Der 7815 ist KEIN LDO, bitte Linearregler nicht pauschalisieren, das
führt zu Verwirrung. Ein LDO (Low Drop Out - Linearregler) ist dadurch
gekennzeichnet, dass er einen geringen Spannungsverlust von Eingangs- zu
Ausgangsspannung haben kann (typ. wenige 100mV). Einen 78XX sollte man
nicht unter einer Spannungsdifferenz von 2-2,5V betreiben.
Zum Thema, für die geringe Stromaufnahme am einfachsten, wie schon
erwähnt, einen NE555 als Step-Up Converter benutzen.
NEEEIN, bitte nicht alles was Spannung "nach oben bringt" als
Step-Up-Wandler pauschalisieren... Für alles was eine Speicherdrossel
hat ist der NE555 einfach nur ungeeignet. Da gibts Regler im
TO-220-Gehäuse die darauf spezialisiert sind und mit weniger
Außenbeschaltung auskommen.
Das einzige wofür der 555 was taucht sind Ladungspumpen, und die würde
ich nicht mit einem "echten" PWM-geregelten Step-Up-Wandler
gleichsetzen.
EDIT:
Ooch mannooo...
Der ist doch echt zu faul, nach "Spannungsverdoppler" zu googeln...??
Timo, willst Du unbedingt was selber bauen? Ich habe den Eindruck, dass
Du da nicht so fit bist, sonst würdest Du nicht nach dem 7815 fragen.
Ich wiederhole: warum nicht DC/DC-Wandler? z.B. Reichelt SIM1-1224 SIL4
für 4,55€.
Das einzige Problem könnte sein: 0,5A für 0,3s. Da wäre ein dicker Elko
am Ausgang sinnvoll/notwendig (mit der Hoffnung, dass der Wandler das
mag).
Gruß Dietrich
Dietrich L. schrieb:> Das einzige Problem könnte sein: 0,5A für 0,3s.
Das ist das Schaltvermögen des Sensors (Open Drain/Source bzw. open
Kollektor/Emitter).
Ich wundere mich immer wieder, wie schnell hier die Antworten eingehen.
Mir ist immer noch nicht klar, ob die gesamte Aufgabenstellung überhaupt
sinnvoll ist.
Willst Du nur einen wie-auch-immer-gearteten Sensor ins System bringen,
oder soll der auch Daten returnieren?
Die Spannung eines bestehenden Systems "anzuzapfen" ist eigentlich kein
Problem. Zumindest nicht für jemanden, der das nicht mit einem OP machen
will.
Auch die "Umspannung" derselben im Grunde genommen nicht.
Ganz so einfach ist es aber nicht, wenn es sich um ein System handelt,
über das auch Daten übertragen werden sollen. Normale
Spannungsverdoppler - oder wie auch immer Ihr die Dinger nennt - machen
aus Deinen, im System herumschwirrenden Daten, nämlich "Matsch".
Stichwort: Anpassung, Impedanz!
Soll Dein Sensor auch noch Daten ins System liefern, so muss er "voll
kompatibel" sein. Dass betrifft sowohl das Antwortprotokoll als auch die
"Antwortspannung".
Ben _ schrieb:> Das ist so auch nicht ganz richtig.> Nur Volt und Ampere können hochgeskillt werden.
Auch das ist nicht richtig. Nur Amper ohne "e" können hochgeskillt
werden.
:-))
Gruss
Ach verdammt! oO
(Es war einmal vor langer Zeit ... Da gab es hier einen Thread wo jemand
seinem Netzteil ein wenig mehr Leistung entlocken wollte. Er wählte
dafür den sehr passenden Betreff "Amper hochskillen", so als könnte das
ganz einfach wie bei einer Rollenspiel-Figur erledigt werden. Das hat
sich zu einem Running Gag entwickelt... und wenn er nicht irgendwann
vergessen wird, gibts ihn auch in 100 Jahren noch.)
Sorry für OT.
Timo schrieb:> Der Sensor hat folgende Eingangswerte:> Versorgungsspannung 15-35V DC> Stromaufnahme: typ. 10mA + Ausgangsstrom; max. 0,5A für 0,3s
Ist das ein geheimes Entwicklungsprojekt, oder warum gibts du keinen
Link zum Sensor an.
Wenn der Sensor mit 15-35 VDC für die Versorgung spezifiziert ist,
deutet das stark darauf hin, dass der mit 12VDC arbeitet. Für eine
Einzelanwendung könnte man in solch einem Fall, erstmal prüfen, ob man
nicht den Linearregler, der sich da höchstwahrscheinlich als erstes
hinter der Eingangsklemme(?) befindet, einfach einsparen kann.
Warum soll man die 12V vom Hub hoch-skillen, nur um sie hinterher wieder
runterzuregeln. Voraussetzung ist natürlich, dass die 12V vom Hub
anständige 12VDC sind.
Werner schrieb:> Wenn der Sensor mit 15-35 VDC für die Versorgung spezifiziert ist,> deutet das stark darauf hin, dass der mit 12VDC arbeitet.
Und 12V ist in der Spezifikation 15-35V enthalten???
Nein, das ist eher üblich für 24V-Systeme (Industrie-Standard). Da gab
es mal 24V +/- 30% = 16,8...31,2V. So konnten ungeregelte
24V-Netztgeräte verwendet werden. Hier wurde der Bereich wohl noch
erweitert.
Gruß Dietrich
Dietrich L. schrieb:> Und 12V ist in der Spezifikation 15-35V enthalten???
Wie kommst du darauf? Natürlich nicht.
12V ist kleiner als 15V und 15V wäre eine typ. Mindestspannung die ein
einfacher Linearregler mit 12V Ausgangsspannung brauch. Daher kam die
Vermutung, dass man gucken könnte, ob man da nicht einfach einen
Linearregler rausknipsen kann - rein schaltungstechnisch und fernab von
Spezifikationen gedacht, so dass sich die ganze Diskussion in
Wohlgefallen auflöst ;-)
Um es bürokratisch zu sagen: Eingriff in die
Versorgungsspannungsaufbereitung des eigentlichen Sensors und Verlust
der Garantie. Dafür einen DCDC-Wandler, einen Linearregler und
zugehörige Verluste eingespart.
.. schrieb:> Die Amper werden hochgeskillt, die Volt werden niedergegrillt, und> Leistung wird verbraten.
May be, may be no, may be rain, may be snow.
Gruss
Harald
Werner schrieb:> 12V ist kleiner als 15V und 15V wäre eine typ. Mindestspannung die ein> einfacher Linearregler mit 12V Ausgangsspannung brauch.
OK, jetzt habe ich verstanden, was Du meinst. Ob Timo aber in der Lage
oder willens ist, in den Sensor einzugreifen, ist eine andere Sache.
Gruß Dietrich
Hallo zusammen,
leider war ich einige Tage weg und konnte nicht antworten. In den Sensor
eingreifen kann und will ich nicht. Es ist ein CO2-Sensor der Firma E+E.
Wie wäre denn das Teil hier:
DC/DC-Wandler TES-Serie 1 W TracoPower TES 1-1223 In 12 V/DC Out ±15
V/DC ±35 mA 1 W
156542 - NA bei Conrad
oder gibt es keine ähnlichen fertigen ICS?
Hallo Timo,
wie meist im Leben, gibt es unterschiedliche Lösungsansätze. Mit einer
kleinen Modifikation wäre ein Ausgang mit ca. 16V möglich. Meld dich
doch einfach mal über den EService-Online Shop.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
EService-Online