Frage zu Lithium-Ionen-Kondensator

#2943090
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Habe ich mal bei wikipedia geklaut:


>Lithium-Ionen-Kondensatoren sind gepolte Kondensatoren. Die Dotierung der 
>negativen Elektrode kann zerstört werden, wenn der Kondensator mit seinem 
>Pluspol auf Masse gelegt wird, kurzgeschlossen wird, mit Wechselspannung
>oder mit falscher Polarität betrieben wird.

>Eine untere Spannungsgrenze von etwa 2,2 V darf bei Lithium-Ionen-
>Kondensatoren nicht unterschritten werden.

Unterschreitung wahrscheinlich deshalb nicht, weil sonst der erste 
Absatz eintritt.
Gast #2943126
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Hmmm, und was heißt diese Angabe 3.8(3.5)V
In den Datenbättern steht halt 3.8V als Spannungsangabe. Die 3.5V 
verwirren mich etwas.
Die Teile sind nicht ganz billig, deshalb will ich sie ungern schrotten 
;)
#2943174
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Also ich lese da im Datenblatt nur, dass diese unter 2,2V 
Betriebsspannung nicht einsetzbar sind,
- soll heissen: benötigen mindestens 2.2V, um die im Datenblatt 
angegebenen Werte einzuhalten.
Verhalten bei Unterspannung ist dort (Link) nicht spezifiziert, kann 
also alles mögliche bedeuten. Die Maximale Betriebsspannung sollte man 
wohl lieber nicht überschreiten.
#2943186
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Es wird wohl so sein dass sich dann das Material zersetzt (wie bei einem 
LiIon-Akku wenn man ihn unter 2.5V entlädt) und die Kapazität dadurch 
schnell sinkt, bzw. bekommt er ein Leck und ist dann nicht mehr nutzbar.

Es werden bestimmt auch alle anderen Effekte normaler LiIon-Akkus 
auftreten, wenn die Spannung bei einem normalen LiIon-Akku unter 3.6V 
fällt steigt der innere Widerstand recht stark an, bis zu 3.0V ist das 
für Applikationen die wenig Leistung aus dem Akku ziehen noch kein 
Problem.
Bei 2.5V hat man dann Probleme dort noch Strom in den Akku zu pumpen da 
der innere Widerstand sehr ist.
Wenn der Akku eine Weile bei einer niedrigeren Spannung rumlag bekommt 
man auch kein Strom mehr rein wenn man 12V anlegt.
Gast #2943192
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Es sieht so aus, als ob LiIonCaps eine Kombination
aus LiIon Akku und Kondenstator sind.

Die Entladekennlinie sieht nach LiIon Akku aus.

Wenn man nun dem Akku einen Kondensator parallel schaltet, ergibt sich 
folgendes:

Der dynamische Innenwiderstand sinkt.

Wird kurz nacheinander geladen und entladen, dürfte sich das nicht so 
sehr auf die Lebensdauer des Akkus auswirken, weil chemisch weniger 
passiert.

So kann man mit hoher Kapazität, hoher Zyklenzahl und niedrigem 
Innenwiderstand werben.

Fabrikationstechnisch wird sich diese Hybridkombination so ergeben, und 
damit billig herzustellen sein.

Die 3.8V zu 3.5V könnte man vielleicht so verstehen, daß der Kondensator 
bis auf 3.8V aufgeladen werden darf, während der LiIon Teil nur bis 3.5V 
geht. Falls er also 3.4V hat, kann man kurz reinladen bis 3.8V, dann 
warten bis die Chemie die Ladung aufgenommen hat woraufhin die Spannung 
auf 3.5V sinkrt.

Oder so.
#2943193
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Walter S. schrieb:
> Jens H. schrieb:
>> Also ich lese da im Datenblatt nur, dass diese unter 2,2V
>> Betriebsspannung nicht einsetzbar sind,
>> - soll heissen: benötigen mindestens 2.2V, um die im Datenblatt
>> angegebenen Werte einzuhalten.
>
> so denke ich das auch, sonst müssten sie ja auch geladen
> transportiert/gelagert/verarbeitet werden ...

Das steht im Datenblatt:

Over discharging
If discharging under rated lower limit voltage, it will accelerate 
deterioration
such as capacitance degradation, internal resistance rising and etc.

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