Hallo!
Ich habe letztes Jahr meinen Abschluss an der HTL fuer Elektronik und
technische Informatik gemacht. Danach war ich 6 Monate beim Bundesheer.
Momentan arbeite ich in der Entwicklung fuer EVG's.
Was ich momentan immer deutlicher zu spueren bekomme ist, dass es mir an
theoretischem Wissen mangelt um ueber meine momentanen Taetigkeiten
hinauszukommen.
Die Arbeit ist genau das was ich machen will. Die Kombination aus
Elektronik, Informatik und ein bisschen Leistungselektronik macht es
sehr interessant.
Nun suche ich nach dem richtigen Studium, voraussichtlich mit Beginn im
Herbst '13.
Ich habe mich natuerlich schon reichlich informiert was
Studienrichtungen angeht, allerdings weiss ich nicht genau, welche am
besten zu meinem aktuellen Aufgabenfeld passt.
Die Studienrichtung Elektrotechnik scheint am ehesten dem zu
entsprechen, was ich suche, allerdings geht dort sehr viel in Richtung
Energiegewinnung und weniger in Richtung Elektronik.
Falls sich also jemand mit den Universitaeten in Oesterreich bzw.
Muenchen (standortlich auch ok.) auskennt und mir Tipps was die Auswahl
angeht, geben kann, waere ich sehr froh!
Vielen Dank fuer die Hilfe!
mfg Georg
http://studium.tuwien.ac.at/studien/elektrotechnik/
:-) Kann ich aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.
Allerdings sind die ersten beiden Semester wirklich Grundlagentheorie.
Hier kannst du dir die Module ansehen (nicht nach Semester gestaffelt,
sondern nach Themen-Modulen) und dir die Beschreibungen der Fächer mal
durchsehen.
Allerdings sind die Infos die die Vortragenden hier reinstellen
teilweise recht dürftig.
Das Studium geht eigentlich nicht Richtung Energietechnik, dafür gibts
dann den entsprechenden Master. Im Bachelor lernst du Grundlagen,
Feldberechnunen, Halbleiterphysik, Bauelemente, Mathematik, Photonik,
Programmiergrundlagen, etc.
Falls du Fragen hast helf ich dir hier im Thread gerne weiter.
mfg
Martin
Gibts alles, bei dem Link mit den Modulen sind die Prüfungsfächer nach
Inhalt gegliedert.
Hier mal die Semesterempfehlungen für Bachelor und alle aufbauenden
Master.
http://etit.tuwien.ac.at/studium/studienstundenplan/
Hallo!
Vielen Dank fuer die Links! Den mit den Beschreibungen der Module habe
ich bisher noch nicht gesehn.
Meine Frage ist nun, wie ist die TU Wien?
Was ich bisher gehoert hab (nicht die serioesesten Quellen...) ist, dass
die TU Wien ziemlich ueberrannt ist und die Unis in Graz bzw. Innsbruck
aus dieser Sicht besser sind.
Weiters die Frage, wie viel werden in dem Studium die Themen
Mikorcontroller und Grundlagen der Programmierung dieser behandelt?
Elementaere Grundlagen im Bereich Mikrocontroller-Programmierung bzw.
Bitmanipulationen habe ich, wuerde das aber gerne etwas vertiefen, da es
mir momentan oft hilfreich waere.
Vielen Dank fuer die Hilfe!
lg
Wenn du in meinem letzten Link auf die 6-Stellige Nummer vor dem Namen
einer Lehrveranstaltung klickst, dann kommst du direkt auf eine Seite wo
(meist sehr kurz) Inhalt, Ziele, Voraussetzungen und Termine der
Lehrveranstaltung aufgelistet sein sollten.
Was die Mikrocontroller-Programmierung angeht muss ich dich leider
enttäuschen. Es wird zwar gemacht (im 4. Semester) aber für eine
vernünftige Übung/Laborübung fehlen einfach Zeit und Betreuer (=Geld).
C-Programmierung wird in den Lehrveranstaltungen Programmieren 1 und
Programmieren 2 gelehrt. Hier kann/muss man wirklich was lernen,
allerdings dürfte für dich, da du aus einer HTL mit Schwerpunkt
Technischer Informatik kommst, hier nur begrenzt neuer Stoff dabei sein
(eventuell dynamische Speicherverwaltung).
Für wirklich fortgeschrittene Kenntnisse in uC-Programmierung wirst du
wohl bis zum Master (Computertechnik) warten müssen oder an eine FH
gehen (Praxis wird an der FH mehr gemacht). Wenn du schon
Grundlagenkenntnisse hast, organisier dir ein MSP430-Launchpad von
TexasInstruments (kostet aktuell ~4€) und fang an zu Programmieren.
Bezüglich Standort TU Wien:
Bei uns haben dieses Semester ~240 Bachelor-Studenten begonnen. Das ist
nicht wenig, verglichen mit den Informatiker (~900) und anderen
Studienzweigen sind wir aber nicht überlaufen. Du musst keine Angst
haben, dass du eventuell keinen Platz in einer Übung bekommst weil zu
viele Leute sind. Lediglich bei Prüfungen kommt es manchmal dazu, dass
man die Prüfung eben auf den nächsten Termin verschieben muss (1 Woche
bis 1 Monat später) weil der Wunschtermin bereits voll ist. Probleme mit
Sitzplätzen in den Hörsäälen gibt es lediglich ab dem 3. Semester immer
in den ersten 2-3 Wochen des Semester in der 1. Vorlesung des Tages :-)
Da solltest du 10-15min vor der Vorlesung da sein, damit du noch
einigermassen freie Platzwahl hast.
Wenn du ET an einer Uni studieren willst, würd ich dir eine TU
empfehlen, damit bleiben bereits nur Wien, Graz und München in deiner
Umgebung.
Ausgedrückt in Budget/Student müsstest du dich für die TU München
entscheiden :-)
Ich würde dir empfehlen dir einfach einmal die Studienpläne
durchzuschauen, da bekommt man oft bereits einen guten Eindruck ob einem
das Studium passt oder nicht.
Ich würd dir aber empfehlen auch die verschiedenen FHs durchzuschauen,
hier hast du mehr Betreuer/Student, kleinere Gruppen in den Vorlesungen
und mehr Praxis (zumindest nach meiner Erfahrung). Dafür hast du
Anwesenheitspflicht, weniger Gestaltungesmöglichkeiten im Studium und
weniger Theorie/Mathe.
Achja, wenn du vor hast direkt den Master dranzuhängen, dann schau dir
auch gleich die verschiedenen Master der unterschiedlichen Unis kurz
durch. Ein Wechsel nach dem Bachelor ist zwar möglich allerdings wirst
du damit rechnen müssen einige Prüfungen nachholen zu müssen.
lg Martin
Als Österreicher würde ich das Studium ganz sein lassen und Alm-Öhi
werden. Dann kann man zur Not noch seinen eigenen Käse essen, wenn sonst
gar nichts mehr geht.
Steel schrieb:> Als Österreicher würde ich das Studium ganz sein lassen und Alm-Öhi> werden. Dann kann man zur Not noch seinen eigenen Käse essen, wenn sonst> gar nichts mehr geht.
Hab das gemacht und bis jetzt nur positive Erfahrungen gesammelt.
ET bring ich mir doch selber als Autodidakt bei. Brauch dazu kein
Studium :)
ET kann man nicht nur an TU's studieren sondern auch an "normalen"
Uni's. Da gibt es durchaus einige sehr gute.
Der Uniwechsel nach dem Bachelor zum Master ist in vielen Fällen heute
problemlos möglich. Sogar an der TU München kann man ohne Auflagen
zugelassen, selbst wenn man nen Bachelor an einer FH gemacht hat.
ET-Student schrieb:> Bezüglich Standort TU Wien:> Bei uns haben dieses Semester ~240 Bachelor-Studenten begonnen. Das ist> nicht wenig, verglichen mit den Informatiker (~900) und anderen> Studienzweigen sind wir aber nicht überlaufen.
Wobei in Informatik dieses Jahr pro LVA nur maximal 375 aufgenommen
werden. Da gabs in den letzten 3 Wochen die ersten Tests.
Wenn du dich insbesondere für Mikrocontroller etc. interessierst käme
sowieso nur Technische Informatik in Frage, das ist auch nicht
überlaufen (wir sind derzeit ca. 50 Studierende im 1. Semester, Tendenz
fallend).
Vielen Dank fuer die hervorragende Beschreibung!
Die Informationen zu den Lehrgaengen hatte ich bereits gesehn, aber wie
du ebenfalls geschrieben hattest, sind bei einigen die Informationen
sehr spaerlich.
Das (fuer mich) nicht viel neues in Programmierung dazu kommt, ist zwar
schade, allerdings kein Ausschlusskriterium. Wahrscheinlich stelle ich
mir ein zu breites Lehrgebiet vor...
In dem Fall sind die Dinge die ich gehoert habe eher dem
Informatikstudium zuzuschreiben. Klingt nicht wirklich all zu schlimm.
Wie meinst du Budget maessig? Ist Muenchen deutlich guenstiger als Wien?
(was Wohnen und Leben angeht)
FHist prinzipiell schon auch nicht schlecht, allerdings bietet mir meine
Firma eine kleine Kooperation an, sollte es sich um eine TU in
Oesterreich handeln. Da kann ich nebenbei 50% arbeiten, solange es
Pruefungen, Vorlesungen usw. zulassen.
Steel schrieb:> Als Österreicher würde ich das Studium ganz sein lassen und Alm-Öhi> werden. Dann kann man zur Not noch seinen eigenen Käse essen, wenn sonst> gar nichts mehr geht.
Welche anstaendige oesterreichische VS lehrt das nicht? Also wir hatten
damals 3 Wochenstunden Almoehi-Grundwissen. ;-)
Alexander F. schrieb:> Wenn du dich insbesondere für Mikrocontroller etc. interessierst käme> sowieso nur Technische Informatik in Frage, das ist auch nicht> überlaufen (wir sind derzeit ca. 50 Studierende im 1. Semester, Tendenz> fallend).
Nein, da fuehle ich mich doch mehr zur Elektronik hingezogen, das
Mikrocontroller programmieren waere nur immer wieder ein wenig
nuetzlich... Momentan auch nicht beruflich, aber es kann sich immer
etwas aendern. Wie gesagt, das ist allerdings kein
Ausschlusskriterium...