Seppl schrieb:
> Die Leitungen werden schwarz und brüchig
Auf den ersten Blick sieht das Zeug auch nach ungefähr 30 Jahren Alter
aus, scheint IYY-4x2x0,6 zu sein. Es hat auch noch einen blanken
Schirmleitungsdraht zwischen Mantel und Kabelseele, den sehe ich jedoch
nicht. Manche Kollegen schnitten den gleich am Mantel ab. Meistens wird
er nicht verwendet, höchstens ab und zu mal geerdet, wenn eine TK-Anlage
mit im Spiel war (Erdtaste, Amtstaste).
Das könnte Wasser im Kabel sein, aber ich sah es auch früher bei
Kollegen, die schwitzige Hände hatten. Da wird das Kupfer auch schnell
schwarz, ohne daß Wasser dran kommt. Wenn so einer zwei Drähte von Hand
miteinander verdrillt, und die richtige Drilltechnik nicht beherrscht,
so daß in der Verdrillung nicht ordentlich Spannkraft entsteht, da kann
man schon mal Störungen wie Rauschen oder Knistern in der Leitung haben.
Wenn so ein Installationskabel mehrere Jahre draußen z.B. an der
Hausaußenwand hängt, da passiert es schon mal, daß der PVC-Mantel
hauptsächlich durch Sonnenbestrahlung brüchig und rissig wird, und es
beginnt allmählich Wasser ins Kabelinnere einzudringen. So lange die
Kabeladern nicht beschädigt sind, kann das sogar noch mehrere Jahre gut
gehen. Irgendwann kommt dann allmählich der Isolationswiderstand dran.
Wenn du eine Ader etwas weiter abisolierst, ist das Kupfer dann darunter
immer noch schwarz? Kannst du mal an stromlosen Adern den
Isolationswiderstand messen? Wenn Wasser drin ist, dann hilft nur noch
Erneuerung. Ich sanierte solche Kabel schon mal nach Blitzschäden, da
sind gelegentlich mal die Kabeladern zu einem festen Strang miteinander
verbacken.