Schaltplan Verständnisprobleme

OP #2946682
Lesenswert?

Hallo,
hab hier einen Schaltplan für eine Platine die ich für die Berufschule 
bauen soll. Das ganze soll dann mit einem Arduino Uno gesteuert werden. 
Jetzt hab ich aber einige Verständnisprobleme und ein paar 
Unsicherheiten:

Die Widerstände R1 - R10:
Meine Rechnung:
Ub=5V ;
LED: If=10mA ; Uled=2,85V ;

(Ub-Uled) / Iled = 2,85V/10mA = 285Ohm

Stimmt das so??

Die Widerstände R11 - R20:
Wie berechne ich die?

Der Widerstand R21:
Wozu ist der denn überhaupt gut??

Die Transistoren die ich hier benutzen soll sind BC546B.

Bin für jede Hilfe sehr dankbar.

(Und ja, ich hab die forensuche benutzt, hab google benutzt, diverse 
bücher und bin aber trotzdem nicht schlau daraus geworden ;) )
Angehängte Dateien:
OP #2946739
Lesenswert?

Ja, nur versteh ich nicht für was das gut ist, hab ganz viel hin und her 
gegoogelt nur versteh ich nicht was ein pulldwon oder pull up macht, 
suche verzweifelt nach einer erklärung für doofe ;)

nächstes problem - wie finde ich raus wie gross der sein muss?
#2946745
Lesenswert?

... und widersprichst dir selber: im ersten post ist ULED = 2,85, im 
letzten 2,15. Vermutlich stimmt letzteres dann stimmt die Rechnung.
10mA für LEDs ist eher unüblich: "normale" werden mit 20mA gerechnet, 
low current mit 3mA

@R11-20:
Rx = Urx / Irx = ( Uout - UBE ) / IB = ( Ub - UBE ) / ( IC / h ) =
( 5 - 0,7 ) / ( 10m / 110 ) = 47k
mit 10k kannst du nichts falsch machen
wobei:
Uout Ausgangsspannung vom uP bei High
UBE Spannungsabfall der Basis-Emitter Strecke
IB Basisstrom vom Transistor
IC Collectorstrom vom Transistor
h Stromverstärkung vom Transistor

@R21:
damit am µP-Eingang bei nicht betätigtem Schalter ein definierter Pegel 
anliegt.
Schalter offen -> ~0V über R21
Schalter geschlossen -> 5V über Schalter

Grüße leo
OP #2946827
Lesenswert?

xxx schrieb:
> Hier ein Schwachsinn verzapft.
>>>Rx = Urx / Irx = ( Uout - UBE ) / IB = ( Ub - UBE ) / ( IC / h ) =
>>>( 5 - 0,7 ) / ( 10m / 110 ) = 47k
>
> habt Ihr einen an der Klatsche!
>
> 270 Ohm und gut ist.
>
> xxx


wie kommt man drauf? warum is das andere falsch? ich würd das ja 
schonmal gerne wissen bin schliesslich noch am lernen ;-)
#2946864
Lesenswert?

Tim J. schrieb:
> wie kommt man drauf? warum is das andere falsch? ich würd das ja
> schonmal gerne wissen bin schliesslich noch am lernen ;-)

Zäum das Pferd von hinten auf:
*) durch die LED sollen 10mA fließen -> der gleiche Strom muss durch die 
CE Strecke vom Transistor.
*) damit CE aufmacht muss ein Basisstrom fließen, dieser berechnet sich 
aus der Verstärkung des Transistors -> IB >= IC / h
*) und der Basisstrom wird mit Rx eingestellt

in deinem Beispiel brauchts also IB > 10mA/110 = 90µA
mit 47k -> 91µA
10k -> 430µA
270 -> 16mA

Die 270 Ohm machen daher gar keinen Sinn, da würde ansteuerseitig mehr 
Strom fließen als auf der Lastseite, dann kann man den Transistor gleich 
weglassen!

Grüße leo
Gast #2946865
Lesenswert?

Tim J. schrieb:
> wie kommt man drauf? warum is das andere falsch? ich würd das ja
> schonmal gerne wissen bin schliesslich noch am lernen ;-)

lass Dich nicht verwirren....

(Ich machs mal mit Vereinfachungen -- aber das ist auch die Kunst der 
Elektronik zu wissen wenns auf was ankommt und wanns wurscht ist.)

Also den Basiswiderstand musst so dimensionieren, dass der Transistor 
genügend Basistrom bekommt um die 10mA der LEDs zu schalten.
Also wenn der Transistor eine Stromverstärkung von 100 hat brauchst Du 
10mA/100=100µA Basistrom.
Normalerweise übersteuert man ihn etwas, gerne Faktor 5 mehr Strom (ist 
ja eine Schaltanwending).
Brauchst also ca. 0,5mA..

An der Baseis-Emitter sind ca. 0.7V, bleiben also 4,3V am Widerstand.

Damit wird der Basis-widerstand R = U/I = 4,3 / 0,5mA ~ 8.6kOhm

Tobi
OP #2947087
Lesenswert?

Also, ich tu mich irgendwie schwer mit dem kram da...

hier mal das datenblatt vom transistor:

http://www.reichelt.de/index.html?;ACTION=7;LA=3;OPEN=0;INDEX=0;FILENAME=A100%252Fbc546_48.pdf;SID=12ULNkyX8AAAIAABP0ulI6566563461d6da2a1edc3aab8cb6b3bd

wenn ich das jetzt richtig verstanden hab ist Ic=Iled;
hfe=110;

IB=IC/hfe
also: IB=10mA/110 = 90µA ;

R=UBE/IB = 4,3V/90µA = 47777,78 Ohm = 47,7kOhm

Meine Widerstände R11-R20 müssen also 47,7kOhm gross sein.

Stimmt das jetzt so?

Verurteilt mich nicht weil ich mich so dumm anstelle, bin da recht 
unerfahren.
Gast #2947285
Lesenswert?

Ja sicher

47,56243kOhm mit 0.011% Toleranz


LED mit 270 Ohm und 10k an die Basis - gut is für den primitiven 
Spielkram!

Ich würd noch Mathematica Sheet für die Berechnung erstellen.
Hab doch einen an der Klatsche!


xxx


PS: Ich wurde die Transitoren auch noch vorher 2h ausmessen
Persönliche Seite #2947340
Lesenswert?

xxx schrieb:
> Hier ein Schwachsinn verzapft.

Wenn es Dir nicht passt, dass jemandem der eine Frage stellt die Antwort 
nicht nur vorgeknallt wird wie Du das machst "270 Ohm und gut ists", 
sondern man ihm das detailliert vorrechnet, dann kannst Du Dich doch 
vielleicht einfach zurueckhalten oder verspuerst Du so einen starken 
Drang, irgendetwas in die Tastatur zu tippen und zu veroeffentlichen?
In jenem Fall empfehle ich Dir den "off-topic" Forumsbereich oder einen 
Psychologen Deiner Wahl.



gruss

Michael
OP #2948317
Lesenswert?

ok,
R11-R20 also 10 kOhm.
R1-R10 = 285 Ohm


Bleibt jetzt die Frage wie gross der R21 sein muss, und wie man drauf 
kommt. und ich hab immernoch nicht verstanden wofür der jetzt 
letztendlich gut ist.... hab wieder wie verrückt rumgesucht, aber mit 
Aussagen wie "Spannung wird hoch- bzw. runtergezogen"  und
>@R21:
>damit am µP-Eingang bei nicht betätigtem Schalter ein definierter Pegel
>anliegt.
>Schalter offen -> ~0V über R21
>Schalter geschlossen -> 5V über Schalter

kann ich nichts anfangen. wäre klasse wenn mir das jmd. so erklären 
könnte damit auch doofe das verstehen ;)
#2948362
Lesenswert?

xxx schrieb:
> Ja sicher
>
> 47,56243kOhm mit 0.011% Toleranz
>
>
> LED mit 270 Ohm und 10k an die Basis - gut is für den primitiven
> Spielkram!
>
> Ich würd noch Mathematica Sheet für die Berechnung erstellen.
> Hab doch einen an der Klatsche!
>
>
> xxx
>
>
> PS: Ich wurde die Transitoren auch noch vorher 2h ausmessen
Was Du da propagierst, sind Kochbuchrezepte. Die sind gut zum 
'Rumbasteln und würden beim bestehenden Schaltungsproblem zweifelsfrei 
auch ordentlich funktionieren.
Der Fragesteller möchte aber lernen, wie man eine Schaltung auslegt, und 
das ist auch gut so!!!

Du kannst also jetzt endlich aufhören, uns Deine Weisheiten aus der Welt 
der Elektronikkästen als Dogmata aufzudrücken, Mister Triple-X!
Gast #2948373
Lesenswert?

Der Pull-Down sorgt dafür dass -- wenn der Taster nicht betätigt ist -- 
ein definierter Spanungswert an D12 anliegt.
Mann muss hier noch das anschauen was auf der Arduiono Seite ist: 
Höchswahrscheinlich ein µC Eingangspin der hochohmig ist. (Es gibt aber 
Leckströme, die den Pegel dann i.d.r in die floaten lassen)

Dadurch das der hochohmig ist, würde ohne pull-down bei offenen Schalter 
der Spannungspegel am Pin "undefiniert" sein, d.h der µC kann nicht 
unterscheiden ob der Pegel "high" oder "low" sein.
Der Widestand sorgt für klare Verhältnisse.

Der Wert des Widerstands ist gar nicht kritisch.
Zum einen muss er groß genug sein dass nicht zu viel Strom fließt 
(Belastung Schalter, Verlustleistung), zum anderen müssen die Leckströme 
weggeführt werden. (ausserdem hast Du evtl. Kapazizäten die umgeladen 
werden müssen -- wird R groß dauert das länger).
Ausserdem hat man durch einen gewissen (Mindest) Strom noch einen 
Nebeneffekt: Schalterputzen -- also aufbrechen der Oxidschichten am 
Schalter.

Es ist viel Geschmacksache, aber i.d.R 1kOhm-10kOhm sollte passen -- wie 
gesagt, sehr unkritisch.

Tobi
#2948390
Lesenswert?

Tim J. schrieb:
> ...
> Bleibt jetzt die Frage wie gross der R21 sein muss, und wie man drauf
> kommt. und ich hab immernoch nicht verstanden wofür der jetzt
> letztendlich gut ist.... hab wieder wie verrückt rumgesucht, aber mit
> Aussagen wie "Spannung wird hoch- bzw. runtergezogen"  und
>>@R21:
>>damit am µP-Eingang bei nicht betätigtem Schalter ein definierter Pegel
>>anliegt.
>>Schalter offen -> ~0V über R21
>>Schalter geschlossen -> 5V über Schalter
>
> kann ich nichts anfangen. wäre klasse wenn mir das jmd. so erklären
> könnte damit auch doofe das verstehen ;)

Das können wir Dir nicht sagen, solange wir den anderen Schaltungsteil 
(an den Deine Platine angeschlossen werden soll) nicht kennen, wir 
können's nur erraten. Sehr wahrscheinlich ist es aber (wie auch schon 
geschrieben wurde) ein Pulldown-Widerstand.
Das heißt, er soll die entsprechende Leitung auf GND ziehen (englisch 
'pullen', daher der Name Pulldown), solange der Schalter sie nicht auf 
+5V hochzieht.
Dies ist nötig, weil dort wahrscheinlich ein Digitalbaustein mit einem 
hochohmigen Eingang angeschlossen wird, der immer einen definierten 
Eingangspegel benötigt.
Wäre der Widerstand nicht da, würde sich dort bei geöffnetem Schalter 
irgend ein Potenzial einstellen, der Eingang würde mal H und mal L 
erkennen.

Welchen Wert soll dieser Widerstand haben?
Wenn der Eingang des Bausteins, der auf dieser Leitung liegt, sehr 
hochohmig ist, ist es eigentlich egal.
Für einen sehr hohen Wert spricht: Es fließt nur wenig Strom, wenn der 
Schalter geschlossen wird (Stromsparen ist immer gut).
Für einen niedrigen Wert spricht: Die Störsicherheit gegen Strom- oder 
Spannungsspitzen benachbarter Leitung oder Störeinstrahlung ist besser, 
wenn der Widerstand klein ist.

Hier kann man nun tatsächlich nicht viel rechnen und greift gerne auf 
Standardwerte zurück. Evtl. steht im Datenblatt des Bausteins, dessen 
Eingang auf dieser Leitung liegt eine Empfehlung.
Typische Empfehlungen liegen zwischen 1kOhm und 100kOhm.
Ich nehme meistens 10kOhm.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren