

Es lässt sich durch Erwärmung ( 63°C ) biegen. Allerdings fängt es an ab
75°C seine Form zu verlieren.

Zum Fügen: Ich habe es mit Sekundenkleber (Loctite) geklebt.

Mein Gehäuse ist komplett aus 4mm Material entstanden. Die Bedientasten
sind aus einem Taschenrechner (von Mc-Geiz für 2€) und die Drehknöpfe
gibt es beim großen "C".

Die Lüftungsschlitze im Gehäuse Rückteil und die Aussparungen für
Taster, Encoder hab ich gefräßt. (Gut wenn man einen Musterbau hat)


Gruß Steffen
Angehängte Dateien:
(Firma: CAD- und CAE-Konstruktion) #3109788
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Mir gefällt das Messgerätegehäuse auch recht gut. Für einen Selbstbau 
ist das schon sehr gut gelungen.

Für Protypenbau komplizierterer Oberflächen verwenden wir 
PVC-Hartschaumplatten z.B. Type Forex. Lassen sich gut verkleben, 
abgraten und anfasen. Tipp: Mindesten 6mm / 8mm dicke Platten nehmen, 
die lassen sich direkt Kante gegen Kante arbeiten und benötigen keine 
Versteifungen mehr an den Klebestellen.

Wenn man dünne Platten nimmt, sollte man eine Aluplatte an der Front von 
hinten beikleben, um den Durchbrüchen für Schalter und Taster mehr Halt 
zu geben. Andererseits graben sich die Zacken für Potis gut in das 
Material ein und verhindern das Rutschen.

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