Hallo liebe Community,
wir bauen aktuell eine VPN-Verbindung zwischen 2 Cisco VPN-Routern auf
und möchten nun vom Rechner A im Netzwerk A (192.168.1.X) auf ein
USB-Gerät in Netzwerk B (10.0.0.X) zugreifen.
Deswegen haben wir uns nun mal den Sharkoon USB LANPORT 100 betsellt,
allerdings bietet dessen Software leider keine Möglichkeit, die
IP-Adresse des USB-Servers im entfernten Netzwerk manuell einzugeben.
Die USB LAN Utility kann leider nur im gesamten Netzwerk nach Geräten
suchen, durchsucht aber natürlich nicht das VPN-Segment.
Deswegen meine Frage an euch:
Kennt Ihr einen USB-LAN Server, der auch via VPN erreichbar ist?
Über Antworten würde ich mich wirklich sehr freuen!
Vielen Dank im Voraus,
JoRu1407
Hallo JoRu1407,
ich hätte eine andere Idee (bin mir aber nicht ganz sicher ob man die
mittels Cisco umsetzen kann; habs grade zumindest gerade erfolgreich bei
einer ZyWall USG getestet):
1) Richte auf deinem Cisco (an Ort A) ein "virtuelles Interface" ein und
gib ihm eine lokale Adresse (z.B. 192.168.1.99).
2) Erstelle auf dem Cisco (an Ort A) ein 1:1 NAT, dass ALLE Anfragen,
die an das virtuelle Interface (192.168.1.99) gehen, an das USB-Gerät in
Netzwerk B (10.0.0.X) weiterleitet.
Du simulierst damit für alle Rechner im Netzwerk A, dass sich das USB
Gerät auch im Netzwerk A befindet (und überlässt dem Cisco das Routing
ins VPN).
Liebe Grüße,
Lui
Hi und sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe.
Das Problem bei deiner Lösung ist ebenfalls:
Könnte ich in der Software meines USB-Servers die IP-Adresse (in deinem
Beispiel 192.168.1.99) manuell eingeben, würde das funktionieren.
Da die Software das Netzwerk aber automatisch scannt, hat der Cisco
keine Chance, weiterzuleiten.
Hätte vllt. noch jemand eine Idee?
Hi JoRu1407,
> Das Problem bei deiner Lösung ist ebenfalls:> Könnte ich in der Software meines USB-Servers die IP-Adresse (in deinem> Beispiel 192.168.1.99) manuell eingeben, würde das funktionieren.> Da die Software das Netzwerk aber automatisch scannt, hat der Cisco> keine Chance, weiterzuleiten.
Würde die Software auf einem Rechner (zb: 192.168.1.10) im Netzwerk A
laufen und das ganze Netzwerksegment scannen (also alles von 192.168.1.1
bis 192.168.1.254) dann würde es doch auch den "virtuellen USB Server"
(192.168.1.99) finden.
Falls "das Netzwerk automasch scannen" bedeutet, dass irgendwelche
Broadcast Pakete geschickt werden, die der USB-Server dann beantwortet
... dann musst du in deinem VPN dafür sorgen, dass solche Broadcasts
auch weitergeleitet werden (Achtung: Nebenwirkungen unbekannt).
> Hätte vllt. noch jemand eine Idee?
Ich weiß leider nicht welches Gerät du am USB-Server betreiben willst
... aber ein kleiner PC (ev. sogar ein Raspberry Pi) könnte man wohl als
USB-Server einrichten [1].
Man könnte ev. auch noch auf dem Cisco des Netzwerks B einen Road
Warrior Zugang einrichten.
Jemand im Netzwerk A, der den USB-Server (der sich im Netzwerk B
befindet) nutzen will, muss eine VPN Verbindung ins Netzwerk B
herstellen (bekommt damit natürlich auch eine IP des Netzwerk B) und
würde damit den USB-Server finden.
Liebe Grüße,
Lui
[1] http://usbip.sourceforge.net/
Das mit dem Raspberry PI hört sich interessant an!
Primär freigegeben werden soll eine Omron SPS Steuerung und ein Omron
HMI Terminal, die leider nur einen USB Anschluss besitzen und derzeit
auch nicht gegen Geräte mit Etherent ausgetauscht werden können.
Ich hätte hier momentan sowohl einen Raspberry PI als auch eine eBox
(http://robosavvy.com/store/product_info.php/cPath/39/products_id/1839)
herumliegen - Allerdings habe ich keine Idee bzw. fehlt mir einfach das
Wissen / die Richtige Anleitung, wie man ein an Linux angeschlossenes
USB Gerät im Netzwerk freigeben kann. Unter Windows klappts ja nur mit
Druckern.
JoRu1407 schrieb:> Kennt Ihr einen USB-LAN Server, der auch via VPN erreichbar ist?
Ich hatte mal einen von Silex in den Fingern gehabt, und ich meine mich
zu erinnern, dass das da ging.
fchk
@ Frank K.
Ich habe deinen Post gerade erst gelesen - Vielen Dank!
Ein solcher USB Server ist schon unterwegs zu mir :D
Die Software bietet auf jeden Fall die Möglichkeit, Broadcastadressen
festzulegen.
Silex ist richtig. Funktionieren problemlos netzübergreifend. Die
Software könnte allerdings etwas besser sein.
Die Dinger (SX-3000GB) funktionieren recht ordentlich. Etwas störend ist
die Neigung, Devices gern zwischen Server wandern zu lassen. Man kann
sie zwar fest zuordnen, aber sobald man ein Device freigibt kann es
passieren, dass es der erstbeste Server mit Client an sich reisst.
Was nicht so gut funktioniert: Einen USB-Hub an eine Silex-Box
dranzuhängen, um mehr als 2 USB-Devices zu ermöglichen. Funktioniert
zwar prinzipiell, führt aber ab und zu dazu, dass USB-Dongles sich
aufhängen.
PS: Nur getestet mit USB-Dongles.
Mit openvpn kann man auch problemlos einen VPN-client transparent ins
Netz des Servers einbinden. Im tun-Modus hast Du das übliche geroutete
VPN, aber der tap-Mode verbindet schön auf Layer 2 inkl. Broadcasts und
co. Skaliert dann natürlich nur mäßig, da sich die Broadcast Domain dann
über das VPN erstreckt, aber für ne geringe Anzahl Clients kein Problem.
Und ohne Hardware- und Lizenzerwerb.
Es gibt auch ein Tool zum Tunneln von USB für Linux, dessen Name mir
gerade aber entfallen ist. Hat auch beim letzten Versuch nicht
funktionieren wollen.
Vielen Dank,
das Internet ist doch was tolles. Habe genau nach diesem Problem
gesucht.
Hatte auch erst den Sharkoon USB Server - allerdings richtig störend ist
das nichtvorhanden sein welche Netze gescannt werden sollen.
- leider bietet die VPN Gegenstelle nur ein TUN Device an. (Umts
Gateway)
Die Route ist soweit vorhanden - leider funktioniert es nicht.
Die Silex Box sieht sehr vielversprechend aus - Software vorab mal
installiert.
Melde mich sobald ich es getestet habe.
Ziel ist es ein etwas älteres Fluke 199C Scope mittels eines VPN Tunnels
zu konfigurieren. - Wenn die Lösung klappt melde ich mich!
Grüße