AVM Fritzbox rebootet ständig

OP #2922060
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Hallo,
ich bräuchte einmal einen Rat. Leider ist das vorrätige Meßequipment 
eher unterbesetzt (nur einfaches Multimeter).
Habe eine Fritzbox bekommen. Modell 7570. Die bootet in verschiedenen 
Abständen ständig neu.
Meine erste Vermutung war falsch aufgespielte Firmware. Also ruKernel 
Tool und nach mehreren Anläufen kam dann tatsächlich die Oberfläche zum 
Einstellen. Nur sobald die Box nach der Länderwahl wieder neu startet, 
kommt wieder die Bootschleife.
Habe also einmal den unbelasteten Ausgang des Steckernetzteils gemessen. 
Genau 12VDC. Nun Box gebootet. Darauf sackte die Spannung auf 11,5V ab. 
Im späteren Verlauf dann sogar auf 10,75V. Ein zweites Netzteil (auch 
ungetestet) hatte sogar nur 9,75V. Danach bootet die Box.
Ich weiß, dass dies nun ein Blick in die Glaskugel ist, aber ich möchte 
ungern Geld für eine Box ausgeben, die vielleicht "kaputt" ist.
Überwacht die Box die Spannungen?
Reicht es die internen Spannungen mit dem Multimeter aufzunehmen? Wo 
wären die Punkte zum Messen?

Gruß
Dirk
#2922080
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es gibt von AVM ein firmware flashing Tool (oder so ähnlich), welches im 
Falle eines zerstrubbelten Flas-Speichers (bei dem die Prüfsumme nicht 
stimmt) neue Firmware auf die Fritzboxen flasht

allerdings habe ich mit meiner alten Box damit nur geringen Erfolg 
gehabt. Das hats 2 Wochen getan, danach weider die selben Symptome. Ist 
übrigens ca. 3 Wochen nach Garantie-ABlauf (immerhin 5 Jahre!) 
aufgetreten.  Wenn deine Box noch keine 5 Jahre alt ist, kannst du einen 
Garantie-Austausch auch direkt bei AVM "einfordern"

Ich vermute bei meiner Box einen Schaden im Flash selbst, vielleicht ist 
die Firmware ja irgendwie buggy und beschreibt regelmäßig /zu häufig das 
Flash und hat dieses kaputt geschrieben.

PS: Sehe grade. Das ruKernelTool kennst du ja auch schon ...

Das das ganze ja auch Linux basiert (und man sich da auch irgendwie 
reinhacken kann) wäre das vielleicht noch ein Ansatz, irgendwelche Logs 
etc. auszulesen und zu deuten ...
OP #2922099
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Bin leider zu wenig Elektroniker.
Aber wenn die Spannung in einem sonst stabilisierten Schaltnetzteil 
absackt, liefert es sicherlich auch nicht mehr genügend Strom für 
nachgeschalteten Spannungsstabilisierungeinheiten.
Ich denke am Flash wird es nicht liegen. Irgendwo am Steckernetzteil 
oder internen Netzteil. Dort müssen ja einige Spannungen erzeugt werden. 
Die analoge Telefonie braucht doch eigentlich eine Rufwechselspannung.
(Firma: 100nF 0603 X7R) #2922330
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Dirk S. schrieb:
> ...Somit sind beide Netzteile hinüber.

Das ist meiner Erfahrung nach die Archillesferse der F!Box.
Wenn die Netzteile mal 2-3 Jahre alt sind, und die Box unerklärlich 
öfters neu bootet, hat der Tausch des Netzteils bei mir immer 
zuverlässig geholfen.

Mann, waren das damals(TM) schöne Zeiten: Trafo mit Eisenkern, 
Gleichrichter, dicker Elko, Spannungsregler, und das Netzteil hält >20 
Jahre. Heute mit den verklebten Schaltnetzteilen überall wächst nach 
kurzer Zeit der Nutzung der Elektroschrottberg zuverlässig immer höher. 
Die Umwelt dankt es.
Gast #2922348
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@Dirk:

<sarcastic>
Es freut aber die Wirtschaft: der Schrott muß entsorgt werden
und der Kunde braucht ein neues Gerät - ABM ;-}
</sarcastic>

Oops, ich kanns nicht lassen ... Du hast recht(!!!), doch
die Tendenz der letzten Jahre ist: laß den Scheiß (bald) kaputt-
gehen, die Wirtschaft muß angekurbelt werden.
Es haben (vor nicht zu langer Zeit) zwei Computermagazine darüber
berichtet. Überschrift: Hardware mit "Verfallsdatum".

Genug gemeckert ...
Martin
Persönliche Seite #2922546
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Joerg L. schrieb:
> Mann, waren das damals(TM) schöne Zeiten: Trafo mit Eisenkern,
> Gleichrichter, dicker Elko, Spannungsregler, und das Netzteil hält >20
> Jahre.

Und selbst ohne Last mehr als handwarm, sprich: verballert Leistung.

> Die Umwelt dankt es.

Hier auch.



Schaltnetzteile müssen nicht nach wenigen Jahren verrecken; das ist 
nicht prinzipbedingt so.
#2922812
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wrqet62z schrieb:
> Sind die Netzteile vergossen/geklebt oder kann man die zerstörungsfrei
> öffnen?

zumindest bei meiner Fritzbox war es geklebt. Mit dem Hammer (an der 
Klebefuge langgeklopft) habe ich es nicht aufbekommen, bzw. habe dadurch 
die darin befindlichen Übertrager unreparierbar von der Platine 
"geklopft")

Also maximal aufsägen. ISt aber auch nix exotisches, halt einfach nur 
ein Schaltnetzteil mit 12V und Hohlstecker dran)

PS: Trotz austausch mit einem anderen (neuen) Schaltnetzteil trat der 
Fehler bei mir nach gewisser Zeit wieder auf - de Ursache kann also 
durchaus noch IN der Box sein ...
#2922816
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Bin gerade über diesen Thread gestolpert....

Vor 5 Wochen hatte sich auch mein Netzteil der Fritzbox 2070 
verabschiedet....nach fast 7 Jahren. Mit neuem Netzteil läuft sie 
wieder...

Vergossen war das nicht, nur verklebt. Allerdings ist der 
Leistungstransistor und die Ansteuerung bei mir durchgebrannt.
Gast #2923157
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"PS: Trotz austausch mit einem anderen (neuen) Schaltnetzteil trat der
Fehler bei mir nach gewisser Zeit wieder auf - de Ursache kann also
durchaus noch IN der Box sein ..."

Da tippe ich auch wieder auf verbrauchte Elkos. Aber ob sich das
bei dem kleinen Preis eines neuen Netzteils lohnt, möchte ich
bezweifeln.
Persönliche Seite #2923251
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wrqet62z schrieb:
> Aber ob sich das bei dem kleinen Preis eines neuen Netzteils
> lohnt, möchte ich bezweifeln.

Da die verbrauchten Elkos bei der Konstellation "Neues Netzteil" wohl 
nicht im Netzteil, sondern in der Fritzbox zu finden sein dürften, ist 
der Austausch der Elkos wohl doch lohnend -- anders als Netzteile sind 
Fritzboxen eher nicht als kleinpreisig anzusehen.

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