Sascha schrieb:
> Hat jemand Erfahrung damit?
Ja, habe ich.
Die MW-Kammer ist zwar einigermassen dicht zu kriegen, aber mehr als
60-80dB Schrimdämpfung wird schwer. Auch sollte das Innenleben raus
(Magnetron-Feed) und HF-dicht ersetzt werden (Druchführplatte?).
Weiterhin ist diese Kammer dann recht frequenzselektiv, d.h. die
Türdichtung geht nur bei 2.4Ghz einigermassen (Viertelwellenstub). Also
alles in allem ein Kompromiss, aber um Welten günstiger als ein
kompletter Messraum und vor allem transportabel.
Wenn du richtig Messungen bei höchster Empfindlichkeit brauchst, kann es
sogar sein, dass du zwei gute Boxen benötigst, also für beide Endstellen
eine. Schlechte Stecker und schlechte Filterung der anderen Signale (du
willst ja irgendwas messen, also z.B. Sub-D9 Seriell) können auch
problematisch werden.
Die Auskleidung mit Absorber kann man machen, bringt aber nur etwas,
wenn man mit Antennen im Innenraum arbeitet. Bei reiner
HF-Kabelverbindung ist sie recht überflüssig.
Alternativ zur MW gibt es pulverbeschichtete Gehäuse (Boxen) aus
Aludruckguss mit Scharnier und EMV-Dichtungen (leitfähig) in
verschiedenen Grössen. Aber die muss man auch selbst mit den notwendigen
Steckern/Filter versehen und dabei per Fräse das Metall bearbeiten.
Dann natürlich noch die teuerste Variante, aber kaum für den
"Hausgebrauch": Die Testboxen verschiedener Prüfgerätehersteller...
Gruss